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Welche Widersprüche lassen sich zwischen der gesellschaftlichen Funktion von Schule und dem Inklusionsgedanken identifizieren?

Titre: Welche Widersprüche lassen sich zwischen der gesellschaftlichen Funktion von Schule und dem Inklusionsgedanken identifizieren?

Dossier / Travail de Séminaire , 2016 , 20 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Alina Beniermann (Auteur)

Pédagogie - Pédagogie curative, Pédagogie spécialisée
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In den letzten Jahren ist womöglich kein anderer Begriff in der bildungspolitischen Fachdiskussion so präsent wie "Inklusion"". "Eine Schule für alle!" So wird der strukturelle Wandel in unserem deutschen Schulsystem spätestens seit der Ratifizierung der UN BRK (2009) in Deutschland bejubelt. Seither kursieren zahlreiche Zahlen, die die vermeintlichen "Inklusionszahlen" präsentieren und als bildungspolitische Erfolge verkünden. Tatsächlich muss jedoch festgestellt werden, dass die Umsetzung des Inklusionsgedankens gesamtgesellschaftlich und vor allem, und darauf soll der Fokus im Rahmen dieser Arbeit liegen, im deutschen Schulsystem bislang in erster Linie als fiktive Vorstellung etikettiert werden kann. Dieser Tatsache liegen vielschichtige Probleme, wie etwa Diskrepanzen bzgl. der Finanzierung oder mangelnder Ressourcen in sämtlichen Bereichen,
zugrunde.

Weiterhin lassen sich zahlreiche Widersprüche zwischen der gesellschaftlichen Funktion von Schule und dem Inklusionsgedanken identifizieren. So stellen etwa der Balanceakt zwischen der Akzeptanz von Heterogenität und dem gleichzeitigen Versuch Homogenität herzustellen, die Differenzherstellung und –bearbeitung oder die individuelle Leistungsbewertung während normative Vorstellungen zugrunde gelegt werden, Herausforderungen dar, die neben zahlreichen Unsicherheiten bei der Bevölkerung, die Umsetzung der Inklusion behindern.

Im Rahmen dieser Arbeit sollen jene Widersprüche diskutiert werden. Dabei sollen die Differenzen zwischen dem leistungsorientierten Schulsystem und dem Inklusionsgedanken herausgearbeitet werden und vor allem im Hinblick auf die Rolle der Lehkraft diskutiert.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Das deutsche Schulsystem

2. Inklusion

2.1 Entwicklungslinien

2.2 Grundgedanken der Inklusion

2.3 Umsetzung der Inklusion

3. Diskussion

4. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die grundlegenden Widersprüche zwischen dem traditionellen Leistungsauftrag des deutschen Schulsystems und dem Inklusionsgedanken. Dabei steht die Frage im Zentrum, inwieweit die auf Homogenisierung und Selektion ausgerichteten Strukturen einer echten Inklusion entgegenstehen und welche Rolle das Leistungsprinzip in diesem Spannungsfeld einnimmt.

  • Gesellschaftliche Funktionen von Schule (Reproduktion und Innovation)
  • Das deutsche Schulsystem und das Leistungsprinzip
  • Entwicklung und Begriffsklärung von Inklusion und Integration
  • Herausforderungen bei der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention
  • Kritische Analyse des Spannungsverhältnisses zwischen Selektion und Teilhabe

Auszug aus dem Buch

3. Diskussion

In den beiden vorherigen Kapiteln wurden die aktuelle gesellschaftliche Funktion von Schule im deutschen Bildungssystem sowie die Entwicklung und Grundgedanken der Inklusion und die derzeitige Umsetzung dieser eruiert. Nun folgt eine kritische Auseinandersetzung mit jenen theoretischen Ausführungen und die Widersprüche werden konstatiert.

Zunächst sollen noch ein paar kritische Anmerkungen zur Struktur unseres Schulsystems erfolgen. Es wird ein Bild von Schule proklamiert, dass uns anhand des Leistungsprinzips weismachen will, dass jeder ist für sich selbst und seine Leistung verantwortlich sei und alles schaffen könne. Jeder bekäme die Unterstützung, die er braucht. Es sei an individuelles Können geknüpft, wie weit eine Schülerin/ ein Schüler kommt und welchen Schulabschluss er letztendlich erreicht. Auf der „Hinterbühne“ läuft jedoch ein anderes Bild: Ungleichheiten, seien es kulturelle Güter oder Behinderung vs. Nicht-Behinderung, werden im selektiven Schulsystem aufrechterhalten, begünstigt und verstärkt. Es findet keine Bearbeitung statt. Durch unser mehrgliedriges Schulsystem mit homogenisierenden Mechanismen des Aussonderns, Verteilens, mit Klassenwiederholungen, Zurückstellungen usw. wird stets weitere Differenz hergestellt. Bei der Differenzierung, wie sie aktuell in Schule praktiziert wird, geht es offenbar weniger darum, allen Schülern ein individuelles Angebot zu machen, sondern eher darum, eine Förderung so zu etablieren, dass Homogenität und vermeintlich „gleiche“ Ausgangssituationen konstruiert werden, um anhand des normorientierten Leistungsprinzips bewerten zu können.

Hier wird die Diskrepanz deutlich: Heterogenität ist im Schulsystem eigentlich nicht erwünscht und deshalb wird immerzu versucht, Homogenität, also „Gleichheit“ herzustellen (vgl. Sturm 2016, 16). So werden etwa entlang eines attestierten Förderbedarfs spezielle Ressourcen gegeben. Differenz zwischen Behinderung und Nicht-Behinderung wird somit nicht aufgehoben, sondern zementiert (vgl. Köpfer 2016, S.85 ff).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die bildungspolitische Relevanz der Inklusion seit der UN-BRK und benennt die Diskrepanz zwischen politischem Anspruch und der schulischen Realität in Deutschland.

1. Das deutsche Schulsystem: Dieses Kapitel erläutert die gesellschaftlichen Funktionen von Schule, insbesondere die Selektions- und Allokationsfunktion, und zeigt auf, wie das Leistungsprinzip die schulische Struktur prägt.

2. Inklusion: Das Kapitel führt in die historische Entwicklung, die Begriffsdefinitionen im Kontrast zur Integration sowie die konkrete Umsetzung und aktuelle Statistiken der Inklusion ein.

3. Diskussion: Hier findet die kritische Auseinandersetzung statt, in der aufgezeigt wird, wie das selektive Schulsystem durch Mechanismen der Homogenisierung den Inklusionsgedanken behindert und Differenzen zementiert.

4. Ausblick: Der Ausblick fordert ein Umdenken weg von der individuellen Leistungsfixierung hin zu einer Schule, die Rahmenbedingungen für eine voraussetzungslose Teilhabe schafft.

Schlüsselwörter

Inklusion, deutsches Schulsystem, Leistungsprinzip, Selektion, Integration, UN-Behindertenrechtskonvention, Heterogenität, Homogenisierung, Allokationsfunktion, Differenz, schulische Entwicklung, Bildungsgerechtigkeit, Teilhabe, Exklusionsquote, Förderbedarf.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das Spannungsfeld zwischen den gesellschaftlichen Anforderungen an das deutsche Schulsystem und dem Ziel einer inklusiven Bildung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind das Leistungsprinzip, die Selektionsmechanismen des Schulsystems sowie die historische und aktuelle Entwicklung der Inklusion.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist die Identifizierung und Diskussion von Widersprüchen, die die Umsetzung einer inklusiven Schule im aktuellen Bildungssystem erschweren oder verhindern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung und kritische Diskussion bestehender Fachliteratur und bildungspolitischer Analysen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Funktionen des Schulsystems, die theoretischen Grundlagen der Inklusion und die konkreten Probleme bei deren Umsetzung dargelegt.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Inklusion, Leistungsprinzip, Selektion, Heterogenität und UN-Behindertenrechtskonvention.

Inwiefern beeinflusst das Leistungsprinzip die Inklusion?

Die Arbeit argumentiert, dass das Leistungsprinzip auf Homogenität abzielt, was im direkten Widerspruch zu der Akzeptanz von Heterogenität steht, die für Inklusion zentral ist.

Was schlussfolgert die Autorin in Bezug auf die LehrerInnenentwicklung?

Die Autorin betont die Notwendigkeit einer Sensibilisierung der Lehrkräfte, damit diese nicht die Lernenden für Systemfehler verantwortlich machen, sondern die Notwendigkeit einer systemischen Veränderung erkennen.

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Résumé des informations

Titre
Welche Widersprüche lassen sich zwischen der gesellschaftlichen Funktion von Schule und dem Inklusionsgedanken identifizieren?
Université
University of Cologne
Note
1,3
Auteur
Alina Beniermann (Auteur)
Année de publication
2016
Pages
20
N° de catalogue
V448288
ISBN (ebook)
9783668837904
ISBN (Livre)
9783668837911
Langue
allemand
mots-clé
welche widersprüche funktion schule inklusionsgedanken
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Citation du texte
Alina Beniermann (Auteur), 2016, Welche Widersprüche lassen sich zwischen der gesellschaftlichen Funktion von Schule und dem Inklusionsgedanken identifizieren?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/448288
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Extrait de  20  pages
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