Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Gestion d'entreprise - Banque, Bourse, Assurance

Worin unterscheidet sich eine islamische Bank von einer herkömmlichen Raiffeisenbank?

Gegenüberstellung der Finanzprodukte beider Banksysteme

Titre: Worin unterscheidet sich eine islamische Bank von einer herkömmlichen Raiffeisenbank?

Travail de Projet (scientifique-pratique) , 2018 , 32 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Marco Schneidlinger (Auteur)

Gestion d'entreprise - Banque, Bourse, Assurance
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Ziel und Aufbau

2 Verbreitung des Islamic Banking

3 Voraussetzungen des Islamic Banking

3.1 Verbot von Zinsen

3.2 Verbot von Spekulation

3.3 Verbot von Glücksspiel

4 Islamische Finanzprodukte

4.1 Einlagengeschäft

4.2 Kreditgewährung durch Fremdkapitalaufnahme

4.2.1 Murabaha

4.2.2 Qard Hassan

4.3 Kreditgewährung durch Eigenkapitalaufnahme

4.3.1 Mudaraba

4.3.2 Musharaka

4.4 Leasing

4.5 Anleihen

5 Gegenüberstellung der Finanzprodukte

5.1 Eine herkömmliche Raiffeisenbank

5.2 Voraussetzungen des konventionellen Bankwesens

5.3 Sichteinlagen

5.4 Kreditvergabe

5.4.1 Fremdkapitalbasierte Kredite

5.4.2 Qard-Hassan-Kredite

5.4.3 Eigenkapitalbasierte Kredite

5.5 Leasing

5.5.1 Reines Leasing

5.5.2 Leasing mit Eigentumsübertragung

5.6 Anleihen

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, einen grundlegenden Überblick über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen einer islamischen Bank und einer konventionellen Raiffeisenbank zu vermitteln. Dabei wird analysiert, inwieweit islamkonforme Finanzprodukte in ein konventionelles Bankensystem integriert werden könnten, um muslimische Kunden anzusprechen.

  • Rechtliche Restriktionen des Islam (Zins-, Spekulations- und Glücksspielverbot)
  • Islamische Finanzinstrumente (Murabaha, Mudaraba, Musharaka, Ijara, Sukuk)
  • Vergleich mit konventionellen Produkten einer Raiffeisenbank
  • Risikoverteilung und Eigentumsverhältnisse bei Bankgeschäften
  • Anpassungsmöglichkeiten konventioneller Banken für muslimische Kunden

Auszug aus dem Buch

4.2.1 Murabaha

Auch in der islamischen Welt sind Fremdkapitalaufnahmen zur Finanzierung von Geschäftsvorhaben oder für Investitionen von Privatpersonen unumgänglich. Am häufigsten wird eine Kreditaufnahme über einen Murabaha-Vertrag geregelt. Hierbei erwirbt die Bank das gewünschte Gut zunächst für den Kunden und verkauft ihm dieses anschließend weiter. Den Kaufpreis bezahlt der Kunde nachfolgend entweder ratenweise oder als einmaliger Gesamtbetrag. Da in der islamischen Finanzwelt eine zinsbasierte Kreditaufnahme verboten ist, verlangt die Bank für diesen Zahlungsaufschub einen vorher vereinbarten Festbetrag, um welchen sich der Kaufpreis für den Kunden beim Weiterverkauf erhöht. Übersetzt beschreibt der Begriff des Murabaha den zu bezahlenden Aufpreis auf den ursprünglichen Kaufpreis.

Jedoch ist zu beachten, dass aufgrund des Gharar-Verbotes nur Verträge über Dinge abgeschlossen werden dürfen, welche sich auch im Besitz des Verkäufers befinden bzw. bereits existieren. Deshalb ist es der Bank nicht erlaubt, einen Vertrag über den Weiterverkauf zu schließen, da die Bank das Gut erst nach Vertragsabschluss kauft. Deshalb verlangt die Bank zunächst einen einseitigen Vertrag, durch welchen sich der Kunde zur Abnahme des gewünschten Gutes verpflichtet. Häufig setzt die Bank den Kunden als Boten für die Abnahme ein und bezahlt den Kaufpreis an den Verkäufer. Sofort darauf verkauft die Bank dieses Gut an den Kunden weiter. Da die Bank vor dem Weiterverkauf für eine sogenannte „juristische Sekunde“ Eigentümer des Gutes wird, übernimmt diese damit auch das Risiko bis das Gut in das Eigentum des Käufers übergegangen ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die wachsende Bedeutung muslimischer Kunden für das deutsche Bankwesen dar und formuliert die Zielsetzung, islamisches Bankwesen mit dem System der Raiffeisenbanken zu vergleichen.

2 Verbreitung des Islamic Banking: Das Kapitel beleuchtet das starke Wachstum des Islamic Banking, insbesondere in den Golfstaaten und Malaysia, wobei die Bedeutung des Iran als bedeutender Markt hervorgehoben wird.

3 Voraussetzungen des Islamic Banking: Hier werden die zentralen religiösen Verbote erläutert, die das islamische Bankwesen definieren: das Zinsverbot (Riba), das Spekulationsverbot (Gharar) und das Glücksspielverbot (Maisir/Qimar).

4 Islamische Finanzprodukte: Dieser Abschnitt beschreibt detailliert die verschiedenen islamkonformen Produkte für Einlagen, Kredite (Fremd- und Eigenkapitalfinanzierung), Leasing und Anleihen (Sukuk).

5 Gegenüberstellung der Finanzprodukte: Das Hauptkapitel vergleicht direkt die Mechanismen konventioneller Raiffeisenbanken mit islamischen Instrumenten in Bezug auf Einlagen, Kreditvergabe, Leasing und Anleihen.

6 Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass viele islamische Produkte mit geringen Anpassungen in konventionellen Banken angeboten werden könnten, da sich Renditeziele und operative Abläufe in der Praxis stark ähneln.

Schlüsselwörter

Islamic Banking, Raiffeisenbank, Riba, Zinsverbot, Gharar, Spekulationsverbot, Murabaha, Mudaraba, Musharaka, Ijara, Sukuk, Einlagengeschäft, Kreditvergabe, Finanzprodukte, Scharia

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen islamischen Banken und dem konventionellen deutschen Raiffeisenbank-System.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die religiösen Anforderungen (Scharia) an Finanzgeschäfte sowie die praktische Ausgestaltung von Finanzprodukten wie Krediten und Einlagen.

Welches Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie konventionelle Banken durch geringfügige Anpassungen islamkonforme Finanzprodukte anbieten können, um muslimische Neukunden zu gewinnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative Methode, bei der islamische Finanzinstrumente in ihren Merkmalen den Strukturen konventioneller Raiffeisenbanken gegenübergestellt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert spezifische Finanzprodukte: vom Einlagengeschäft über verschiedene Kreditmodelle (Murabaha, Mudaraba) bis hin zu Leasing und Anleihen (Sukuk).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind Islamic Banking, Riba (Zinsverbot), Gharar, Sukuk, Mudaraba, Musharaka und der direkte Vergleich zum konventionellen Bankwesen.

Warum spielt die „juristische Sekunde“ beim Murabaha-Vertrag eine Rolle?

Sie ermöglicht es der Bank, für einen kurzen Moment Eigentümer des Gutes zu werden, um das damit verbundene Risiko zu tragen – eine Voraussetzung, um den Aufschlag beim Weiterverkauf rechtlich zu legitimieren.

Inwieweit unterscheiden sich Sukuk-Anleihen von klassischen Anleihen?

Während bei klassischen Anleihen ein Zins gezahlt wird, basieren Sukuk auf einer zugrunde liegenden realen Vermögenswert-Beteiligung, bei der Investoren an Gewinnen aus einem spezifischen Projekt partizipieren.

Kann eine Raiffeisenbank ohne Probleme islamisches Banking betreiben?

Das Fazit legt nahe, dass viele Produkte, wie Girokonten oder Kredite, durch den Ersatz von Zinsen durch feste Aufschläge oder Gebühren ohne grundlegende Systemänderungen anpassbar wären.

Fin de l'extrait de 32 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Worin unterscheidet sich eine islamische Bank von einer herkömmlichen Raiffeisenbank?
Sous-titre
Gegenüberstellung der Finanzprodukte beider Banksysteme
Université
University of Cooperative Education Ravensburg
Note
2,0
Auteur
Marco Schneidlinger (Auteur)
Année de publication
2018
Pages
32
N° de catalogue
V446382
ISBN (ebook)
9783668831384
ISBN (Livre)
9783668831391
Langue
allemand
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Marco Schneidlinger (Auteur), 2018, Worin unterscheidet sich eine islamische Bank von einer herkömmlichen Raiffeisenbank?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/446382
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  32  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint