Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Historia de Alemania - 1848, Imperio alemán, Imperialismo

Das Augusterlebnis im Breisgau. Das Beispiel der Freiburger Zeitung und des Staufener Wochenblatts

Título: Das Augusterlebnis im Breisgau. Das Beispiel der Freiburger Zeitung und des Staufener Wochenblatts

Trabajo , 2015 , 28 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Daniel Scholaster (Autor)

Historia de Alemania - 1848, Imperio alemán, Imperialismo
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Die Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Beginn des Ersten Weltkriegs, in Breisgau. Als Quellen dienen exemplarisch die beiden regionalen Bätter "Freiburger Zeitung" und "Staufener Wochenblatt". So liefert die Arbeit einen Einblick in die Ereignisse in Breisgau, über die sonst vor allem aus den großen Städten wie Berlin, München oder Wien berichtet wurde.

„Ich kenne keine Parteien mehr, Ich kenne nur Deutsche.“ – Mit diesem populären Ausspruch erklärte Kaiser Wilhelm II. am vierten August 1914 vor den versammelten Abgeordneten des Reichstags im Berliner Schloss, dass nun aller Hader zwischen den verschiedenen Konfessionen, Parteien und Schichten im Deutschen Reich aufhören solle. In den ersten Augusttagen schien vielen Beobachtern eine neue Ära der Einigkeit innerhalb der Gesellschaft angebrochen zu sein. Insbesondere im Vergleich zum Kriegsende vier Jahre später wurde der Kriegsausbruch vielfach als ein Moment der Geschlossenheit wahrgenommen. Lange Zeit war diese Bewertung auch von den meisten Historikern übernommen worden. Aber spätestens seit den achtziger Jahren kamen auch kritische Stimmen auf.

Das so genannte „Augusterlebnis“ wurde in seiner Bedeutung nun differenzierter bewertet. Jetzt kam es darauf an, welcher Gesellschaftsschicht, Konfession oder Partei die Zeitzeugen angehörten, deren Quellen untersucht wurden. Auch aus welcher Region sie stammten, spielte zunehmend eine Rolle in der historischen Forschung. Außerdem musste auch der Zeitpunkt der Entstehung einer Quelle berücksichtigt werden. Denn vielfach waren Begeisterung und Jubel tatsächlich verbreitete Phänomene in der Bevölkerung, allerdings meist erst im weiteren Verlauf des Augusts 1914. Dann erreichten nämlich die ersten bedeutenderen Siegesnachrichten die Heimatfront.

Der Kriegsausbruch selbst wurde laut neueren Forschungen vielerorts eher mit Ernst und Befürchtungen zur Kenntnis genommen. Zwar gab es Milieus, in denen tatsächlich eine sehr gelöste und begeisterte Stimmung überwog – dazu gehörten insbesondere viele Angehörige des Bildungsbürgertums und eine große Zahl von Studenten – aber überwiegend scheint doch eher eine Mischung aus grimmiger Entschlossenheit und Sorge dominiert zu haben. In dieser Arbeit soll in einem eng umrissenen Rahmen diesem „Mythos Augusterlebnis“ anhand des Beispiels zweier lokaler Zeitungen nachgegangen werden. Es handelt sich dabei um die Freiburger Zeitung und das Staufener Wochenblatt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Kriegsbegeisterung?

III. Sorgen und Ängste?

IV. Die Monarchen: Kaiser Wilhelm II. und Großherzog Friedrich II.

V. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die Reaktionen der „Freiburger Zeitung“ und des „Staufener Wochenblatts“ auf den Ausbruch des Ersten Weltkriegs im August 1914. Ziel ist es, den „Mythos Augusterlebnis“ anhand lokaler Presseberichterstattung zu prüfen und zu hinterfragen, ob die oft zitierte Kriegsbegeisterung tatsächlich flächendeckend existierte oder durch eine differenziertere Stimmung aus Sorge, Entschlossenheit und Loyalität ersetzt werden muss.

  • Analyse der Kriegsbegeisterung im Vergleich von städtischer und ländlicher Presse
  • Untersuchung von Sorgen und Ängsten der Bevölkerung (Versorgung, Invasion, Spionage)
  • Darstellung der Monarchen Wilhelm II. und Großherzog Friedrich II.
  • Hinterfragung der These einer einheitlichen, patriotisch geeinten bürgerlichen Presse
  • Regionale Einordnung des Augusterlebnisses im Breisgau

Auszug aus dem Buch

I. Einleitung

„Ich kenne keine Parteien mehr, Ich kenne nur Deutsche.“ – Mit diesem populären Ausspruch erklärte Kaiser Wilhelm II. am vierten August 1914 vor den versammelten Abgeordneten des Reichstags im Berliner Schloss, dass nun aller Hader zwischen den verschiedenen Konfessionen, Parteien und Schichten im Deutschen Reich aufhören solle. In den ersten Augusttagen schien vielen Beobachtern eine neue Ära der Einigkeit innerhalb der Gesellschaft angebrochen zu sein. Insbesondere im Vergleich zum Kriegsende vier Jahre später wurde der Kriegsausbruch vielfach als ein Moment der Geschlossenheit wahrgenommen.

Lange Zeit war diese Bewertung auch von den meisten Historikern übernommen worden. Aber spätestens seit den achtziger Jahren kamen auch kritische Stimmen auf. Das so genannte „Augusterlebnis“ wurde in seiner Bedeutung nun differenzierter bewertet. Jetzt kam es darauf an, welcher Gesellschaftsschicht, Konfession oder Partei die Zeitzeugen angehörten, deren Quellen untersucht wurden. Auch aus welcher Region sie stammten, spielte zunehmend eine Rolle in der historischen Forschung. Außerdem musste auch der Zeitpunkt der Entstehung einer Quelle berücksichtigt werden. Denn vielfach waren Begeisterung und Jubel tatsächlich verbreitete Phänomene in der Bevölkerung, allerdings meist erst im weiteren Verlauf des Augusts 1914. Dann erreichten nämlich die ersten bedeutenderen Siegesnachrichten die Heimatfront.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Forschungsdebatte um das „Augusterlebnis“ ein und skizziert die methodische Vorgehensweise anhand der Freiburger Zeitung und des Staufener Wochenblatts.

II. Kriegsbegeisterung?: In diesem Kapitel wird untersucht, inwiefern eine echte Begeisterung in der lokalen Presse belegbar war und ob diese möglicherweise durch eine nüchternere Entschlossenheit überschattet wurde.

III. Sorgen und Ängste?: Das Kapitel beleuchtet die gegenläufigen Phänomene zur Kriegsbegeisterung, wie etwa Sorgen um die Ernte, Preissteigerungen und die Angst vor Spionage oder Invasion.

IV. Die Monarchen: Kaiser Wilhelm II. und Großherzog Friedrich II.: Hier steht die mediale Darstellung der beiden Monarchen im Fokus, um die Verbundenheit der Presseorgane zur politischen Führung und zur nationalen Identität zu analysieren.

V. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, wonach eine homogene Kriegsbegeisterung in den ersten Augusttagen 1914 nicht bestätigt werden kann und stattdessen ernste Entschlossenheit dominierte.

Schlüsselwörter

Erster Weltkrieg, Augusterlebnis, Freiburger Zeitung, Staufener Wochenblatt, Heimatfront, Kriegsbegeisterung, Pressegeschichte, Breisgau, Kaiser Wilhelm II., Großherzog Friedrich II., patriotische Stimmung, Mobilmachung, Pressefreiheit, Zensur, Gesellschaftsgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die lokale Berichterstattung der „Freiburger Zeitung“ und des „Staufener Wochenblatts“ zu Beginn des Ersten Weltkriegs im August 1914.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit fokussiert auf die Themen Kriegsbegeisterung, gesellschaftliche Ängste sowie die mediale Inszenierung und Rolle der Monarchen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den historischen „Mythos Augusterlebnis“ einer kritischen Prüfung zu unterziehen und herauszuarbeiten, wie sich dieser im regionalen Kontext des Breisgaus widerspiegelte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine medienhistorische Quellenanalyse, bei der Zeitungsberichte und Kommentare in einen historischen Kontext gesetzt und mit aktueller Forschungsliteratur vergleichen werden.

Was wird im Hauptteil der Untersuchung behandelt?

Im Hauptteil werden die Berichte der beiden Zeitungen auf Anzeichen für Begeisterung, Sorgen und die Loyalität gegenüber den Monarchen hin untersucht, wobei Unterschiede zwischen Stadt und Land hervorgehoben werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Erster Weltkrieg, Augusterlebnis, Kriegsbegeisterung, Heimatfront, Kaiser Wilhelm II. und regionale Pressegeschichte.

Warum wurde explizit das „Staufener Wochenblatt“ neben der „Freiburger Zeitung“ gewählt?

Der Vergleich dient dazu, die unterschiedliche Stimmung und Informationslage zwischen einem städtischen Zentrum (Freiburg) und einer ländlichen Gemeinde (Staufen) bei Ausbruch des Krieges herauszuarbeiten.

Welche Rolle spielt der Großherzog Friedrich II. in der Untersuchung?

Der Autor prüft, ob neben der deutschlandweiten Identifikation mit dem Kaiser auch eine spezifisch badische regionale Identität in der Presse eine nennenswerte Rolle spielte.

Final del extracto de 28 páginas  - subir

Detalles

Título
Das Augusterlebnis im Breisgau. Das Beispiel der Freiburger Zeitung und des Staufener Wochenblatts
Universidad
University of Freiburg  (Lehrstuhl für die Geschichte des Romanischen Westeuropa)
Curso
Hauptseminar:„Heimatfront“ – Gesellschaft und Wirtschaft 1914-1918 im europäischen Vergleich
Calificación
2,0
Autor
Daniel Scholaster (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
28
No. de catálogo
V443737
ISBN (Ebook)
9783668809918
ISBN (Libro)
9783668809925
Idioma
Alemán
Etiqueta
Heimatfront Erster Weltkrieg Kaiserreich Freiburg Staufen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Daniel Scholaster (Autor), 2015, Das Augusterlebnis im Breisgau. Das Beispiel der Freiburger Zeitung und des Staufener Wochenblatts, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/443737
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  28  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint