Dieses Werk war Grundlage zum Aufbau eines Reportingsystems zur Optimierung einzelner Sortimentsteile eines großen deutschen Lebensmittelfilialisten. Auf Basis dieser konzeptionellen Ansätze wurde ein System zur Bewertung des Handelssortiments geschaffen.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzungen der Arbeit
1.3 Begriffsabgrenzungen
1.3.1 Category Management und Efficient Consumer Response
1.3.2 Weitere Begriffe
2 CATEGORY MANAGEMENT UND CONTROLLING IM HANDEL
2.1 Category Management aus Sicht des Lebensmittelhandels
2.1.1 Umweltfaktoren des Lebensmittelhandels
2.1.2 Zusammenarbeit zw. Handel und Industrie
2.1.3 Organisatorische Voraussetzungen des CM
2.1.4 Ziele des CM und deren Messbarkeit
2.2 Controlling im Handel
2.2.1 Ansätze und Möglichkeiten des Sortimentscontrollings
2.2.2 Defizite im Controlling filialisierer Handelsunternehmen
3. STAND UND ENTWICKLUNG DES CM BEI DER EDEKA-SÜDWEST
3.1 Ist-Zustand
3.1.1 Historische Entwicklung des CM bei der Edeka-Südwest
3.1.2 Organisatorische Voraussetzungen
3.1.3 Probleme in der Bewertbarkeit des CM
3.2 Soll-Zustand
3.3 Vorbereitende Maßnahmen zum Aufbau einer Sortimentsdatenbank
3.3.1 Erläuterung der Projektschritte
3.3.2 Informationsquellen und Methoden der Informationsgewinnung
3.3.3 Kennzahlen der Sortimentsdatenbank
3.3.4 Kritische Würdigung
4. WEITERE, AUFBAUENDE ANSÄTZE
4.1 Anforderungen an ein Informationssystem
4.2 Handelsinformationssysteme
4.2.1 Besonderheiten von Informationssystemen im Handel
4.2.2 Architektur eines Handelsinformationssystems
4.2.2.1 Operative Ebene
4.2.2.2 Dispositive Ebene
4.3. Kritische Würdigung eines HIS
5. SCHLUSSBETRACHTUNG
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Konzeption und Errichtung einer Sortimentsdatenbank für den Teilbereich "Plus-Kühlung" der Edeka-Südwest, um die Erfolgskontrolle von Category Management-Maßnahmen systematisch zu ermöglichen und die Informationsversorgung im Einkauf und Vertrieb zu verbessern. Die Arbeit befasst sich zudem mit den theoretischen und praktischen Grundlagen von Handelsinformationssystemen zur effizienten Steuerung von Sortimenten.
- Grundlagen des Category Managements und Sortimentscontrollings im Lebensmittelhandel
- Analyse des Ist-Zustands und der Problemstellungen bei der Edeka-Südwest
- Prozessbeschreibung zum Aufbau einer Sortimentsdatenbank mittels MS-Access
- Anforderungen an moderne Handelsinformationssysteme (HIS) und deren Architektur
- Kritische Würdigung der Datengewinnung und Auswertungspotenziale
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
Analog zu anderen Wissenschaftsdisziplinen tauchen auch in der Handelsbetriebslehre in der jüngeren Vergangenheit eine Vielzahl neuer Schlagworte in Literatur und Fachbeiträgen auf. Efficient Consumer Response (ECR), Category Management (CM), Customer Relationship Management (CRM), Supply Chain Management (SCM) oder Multi Channel Retailing (MCR) sind nur einige Beispiele für eine große Anzahl von Anglizismen, welche von der Wissenschaft entwickelt wurden. Diese, häufig zu beobachtende Inflation neuer Begriffe birgt die Gefahr, dass das Neue schnell an Ernsthaftigkeit und Glaubwürdigkeit verliert. Wird jedoch auf eine ernsthafte Prüfung der Potenziale neuer Management-Ansätze verzichtet, kann dies in der Tat dazu führen, dass kluge Konzepte, welche in der Handelspraxis den Unternehmen ernorme Wettbewerbsvorteile erbringen könnten, allzu schnell verworfen werden.
Insbesondere das Efficient Consumer Response, aber auch dessen absatzorientierter Part, das Category Management konnten einst als „echte“ Neuheiten bezeichnet werden. Dies zeigt sich u.a. daran, dass neben Wissenschaftlern auch Praktiker den, im CM Ansatz elementaren, Zielgrößen der Kundenzufriedenheit und –bindung eine herausragende Bedeutung für die Sortimentssteuerung beimessen.
Auch wenn im internationalen Vergleich lange Zeit ausländische Lebensmitteleinzelhandelsunternehmen mit der Institutionalisierung des Category Managements in die Organisationsstruktur wesentlich weiter waren als diejenigen im deutschsprachigen Raum, man denke hierbei insbesondere an das britische Handelshaus Tesco, arbeitet mittlerweile ein Großteil des Lebensmitteleinzelhandels hierzulande an der organisatorischen und operativen Umsetzung des Category Managements.
Wie in anderen Unternehmensbereichen müssen auch, die in der Praxis umgesetzten Maßnahmen des CM auf ihre Wirkung und Effizienz hin untersucht werden können. Dies erfordert ein standardisiertes System, das die Auswirkungen sämtlicher Optimierungsaktivitäten auf den unternehmerischen Erfolg darstellt und somit Basis für Entscheidungen der Sortimentspolitik ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Führt in die Relevanz des Category Managements ein und umreißt die Problemstellung hinsichtlich der fehlenden systematischen Erfolgsbewertung.
2 CATEGORY MANAGEMENT UND CONTROLLING IM HANDEL: Erläutert die theoretischen Grundlagen des Category Managements und die Notwendigkeit eines angepassten Handelscontrollings.
3. STAND UND ENTWICKLUNG DES CM BEI DER EDEKA-SÜDWEST: Analysiert den Ist-Zustand, dokumentiert die Projektschritte zum Aufbau einer Sortimentsdatenbank und evaluiert deren Kennzahlen.
4. WEITERE, AUFBAUENDE ANSÄTZE: Diskutiert Anforderungen an umfassende Handelsinformationssysteme und deren operative sowie dispositive Architekturen.
5. SCHLUSSBETRACHTUNG: Fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Sortimentsdatenbank im Hinblick auf ihre technische Implementierung und strategische Integration.
Schlüsselwörter
Category Management, Sortimentscontrolling, Handelsinformationssystem, Edeka-Südwest, Plus-Kühlung, Sortimentsdatenbank, Warenwirtschaftssystem, Effizienzmessung, Scannerdaten, Kundenorientierung, Handelsmarketing, Datenqualität, Data Warehouse, Entscheidungsunterstützung, Absatzoptimierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Diplomarbeit?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Konzeption und Implementierung einer Sortimentsdatenbank, um die Erfolgsmessung von Category Management-Maßnahmen im Lebensmitteleinzelhandel zu professionalisieren.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Im Fokus stehen das Category Management, die Methoden des Sortimentscontrollings, die Architektur von Handelsinformationssystemen und die Verbesserung der Datenqualität für strategische Entscheidungen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Hauptziel ist es, ein standardisiertes Reporting-System aufzubauen, das es der Edeka-Südwest ermöglicht, die Auswirkungen von Optimierungsmaßnahmen im Sortimentsbereich "Plus-Kühlung" systematisch zu bewerten.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es handelt sich um eine praxisorientierte Arbeit, die den Prozess der Datenbankentwicklung anhand von Projektphasen strukturiert und diese durch theoretische Konzepte (z.B. Handels-H-Modell) stützt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der aktuellen Situation bei der Edeka-Südwest, die detaillierte Planung der Datenbank-Projektschritte und die Einordnung der Ergebnisse in den Kontext moderner Handelsinformationssysteme.
Welche Schlagworte charakterisieren das Werk?
Wichtige Begriffe sind Category Management, Sortimentscontrolling, Handelsinformationssysteme (HIS), Datenmanagement und Effizienzmessung.
Warum ist das Projekt "Plus-Kühlung" für die Edeka-Südwest so bedeutend?
Dieser Bereich unterliegt hohen Kosten (Kühlmöbel) und kurzen Haltbarkeitsdaten, weshalb eine präzise Steuerung mittels Scannerdaten entscheidend ist, um Ertragsverluste durch Abschriften oder Out-of-Stocks zu vermeiden.
Was sind die größten technischen Herausforderungen beim Datenbankaufbau?
Die größten Hürden sind die Heterogenität der Datenbestände, der hohe manuelle Aufwand bei der Datenaufbereitung sowie die mangelnde Integration der verschiedenen Insellösungen innerhalb des Unternehmens.
Welche Rolle spielt das "Handels-H-Modell" in dieser Arbeit?
Das Modell dient als architektonischer Ordnungsrahmen, um die operativen Warenwirtschaftsprozesse und die dispositiven Analyseebenen (wie Data Warehouse und MSS) strukturiert darzustellen.
- Quote paper
- Jochen Ade (Author), 2005, Der Aufbau eines Reportingsystems zur Optimierung von Sortimentsteilen eines Lebensmittelfilialisten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/44820