Exegese zu 1 Kor. 14,33-40


Ausarbeitung, 2017

16 Seiten


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Übersetzung des Textes

2. Text und literarischer Kontext
2.1. Textschaubild
2.2. Textthema
2.3. Textgliederung
2.4. Literarischer Kontext
2.5. Historischer Gottesdienst Kontext

3. Vers-für-Vers-Kommentierung

4. Praktischer Ausblick

5. Literaturliste

1. Übersetzung des Textes

Um die Textbasis der Auslegung zu finden, wurde der griechische Text von Nestle-Aland unter Zuhilfenahme des kleinen Wörterbuchs zum Neuen Testament“ und mehrere formorientierte Übersetzungen verglichen. Die folgende Übersetzung ist daher eine Kombination aus der Übersetzung der Verfasser, der revidierten Lutherbibel und der Elberfelder Übersetzung. Außerdem wurde der Text mit der NGÜ verglichen und anschließend zu der folgenden Übersetzung entwickelt. Auffällige Unterschiede zwischen den vorliegenden Übersetzungen oder Abweichungen der eigenen Übersetzung von den formorientierten Bibeln werden nachstehend vermerkt und erläutert.

Übersetzung:

33 Denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens.

Wie in allen Gemeinden der Heiligen 34 sollen die Frauen schweigen in der Gemeinde; denn es ist ihnen nicht gestattet zu reden, sondern sie sollen sich unterordnen, wie [es] auch das Gesetz sagt. 35 Wenn sie aber etwas lernen wollen, so sollen sie daheim ihre eigenen Männer fragen; denn es ist schändlich für eine Frau, in der Gemeinde zu reden.

36 Oder ist das Wort Gottes von euch ausgegangen? Oder ist es zu euch allein gekommen?

37 Wenn einer meint, er sei ein Prophet oder vom Geist erfüllt, der erkenne, dass es ein Gebot des Herrn ist, was ich euch schreibe. 38 Wer aber das nicht anerkennt, der wird auch nicht anerkannt.

39 Daher, Geschwister, eifert danach, prophetisch zu reden und hindert das Reden in Sprachen nicht. 40 Alles aber geschehe anständig und geordnet.

Anmerkungen:

V. 33: Schlachter 2000 trennt die V. 33b und 34 durch zwei Sätze klar voneinander. Elberfelder führt Vers 33b und 34 in einem Satz zusammen, was zum einen dem griechischen Text von Nestle-Aland eher entspricht und zum anderen das Verständnis des Satzes erweitert.

V. 34f: Textbasis für die Verse 34 und 35 ist die Elberfelder Übersetzung. Die Unterschiede zu den anderen Einheitsübersetzungen, also der Schlachterübersetzung 2000 und der Lutherübersetzung 2017, sind sehr gering. Gegenüber der Lutherübersetzung ist die Elberfelderübersetzung eindeutiger bei der Betrachtung des Verbs αἰσχρός, welches hier mit „schändlich“ übersetzt wird. Die Lutherübersetzung hingegen schreibt hier „es steht einer Frau schlecht an“. „Schlecht“ ist hier eine Untertreibung des Verbs αἰσχρός, da dieses mit „schändlich, unanständig, schmutzig“ im Urtext übersetzt wird.

V. 37: Das Adjektiv πνευματικός wurde in der erarbeiteten Übersetzung ganz allgemein als Adjektiv ausgedrückt, um dadurch nicht bereits das Wirken des Heiligen Geistes mit Geistesgaben gleichzusetzen, wie es etwa in der Elberfelderübersetzung der Fall ist.

V. 38b: Die NGÜ zeigt in ihren Anmerkungen zu dieser Stelle auf, dass es zwei Möglichkeiten gibt, diesen Versteil zu verstehen:

1). „er bleibt unwissend“

2) „er muss die Folgen tragen“

Möglichkeit 2) erscheint jedoch als die bessere, weswegen sie in der erarbeiteten Übersetzung verwendet wurde.

Des Weiteren fügt die Elberfelderübersetzung in Vers 38b „von Gott“ ein, während die Lutherübersetzung neutral bleibt. Die NGÜ übersetzt auf eine Weise, die den Anschein erweckt, als wäre die Folge, dass die Person, welche das benannte Gebot nicht anerkennt, bei den Mitmenschen nicht mehr anerkannt ist. Die Entscheidung für eine Übersetzung an dieser Stelle soll analog zum griechischen Text neutral gehalten werden. Daher wird die Übersetzungsfragestellung in der folgenden Vers-für-Vers-Kommentierung geklärt.

V. 39a: Der Frauen-inkludierende-Begriff ist an dieser Stelle deutlich besser, da Vers 39f als Fazit aus dem ganzen Abschnitt zu verstehen ist.

2. Text und literarischer Kontext

2.1. Textschaubild

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.2. Textthema

In der Gemeindeversammlung soll alles anständig und geordnet geschehen, weshalb Frauen schweigen, prophetisch geredet und in Sprachen gesprochen werden soll.

2.3. Textgliederung

I. Gott des Friedens (V. 33a)

II. Die Frau schweige in der Gemeinde (V. 33b-36)

A. Frauen sollen schweigen und sich unterordnen (V. 33b-34)

B. Frauen sollen daheim von ihren Männern lernen (V. 35)

C. Rhetorische Frage des Paulus (V. 36)

III. Lasst alles ordentlich zugehen (V. 37-40)

A. Paulus Anweisungen sind ein Gebot des Herrn (V. 37f)

B. Das Fazit des Paulus (V. 39f)

2.4. Literarischer Kontext

Um die hier vorliegende Texteinheit gesamtbrieflich einordnen zu können, wird ein grober Überblick über die verschiedeneren Themen des 1.Korintherbriefes gegeben.

Der 1. Korintherbrief ist ein Situationsbrief und lässt sich in fünf große Themen gliedern.

1) Spaltung innerhalb der Gemeinde
2) moralisch ethische Probleme, sowie Ehe und Scheidung
3) Umgang mit Götzenopferfleisch
4) Probleme im Gottesdienst
5) Auferstehung Jesu

Die vorliegende Texteinheit ist im vierten Abschnitt angesiedelt, welcher die Kapitel 11-14 umfasst. Dieser vierte Abschnitt ist chiastisch aufgebaut. Zu beachten ist dabei das zentrierte Kapitel 13, das die Liebe in den Fokus stellt.

A Kap. 11 Mann & Frau im Gottesdienst (GD)und das Abendmahl => Ordnung im GD

B Kap. 12 Die Geistesgaben & die Gemeinde als ein Körper

C Kap. 13 Das Hohelied der Liebe

B’ Kap. 14,1-25 Die Geistesgaben der Prophetie & Sprachenrede

A’ Kap.14 Anwendung der Geistesgaben im GD und Mann & Frau im GD =>

Ordnung im GD

Nachdem Paulus verschiedene Geistesgaben erläutert, gemeindlich einordnet und auf die unbedingte Notwendigkeit der Liebe hinweist, kommt er auf den öffentlichen Gottesdienst und dessen geordneten Ablauf zu sprechen. Alles umfassend ist dies der weite Kontext.

Ab Kap. 14,26 geht es Paulus um den richtigen Gebrauch der Geistesgaben im Gottesdienst. Hier beginnt der enge Kontext, den Paulus mit einer Frage an die Korinther „Wie ist es nun, Brüder und Schwestern? […] (V.26)“ einleitet. Er fordert sie auf, seine im Vorfeld erläuterten Gedanken auf ihre Situation zu beziehen und entsprechend anzuwenden – es wird deutlich, dass die Frauen hier konkret einbezogen werden. Dieser enge Kontext liest sich wie ein Resultat aus den voran gegangenen Erläuterungen: Während der Versammlung hat jeder die Möglichkeit etwas beizutragen (V.26). Auch Sprachenrede und prophetisches Reden sind erwünscht, solange es gemeindedienlich vonstattengeht und alle etwas lernen und ermutigt werden (V. 27-30). Genau hier knüpft die Texteinheit an, die dieses Vorgehen begründet und mit „Denn“ einleitet (V.33). Es folgt eine weitere Anweisung für die Frauen (V.33b-36) und eine anschließende Zusammenfassung, die mit „Daher“ eingeleitet wird (V.39,40). Das sich anschließende Kapitel 15 behandelt nun das neue Thema – die Auferstehung Jesu – und grenzt sich deshalb klar von der Perikope ab.

2.5. Historischer Gottesdienst Kontext

Der urchristliche Gottesdienst bestand aus Deipnon und Symposium. Entsprechend der hellenistischen Mahltradition war das Deipnon ein Abendmahl und das folgende Symposium ein Trinkgelage, bei welchem jeder Teilnehmer mit Kommentaren, Vorträgen, Liedern oder Belehrungen etwas beitrug. Frauen waren nicht als Symposanten zugelassen. Teilweise wurden in der hellenistischen Tradition jedoch Prostituierte eingeladen, welche Beiträge vortrugen, aber auch zur sexuellen Verfügung standen. Demnach ist klar, dass die Anwesenheit von Frauen beim Symposium alleine der Erotik dienten (Wick 2003, 124f).

„Daß aber Paulus die Gemeinschaftsmähler der Gemeinden als Symposium feiert, bestätigt sich nicht nur an vielfältigen Textbeobachtungen, sondern läßt dann auch damit rechnen, daß er dort besonders intensiv argumentieren muß. wo er von der gesellschaftlich vorgegebenen Ordnung abweicht“ (Wick 2003, 203). Einer dieser Verstöße gegen die Konvention ist, dass Paulus Frauen mittels Sprachengebet und prophetische Wortbeiträge aktiv am Symposium teilhaben lässt, wie in Kap. 14,26 deutlich wurde. Für die noch nicht christlich sozialisierten Korinther ist jede Teilnahme von Frauen am Symposium jedoch eine direkte Einladung zum sexuellen Kontakt und daher ein Affront gegen die damalige Sitte. Aus theologischen Gründen hingegen (vgl. Gal. 3,28) ist es selbstverständlich, dass Frauen und Männer gemeinsam essen und wortorientierte Feiern veranstalten. Paulus geht somit kulturell gesehen ein hohes Risiko ein, wenn er den Frauen die Teilnahme am Symposium erlaubt. Die Empfehlungen des Paulus sollen demnach Fehlinterpretationen von Außenstehenden oder Ungläubigen vorbeugen und zugleich die Werte Jesu Christi erhalten und bezeugen. In diesem Kontext müssen die konservativen Anweisungen des Apostels aus 1. Kor 11-14 betrachtet werden (Wick 2003, 203ff).

3. Vers-für-Vers-Kommentierung

I. Gott des Friedens (V. 33a)

Text: οὐ γάρ ἐστιν ἀκαταστασίας ⸂ὁ θεὸς⸃ ἀλλ᾿ εἰρήνης.

Übersetzung: Denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens.

Die vorliegende Perikope darf nicht alleinstehend betrachtet, sondern muss im Zusammenhang des literarischen Kontext – nämlich dem geordneten Gottesdienst – gesehen werden. Dies zeigt zum einen der Inhalt des Kapitels 14, aber auch die einleitende Begründung γάρ. Mit dieser schließt Paulus die zuvor thematisierten Handlungsanweisungen für prophetisches Reden und Reden in Zungen ab, indem er deutlich sagt, dass Gott nicht an Unordnung, unordentlichen Zuständen oder gar Aufständen interessiert ist. Die Tatsache, dass das zugrundeliegende Wort ἀκαταστασία etwa in Lukas 21,9 „Aufstände“ bedeutet, zeigt deutlich, wie drastisch die Situation in Korinth war (Bauer 1988, 58). Darüber hinaus zeigt sich, dass der Begriff grundsätzlich negativ im Neuen Testament verwendet wird. So befindet sich dieser Begriff beispielsweise auch in 2 Kor. 12,20, wo Paulus negative Verhaltensweisen aneinanderreiht und damit deutlich vor Unordnung in der Gemeinde warnt.

Nun ist Gott jedoch kein Gott der Unordnung, sondern des Friedens. Frieden kann jedoch ganz verschieden verstanden werden. So bedeutet es zum einen den Gegensatz von Krieg, kann als Grußwort verstanden werden, aber auch den Inhalt der Botschaft Jesu zusammenfassen. In der paulinischen Literatur ist jedoch vor allem der Aspekt zu betonen, dass durch das friedensstiftende Handeln Jesu, Juden und Heiden eins geworden sind. „Friede bedeutet dann auch, daß Christen dieses Grundverständnis im sozialen Bereich umsetzen müssen“ (Coenen 1997, 547). Dieser auf Christus basierende Frieden bezieht sich dabei auf das Miteinander in der Gemeinde, aber auch auf die Gesellschaft, da sich Frieden innerhalb der Gemeinschaft attraktiv und werbend auf die nichtchristliche Bevölkerung auswirkt (Coenen 1997, 547f).

II. Die Frau schweige in der Gemeinde (V. 33b-36)

A. Frauen sollen schweigen und sich unterordnen (V. 33b-34)

Text: Ὡς ἐν πάσαις ταῖς ἐκκλησίαις τῶν ἁγίων ⸂αἱ γυναῖκες ἐν ταῖς ἐκκλησίαις σιγάτωσαν· οὐ γὰρ ἐπιτρέπεται αὐταῖς λαλεῖν, ἀλλ᾿ ὑποτασσέσθωσαν , καθὼς καὶ ὁ νόμος λέγει.

Übersetzung: Wie in allen Gemeinden der Heiligen sollen die Frauen schweigen in der Gemeinde; denn es ist ihnen nicht gestattet zu reden, sondern sie sollen sich unterordnen, wie [es] auch das Gesetz sagt.

Zunächst gilt das, was Paulus hier über das Schweigen der Frauen sagt, „ in allen Gemeinden der Heiligen…“, also in allen Versammlungen, in denen Gläubige, sprich „berufene Heilige“ den Namen des Herrn Jesus Christus anrufen (1.Kor. 1,2). Gleichzeitig ist es ein Appell an die Gemeinde in Korinth, es allen Gemeinden gleich zu machen, weil sich in Korinth wohl eine andere Übung eingebürgert hat (Schnabel 2004, 842f & Krimmer 1985, 326). Die nun zu behandelnden V.34-35 bringen durch ihre Aussagen über das Schweigen der Frauen im Gottesdienst eine solche theologische Problematik mit sich, dass manche moderne Exegeten sie als unpaulinische Glossen auffassen und deshalb ausschließen. Die aus meiner Sicht unhaltbaren Argumente sind im Rahmen dieser Arbeit nicht möglich, da der Umfang einfach zu groß wäre.Im Folgenden wird von der Annahme ausgegangen, dass V.34f als paulinisch einzuordnen ist (Walvoord 1983, 50 & Schnabel 2004, 326).

Paulus beginnt in V.34 mit der Anweisung, dass die Frauen in der Gemeinde schweigen sollen, denn es ist ihnen nicht gestattet zu reden. Dies wirft die Frage auf, ob diese Aussage nicht im direkten Widerspruch zu den Anweisungen für die betenden und prophezeienden Frauen im Gottesdienst der Korinther , gerade ein Mal drei Kapitel zuvor, steht. Beten und Prophezeien sind Wortbeiträge eines Gottesdienstes, die laut Kap. 11,2-16 sowohl von Männern als auch von Frauen dargeboten werden können; in V.34 sollen die Frauen aber schweigen. Der enge Kontext der Perikope gibt zusätzliche Auskunft über Wortbeiträge (V. 26): Wenn ihr nun zusammenkommt, hat jeder einen Psalm, eine Lehre, eine Offenbarung, eine Zungenrede oder eine Auslegung. „ Psalm“ und „Zungenrede“ sind Formen des Gebets. „Offenbarung“ und „Auslegung“ können sich auf die in Kap. 11,5 geschilderte Prophetie beziehen. Man kann aufgrund des weiten Kontexts (bes. Kap. 11,5) davon ausgehen, dass sich das Schweigen der Frau nicht auf Gebet und Prophetie beschränkt, sondern nur auf die Lehre. Denn „Lehre“ können wir in diesem Kontext weder dem Gebet noch der Prophetie zuordnen. Deshalb bezieht sich das in V.34 angeführte Redeverbot für die Frauen in den Gemeindeversammlungen nur auf die aktive Teilnahme der Lehre. V.35 „ Wenn sie aber etwas lernen wollen,…“. gibt zusätzlich Aufschluss darüber, dass hier „Lehre“ gemeint ist. Will man als Exeget folglich Kap.11,5 nicht widersprechen, was durch reine Betrachtung von V.34 möglich wäre, müssen diese vier in V.26 geäußerten Formen für Männer und Frauen möglich sein, Lehre wiederum nicht (Wick 2003, 217f). Des Weiteren wäre hier kein Widerspruch zu 1.Tim 2,12, wo Paulus der Frau ausdrücklich das „Lehren“ nicht gestattet. Daher muss sich die Perikope auf Lehre beziehen, es bleibt kaum Raum für eine andere These. Es stellt sich nun die Frage, warum es Frauen nicht gestattet ist zu reden, während ihnen Gebet und Prophetie ausdrücklich zugestanden wird? Die „Frauen“ sind in diesem Abschnitt verheiratete Frauen, was sich aus αἱ γυναῖκες ableiten lässt. Die Anweisung zu schweigen ist klar formuliert, stattdessen sollen sie sich unterordnen (V.34). Da Paulus speziell die Ehefrauen anspricht, ist die Unterordnung auf ihre Ehemänner zu beziehen. Er leitet dieses Gebot aus der Schrift ab „ wie [es] auch das Gesetz sagt. “ Obwohl das biblische Gesetz keine konkreten Aussagen über das Schweigen oder die Unterordnung der Frau macht, liegt der Ursprung der Unterordnung in der Schöpfungsordnung in Gen. 3,16 mit der Erschaffung der Frau nach dem Manne. Dies wird z.B. in 1. Kor. 11,1ff und 1. Petr. 3,5 ebenfalls aufgriffen. Paulus könnte außerdem daran gedacht haben, dass die Frau für damalige Verhältnisse lediglich hörend am Tempel- und Synagogengottesdienst teilnehmen sollte, was aus der Tora hergeleitet wurde. In Anbetracht dieser von Gott gegebenen Ordnung war es wohl für Paulus unerträglich, dass eben eine Ehefrau während einer Versammlung in Anwesenheit ihres Mannes das Wort ergreift oder möglicherweise sogar unterbricht und dazwischenredet. In der Öffentlichkeit der Gemeindeversammlung wäre es eine Zumutung, die Ehre des Mannes zu verletzen und ihm so Schande zu bereiten. Für damalige Zeit wäre das als Frau eine unmögliche Art und Weise gewesen,so zu agieren (Wolff 1989, 346), zumal Paulus bereits in V.33 betont, dass Gott ein Gott des Friedens und nicht der Unordnung ist. Genau ein solches Verhalten der Frau würde für Unordnung sorgen und ein schlechtes Licht auf die Gemeinde werfen. Die drastische Aussage, dass die Frauen in der Gemeindeversammlung schweigen sollen, lässt sich folglich damit klären, dass die Gemeinde Jesu der Frau nicht eine Stellung geben kann und darf, die sie sonst in der Öffentlichkeit nicht hat und dem sittlichen Empfinden der Zeit widerspricht. So wie damals die öffentlich redende Frau würde heute die zum Schweigen verurteilte Frau eine befremdende Ausnahme darstellen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Exegese zu 1 Kor. 14,33-40
Autor
Jahr
2017
Seiten
16
Katalognummer
V445155
ISBN (eBook)
9783668827509
ISBN (Buch)
9783668827516
Sprache
Deutsch
Schlagworte
exegese
Arbeit zitieren
Erich Böke (Autor), 2017, Exegese zu 1 Kor. 14,33-40, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/445155

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