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Die Produktsprache. Eine Theorie des Designs

Title: Die Produktsprache. Eine Theorie des Designs

Elaboration , 2018 , 18 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Daniel Birkicht (Author)

Design (Industry, Graphics, Fashion)
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Eine zusammenfassende Ausführung vom ersten Buch der Reihe des Offenbacher Ansatzes. Der theoretischer Hintergrund wird beschrieben und an einem Beispiel dargelegt.

Was macht ein gutes Design aus? Diese Frage wurde unter anderem von Dieter Rams während seiner Zeit bei Braun untersucht, sein Ergebnis waren die 10 Thesen für gutes Design. Aber wie nehmen wir Produkte, nicht nur auf ihrer physischen und praktischen Ebene, sondern auch auf ihrer theoretischen und psychologischen Ebene war? Die grundlegende Annahme, welche sich in den Vordergrund drängt ist, dass wir uns offensichtlich alle über Produkte unterhalten und jeder auch eine (mehr oder weniger) eigene Meinung zu diesen Produkten bildet. Jedoch ist es bei der Diskussion über Produkte gleichzusetzen, wie bei der Kommunikation: um uns gegenseitig zu verstehen, müssen wir die gleiche Sprache sprechen.

Die Frage ist, wo fängt man an nach einer solchen Sprache zu suchen, in einer Disziplin, die versucht sich wortlos, unsichtbar, sozusagen pantomimisch zu erklären? Ein Beispiel dazu: Ein Designer kann selbstverständlich ein hochqualitatives Produkt schaffen, indem er weiß wie er in der frühen Phase mit Stift und Papier umzugehen hat, die CAD-Tools für Class-A stetige Oberflächen nutzt und Kenntnisse über die verwendeten Materialien und den angewandten Produktionstechniken hat. Jedoch greifen die meisten Designer bei der Frage: Warum hat das Ergebnis jetzt diese Form? auf die bedeutungslosen, aber dennoch gängigen Worthülsen wie: Um Spannung zu erzeugen. oder Damit die Marke Ihres Hauses widergespiegelt wird. zurück, nur um sich den unangenehmen Fragen bzw. ihren Antworten nicht stellen zu müssen. Der Disziplin des Designs wird dadurch unweigerlich aus solchen Reaktionen eine gewisse Willkürlichkeit zugeordnet. Um wieder auf die Frage nach der Sprache zurückzukommen: Was benötigt wird, ist eine definierte Grundlage auf die sich Designer sowie deren Kunden stützen können, um sich auf einem Niveau über Design unterhalten zu können.

Diesem Problem widmet sich die Buchreihe Grundlagen einer Theorie zur Produktsprache, verfasst unter anderem von Jochen Gros, Dieter Mankau und Richard Fischer. Dieses Werk, entstanden im Jahre 1983 an der Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main, versucht eben jene Grundlage zu schaffen und behandelt dabei drei hauptsächliche Themengebiete: Die formalästhetischen Funktionen, Anzeichenfunktionen und Symbolfunktionen von Produkten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Produktsprache: Eine Theorie des Designs

Vorwort

Funktionalismus

Theoriegrundlagen

Erkenntnisgegenstand

Erkenntnismethode

These des Designs

Theorie der Produktsprache

Exkurs Semiotik und Semantik

Analyse am Beispiel

Formalästhetische Funktionen

Anzeichenhafte Funktionen

Symbolische Funktionen

Reflexion

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, auf Basis des „Offenbacher Ansatzes“ von Jochen Gros eine fundierte Grundlage für eine wissenschaftlich orientierte Designtheorie zu erarbeiten. Die zentrale Forschungsfrage untersucht dabei, wie Produkte jenseits ihrer rein praktischen Funktion als „Produktsprache“ verstanden, analysiert und interpretiert werden können, um eine belastbare Basis für die Designpraxis zu schaffen.

  • Historische Einordnung des Funktionalismus und seiner Kritik
  • Methodologische Fundierung der Designtheorie (Natur- vs. Geisteswissenschaft)
  • Differenzierung zwischen formalästhetischen, anzeichenhaften und symbolischen Funktionen
  • Anwendung der Produktsprache-Theorie auf ein konkretes Fallbeispiel (Bosch Akkuschrauber)
  • Reflexion über die Grenzen der Messbarkeit und Interpretierbarkeit von Design

Auszug aus dem Buch

Theoriegrundlagen

In seinem Werk beschreibt Gros wie sich die Designdisziplin in der Wissenschaft verordnen sollte. Jedoch stellt er fest, dass es bisher keinen festgelegten Theoriebegriff des Designs gibt und äußert sich über die Notwendigkeit eines solchen durch die Interpretationen des Funktionalismus'. Unter anderem bezieht er sich auf bereits genannten Alfred Lorenzer, welche die design-theoretisch gemeinten Ansätze in die Richtung der Utopie, Ethik oder Philosophie verschoben hat und so dem Design eine peinliche Erfahrung durch das Fehlen eines klaren Theoriebegriffs im Design bereitete.

Gros zieht den deutschen Philosophen, Physiker und Mathematiker Siegfried Maser mit seinem Werk "Einige Bemerkungen zum Problem einer Theorie im Design" aus dem Jahre 1972 heran. Maser postuliert, dass eine Designtheorie nur dann Fortschritte machen kann, wenn man man sich im Vorfeld mit der Theorie über Theorie, also der Wissenschaftstheorie, beschäftigt. Er unterteilt weiterhin die Designtheorie in Tätigkeiten und Redeweisen. Design selbst ist eine Tätigkeit, also eine Praxis welche von Redeweisen, sprich Theorien im Vorfeld begründet oder im Nachgang rechtfertigt bzw. kritisiert wird.

Zusammenfassung der Kapitel

Produktsprache: Eine Theorie des Designs: Einleitung in die Problematik der sprachlosen Kommunikation von Produkten und Vorstellung des Offenbacher Ansatzes als theoretisches Fundament.

Vorwort: Erläuterung der Notwendigkeit einer definierten Designgrundlage, um Designer und Kunden eine gemeinsame Ebene für die Diskussion über Produktgestaltung zu bieten.

Funktionalismus: Kurze historische Herleitung des Funktionalismus sowie Darstellung der Kritik an der rein zweckgebundenen Gestaltung durch Autoren wie Mitscherlich und Adorno.

Theoriegrundlagen: Auseinandersetzung mit wissenschaftstheoretischen Ansätzen im Design und Unterscheidung zwischen designpraktischer Tätigkeit und theoretischer Redeweise.

Erkenntnisgegenstand: Analyse der Herausforderung, Design als wissenschaftlichen Gegenstand zu identifizieren und Abgrenzung gegenüber rein technischen Disziplinen.

Erkenntnismethode: Vergleich zwischen naturwissenschaftlichen und geisteswissenschaftlichen Methoden, mit dem Ergebnis, dass die Hermeneutik den geeignetsten Zugang für eine Theorie des Designs bietet.

These des Designs: Definition der Kriterien für eine Designtheorie (methodisch, widerspruchsfrei, vollständig, wahr) und Diskussion des „Nasenfaktors“ in der Expertenabstimmung.

Theorie der Produktsprache: Herleitung der Definition von Produktsprache als Mensch-Objekt-Relation, die über Sinne und psychische Wirkungen vermittelt wird.

Exkurs Semiotik und Semantik: Grundlagen der Zeichentheorie und deren Anwendung auf die Interpretation von Produkten als Bedeutungsträger.

Analyse am Beispiel: Praktische Anwendung der erarbeiteten Theorie anhand des Akkuschraubers Bosch Professional GSR 18-2-LI.

Formalästhetische Funktionen: Untersuchung der ästhetischen Faktoren Form, Farbe, Material und Oberfläche am konkreten Fallbeispiel.

Anzeichenhafte Funktionen: Analyse der Bedienelemente und funktionalen Hinweise, die den Nutzer zur richtigen Interaktion mit dem Werkzeug auffordern.

Symbolische Funktionen: Betrachtung des Akkuschraubers als Statussymbol und Bedeutungsträger für Werte wie Zuverlässigkeit und Selbstwirksamkeit.

Reflexion: Kritische Würdigung der Arbeit, Diskussion der subjektiven Grenzen von Designanalysen und Fazit zur Relevanz der Designtheorie für das Studium.

Schlüsselwörter

Produktsprache, Designtheorie, Offenbacher Ansatz, Funktionalismus, Hermeneutik, Semiotik, Semantik, Mensch-Objekt-Beziehung, Formalästhetik, Anzeichenfunktion, Symbolfunktion, Designanalyse, Erkenntnisgegenstand, Designpraxis, Wahrnehmungspsychologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen der sogenannten Produktsprache, um eine wissenschaftlich fundierte Basis für die Designgestaltung und -analyse zu etablieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder umfassen die Geschichte des Funktionalismus, die wissenschaftstheoretische Verortung von Design und die Differenzierung von Produktfunktionen in formale, anzeichenhafte und symbolische Aspekte.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, dem Leser ein Leitwerk an die Hand zu geben, mit dem er Designentwürfe begründen, reflektieren und in einen größeren theoretischen Kontext einordnen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird primär die geisteswissenschaftliche Methode der Hermeneutik herangezogen, da diese Design als interpretierbar und nicht als rein naturwissenschaftlich messbar betrachtet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung der Begriffe und eine praktische Anwendung dieser Theorie auf das Modell eines Bosch-Akkuschraubers.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Produktsprache, Offenbacher Ansatz, Semiotik, Designanalyse sowie die Unterscheidung zwischen formalen, anzeichenhaften und symbolischen Funktionen.

Warum wird der Akkuschrauber als Fallbeispiel gewählt?

Der Akkuschrauber dient als ideales Beispiel, da er sowohl komplexe praktische Funktionen als auch eine deutliche „Sprache“ durch Form, Farbe und Materialität besitzt, die sich interpretieren lässt.

Welche Rolle spielt die „B-Seite“ des Produkts in der Analyse?

Die B-Seite verdeutlicht, dass Produkte oft eine funktionale Hierarchie besitzen, bei der Aspekte wie Warnhinweise oder technische Details aus der primären ästhetischen Gestaltung ausgeklammert werden.

Was ist das Fazit der Reflexion über die Vollständigkeit der Analyse?

Die Arbeit räumt ein, dass eine Designanalyse immer eine subjektive Komponente enthält und von sozialen, kulturellen und biographischen Faktoren des Betrachters abhängt, weshalb absolute Objektivität nie erreicht werden kann.

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Details

Title
Die Produktsprache. Eine Theorie des Designs
College
Furtwangen University
Grade
1,3
Author
Daniel Birkicht (Author)
Publication Year
2018
Pages
18
Catalog Number
V443843
ISBN (eBook)
9783668810037
ISBN (Book)
9783668810044
Language
German
Tags
Designtheorie Produktsprache Jochen Gros
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Birkicht (Author), 2018, Die Produktsprache. Eine Theorie des Designs, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/443843
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