Der Koran kommt einem auf den ersten Blick wie ein Buch mit sieben Siegeln vor. Daher war es nicht einfach sich an die Betrachtung einer Sure zu wagen. Wichtig dabei war, dass sowohl islamische Kommentare als auch westlich Auslegungen, vor allem auf der Internetseite Corpus Coranicum, vorhanden sein sollten. Schließlich fiel die Entscheidung auf Sure 68.
Sohin wird zunächst in einem allgemeinen Teil das Wichtigste zu Koran – Koranentstehung – Koranexegese dargelegt. In einem nächsten Schritt wird das Formale an Sure 68 betrachtet und im letzten Teil findet dann die Analyse der einzelnen Verse unter Zuhilfenahme von einigen Kommentatoren und Exegeten statt.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Koran
1. 1. Entstehung des Koran
1. 2. Aufbau und Struktur des Koran
1. 3. Koranexegese
2. Sure 68
2. 1. Vorbemerkungen
2. 2. Inhalt von Sure 68
2. 3. Gliederung von Sure 68
3. Analyse und Kommentar der Sure 68
3. 0. Basmala
3. 1. Trotz Vorwurf der Besessenheit, nicht in der Verkündigung nachlassen
3. 1. 1. Verse 1-7
3. 1. 2. Verse 8-13
3. 1. 3. Verse 14-16
3. 2. Beispielerzählung über die Gartenbesitzer
3. 2. 1. Verse 17-26
3. 2. 2. Verse 26-32
3. 2. 3. Vers 33
3. 3. Fragen beim Gericht und Bestätigung der Sendung Muhammads
3. 3. 1. Verse 34-41
3. 3. 2. Verse 42-47
3. 3. 3. Verse 48-50
3. 3. 4. Verse 51-52
Resümee
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, einen tieferen Zugang zur Sure 68 (Al-Qalam) zu ermöglichen, indem sie wissenschaftliche Exegese mit islamischen und westlichen Kommentaren verknüpft und die Sure sowohl formal als auch inhaltlich analysiert, um ihre Botschaft als universale Ermahnung herauszuarbeiten.
- Grundlegende Einführung in Koranentstehung und Koranexegese.
- Strukturelle Analyse und Gliederung der Sure 68.
- Exegese der einzelnen Verse unter Einbeziehung verschiedener Kommentatoren.
- Untersuchung des Prophetenschicksals und der Trostfunktion der Sure.
- Kontextualisierung der Sure innerhalb der mekkanischen Offenbarungen.
Auszug aus dem Buch
3. 0. Basmala
Vorangestellt ist wie jeder Sure, außer Sure 9, bi-smi llāhi r-raḥmāni r-raḥīm, die sogenannte Basmala, die wahrscheinlich nachträglich erst eingefügt worden ist, da die Gottesbezeichnung ar-Raḥmān erst ab später frühmekkanischer, Anfang mittelmekkanischer Zeit verwendet wurde, eventuell auch als Abgrenzung gegen die mušrikūn.
Beide Gottesnamen Allāh und ar-Raḥmān stammen aus unterschiedlichen religiösen Kontexten. Allāh ist der Gott des mekkanischen Heiligtums, der Kaʿba, dem verschiedene Lokalgottheiten untergeordnet sind und ist etymologisch von al-ʾilāh (die Gottheit) abzuleiten. Das „Gottesbild der in solchen Stellen angegriffenen Gegner, für die sich ab mittelmekkanischer Zeit die Bezeichnung mušrikūn, „Beigeseller“, einbürgert [...] [stellt] eine inklusive Variante des Monotheismus [...] [dar], die Allāh [...] seine [...] Allmacht aber nicht grundsätzlich bestreitet.“
Hingegen ar-Raḥmān „ist erstmals in einer aramäischen Inschrift aus der Mitte des neunten Jahrhunderts v. Chr. als Titel des Gottes Hadad dokumentiert und später insbesondere in der rabbinischen Literatur als Gottesname (hebräisch ha-raḥamān, aramäisch raḥmānā) geläufig.“ Wahrscheinlich wurde ar-Raḥmān auch als Eigenname betrachtet, was auch das nachfolgende Adjektiv raḥīm besser erklären würde.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Einleitung erläutert die Herausforderung der Auseinandersetzung mit einer Koransure und legt das methodische Vorgehen sowie die Struktur der Arbeit dar.
1. Koran: Dieses Kapitel bietet einen allgemeinen Überblick über die Entstehung, den Aufbau und die Struktur des Korans sowie grundlegende Prinzipien der Koranexegese.
2. Sure 68: Es werden Vorbemerkungen zur Sure 68 getroffen, ihr Inhalt kurz zusammengefasst und ihre Gliederung anhand verschiedener wissenschaftlicher Positionen dargestellt.
3. Analyse und Kommentar der Sure 68: Dies ist der Hauptteil der Arbeit, in dem die einzelnen Verse der Sure 68 unter Zuhilfenahme verschiedener islamischer und westlicher Kommentatoren detailliert analysiert und kommentiert werden.
Resümee: Das Resümee fasst die zentralen Erkenntnisse über die Bedeutung und die Botschaft der Sure 68 zusammen und ordnet sie in den größeren Kontext des koranischen Textes ein.
Schlüsselwörter
Sure 68, Al-Qalam, Koran, Exegese, Muhammad, Prophetie, Besessenheit, Gartenbesitzer, Jona, Offenbarung, Islam, Mekkanische Suren, Koranische Gemeinde, Gottesbild, Eschatologie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit widmet sich einer detaillierten Analyse und Kommentierung der Sure 68 des Korans, wobei verschiedene wissenschaftliche Auslegungen zusammengeführt werden.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Arbeit beleuchtet die Koranentstehung, die Struktur der Sure 68, die Prophetie Muhammads, das Thema der göttlichen Prüfung sowie die Trostfunktion der Sure für Gläubige.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, die „verschlossene“ Welt der Sure 68 für Leser zu öffnen und durch den Vergleich verschiedener Kommentare ein tieferes Verständnis der Verse und ihrer Bedeutung zu vermitteln.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine hermeneutische Methode angewandt, die auf einer umfassenden Literaturrecherche (islamische und westliche Kommentare, Corpus Coranicum) und der vergleichenden Analyse der einzelnen Koranverse basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Basmala und die schrittweise Exegese der drei Hauptabschnitte der Sure 68: der Zuspruch an den Propheten, die Beispielerzählung über die Gartenbesitzer und die Offenbarungspolemik.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Sure 68 (Al-Qalam), Exegese, Prophetenschicksal, Offenbarung, Islam und der literarische sowie theologische Kontext der Sure.
Welche Bedeutung kommt der Beispielerzählung der Gartenbesitzer zu?
Die Geschichte fungiert als Mahnung und Prüfung, die aufzeigt, dass weltlicher Reichtum keine Bestätigung der Rechtschaffenheit ist und der Mensch stets auf Gott angewiesen bleibt.
Warum wird im Text ein Vergleich zwischen Muhammad und dem Propheten Jona gezogen?
Dieser Vergleich dient Muhammad als Tröstung und Ermahnung, standhaft in seiner Sendung zu bleiben, auch in schwierigen Zeiten, in denen er bei seinen Mitmenschen auf Widerstand stößt.
- Citation du texte
- Mag. theol. Ottilie Kumpitsch (Auteur), 2018, Sure 68 (Al-Qalam). Das Schreibrohr. Koranentstehung und Koranexegese, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/446022