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Älter werdende Menschen mit Down-Syndrom. Herausforderung für die Betreuung nach Eintritt ins Rentenalter

Title: Älter werdende Menschen mit Down-Syndrom. Herausforderung für die Betreuung nach Eintritt ins Rentenalter

Seminar Paper , 2018 , 37 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Jens Görgens (Author)

Nursing Science - Miscellaneous
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Diese Seminararbeit beschäftigt sich mit Menschen mit DS im Kontext ihrer höheren Lebenserwartung und damit einhergehend ihrer Voralterung. Viele von ihnen erreichen mit Ende der Arbeitsphase das Rentenalter. Arbeit als Strukturierungsmerkmal und als Ort sozialer Interaktionen fällt dann weg.

Die Lebenserwartung von Menschen mit Down-Syndrom stieg in Deutschland in den letzten dreißig Jahren an. Nur 10% von ihnen wurden früher älter als 25 Jahre. Heutzutage können Menschen mit DS das 60. Lebensjahr erreichen. Durch Voralterung dieser Personengruppe beträgt die Prävalenz der an Demenz nach Alzheimer erkrankten Menschen mit DS zwischen dem 50-59 Lebensjahr bereits 40%.

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Inhaltsverzeichnis

1. Zusammenfassung

2. Einleitung

3. Geschichtliche Begriffserklärung von DS

4. Lebenserwartung bei Menschen mit DS

5. Ursachen von DS

5.1. Alter der Mutter bei der Geburt

5.2. Chromosomdefekt auf dem 21. Chromosom

5.3. Familiäre Disposition

5.4. Schädliche Faktoren

6. Schwierigkeiten in der Diagnostik von DAT bei Menschen mit DS

7. Erarbeitung eines Fragebogens für pädagogische Mitarbeiter und Menschen mit DS und DAT

7.1. Verrentung von Menschen mit DS

7.2. Überblick über die bisherigen Testverfahren

7.3. Bisheriger Untersuchungsstand in Deutschland

7.4. Forschungsdesign des Fragebogens

7.5. Fragebogenlayout

7.6. Zielgruppe

8. Resümee und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Herausforderungen der Betreuung von Menschen mit Down-Syndrom, die das Rentenalter erreichen und häufig an Demenz vom Alzheimer-Typ leiden. Ziel ist es, durch die Entwicklung eines spezifischen Fragebogens den Unterstützungsbedarf dieser Personengruppe zu ermitteln und Ansätze für eine strukturierte Tagesgestaltung zu finden.

  • Gestiegene Lebenserwartung von Menschen mit Down-Syndrom
  • Herausforderungen durch Voralterung und Demenz (DAT)
  • Methodische Entwicklung von Fragebögen für Bewohner und pädagogisches Personal
  • Bedeutung der Tagesstruktur nach dem Ausscheiden aus dem Arbeitsleben
  • Anforderungen an eine multiprofessionelle Betreuung in Einrichtungen

Auszug aus dem Buch

6 Schwierigkeiten in der Diagnostik von DAT bei Menschen mit DS

Bei Menschen mit geistigen Behinderungen im Alter ist es schwierig zu erkennen, ob eine Veränderung im Wesen oder im Verhalten des Menschen mit DS mit:

• seiner zugrunde liegenden Behinderung

• seinem fortschreitenden Alter selbst

• oder auch mit einer somatischen Erkrankung zusammenhängt

Aufgrund der geistigen Behinderung können sich diese Menschen nicht immer sprachlich artikulieren, wodurch altersbedingte Veränderungen, wie eine beginnende DAT, häufig schwerer zu erkennen sind als bei nicht behinderten Menschen. Es können erste Anzeichen einer DAT (Verhaltensveränderung, kognitive Einschränkung) als Symptome der Grundbehinderung fehlgedeutet und dementsprechend nicht adäquat medizinisch und betreuerisch aufgegriffen werden. Deshalb wird eine DAT oft erst zu einem späteren Zeitpunkt entdeckt (vgl. Voß et al. 2009, S. 97).

Zur Diagnostizierung einer Demenz existieren verschiedene Instrumente. Die bekanntesten sind der Mini-Mental-State-Examination und der CERAD.

Der Mini-Mental-State-Examination wurde ursprünglich für Internisten entwickelt, die die nephrologischen und hepatologischen Erkrankungen erfassen sollen. Entsprechend ist sie hinsichtlich kortikaler Funktionen gewichtet, ergibt nur einen globalen Score und weist eine mäßige Veränderungssensitivität auf. Der CERAD ist deutlich sensitiver im Grenzbereich zwischen Norm und Pathologie sowie hinsichtlich kognitiver Veränderungen. Dieses Verfahren wurde primär für Patienten mit Alzheimer-Erkrankung entwickelt und umfasst daher die Untersuchungsebenen der Orientiertheit sowie von sprachlichen, visiokonstruktiven und Gedächtnisfunktionen (Wallesch & Förstl 2012, S. 134).

Die beiden genannten Tests können bei Menschen mit einer geistigen Behinderung nicht angewendet werden, da sie für Menschen ohne bisherige kognitive Einschränkung entwickelt wurden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Zusammenfassung: Gibt einen Überblick über die Hintergründe der alternden Menschen mit Down-Syndrom und stellt die methodische Entwicklung der Fragebögen vor.

2. Einleitung: Führt in die Problematik des Wegfalls sozialer Strukturen und Arbeit nach Eintritt ins Rentenalter ein.

3. Geschichtliche Begriffserklärung von DS: Beleuchtet die historische Benennung und Abgrenzung des Down-Syndroms durch John Langdon Down.

4. Lebenserwartung bei Menschen mit DS: Dokumentiert den Anstieg der Lebenserwartung von Menschen mit Down-Syndrom in den letzten Jahrzehnten.

5. Ursachen von DS: Analysiert multifaktorielle Einflüsse wie das Alter der Mutter, genetische Defekte und schädliche Umweltfaktoren.

6. Schwierigkeiten in der Diagnostik von DAT bei Menschen mit DS: Erläutert, warum klassische Demenztests bei Menschen mit Down-Syndrom oft nicht anwendbar sind.

7. Erarbeitung eines Fragebogens für pädagogische Mitarbeiter und Menschen mit DS und DAT: Beschreibt das Konzept zur Erhebung von Unterstützungsbedarfen für die Gestaltung des Ruhestandes.

8. Resümee und Ausblick: Fasst die Ergebnisse zusammen und fordert eine bessere Verzahnung von Pflege- und Behindertenpädagogik.

Schlüsselwörter

Down-Syndrom, Demenz vom Alzheimer-Typ, Lebenserwartung, Rentenalter, Tagesstruktur, Behindertenhilfe, Fragebogen, Diagnostik, Betreuungsbedarf, Trisomie 21, Inklusion, Pflegeforschung, Voralterung, Sozialpädagogik, Lebensqualität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Herausforderung, Menschen mit Down-Syndrom, die nach ihrem Arbeitsleben das Rentenalter erreichen, durch eine bedarfsgerechte Tagesstruktur zu unterstützen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die steigende Lebenserwartung, die frühzeitige Voralterung durch Demenz und die Notwendigkeit, neue Betreuungsangebote in der Behindertenhilfe zu schaffen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Erstellung von zwei identischen Fragebögen – einer für die Betroffenen und einer für das pädagogische Personal –, um Bedarfe für die Freizeitgestaltung und soziale Teilhabe zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin entwickelt ein forschungsdesignbasiertes Instrumentarium zur Selbsteinschätzung und Fremdbeurteilung, das auf eine hohe Validität durch identische Fragestellungen abzielt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die medizinischen Ursachen von Down-Syndrom und Demenz, die Schwierigkeiten der Diagnostik bei dieser Personengruppe sowie die strukturellen Lücken im Versorgungssystem.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Down-Syndrom, DAT (Demenz vom Alzheimer Typ), Tagesstruktur, Behindertenhilfe und Rentenübergang.

Warum sind herkömmliche Demenztests ungeeignet?

Tests wie der Mini-Mental-State setzen eine durchschnittliche kognitive Leistung voraus, die bei Menschen mit geistiger Behinderung durch die Grundbehinderung nicht gegeben ist, was die Ergebnisse verfälscht.

Was passiert bei Eintritt in das Rentenalter?

Es fällt das strukturgebende Element der Arbeit weg, was zu einem Verlust an sozialen Kontakten und einer potenziellen Verschlechterung des kognitiven Zustands bei Menschen mit Down-Syndrom führen kann.

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Details

Title
Älter werdende Menschen mit Down-Syndrom. Herausforderung für die Betreuung nach Eintritt ins Rentenalter
College
University of Applied Sciences and Medical University  (Fakultät Gesundheitswissenschaften)
Grade
1,0
Author
Jens Görgens (Author)
Publication Year
2018
Pages
37
Catalog Number
V446796
ISBN (eBook)
9783668832473
ISBN (Book)
9783668832480
Language
German
Tags
Pflege Down-Syndrom Alzheimer
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jens Görgens (Author), 2018, Älter werdende Menschen mit Down-Syndrom. Herausforderung für die Betreuung nach Eintritt ins Rentenalter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/446796
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