Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Sociología - Niños y adolescentes

Der Übergang von der Grundschule in die Sekundarstufe I. Zur Auswirkung primärer und sekundärer Herkunftseffekte

Interventions- und Fördermöglichkeiten

Título: Der Übergang von der Grundschule in die Sekundarstufe I. Zur Auswirkung primärer und sekundärer Herkunftseffekte

Trabajo Escrito , 2018 , 13 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor)

Sociología - Niños y adolescentes
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Diese Arbeit beschäftigt sich mit den Auswirkungen primärer und sekundärer Herkunftseffekte auf den Übergang von der Grundschule in die Sekundarstufe I sowie denkbaren Maßnahmen zur Intervention und Förderung. Es soll gezeigt werden, dass Effekte der sozialen Herkunft, wenn auch oft unbewusst, nach wie vor starke Auswirkungen auf den Transitionsprozess haben.

Nicht nur sind Schülerinnen und Schüler aus sozial schwächeren Familien weniger leistungsfähig. Sie erhalten auch weniger gute Schullaufbahnempfehlungen und werden trotz gleicher Leistungen weniger gut beurteilt als Mitschüler aus sozial stärkeren Familien. Vor diesem Hintergrund ist es besonders interessant, was hier hinsichtlich Fairness und Chancengleichheit im Übergangsprozess intervenierend getan werden kann. Den Übergang auf eine bestimmte Schule mit einem Notendurchschnitt zu verknüpfen, die frühkindliche Förderung nach dem französischen Vorbild, oder standardisierte Leistungstests im Übergang einzusetzen kann als förderlich herausgestellt werden. Dabei existiert die verbindliche Schullaufbahnempfehlung als einzige der genannten Möglichkeiten bereits in einigen Bundesländern, jedoch nicht in ganz Deutschland.

Sowohl die frühkindliche Förderung, als auch die übergangsbezogenen Leistungstests bleiben in Deutschland bislang lediglich hypothetische Maßnahmen. Es bleibt zu hoffen, dass diese Maßnahmen flächendeckend in Deutschland eingeführt werden, um auch hier die Chancen auf gerechte Bildung für Menschen aller Gesellschaftsschichten fair gestalten zu können.

Extracto


Inhaltsübersicht

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen

2.1. Bildungsungleichheit

2.2. Soziale Herkunft

3. Herkunftseffekte nach Raymond Boudon

3.1. Primäre Herkunftseffekte

3.2. Sekundäre Herkunftseffekte

4. Einfluss primärer Herkunftseffekte

5. Einfluss sekundärer Herkunftseffekte

5.1. Leistungsbeurteilung

5.2. Schullaufbahnempfehlung

5.3. Elternentscheidung

6. Interventions- und Fördermöglichkeiten

6.1. Frühkindliche Bildung außerhalb des Elternhauses

6.2. Standardisierte Leistungstests

6.3. Verbindliche Schullaufbahnempfehlungen

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen primärer und sekundärer Herkunftseffekte auf den Übergang von der Grundschule in die Sekundarstufe I. Ziel ist es, den Einfluss der sozialen Herkunft auf Bildungsentscheidungen und -leistungen zu analysieren sowie mögliche Interventionsstrategien zur Förderung der Chancengleichheit aufzuzeigen.

  • Grundlagen der Bildungsungleichheit und sozialen Herkunft.
  • Analyse primärer und sekundärer Herkunftseffekte nach Raymond Boudon.
  • Empirischer Einfluss sozialer Faktoren auf Schulleistungen und Übergangsempfehlungen.
  • Theoretische Ansätze elterlicher Entscheidungsfindungen.
  • Diskussion von Interventions- und Fördermöglichkeiten im Bildungssystem.

Auszug aus dem Buch

5. Einfluss sekundärer Herkunftseffekte

Ein sekundärer Herkunftseffekt der Leistungsbeurteilung liegt vor, wenn Schülerinnen und Schüler niedriger sozialer Herkunft trotz gleicher Leistungen schlechtere Zensuren erhalten als Schüler höherer sozialer Schichten. Erklären lässt sich dieser Umstand unter anderem durch den sogenannten „Halo-Effekt“. Demnach schreiben Lehrer Schülern aus bildungsnahen Familien generell eine höhere Leistungsfähigkeit zu als Kindern aus bildungsfernen Familien und bewerten sie aus diesem Grund besser. Andere Erklärungen für den Einfluss sekundärer Herkunftseffekte auf die Leistungsbeurteilung sind elterliche Eingriffen in die Notenvergabe oder motivationale Unterschiede zwischen Schülerinnen und Schülern verschiedener sozialer Schichten (Dumont 2014, Seite 149).

Belegt werden konnte dieses Phänomen unter anderem anhand der 2010 veröffentlichten Studie „Der Übergang von der Grundschule in die weiterführende Schule — Leistungsgerechtigkeit und regionale, soziale und ethnisch-kulturelle Disparitäten“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Bildungsungleichheit am Übergang von der Grundschule in die Sekundarstufe I ein und verortet die Arbeit im soziologischen Kontext der Herkunftseffekte.

2. Theoretische Grundlagen: Hier werden die zentralen Begriffe der Bildungsungleichheit sowie das Konzept der sozialen Herkunft definiert und in den wissenschaftlichen Diskurs eingeordnet.

3. Herkunftseffekte nach Raymond Boudon: Dieses Kapitel erläutert die theoretische Unterscheidung zwischen primären (leistungsbezogenen) und sekundären (entscheidungsbezogenen) Herkunftseffekten nach dem Modell von Raymond Boudon.

4. Einfluss primärer Herkunftseffekte: Der Fokus liegt hier auf den Auswirkungen des Elternhauses auf die frühen Schulleistungen der Kinder, illustriert durch Daten internationaler Studien wie TIMSS.

5. Einfluss sekundärer Herkunftseffekte: Dieses Kapitel analysiert, wie soziale Herkunft abseits von direkten Leistungen die Notengebung, Lehrerempfehlungen und die endgültige Entscheidung der Eltern beeinflusst.

6. Interventions- und Fördermöglichkeiten: Es werden verschiedene Ansätze zur Verringerung bildungsbezogener Ungleichheit diskutiert, darunter frühkindliche Förderung, Standardisierung der Leistungstests und verbindliche Empfehlungen.

7. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit flächendeckender Maßnahmen, um Bildungschancen unabhängig von der sozialen Herkunft gerechter zu gestalten.

Schlüsselwörter

Bildungsungleichheit, Soziale Herkunft, Primäre Herkunftseffekte, Sekundäre Herkunftseffekte, Raymond Boudon, Schullaufbahnempfehlung, Leistungsbeurteilung, Rational Choice Theory, Bildungsgerechtigkeit, Transitionsprozess, Grundschule, Sekundarstufe I, Bildungsaspirationen, Chancengleichheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie die soziale Herkunft von Kindern deren schulischen Werdegang beim Übergang von der Grundschule in die Sekundarstufe I beeinflusst.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Bildungsungleichheit, die Unterscheidung zwischen primären und sekundären Herkunftseffekten nach Boudon sowie Interventionsstrategien zur Förderung der Chancengerechtigkeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Mechanismen aufzudecken, durch die soziale Herkunft Bildungsbiografien prägt, und aufzuzeigen, wie das Bildungssystem hier intervenieren kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer fundierten Literaturanalyse und der Auswertung bestehender empirischer Studien basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen gelegt, gefolgt von einer detaillierten Untersuchung des Einflusses primärer und sekundärer Herkunftseffekte, bevor konkrete Fördermöglichkeiten diskutiert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich vor allem über Begriffe wie Bildungsungleichheit, soziale Herkunft, Übergangsempfehlung und Chancengleichheit definieren.

Welche Rolle spielt der sogenannte „Halo-Effekt“?

Der „Halo-Effekt“ beschreibt, warum Lehrkräfte Schülern aus bildungsnahen Familien aufgrund einer positiven Gesamteinschätzung tendenziell bessere Noten geben als Schülern aus bildungsfernen Schichten.

Was besagt die Rational Choice Theory in diesem Kontext?

Sie erklärt, dass Eltern bei der Wahl der Schulform die erwarteten Kosten und den Nutzen der jeweiligen Bildungswege abwägen, wobei dies stark von ihrem sozioökonomischen Status abhängt.

Wie kann das „Deutschfreiburger Übergangsmodell“ zur Verbesserung beitragen?

Es setzt auf standardisierte Leistungstests und eine intensive Einbindung der Eltern, um die Qualität diagnostischer Urteile zu erhöhen und den Einfluss sozialer Faktoren zu mindern.

Warum wird das französische System („école maternelle“) erwähnt?

Es dient als positives Beispiel dafür, wie flächendeckende frühkindliche Förderung soziale Unterschiede abfedern und den schulischen Erfolg aller Kinder verbessern kann.

Final del extracto de 13 páginas  - subir

Detalles

Título
Der Übergang von der Grundschule in die Sekundarstufe I. Zur Auswirkung primärer und sekundärer Herkunftseffekte
Subtítulo
Interventions- und Fördermöglichkeiten
Universidad
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg
Calificación
1,0
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
13
No. de catálogo
V445268
ISBN (Ebook)
9783668829503
ISBN (Libro)
9783668829510
Idioma
Alemán
Etiqueta
übergang grundschule sekundarstufe auswirkung herkunftseffekte interventions- fördermöglichkeiten
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2018, Der Übergang von der Grundschule in die Sekundarstufe I. Zur Auswirkung primärer und sekundärer Herkunftseffekte, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/445268
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  13  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint