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Die Antipsychiatrie. Das neue Verständnis psychischer Krankheiten

Titre: Die Antipsychiatrie. Das neue Verständnis psychischer Krankheiten

Notes (de cours) , 2018 , 10 Pages

Autor:in: Manuela Merbach (Auteur)

Psychologie - Psychosociologie
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Résumé Extrait Résumé des informations

Dieses Skript mit dem Titel "Die Antipsychiatrie. Das neue Verständnis psychischer Krankheiten" enthält folgende Inhalte (in Stichpunkten):
- Begriffserklärung;
- das griechische „Anti“ bedeutet mehr als einfach nur „gegen“;
- es heißt auch „alternativ“, “gegenüber“ oder „unabhängig“;
- Als Anti-psychiatrie werden mehrere soziale u. politische Bewegungen bezeichnet, welche eine kritische bis ablehnende Haltung gegenüber der Psychiatrie haben;
- die Bewegung entwickelte sich zwischen 1955 - 1975 unter anderen in Italien, in Großbritannien, den USA u. Bundesrepublik Deutschland;
- David Cooper verwendete den Begriff „Antipsychiatrie“ erstmals 1967;
- Basaglia verwendete Begriffe, wie antiinstitutionelle, demokratische u. kritische Psychiatrie;
- Ronald Laing prägte den Begriff der existenzieller Phänomenologie;
- Thomas Szasz sah die Geisteskrankheit als einen modernen Mythos an;
- Peter Lehmann vertrat die Ansicht der humanistischen Antipsychiatrie;
- die Bewegung umfasste verschiedene Gruppen mit unterschiedlichen Hintergründen;
- Kritikpunkte gegenüber der Psychiatrie bezogen sich auf:
- das Verhältnis Patient-Arzt;
- die Frage der sozialen Bedingtheit der Klassifizierung psychischer Krankheiten und des Umgangs mit diesen;
- die Einrichtungen der psychiatrischen Kliniken;
- dabei wurden nicht nur die Missstände in psychiatrischen Einrichtungen angeprangert, sondern die Psychiatrie als solche grundlegend in Frage gestellt;
- vor allem wurde die Erklärung der Schizophrenie als psychische Erkrankung kritisiert;

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Begriffserklärung

2. Italien

2.1 Franco Basaglia

2.2 Gesetz Nr. 180 (vom 13. 5.1978)

3. England

3.1 David Cooper

3.2 Ronald D. Laing

3.3 Villa 21 und Network

4. USA

4.1 Thomas Szasz

4.2 Soteria

5. Deutschland

5.1 Peter Lehman

5.2 Humanistische Antipsychiatrie

5.3 Irren-Offensive

5.4 Das Weglaufhaus

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die historische Entwicklung und die theoretischen Grundlagen der Antipsychiatrie-Bewegung zwischen 1955 und 1975, wobei der Fokus auf den zentralen Akteuren, ihren alternativen Behandlungskonzepten sowie der rechtlichen und gesellschaftlichen Kritik am psychiatrischen System liegt.

  • Historische Entstehung der Antipsychiatrie in Europa und den USA
  • Biografien und Theorien einflussreicher Denker wie Basaglia, Cooper, Laing und Szasz
  • Kritik an der traditionellen Psychiatrie, psychiatrischen Anstalten und der medizinischen Klassifizierung psychischer Erkrankungen
  • Vorstellung alternativer Behandlungskonzepte und Einrichtungen wie Soteria und das Berliner Weglaufhaus
  • Rechtliche Reformen und der Kampf für die Menschenrechte psychiatriebetroffener Personen

Auszug aus dem Buch

3.2 Ronald D. Laing

Seine Ansichten und Theorien

er lehnte die Bezeichnung „Antipsychiater“ für sich ab

denn man darf der traditionellen Psychiatrie nicht das Monopol auf die Bezeichnung „Psychiater“ überlassen

Schätzt Freud als Denker und trotzdem steht er der Psychoanalyse kritisch gegenüber

denn - traditionelle Psychiatrie u. Psychoanalyse - arbeiten mit naturwissenschaftlich-medizinischen Modellen zur Erklärung u. Behandlung psychischer Krankheiten

Psychiater sind sich einig bezüglich der „Uneinfühlbarkeit des schizophrenen Krankheitsgeschehens“

Laing sieht Gründe für dieses Nichtverstehen eher beim Psychiater als beim Patienten

dem Krankheitsverständnis der Psychiatrie hält Laing seine „existenzielle Phänomenologie“ entgegen

und damit die Frage nach der Lebenswelt des Schizophrenen und dem biografisch bestimmten Sinn seiner Erkrankung

Laing beschreibt Diagnose und Therapie eher als „Verstehen“

sein existenziellen Verstehens erfordert vom Psychiater, sich nicht scharf als „normal“ vom „Verrückten“ abzugrenzen

sondern mögliche eigene psychotische Verzerrungen zu akzeptieren u. zum Verständnis der Betroffenen zu nutzen

Zusammenfassung der Kapitel

1. Begriffserklärung: Dieses Kapitel definiert den Ursprung und die ideologische Ausrichtung der Antipsychiatrie-Bewegung als kritische Gegenbewegung zur traditionellen Psychiatrie.

2. Italien: Der Schwerpunkt liegt auf dem Wirken von Franco Basaglia und der Bedeutung des Gesetzes 180 für die Auflösung psychiatrischer Großanstalten in Italien.

3. England: Dieses Kapitel beleuchtet die Ansichten von David Cooper und Ronald D. Laing sowie praktische Projekte wie die therapeutische Gemeinschaft „Villa 21“ und das Netzwerk „Kingsley Hall“.

4. USA: Hier werden Thomas Szasz’ radikale Kritik an der psychiatrischen Diagnostik und das alternative Soteria-Modell von Loren R. Mosher vorgestellt.

5. Deutschland: Das Kapitel beschreibt das Engagement von Peter Lehmann, die Prinzipien der Humanistischen Antipsychiatrie, die Arbeit der „Irren-Offensive“ und das Konzept des „Weglaufhauses“.

Schlüsselwörter

Antipsychiatrie, Franco Basaglia, David Cooper, Ronald D. Laing, Thomas Szasz, Soteria, Peter Lehmann, Psychiatriekritik, Menschenrechte, Schizophrenie, Irren-Offensive, Weglaufhaus, existenzielle Phänomenologie, Sozialpsychiatrie, Zwangsbehandlung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet einen Überblick über die internationale Antipsychiatrie-Bewegung und ihre wichtigsten Protagonisten, die das herrschende psychiatrische System fundamental in Frage gestellt haben.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind der Kampf gegen psychiatrische Gewalt, die Ablehnung von Diagnose-Labels, die Förderung der Selbstbestimmung und die Entwicklung menschenrechtsorientierter Behandlungsalternativen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Konzepte der Antipsychiatrie verständlich zu machen und aufzuzeigen, wie sie zu einem neuen Verständnis psychischer Krankheiten und einer Verbesserung der Lebensbedingungen Betroffener beigetragen haben.

Welche wissenschaftliche Methode liegt zugrunde?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die historische Rekonstruktion der theoretischen und praktischen Ansätze der Antipsychiatrie-Bewegung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich nach geografischen Regionen (Italien, England, USA, Deutschland) und analysiert dort jeweils die zentralen theoretischen Ansätze sowie konkrete praktische Modellprojekte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlüsselwörter sind Antipsychiatrie, Menschenrechte, Selbstbestimmung, Psychiatriekritik, Soteria und soziale Rehabilitation.

Welche Bedeutung hat das italienische Gesetz 180 für die Bewegung?

Es gilt als Meilenstein der Reformpsychiatrie, da es durch die Schließung der psychiatrischen Großanstalten und die Einführung strenger Regeln für Einweisungen die menschenrechtliche Situation grundlegend veränderte.

Was unterscheidet das Soteria-Modell von der klassischen Psychiatrie?

Soteria setzt auf eine intensive, vertrauensvolle Begleitung in einer Wohngemeinschaft anstelle einer medikamentösen Dämpfung und einer autoritären Klinikstruktur.

Warum lehnte Thomas Szasz den Begriff „Geisteskrankheit“ ab?

Szasz betrachtete Geisteskrankheiten als einen modernen Mythos, der lediglich dazu diene, abweichendes Verhalten zu stigmatisieren und Menschen zu kontrollieren.

Was ist das Besondere an dem Berliner Weglaufhaus?

Es handelt sich um eine antipsychiatrische Kriseneinrichtung, in der Bewohner nicht als „krank“ definiert werden, sondern selbst über ihr Leben entscheiden und intensive Unterstützung ohne psychiatrisches Raster erhalten.

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Résumé des informations

Titre
Die Antipsychiatrie. Das neue Verständnis psychischer Krankheiten
Université
University of Applied Sciences Merseburg
Auteur
Manuela Merbach (Auteur)
Année de publication
2018
Pages
10
N° de catalogue
V448691
ISBN (ebook)
9783668873919
Langue
allemand
mots-clé
Antipsychiatrie Psychische Krankheiten Franco Basaglia David Cooper Peter Lehman
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Manuela Merbach (Auteur), 2018, Die Antipsychiatrie. Das neue Verständnis psychischer Krankheiten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/448691
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