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Ist die Retterbaby-Praxis eine verwerfliche Instrumentalisierung oder eine legitime Praxis zur Leidensverminderung?

Die Retterbaby-Praxis nach Kants und Singers Ethik

Título: Ist die Retterbaby-Praxis eine verwerfliche Instrumentalisierung oder eine legitime Praxis zur Leidensverminderung?

Tesis (Bachelor) , 2018 , 47 Páginas , Calificación: 2,7

Autor:in: Gamze Bulut (Autor)

Ética
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Der Fall von Elodie und Noah machte rund um die Welt Geschichte. Das kleine Mädchen wurde durch In-vitro-Fertilisation gezeugt und mit der Präimplantationsdiagnostik auf genetische Merkmale untersucht. Denn die Geburt von Elodie beruhte nicht auf einer normalen Entscheidung der Eltern, Nachwuchs bekommen zu wollen, denn Elodie wurde absichtlich gezeugt, um für den genetisch erkrankten älteren Bruder als Gewebespenderin zu dienen. Dank Elodie konnte ihr Bruder Noah vollständig geheilt werden. Für die Medizin war dies ein großer Fortschritt, in ethischer Hinsicht wurde der Eingriff jedoch stark kritisiert. Diese Praxis, bei der Geschwisterkinder – auch Rettungsgeschwister genannt – gezeugt werden, um das bereits vorhandene erkrankte Geschwisterkind zu heilen, nennt sich Retterbaby-Praxis. Bei dieser Praxis stehen sich zwei entscheidende Konflikte gegenüber: zum einen die Instrumentalisierung und zum anderen die Leidverminderung. Genau mit diesem Konflikt beschäftigt sich die vorliegende Bachelorarbeit. Die Fragestellung der Bachelorarbeit lautet somit folgendermaßen: ‚Ist die Retterbaby-Praxis eine verwerfliche Instrumentalisierung oder eine legitime Praxis zur Leidensverminderung?’

Die Bachelorarbeit beginnt dementsprechend mit der Erklärung der Begriffe ,Saviour Siblings’ beziehungsweise der ,Rettungsgeschwister’, ,In-vitro-Fertilisation’ und ,Präimplantationsdiagnostik’. Anschließend werden die Vorgehensweisen und Anwendungsbereiche der medizinischen Verfahren In-vitro-Fertilisation und Präimplantationsdiagnostik vorgestellt. Darauf folgen die relevanten Indikationen für die Retterbaby-Praxis, auch diese werden vorgestellt und erläutert. Anschließend werden zwei ethische Theorien ausgearbeitet, nämlich die Theorie von Peter Singer und die von Immanuel Kant. Daran schließt die ethische Diskussion der drei Perspektiven an. Dabei werden die Perspektiven von Rettungsgeschwistern, erkrankten Geschwisterkindern und der Eltern anhand der Theorien analysiert und ausdiskutiert. Zuletzt folgt das Fazit, in dem eine kurze Zusammenfassung der Arbeit erfolgt und die Fragestellung der Arbeit explizit beantwortet wird.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffsdefinitionen

2.1 Saviour Siblings / Rettungsgeschwister

2.2 In-vitro-Fertilisation

2.3 Präimplantationsdiagnostik

3 Medizinische Mittel und ihre Vorgehensweisen

3.1 In-vitro-Fertilisation und Embryonentransfer

3.2 Präimplantationsdiagnostik

4 Relevante Indikationen für die Retterbaby-Praxis

4.1 Monogen erbliche Erkrankungen

4.2 HLA-Typisierung

5 Ethische Ansichten zur Retterbaby-Praxis

6 Instrumentalisierung vs. Leidverminderung

6.1 Perspektive der Rettungsgeschwister

6.2 Perspektive der kranken Geschwisterkinder

6.3 Perspektive der Eltern

7 Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht das ethische Spannungsfeld der sogenannten „Retterbaby-Praxis“. Dabei geht es primär um die Forschungsfrage, ob die gezielte Zeugung eines Kindes zur Rettung eines erkrankten Geschwisters eine moralisch verwerfliche Instrumentalisierung menschlichen Lebens darstellt oder als legitime Praxis zur Leidverminderung zu bewerten ist.

  • Grundlagen der In-vitro-Fertilisation und Präimplantationsdiagnostik (PID)
  • Ethische Analyse auf Basis des Präferenzutilitarismus von Peter Singer
  • Ethische Analyse anhand der Pflichtethik von Immanuel Kant
  • Diskussion der Perspektiven von Rettungsgeschwistern, erkrankten Kindern und Eltern
  • Bewertung des Konflikts zwischen Instrumentalisierungsverbot und Leidminderung

Auszug aus dem Buch

6 Instrumentalisierung vs. Leidverminderung

In diesem Abschnitt geht es um die entscheidende Frage, ob die Retterbaby-Praxis ein Mittel zum Zweck ist, ob die Retterkinder dabei instrumentalisiert werden oder die Praxis doch der Leidminderung dient. Genau zwischen diesen beiden Konflikten, die in der Retterbaby-Praxis aufeinandertreffen, ist es eine schwierige Entscheidung, was moralisch gut oder schlecht ist. Ist die Entscheidung der Eltern, ein Retterkind für das kranke, bereits geborene Kind zu zeugen, schon verwerflich und wird das Rettungskind in der Hinsicht wirklich instrumentalisiert? Aus der Perspektive des kranken Geschwisterkinds ist zu fragen, ob es auf ein Heilmittel verzichten muss, das sein Leid minimieren kann? Um diese Fragen und die entscheidende Frage der vorliegenden wissenschaftlichen Arbeit beantworten zu können, müssen die drei wichtigsten Stakeholder der Retterbaby-Praxis vorgestellt und thematisiert werden. In dem Fall müssen die Perspektiven des Rettungskindes, des kranken Geschwisterkindes, das dank der Gewebespende vom Rettungskind geheilt werden kann, und der Eltern betrachtet werden. Ob die Retterbaby-Praxis moralisch richtig oder verwerflich ist, wird anhand der vorgestellten Moraltheorien von Kant und Singer zu beantworten versucht.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema der Retterbaby-Praxis ein und stellt die zentrale Fragestellung zur ethischen Bewertung von Instrumentalisierung und Leidverminderung vor.

2 Begriffsdefinitionen: In diesem Kapitel werden die für die Arbeit zentralen Begriffe Saviour Siblings, In-vitro-Fertilisation und Präimplantationsdiagnostik definiert.

3 Medizinische Mittel und ihre Vorgehensweisen: Das Kapitel erläutert die technischen Abläufe der In-vitro-Fertilisation und der Präimplantationsdiagnostik sowie deren medizinische Anforderungen.

4 Relevante Indikationen für die Retterbaby-Praxis: Hier werden die medizinischen Voraussetzungen wie monogen erbliche Erkrankungen und die Notwendigkeit einer HLA-Typisierung für die Retterbaby-Praxis dargelegt.

5 Ethische Ansichten zur Retterbaby-Praxis: Dieses Kapitel erarbeitet die ethischen Theorien des Utilitarismus (Peter Singer) und der Deontologie (Immanuel Kant) als Grundlage für die weitere Diskussion.

6 Instrumentalisierung vs. Leidverminderung: Im Hauptteil werden die unterschiedlichen Perspektiven der Betroffenen – Rettungsgeschwister, erkrankte Geschwisterkinder und Eltern – analysiert und auf Basis der ethischen Theorien diskutiert.

7 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und beantwortet die Forschungsfrage unter Abwägung der ethischen Positionen.

Schlüsselwörter

Retterbaby-Praxis, Rettungsgeschwister, Saviour Siblings, Präimplantationsdiagnostik, PID, In-vitro-Fertilisation, Instrumentalisierung, Leidverminderung, Peter Singer, Präferenzutilitarismus, Immanuel Kant, Deontologie, Zweckformel, Ethik, HLA-Typisierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der ethischen Bewertung der sogenannten Retterbaby-Praxis, bei der Kinder mittels medizinischer Verfahren gezeugt werden, um als Gewebespender für kranke Geschwister zu dienen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die medizinischen Verfahren IVF und PID, die moralphilosophische Unterscheidung zwischen Instrumentalisierung und Leidminderung sowie die ethischen Theorien von Kant und Singer.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Ist die Retterbaby-Praxis eine verwerfliche Instrumentalisierung oder eine legitime Praxis zur Leidensverminderung?“

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine ethische Analyse, bei der die Praxis anhand der deontologischen Pflichtethik von Immanuel Kant und des utilitaristischen Ansatzes von Peter Singer geprüft wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die medizinischen Grundlagen, die ethischen Theorien sowie die Perspektiven der beteiligten Stakeholder (Rettungskind, erkranktes Kind, Eltern) detailliert analysiert und diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Retterbaby-Praxis, Präimplantationsdiagnostik (PID), Utilitarismus, Deontologie, Gewebespende und moralische Instrumentalisierung.

Wie bewertet der Utilitarismus nach Singer die Retterbaby-Praxis?

Singer bewertet Handlungen nach ihren Folgen; da die Leidverminderung beim erkrankten Kind im Vordergrund steht, wird die Praxis als moralisch vertretbar angesehen, sofern die Interessen der Beteiligten angemessen gewichtet werden.

Welche Rolle spielt Kants Zweckformel in dieser Arbeit?

Kants Zweckformel dient als moralischer Maßstab, der besagt, dass kein Mensch bloß als Mittel zum Zweck benutzt werden darf; dies bildet das Hauptargument gegen die Retterbaby-Praxis.

Zu welchem Schluss kommt die Autorin im Fazit?

Die Autorin plädiert dafür, die Praxis nicht pauschal zu verbieten, da sie Leid mindern kann, fordert jedoch eine gesetzliche Eingrenzung auf Gewebespenden, um eine weitergehende Instrumentalisierung, etwa als Organspender, zu verhindern.

Final del extracto de 47 páginas  - subir

Detalles

Título
Ist die Retterbaby-Praxis eine verwerfliche Instrumentalisierung oder eine legitime Praxis zur Leidensverminderung?
Subtítulo
Die Retterbaby-Praxis nach Kants und Singers Ethik
Universidad
University of Koblenz-Landau
Calificación
2,7
Autor
Gamze Bulut (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
47
No. de catálogo
V444994
ISBN (Ebook)
9783668817364
ISBN (Libro)
9783668817371
Idioma
Alemán
Etiqueta
retterbaby-praxis instrumentalisierung praxis leidensverminderung kants singers ethik
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Gamze Bulut (Autor), 2018, Ist die Retterbaby-Praxis eine verwerfliche Instrumentalisierung oder eine legitime Praxis zur Leidensverminderung?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/444994
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