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Die Musiktheorie im gymnasialen Musikunterricht

Titre: Die Musiktheorie im gymnasialen Musikunterricht

Epreuve d'examen , 2017 , 59 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Ludger Donath (Auteur)

Pédagogie - Pédagogie musicale
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Das Schulfach Musik hat einen schweren Stand im Fächerkanon am Gymnasium, da es insgesamt als eher unbedeutend gilt. Eine negative Leistung in Mathematik ist für die meisten Eltern und Schüler „schlimmer“ als eine schlechte Note im Fach Musik. Als Nebenfach ist es nicht versetzungsrelevant, was oft dazu führt, dass es als Schulfach nicht ernst genommen wird. Häufig wird die Auffassung vertreten, dass der Musikunterricht als Schulfach unwichtig sei und nur zur Beschäftigung der Schüler dient, wie etwa beim Singen oder Klassenmusizieren. „Der Musikunterricht unterliegt häufig der Gefahr, entweder einseitig rationale Wissensvermittlung in sein Zentrum zu stellen – oder aber primär auf Aktionismus, Unterhaltung und Erholung abzuzielen.“ Insbesondere die Musiktheorie hat in der Schule einen schlechten Ruf, da die musiktheoretischen Inhalte bei den Schülern zu den unbeliebtesten Unterrichtsthemen gehören. Sie behandeln Aspekte dieses Themas nur sehr ungern und halten es für trockene und graue Theorie. Es verwundert, dass der Musikunterricht insgesamt nicht sehr beliebt ist, obwohl fast alle Schüler in ihrer Freizeit gerne Musik hören und teilweise auch selbst machen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Über Musik sprechen

3. Gehörbildung

3.1. Definitionsversuch

3.2. Begründung und Ziele

3.3. Mögliche Schwierigkeiten

3.4. Bedingungen

3.5. Konzept

3.5.1. Singen

3.5.2. Innere Stimme

3.5.3. Solmisation

3.5.4. Intervall-Zahlen-System

3.6. Fazit

4. Harmonik

4.1. Grundbegriffe

4.2. Harmonische Denkweisen

4.2.1. Generalbasslehre

4.2.2. Fundamentalbasstheorie

4.2.3. Stufentheorie

4.2.4. Funktionstheorie

4.3. Fazit

5. Analyse

5.1. Zum Verhältnis Formenlehre / Analyse

5.2. Begründung und Ziele

5.3. Problemfelder

5.4. Zentrale Aspekte

5.5. Analytische Methoden

5.6. Exemplarische Analyse

6. Methodische und didaktische Überlegungen

6.1. Das Sokratische Prinzip

6.2. Exemplarisches Lernen

6.3. Idee der Integrativen Theorie

6.4. Visualisieren

6.5. Sinnvolle Didaktische Reduktion

6.6. Entwicklung von Repertoire-Kenntnissen

7. Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Herausforderungen und Chancen der Musiktheorie im gymnasialen Musikunterricht mit dem Ziel, Wege für eine lebendige und schülerorientierte Vermittlung aufzuzeigen, die Theorie und Praxis effektiv verbindet.

  • Bedeutung der Sprache bei der musikalischen Vermittlung
  • Methoden der Gehörbildung und deren Einbindung in den Musikunterricht
  • Harmonische Analysekonzepte und deren Anwendung in der Schule
  • Didaktische Strategien für eine motivierende Musiktheorievermittlung
  • Integration von Theorie, Gehörbildung und Analyse im Schulalltag

Auszug aus dem Buch

3.5.4. Intervall-Zahlen-System

Frank Sikora beschreibt die Praxistauglichkeit und Vorteile dieser Methode in seinem Buch „Die Neue Jazz-Harmonielehre“. Durch dieses System lassen sich rasche Fortschritte im Bereich der Skalen und Improvisation erreichen. Es ist im Grundsatz auch für den gymnasialen Musikunterricht sehr gut geeignet. Mithilfe dieses Systems können alle Skalen und Akkorde allgemein in ihrer Struktur bezeichnet und leicht auswendig gelernt werden. Somit müssen nicht jede Skala und jeder Akkord in jeder Tonart, sondern nur einmal die allgemeine Struktur gelernt werden. Danach ist es viel leichter möglich, diese in allen Tonarten von jedem beliebigen Grundton aus zu bilden. Als Beispiel sei hier der Modus des Dorischen genannt: Die allgemeine Struktur ist: 1 2 b3 4 5 6 b7 8, wobei jede Ziffer das charakteristische Intervall bezogen auf den Grundton bezeichnet. Das System lässt sich gleichermaßen auf Akkorde anwenden. So bildet zum Beispiel die Zahlenfolge 1 3 5 b7 die intervallische Bezeichnung für einen Dominantseptakkord, wobei die Abkürzung (b7) für die kleine Septime steht. Dem System liegen die Tonleiterstufen zugrunde, die mit arabischen Ziffern bezeichnet werden:

Dur-Tonleiter: 1 2 3 4 5 6 7 8

Moll (äolisch): 1 2 b3 4 5 b6 b7 8

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt den schwierigen Stellenwert des Musikunterrichts am Gymnasium und die Notwendigkeit, Musiktheorie motivierender zu vermitteln.

2. Über Musik sprechen: Erläutert die Bedeutung präziser Sprache und Terminologie als wichtiges pädagogisches Werkzeug im Musikunterricht.

3. Gehörbildung: Diskutiert die Notwendigkeit des Gehör-Trainings als Schnittstelle zur Musiktheorie und stellt spielerische sowie strukturierte Methoden vor.

4. Harmonik: Behandelt verschiedene harmonische Denkweisen wie den Generalbass, die Stufen- und Funktionstheorie im Spannungsfeld zwischen historischer und systematischer Betrachtung.

5. Analyse: Erörtert, wie musikalische Analyse als zentraler Bestandteil des Musikunterrichts durch werkspezifische und anschauliche Methoden vermittelt werden kann.

6. Methodische und didaktische Überlegungen: Reflektiert pädagogische Prinzipien wie das Sokratische Prinzip und integratives Lernen zur Verbesserung der Unterrichtsqualität.

7. Schlusswort: Fasst zusammen, dass ein praxisnaher, kreativer und ganzheitlicher Musikunterricht der Schlüssel zur Begeisterung der Schüler für Musiktheorie ist.

Schlüsselwörter

Musikunterricht, Musiktheorie, Gehörbildung, Musikalische Analyse, Harmonik, Didaktik, Pädagogik, Solmisation, Funktionstheorie, Stufentheorie, Generalbass, Sprache, Integrative Theorie, Schulpraxis, Kompetenz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Vermittlung musiktheoretischer Inhalte im Musikunterricht an Gymnasien und zeigt Wege auf, wie Theorie lebendig und praxisnah gestaltet werden kann.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Gehörbildung, der musikalischen Analyse, verschiedenen harmonischen Theorien und didaktischen Ansätzen zur Musikvermittlung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen trockener Theorie und musikalischer Erfahrung zu überbrücken und den Musikunterricht für Schüler attraktiver zu gestalten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bewährter musikpädagogischer Konzepte sowie auf die Auswertung von Erfahrungen aus der Schulpraxis.

Was ist der Inhalt des Hauptteils?

Der Hauptteil analysiert detailliert Methoden wie das Intervall-Zahlen-System, die Solmisation, verschiedene Harmoniemodelle und die Werkanalyse anhand von konkreten Beispielen wie Monteverdis „L’Orfeo“.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Musikpädagogik, Didaktische Reduktion, Integrative Theorie, musikalisches Verstehen und die Förderung von Sprachfähigkeit im Musikunterricht.

Wie kann das "Intervall-Zahlen-System" Schülern helfen?

Es ermöglicht das rasche Erlernen von Skalen und Akkorden durch allgemeine Struktur-Schemata, anstatt jede Tonart einzeln auswendig lernen zu müssen.

Warum ist das "Tunnelsingen" für die Gehörbildung sinnvoll?

Es ist eine spielerische Methode, bei der Schüler lernen, die "innere Stimme" zu nutzen, indem sie ein Lied beim Handzeichen des Lehrers im Kopf weitersingen und so ihr metrisches Gefühl schulen.

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Résumé des informations

Titre
Die Musiktheorie im gymnasialen Musikunterricht
Université
University of Music Karlsruhe
Note
2,0
Auteur
Ludger Donath (Auteur)
Année de publication
2017
Pages
59
N° de catalogue
V448733
ISBN (ebook)
9783668834354
ISBN (Livre)
9783668834361
Langue
allemand
mots-clé
musiktheorie musikunterricht
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Ludger Donath (Auteur), 2017, Die Musiktheorie im gymnasialen Musikunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/448733
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Extrait de  59  pages
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