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Degrowth. Über die Möglich- und Notwendigkeit einer nachhaltigen Postwachstumsökonomie

Title: Degrowth. Über die Möglich- und Notwendigkeit einer nachhaltigen Postwachstumsökonomie

Term Paper (Advanced seminar) , 2018 , 38 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Gordon Jung (Author)

Ethics
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Was bereits der ökologische Vordenker Ernest Callenbach in seinem utopischen Zukunftsroman Ökotopia – Notizen und Reportagen von William Weston aus dem Jahre 1999 literarisch verpackt hat, wird nun scheinbar dringlicher denn je: ein wirtschaftlicher Wandel, eine ökologische Wende, kurz: Degrowth. Seit der Finanz- und Weltwirtschaftskrise ab 2007 keimten Skeptizismus und kritischer Distanzierung gegenüber der wachstumsorientierten Ökonomie auf. Das Wachstumsdiktat schien seine gesetzesgleiche Allgemeingültigkeit und grenzenlose Berechtigung zunehmend einzubüßen. Dies zeigt sich nicht minder an der aktuellen globalen Entwicklung hinsichtlich exponentiellen Wirtschafts- und Bevölkerungswachstums, diverser Ressourcenknappheit bis hin zum Peak-Oil bzw. Peak-Everthing-Phänomen. Bezeichnend hierfür wurde der Earth-Overshoot-Day im Jahr 2018 auf den 01. August datiert mit der Tendenz, dass die Erd-Einheit von 1,7 für den globalen Ressourcenverbrauch durch stetig wachsende Nachfrage weiter zunimmt. Vor diesem Hintergrund erscheint das vom damaligen Bonner Parlament aufgrund der ersten deutschen Nachkriegsrezension 1967 gesetzlich festgeschriebene, wirtschaftspolitische Ziel eines „stetige[n] und angemessene[n] Wachstum[s]“ fast schon grotesk. Das weltweit verflochtene Wirtschaftsmodell hat immense Auswirkungen auf die Bereiche der Ökologie, Gesellschaft, Lebensqualität und befeuert zudem „[…] Trends mit weltweiter Wirkung: d[ie] beschleunigte Industrialisierung; d[as] rapide Bevölkerungswachstum; d[ie] weltweite Unterernährung; d[ie] Ausbeutung der Rohstoffreserven und d[ie] Zerstörung des Lebensraums.“ Vor allem aber die über die anthropozentrische Grenze hinausgehenden Themengebiete der Nachhaltigkeit, des Umweltschutzes sowie ein zunehmendes, generelles Interesse an der kritischen Auseinandersetzung mit exponentiellem Wirtschaftswachstum waren Anlass dieser Arbeit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG – ENTGRENZUNG ALLER SKALEN NACH OBEN

2. PROBLEMLAGE – DIE TEUFLISCHEN REGELKREISE

I. Was bedeutet Wachstum?

i. Wachstum der Weltbevölkerung

ii. Wachstum der Weltwirtschaft

II. Was ist Wohlstand und wie kann er gemessen werden?

III. Welche Probleme bestehen zwischen Wirtschaftswachstum und Wohlfahrt?

i. Ungleichverteilung von Wohlstand durch Wachstumsleistungen

ii. Keine valide Messung der Korrelation

iii. Mehr Glück durch mehr Wachstum?

iv. Die Grenzen des jeweiligen Wachstums

3. DISKUSSION – WOHLSTAND OHNE WACHSTUM?

I. Was bedeutet Degrowth?

II. Niko Paechs Theorie einer Postwachstumsökonomie

III. Andrew Dobsons Konzeptionierung ökologischer Nachhaltigkeit

IV. Konrad Otts Position der ‚strong sustainability‘

4. KRITIK – ZWISCHEN KÖNIGSWEG UND KOBRA-EFFEKT

5. FAZIT UND AUSBLICK – IS THERE NO TOMORROW?

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die theoretische Möglich- und Notwendigkeit einer nachhaltigen Postwachstumsökonomie. Ziel ist es, wachstumskritische Positionen im Kontext aktueller Wirtschaftsmechanismen zu reflektieren und alternative Wirtschaftsformen zu diskutieren, die Wohlstand ohne ständiges quantitatives Wachstum generieren können.

  • Die Grenzen des exponentiellen Wachstums auf einem endlichen Planeten
  • Die kritische Analyse des Wohlstandsbegriffs und seiner Messung (BIP)
  • Postwachstumsökonomische Konzepte nach Niko Paech
  • Theorien ökologischer Nachhaltigkeit bei Andrew Dobson und Konrad Ott
  • Die Kontroverse zwischen Wachstumskritik und neoklassischen Verteidigungsstrategien

Auszug aus dem Buch

1. EINLEITUNG – ENTGRENZUNG ALLER SKALEN NACH OBEN

Was bereits der ökologische Vordenker Ernest Callenbach in seinem utopischen Zukunftsroman Ökotopia – Notizen und Reportagen von William Weston aus dem Jahre 1999 (1975) literarisch verpackt hat, wird nun scheinbar dringlicher denn je: ein wirtschaftlicher Wandel, eine ökologische Wende, kurz: Degrowth.

Seit der Finanz- und Weltwirtschaftskrise ab 2007 keimten Skeptizismus und kritischer Distanzierung gegenüber der wachstumsorientierten Ökonomie auf. Das Wachstumsdiktat schien seine gesetzesgleiche Allgemeingültigkeit und grenzenlose Berechtigung zunehmend einzubüßen. Dies zeigt sich nicht minder an der aktuellen globalen Entwicklung hinsichtlich exponentiellen Wirtschafts- und Bevölkerungswachstums, diverser Ressourcenknappheit bis hin zum Peak-Oil bzw. Peak-Everthing-Phänomen. Bezeichnend hierfür wurde der Earth-Overshoot-Day (Welterschöpfungstag) im Jahr 2018 auf den 01. August datiert mit der Tendenz, dass die Erd-Einheit von 1,7 für den globalen Ressourcenverbrauch durch stetig wachsende Nachfrage weiter zunimmt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG – ENTGRENZUNG ALLER SKALEN NACH OBEN: Die Einleitung beleuchtet die Dringlichkeit einer ökologischen Wende angesichts globaler Krisen und stellt die Leitfrage nach einer Alternative zum Wachstumsparadigma.

2. PROBLEMLAGE – DIE TEUFLISCHEN REGELKREISE: Dieses Kapitel analysiert die mathematischen und ökonomischen Grundlagen des exponentiellen Wachstums und zeigt die systemischen Widersprüche zwischen Wirtschaftswachstum, Wohlstand und den ökologischen Belastungsgrenzen auf.

3. DISKUSSION – WOHLSTAND OHNE WACHSTUM?: Hier werden wachstumskritische Ansätze wie das Degrowth-Konzept sowie spezifische theoretische Positionen von Niko Paech, Andrew Dobson und Konrad Ott zur Postwachstumsökonomie und Nachhaltigkeit vorgestellt.

4. KRITIK – ZWISCHEN KÖNIGSWEG UND KOBRA-EFFEKT: Dieses Kapitel setzt sich mit Gegenpositionen auseinander, die weiterhin auf technologische Innovationen und qualitativen Fortschritt innerhalb des bestehenden Systems setzen.

5. FAZIT UND AUSBLICK – IS THERE NO TOMORROW?: Das Fazit resümiert die Notwendigkeit eines kulturellen Wandels und einer Abkehr vom Anthropozentrismus hin zu einer nachhaltigen Lebensweise und Reduktion.

Schlüsselwörter

Degrowth, Postwachstumsökonomie, Nachhaltigkeit, Wirtschaftswachstum, Wohlstand, Club of Rome, Suffizienz, Subsistenz, starker Nachhaltigkeit, Ökologie, Ressourcenverbrauch, Biozentrismus, BIP, Transformation, Systemkritik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die kritische Auseinandersetzung mit dem globalen Wirtschaftswachstum und untersucht die theoretischen Grundlagen für eine nachhaltige Postwachstumsgesellschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten gehören das exponentielle Wachstum, die Kritik am BIP als Wohlstandsindikator, die ökologischen Belastungsgrenzen sowie verschiedene wachstumskritische Theorien.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, einen Überblick über den Status quo wachstumskritischer Positionen zu geben und zu prüfen, wie ein Übergang vom Wachstum zum ökologischen Gleichgewicht gestaltet werden könnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine analytische und diskursive Auseinandersetzung mit existierender Fachliteratur und theoretischen Modellen aus Philosophie und Ökonomie.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Problemanalyse (wachstumsbedingte Krisen), eine Diskussion theoretischer Modelle (Paech, Dobson, Ott) sowie eine kritische Reflexion gegnerischer Wachstumspositionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen Degrowth, Suffizienz, Subsistenz, ökologische Nachhaltigkeit, Naturkapital und Transformationsprozesse.

Was bedeutet Niko Paechs Ansatz der "Suffizienz"?

Paech definiert Suffizienz als eine selbstgewählte Rückkehr zum gesunden Maß, um sich durch bewussten Minimalismus von Wachstumszwängen zu befreien.

Wie unterscheidet sich die "starke Nachhaltigkeit" von der schwachen?

Starke Nachhaltigkeit erkennt der Natur einen genuinen Eigenwert zu und betont die begrenzte Ersetzbarkeit von natürlichem durch menschengemachtes Kapital.

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Details

Title
Degrowth. Über die Möglich- und Notwendigkeit einer nachhaltigen Postwachstumsökonomie
College
University of Mannheim  (Philosophische Fakultät)
Course
Ökologische Utopien
Grade
1,0
Author
Gordon Jung (Author)
Publication Year
2018
Pages
38
Catalog Number
V443187
ISBN (eBook)
9783668808072
ISBN (Book)
9783668808089
Language
German
Tags
Ethik Degrowth Wachstum Wohlstand Nachhaltigkeit Niko Paech Ökonomie Postwachstumsökonomie alternative Ökonomie Ökonomik Ökologie nachhaltige Entwicklung Dobson Ott Die Grenzen des Wachstums Club of Rome The limits to growth Peak everything Wirtschaftsethik Wirtschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Gordon Jung (Author), 2018, Degrowth. Über die Möglich- und Notwendigkeit einer nachhaltigen Postwachstumsökonomie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/443187
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