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Krisenmanagement und Krisenkommunikation am Beispiel Air Berlin. Wie hätte das Unternehmen besser reagieren können?

Titel: Krisenmanagement und Krisenkommunikation am Beispiel Air Berlin. Wie hätte das Unternehmen besser reagieren können?

Akademische Arbeit , 2018 , 25 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Taha Guichard (Autor:in)

VWL - Fallstudien, Länderstudien
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Wenn Unternehmen einer Krise gegenüberstehen, brauchen sie geeignete Instrumentarien zur Bewältigung. Dazu bedarf es eines Managements, das sich bei der Vorbereitung, Organisation und Durchführung von Entscheidungen als kompetent erweist. Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist die Krisenkommunikation von Air Berlin im Sommer vergangenen Jahres. Welche Strategien wandte das Unternehmen an, um die unabwendbare Insolvenz an die Öffentlichkeit zu kommunizieren?

Die vorliegende Arbeit wendet eine Methodik an, bei der die Kommunikationsstränge des von der Krise betroffenen Unternehmens mit seinen internen und externen Stakeholdern beleuchtet werden. Es wird dargelegt, warum man diese Vorgehensweise als Stakeholder-Kommunikation-Analyse bezeichnen kann.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Aufstieg und Fall eines Konzerns

2. Die Krisenkommunikation von Air Berlin: Stakeholder-Kommunikation-Analyse

2.1 Stakeholder Mitarbeiter

2.2 Stakeholder Anteilseigner

2.3 Stakeholder Kunde/Gläubiger

2.4 Stakeholder Staat/Politik

3. Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Krisenkommunikation des Luftfahrtunternehmens Air Berlin während der Insolvenzphase. Ziel ist es, das angewandte kommunikatorische Instrumentarium kritisch zu hinterfragen und anhand einer Stakeholder-Analyse aufzuzeigen, wie das Management versuchte, die negativen Auswirkungen der Krise zu bewältigen und welche kommunikativen Defizite dabei zutage traten.

  • Analyse der Unternehmenskrise und des Insolvenzverlaufs von Air Berlin
  • Untersuchung der Stakeholder-Kommunikation gegenüber Mitarbeitern, Anteilseignern, Kunden und Gläubigern
  • Kritische Würdigung der staatlichen Rolle und politischer Einflussfaktoren
  • Evaluation des Krisenmanagements anhand wissenschaftlicher Standards
  • Aufarbeitung von Kommunikationsfehlern und deren Folgen für das Unternehmensimage

Auszug aus dem Buch

2.1 Stakeholder Mitarbeiter

Von Beginn an ist für den Außenstehenden deutlich erkennbar, wie sich die Verantwortlichen der in Zahlungsunfähigkeit geratenen zweitgrößten Airline Deutschlands gegenüber der Belegschaft verdeckt hielten. Am 15. August 2017, also am Tage der Insolvenzanmeldung, empfing das Personal unternehmensintern keine Botschaft von Seiten der Unternehmensführung zur zugespitzten Lage. Stattdessen sei man dazu von Fluggästen an den Schaltern angesprochen worden, so eine beim Bodenpersonal beschäftigte Mitarbeiterin, oder man erfuhr davon aus im Terminal installierten Fernsehern.

Es ist nicht förderlich bei der Bewältigung der Krise, wenn „die Belegschaft die letzten Neuigkeiten zur hauseigenen Krise aus den Medien erfährt.“ So und noch intensiver sind Air Berlin-Mitarbeiter mit der misslichen Situation konfrontiert worden. Dass Fluggäste die Mitarbeiter auf die Insolvenzanmeldung ansprechen und, wer wollte es ihnen verübeln, Fragen beantwortet haben wollen, während die Mitarbeiter noch in Unkenntnis der Sachlage sind, ist ein unverzeihlicher und folgenschwerer Fehler des Krisenmanagements in Ausübung der Krisenkommunikation.

Zaghaft wurde am 15. September 2017, also exakt einen Monat nach der Anmeldung der Insolvenz, über Facebook verbreitet, dass es „Angebote mehrerer Bieter“ gäbe, was die Mitarbeiter hoffen lassen möge, dass sie übernommen werden. In diesem Zusammenhang sprach CEO Winkelmann von einem „regen Investoreninteresse.“ Auch die Zahl der Bieter und für welche Teile der insolventen Airline Interesse bestünde, blieb unerwähnt, wäre doch eine solche Information für die 8000 Mitarbeiter von immenser Bedeutung. Letzte Neuigkeiten aus den Medien zu erfahren, irritiert die Belegschaft, verärgert sie, zerstört Vertrauen und schadet nachhaltig einer zielführenden Krisenkommunikation und damit dem Image des Unternehmens.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Aufstieg und Fall eines Konzerns: Dieses Kapitel zeichnet die wirtschaftliche Entwicklung von Air Berlin von der Gründung 1978 bis zur Insolvenz 2017 nach und erläutert die zunehmenden finanziellen Schwierigkeiten.

2. Die Krisenkommunikation von Air Berlin: Stakeholder-Kommunikation-Analyse: Hier wird untersucht, wie die Unternehmensführung in der Phase der Insolvenz gegenüber verschiedenen Interessengruppen kommunizierte und welche Defizite dabei auftraten.

2.1 Stakeholder Mitarbeiter: Dieses Unterkapitel beleuchtet die mangelhafte Informationspolitik gegenüber der Belegschaft, die durch Medienspekulationen und ausbleibende interne Kommunikation geprägt war.

2.2 Stakeholder Anteilseigner: Hier wird das angespannte Verhältnis zu Etihad Airways analysiert, insbesondere im Hinblick auf widersprüchliche Äußerungen zur finanziellen Unterstützung.

2.3 Stakeholder Kunde/Gläubiger: Dieses Kapitel thematisiert die intransparente Kommunikation gegenüber Kunden bezüglich Ticketstornierungen, Bonusmeilen und Forderungsanmeldungen.

2.4 Stakeholder Staat/Politik: Hier werden die Hintergründe der staatlichen Kreditvergabe und der Vorwurf möglicher politischer Einflussnahmen kurz vor der Bundestagswahl diskutiert.

3. Schlussbemerkungen: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion über das totale Versagen des Krisenmanagements und die Bedeutung einer professionellen Kommunikationsstrategie.

Schlüsselwörter

Air Berlin, Krisenmanagement, Krisenkommunikation, Insolvenz, Stakeholder, Mitarbeiter, Unternehmensführung, Kommunikation, Transparenz, Glaubwürdigkeit, Insolvenzverfahren, Fluggesellschaft, Wirtschaftsdaten, Umstrukturierung, Unternehmenskultur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert kritisch das Krisenmanagement und die Krisenkommunikation des insolventen Luftfahrtunternehmens Air Berlin unter besonderer Berücksichtigung der Kommunikation gegenüber verschiedenen Stakeholdern.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Untersuchung ab?

Die Themen umfassen die wirtschaftliche Talfahrt von Air Berlin, die interne und externe Krisenkommunikation während der Insolvenz sowie die Interaktionen mit Mitarbeitern, Anteilseignern, Kunden und staatlichen Akteuren.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine mangelhafte Kommunikationsstrategie Vertrauen verspielt wurde und inwiefern das Krisenmanagement den Anforderungen an eine professionelle Unternehmensführung in Extremsituationen nicht gerecht wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Die Arbeit nutzt die Stakeholder-Kommunikations-Analyse, um die Informationsströme und das Handeln des Managements gegenüber spezifischen Interessengruppen systematisch zu beleuchten.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Analyse der vier Stakeholder-Gruppen (Mitarbeiter, Anteilseigner, Kunden/Gläubiger, Staat/Politik), unterstützt durch Belege aus Presseberichten und Interviews.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?

Die zentralen Begriffe sind Krisenkommunikation, Insolvenz, Stakeholder-Management, Unternehmensführung, Glaubwürdigkeit, Transparenz und Unternehmensniedergang.

Wie bewertet der Autor die Kommunikation gegenüber den Mitarbeitern?

Der Autor bewertet diese als verhängnisvoll, da die Mitarbeiter über den Krisenverlauf oft erst aus den Medien erfuhren, was zu Verunsicherung, Vertrauensverlust und zum Gefühl führte, vom Management nicht ernst genommen zu werden.

Welche Rolle spielte Etihad Airways in der Krisenkommunikation?

Etihad Airways wird in der Arbeit als Großaktionär thematisiert, dessen abruptes Ende der finanziellen Unterstützung und widersprüchliche Kommunikation die Insolvenz von Air Berlin maßgeblich beeinflussten.

Gab es laut der Arbeit eine funktionierende Krisenstrategie?

Nein, der Autor kommt zu dem Schluss, dass ein durchdachtes Notfallkonzept oder ein klares Handbuch für Krisenkommunikation nicht erkennbar war und das Management in der Krise weitgehend versagte.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Krisenmanagement und Krisenkommunikation am Beispiel Air Berlin. Wie hätte das Unternehmen besser reagieren können?
Hochschule
bbw Hochschule
Note
1,3
Autor
Taha Guichard (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
25
Katalognummer
V447346
ISBN (eBook)
9783668858060
ISBN (Buch)
9783668858077
Sprache
Deutsch
Schlagworte
krisenmanagement krisenkommunikation beispiel berlin unternehmen krise Air Berlin air airberlin Fluggesellschaft management kommunikation Wirtschaftskommunikation probleme lösung stakeholder Hausarbeit Hochschule Universität risikomanagement Lufthansa Etihad staat politik Wirtschaft gläubiger aktuell flöther mitarbeiter zufriedenheit schulden Winkelmann deutschland
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Taha Guichard (Autor:in), 2018, Krisenmanagement und Krisenkommunikation am Beispiel Air Berlin. Wie hätte das Unternehmen besser reagieren können?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/447346
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Leseprobe aus  25  Seiten
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