Dieses Werk enthält zahlreiche fundierte und datierte Schöpfungsmythen und Glaubensrichtungen (Schamanismus und Religionen), Kosmologien (Weltanschauung, wie das Universum aufgebaut ist) und Kosmogonien (wie das Universum entstand) von 6.000 bis 2.500 v.Chr. und schildert wie anscheinend tibetische Schamanen die Kultur nach Mesopotamien brachten. Die Mythen und Glaubensrichtungen sind mit wissenschaftlichen Daten verbunden (Archäologie, Paläoklimatologie), was ihre ungefähre bis eindeutige Datierung erlaubte. Die eingehende Analyse dieser Mythen und Weltanschauungen erlaubte die Erstellung eines ersten Standardmodells der Menschheitsgeschichte Eurasiens und beweist, dass die Wiege der Kultur sich auf dem Himalaja bzw. in der sinotibetischen Region befand.
Inhaltsverzeichnis
Mesopotamien (Ubaid)
Sumer
Patagonien
Armenien
Das Standardmodell der Menschheitsgeschichte Eurasiens
Zielsetzung und Themen
Das Werk verfolgt das Ziel, durch eine interdisziplinäre Analyse von Schöpfungsmythen und Weltanschauungen zwischen 6.000 und 2.500 v.Chr. ein erstes Standardmodell der Menschheitsgeschichte Eurasiens zu erstellen, das den Ursprung der Kultur in der sinotibetanischen Region verortet.
- Verbindung von Schöpfungsmythen mit archäologischen und paläoklimatologischen Daten.
- Untersuchung der kulturellen Expansion tibetischer Schamanen nach Mesopotamien.
- Analyse sumerischer Kosmologie und deren Parallelen zu älteren tibetischen Traditionen (Bön).
- Etymologische Herleitung kultureller und religiöser Begriffe aus dem Ur-Tibetischen.
- Erstellung einer chronologischen Zeittafel der menschlichen Kulturentwicklung in Eurasien.
Auszug aus dem Buch
Die Schrift der Sumerer
Die Sumerer mussten den Semiten der Gegend sicherlich wie Übermenschen oder Kulturbringer vorkommen, hatten sie doch bereits so ausgeklügelte und zukunftsweisende Technologien und Mittel erfunden, wie das Rad, die Schrift und die Friedhöfe.
Man kann die Entwicklung der Schrift, wie folgt verfolgen:
um 4.000 v.Chr.: Piktogramme; Sumerer u. Akkadier führen sog. "Rechnungsbücher"
um 3.500-3.000 v.Chr.: Ideogramme u. Phonogramme in China und Indien
um 3.000-2.500 v.Chr.: Hieroglyphen, auf Papyrus in Ägypten
um 2.900 v.Chr.: Keilschrift mit ca. 600 Zeichen verschiedener Bedeutungen
um 2.000 v.Chr.: Keilschrift mit Phonetisierung (Lautwerte) in Sumer und Ägypten
um 1.800 v.Chr.: Niederschrift des "Gilgamesch-Epos", in Tontafeln festgehaltene Sage des Königs Gilgamesch (2.750-2.600 v.Chr.), sumerischer Stadtstaat Uruk, wo die Schrift geboren wurde
ab 1.500 v.Chr.: Bilderschrift mit Wortbedeutung in China
Die Schriften erscheinen also zuerst in Sumer, dann in China, Indien und Ägypten. Man könnte sich fragen, wieso es diese "Achse der Schriften" gibt? Sie reicht, von Ägypten, über Sumer und Indien, bis nach China. Der konventionelle Glaube geht von einer parallelen Entwicklung der Schriften in China, Sumer, Indien und Ägypten aus. Doch, wie wir bereits bei den Ubaid (siehe weiter oben) gesehen haben, stammen die Ubaid - die Gründer von Sumer - in Wirklichkeit aus Olmo Lungring, dem heutigen West-Tibet. Somit gab es einen regen Kontakt zwischen den Ländern dieser Achse, so dass die Schrift vom Kulturzentrum Sumer aus, in die anderen Länder floss.
Zusammenfassung der Kapitel
Mesopotamien (Ubaid): Untersuchung der Ubaid-Periode als kulturelle Vorläufer der Sumerer, die aus dem Hochland einwanderten und erste Bewässerungssysteme sowie Tempel errichteten.
Sumer: Analyse der sumerischen Stadtstaaten und ihrer technologischen Errungenschaften, wobei der Einfluss der Ubaid und die Verbindung zum tibetischen Ursprung hervorgehoben wird.
Patagonien: Untersuchung der Mythologie der nördlichen Tehuelche, insbesondere der Figur des Elemgasem, und deren Verbindung zu pleistozänen Säugetieren.
Armenien: Betrachtung der Geschichte und Mythologie Armeniens, mit Fokus auf die Verbindungen zwischen biblischen Sintflut-Erzählungen und älteren mesopotamischen Vorbildern.
Das Standardmodell der Menschheitsgeschichte Eurasiens: Systematische Zusammenfassung der kulturellen Meilensteine und Migrationsbewegungen in einer detaillierten chronologischen Zeittafel.
Schlüsselwörter
Ubaid, Sumer, Schamanismus, Ur-Tibet, Olmo Lungring, Enki, Kosmogonie, Weltenbaum, Menschheitsgeschichte, Bewässerungstechnik, Keilschrift, kulturelle Expansion, Mythologie, Eurasien, Hexadezimalsystem.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Studie grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Ursprünge der Hochkulturen in Eurasien, insbesondere die Rolle der Ubaid-Kultur, und postuliert deren schamanistische Wurzeln im tibetischen Hochland.
Welche sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Zentrale Themen sind die Kosmologie und Kosmogonie der Sumerer, die Verbreitung schamanistischer Glaubenselemente sowie die Verbindung zwischen geografischen Migrationen und der Ausbreitung von Kulturtechniken.
Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?
Das Hauptziel ist die Erstellung eines „Standardmodells der Menschheitsgeschichte Eurasiens“, das den kulturellen Austausch und die gemeinsame Herkunft mythologischer Vorstellungen belegt.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse herangezogen?
Der Autor nutzt einen interdisziplinären Ansatz, der Etymologie, Archäologie, Paläoklimatologie und den Vergleich von Schöpfungsmythen kombiniert.
Was ist Gegenstand des Hauptteils?
Der Hauptteil behandelt die detaillierte Analyse der Ubaid- und Sumerer-Kultur, ihre religiösen Mythen, die Bedeutung von Gottheiten wie Enki und die technologischen Errungenschaften dieser Völker.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Schamanismus, Ubaid, Sumer, Ur-Tibet und kulturelle Diffusion geprägt.
Welche Bedeutung kommt dem "Urmeer" in der sumerischen Mythologie zu?
Das Urmeer wird als Überbleibsel der Erinnerung an riesige, ausgetrocknete Süßwasserseen auf dem tibetischen Hochplateau gedeutet, die die Migrationsbewegung der Ubaid beeinflussten.
Wie erklärt die Studie die Entstehung der "Achse der Schriften"?
Die Studie führt die Entstehung der Schrift in China, Indien, Sumer und Ägypten auf einen regen Austausch entlang einer Achse zurück, deren kulturelles Zentrum in Olmo Lungring, West-Tibet, lag.
Inwiefern beeinflussten die Sumerer die postsumerischen Semiten?
Durch die Einführung von Sozialstrukturen wie der Friedhofskultur und einer hierarchischen Arbeitsorganisation etablierten die Sumerer Verhaltensregeln, die von den semitischen Völkern übernommen wurden.
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- Dr. Carlos Calvet (Author), 2005, Versunkene Kulturen der Welt: von 6.000 bis 2.500 v. Chr., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/44352