Diese Arbeit analysiert das "fairplayer.manual" gegen Mobbing und Gewalt und untersucht dessen praktische Einbindung in den schulischen Unterricht an einer Beispielschule. Bei dieser Beispielschule handelt es sich um eine ausgewählte Realschule in Hessen.
Die Analyse des "fairplayer.manuals" geschieht in nachfolgender Gliederung: Zunächst wird als Grundlage für die wissenschaftliche Untersuchung mit der Definition von Mobbing und der kurzen Skizzierung seiner Erscheinungsformen begonnen. Gliederungspunkt 2.2 belegt anschließend durch empirische Studien die gesellschaftliche Notwendigkeit, Mobbing und Gewalt bereits in der Schule entgegenzuwirken. Punkt 2.3 stellt das Verständnis der ausgewählten Beispielschule dar, nach welchem Mobbing und Gewalt präventiv im Rahmen einer schulischen Friedenserziehung aufgelöst werden sollen. Der anschließende Gliederungspunkt 2.4 arbeitet die Gründe heraus, weshalb sich die hessische Realschule für die Realisierung der Friedenserziehung mit Hilfe des "fairplayer.manuals" entschieden hat. 2.5 stellt zunächst die Grundgedanken und Materialien des fairplayer Programms vor, bevor in 2.6 seine konkrete Implementierung in den Unterricht an der Beispielschule detailliert geschildert wird. Im Fazit in Punkt 3 werden diese Aspekte abschließend zusammenfassend bewertet.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Das fairplayer.manual gegen Mobbing und Gewalt in der Schule
2.1 Definition und Erscheinungsformen von Mobbing und Gewalt in der Schule
2.2 Die durch Studien belegte Notwendigkeit Mobbing und Gewalt in der Schule entgegenzuwirken
2.3 Das fairplayer.manual als Ansatz zur Lösung der geschilderten gesellschaftlichen Probleme
2.4 Die Entscheidungsgründe für den Einsatz des fairplayer.manuals
2.5 Die Grundgedanken und Materialien des fairplayer.manuals
2.6 Die Implementierung des fairplayer.manuals an der Beispielschule
2.6.1 Die Einbindung des fairplayer.manuals in den Unterricht und seine Struktur
2.6.2 Eine exemplarische fairplayer Stunde A
2.6.3 Eine exemplarische fairplayer Stunde B
2.6.4 Das fairplayer.manual auf einem städtischen Präventionstag
3. Fazit zum fairplayer.manual als Instrument zur Prävention gegen Mobbing und Gewalt in der Schule
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit analysiert das Anti-Mobbing-Programm „fairplayer.manual“ und untersucht dessen praktische Implementierung sowie Wirksamkeit im schulischen Alltag einer ausgewählten hessischen Realschule, um präventive Lösungsansätze gegen Mobbing und Gewalt aufzuzeigen.
- Wissenschaftliche Definition und Erscheinungsformen von Mobbing und Gewalt.
- Notwendigkeit von Präventionsmaßnahmen aufgrund empirischer Studienergebnisse.
- Didaktische Konzepte und Materialien des fairplayer.manuals.
- Praktische Umsetzung des Programms im Ethikunterricht und auf städtischen Präventionstagen.
- Stärkung von Zivilcourage und sozialen Kompetenzen bei Jugendlichen.
Auszug aus dem Buch
2.1 Definition und Erscheinungsformen von Mobbing und Gewalt in der Schule
Ethymologisch betrachtet leitet sich der Begriff Mobbing aus dem englischen „to mob“ ab, was so viel wie „jemanden angreifen“ bzw. „jemanden bedrängen“ bedeutet. Im englischen Sprachgebrauch wird statt Mobbing meist der Begriff „Bullying“ verwendet. Von Mobbing kann gesprochen werden, wenn Personen vorsätzlich „schikaniert, angegriffen oder sozial ausgegrenzt“ werden. „Um solche Angriffe aber als Mobbing bezeichnen zu können, müssen sie wiederholt, regelmäßig (z.B. wöchentlich) und über einen längeren Zeitraum (z.B. sechs Monate) hinweg erfolgen sowie irgendwann zu einer Eskalation führen und den Betroffenen nach anfänglichem Widerstand in eine unterlegene Position bringen (sofern er sich nicht schon von Anfang an darin befand).“
Begünstigt wird Mobbing in der Schule insbesondere durch die Institutionalisierung. Schule stellt zwar grundsätzlich einen Ort der sozialen Gemeinsamkeit dar, allerdings existiert ein institutioneller Zwang bezüglich des Schulbesuchs, bei dem sich die Schüler dieses Umfeld in der Regel nur eingeschränkt selbst aussuchen können. Damit herrscht ein heterogenes Klima, in dem viele unterschiedliche Schüler aufeinandertreffen. Alleine schon deshalb besteht eine Vorprogrammierung von Inkompatibilitäten, in deren Kontext zwangsläufig Konflikte in der Schule auftreten, die nur schwer vermieden werden können. Eine häufige Erscheinungsform, in der diese Konflikte dann ausgetragen werden, ist das schulische Mobbing, konkret, das vorsätzliche Schikanieren, Angreifen und soziale Ausgrenzen von Schülern durch andere Mitschüler.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit gibt einen Überblick über das Ziel der Untersuchung des Anti-Mobbing-Programms fairplayer.manual an einer hessischen Realschule.
2. Das fairplayer.manual gegen Mobbing und Gewalt in der Schule: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen, die Notwendigkeit sowie die konkrete didaktische Struktur und Implementierung des Programms im Schulalltag.
3. Fazit zum fairplayer.manual als Instrument zur Prävention gegen Mobbing und Gewalt in der Schule: Hier werden die Ergebnisse der Analyse zusammengefasst und die Bedeutung des Programms als ganzheitliches Instrument für ein friedvolles Schulklima hervorgehoben.
Schlüsselwörter
fairplayer.manual, Mobbing, Gewaltprävention, Zivilcourage, Sozialkompetenz, Schulklima, Friedenserziehung, Ethikunterricht, Jugendliche, Anti-Mobbing-Programm, Schulpraxis, Konfliktlösung, Identitätsbildung, Prävention, Aufklärung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das von der Universität Berlin entwickelte Anti-Mobbing-Programm „fairplayer.manual“ und analysiert dessen praktische Anwendung an einer hessischen Realschule.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind Mobbing, schulische Gewalt, die Förderung sozialer Kompetenzen, die Stärkung von Zivilcourage bei Jugendlichen sowie Methoden der Prävention.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das fairplayer.manual dazu beiträgt, Mobbing und Gewalt an Schulen durch Information und präventive Arbeit entgegenzuwirken.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Analyse von empirischen Studienergebnissen, fachdidaktischer Literatur zum Programm und einer fallbezogenen Untersuchung der Implementierung an einer ausgewählten Schule.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Definitionen, die Begründung der Notwendigkeit von Prävention, die Vorstellung des fairplayer-Konzepts und die detaillierte Schilderung der Unterrichtspraxis sowie eines städtischen Präventionstages.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Mobbing, Gewaltprävention, Zivilcourage, Sozialkompetenz und fairplayer.manual.
Warum ist das fairplayer.manual als „Lernbaukasten“ konzipiert?
Es ist so konzipiert, um Lehrkräften die nötige Flexibilität zu geben, das Programm an die individuellen Bedürfnisse und die spezifische Situation ihrer Klasse anzupassen.
Wie trägt der „städtische Präventionstag“ zur Arbeit bei?
Er illustriert die Vernetzung der schulischen Präventionsarbeit mit dem lokalen gesellschaftlichen Umfeld und zeigt Schülern Wege auf, wie sie auch außerhalb der Schule mit Konflikten umgehen können.
Welche Rolle spielt die „Zivilcourage“ innerhalb des Programms?
Zivilcourage ist ein zentraler Fokus, um Schüler zu ermutigen, bei Mobbing nicht wegzusehen, sondern aktiv einzugreifen und Betroffenen beizustehen.
Was bedeutet das Bildmotiv des „ausgerissenen Gesichts“ im Programm?
Es dient als pädagogische Metapher, um zu verdeutlichen, dass man sein Gesicht verliert (im übertragenen Sinne der Würde), wenn man bei Ungerechtigkeit oder Mobbing tatenlos zusieht.
- Quote paper
- Ma Ho (Author), 2017, Das "fairplayer.manual". Eine wissenschaftliche Untersuchung des Anti-Mobbing-Programms und seiner schulpraktischen Einbindung an einer ausgewählten Schule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/446878