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Senior Loans als Anlagealternative im Niedrigzinsumfeld und Antwort auf regulatorische Herausforderungen?

Título: Senior Loans als Anlagealternative im Niedrigzinsumfeld und Antwort auf regulatorische Herausforderungen?

Tesis de Máster , 2015 , 124 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Daniela Pfau (Autor)

Derecho - Otros
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Die Folgen der Finanzkrise treffen die Märkte immer noch schwer. Banken, die als klassische Fremdkapitalgeber galten, ziehen sich immer mehr aus dem Geschäftsbereich der Kreditvergabe zurück. Grund hierfür ist, dass ihnen das internationale Regelwerk BaselIII wesentlich strengere Vorgaben zur Eigenkapitalunterlegung auferlegt.
Des Weiteren wird Solvency II für Versicherungsunternehmen einen risikokapitalorientierten Vorschriftenrahmen einführen, in dem marktorientierte Risikokapitalgebühren für verschiedene Assetklassen erhoben werden. Die Erfahrungen in der Staatsschuldenkrise haben gezeigt, dass selbst Anleihen hochentwickelter Volkswirtschaften nicht mehr als risikolos gelten, sodass langfristige, risikoarme Anlageformen faktisch kaum mehr existieren.
Von den veränderten Investmentrealitäten sind neben Banken und Versicherern auch viele institutionelle Anleger betroffen. Sie befinden sich aufgrund rekordtiefer Zinsen, unsicherer Märkte, zunehmender Inflations- und Durationsrisiken und immer strengerer Regulierung derzeit in einem Anlagendilemma. Die Zinsen auf Pfandbriefe und Staatsanleihen sind zu niedrig, die Risikoaufschläge von Investment-Grade-Unternehmensanleihen sind gefallen und für Aktien oder andere Risikopapiere fehlt einem Großteil der Anleger das Risikobudget. Damit wird es schwierig, die geforderten Rechnungszinsen zu verdienen.
Gerade große Versicherer und Pensionskassen sind nun auf der Suche nach alternativen Anlageformen und sehen kreditbasierte Anlagestrategien als vielversprechende neue Anlagemöglichkeit. Bisher waren insbesondere die Lebensversicherer auf festverzinsliche Anleihen fokussiert. Die Erwirtschaftung der ihren Kunden garantierten Verzinsung der langfristigen Verbindlichkeiten stellt sie nun vor große Herausforderungen. Alternative Assets mit der Aussicht auf mehr Rendite sind daher mehr als willkommen.
Gerade Senior Secured Loans gewinnen als alternative, höher verzinsliche Anlagen immer mehr an Attraktivität. Die mit durablen Sicherheiten unterlegten Darlehen sind folglich nicht nur ein vielversprechender Ansatz für die Versicherer, sondern kommen auch für andere Märkte, wie beispielsweise für den Immobilienmarkt, gerade zur rechten Zeit, um das von den Banken verursachte Loch zumindest teilweise zu füllen und drohenden Verwerfungen vorzubeugen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung

B. Regulatorisches Umfeld

I. Basel III

1. Entwicklung

2. CRD IV

3. Einzelelemente der neuen Regulierung unter Basel III

a) Kernkapital

(1) Hartes Kernkapital

(2) Weiches Kernkapital

b) Ergänzungskapital

4. Auswirkungen

5. Zwischenergebnis und Ausblick

II. Grundlegende Reform des Versicherungsaufsichtsrechts in Europa durch Solvency II

1. Regelungsziele

2. Anwendungsbereich

3. Lamfalussy-Verfahren

4. Die erste Säule: Quantitative Eigenmittelanforderungen

a) Aufstellung der Solvenzbilanz

(1) Versicherungstechnische Rückstellungen

(2) Auswirkungen

(3) Kritik

b) Aufsichtsrechtliche Kapitalanforderungen MCR und SCR

(1) MCR als absolute Untergrenze

(2) SCR als Frühwarnsystem

(a) Grundzüge der Standardformel zur Berechnung des SCR

(b) Problemfelder im Kontext des SCR

c) Ermittlung und Einstufung der bedeckungsfähigen Eigenmittel

(1) Basiseigenmittel und ergänzende Eigenmittel

(2) Qualitative Einstufung in Tiers

d) Zwischenergebnis

5. Die zweite Säule: Unternehmensinterne Governance

a) Governancevorgaben

b) Maßnahmen der Versicherungsaufsicht unter Solvency II

6. Die dritte Säule: Transparenzanforderungen

7. Gruppenaufsicht

8. Auswirkungen

9. Ergebnis

III. Wechselseitige Auswirkungen von Basel III und Solvency II

C. Senior Loans

I. Hintergrund

II. Zugangswege

III. Der rechtliche Rahmen von Senior Loans de lege lata

1. Exkurs: KAGB

2. Der Anwendungsbereich des KAGB

3. Spezial-AIF als Anlagevehikel für Senior Loan-Investments

4. Der steuerrechtliche Rahmen

a) Investmentfonds gem. § 1 Abs. 1b S. 2 InvStG n.F.

b) Investitionsgesellschaften gem. § 1 Abs. 1c InvStG n.F.

(1) Personen-Investitionsgesellschaften

(2) Kapital-Investitionsgesellschaften

c) Zwischenergebnis

5. Einschlägige Rechtsvorschriften für Kreditinstitute

6. Einschlägige Rechtsvorschriften für Versicherungen als Investoren

a) Novelle der Anlageverordnung und der inhaltsgleichen Pensionsfonds Kapitalanlagenverordnung

b) Investmentvermögen

(1) Sonstige AIF gem. § 2 Abs. 1 Nr. 17 AnlV

(2) OGAW-konforme Spezial-AIF gem. § 2 Abs. 1 Nr. 16 AnlV

(3) Private-Equity-AIF gem. § 2 Abs. 1 Nr. 13 lit. b AnlV

(4) Immobilien-AIF gem. § 2 Abs. 1 Nr. 14 lit. c AnlV

c) Zwischenergebnis

IV. Die Loan-Märkte

1. Aktuelle Finanzinstrumente auf dem Primärmarkt

2. Sekundärmarkt für Senior Loans

3. US-amerikanischer Markt für Senior Loans

V. Anlagebegründung

1. Minderung des Zinsrisikos

2. Portfoliodiversifikation

3. Niedrige Volatilität und günstige risikobereinigte Rendite

4. Hohe Erlösquoten

5. Covenants

6. Zwischenergebnis

VI. Risiken

VII. Wertentwicklung

VIII. Streuung

IX. Vereinbarkeit mit den regulatorischen Rahmenbedingungen von Basel III und Solvency II

X. Ausblick

D. Anlagealternativen zu Senior Loans

I. Kreditfonds als Trendthema

II. Erstrangig besicherte High Yield-Anleihen

1. Rechtlicher Status und Abwicklung

2. Informationen

3. Rückzahlbarkeit und Verzinsung

4. Gläubigerschutzklauseln

5. Vereinbarkeit mit den Anforderungen von Solvency II

6. Zwischenergebnis

III. Nachrangdarlehen

1. Mezzanine-Kapital im Allgemeinen

2. Mezzanine-Kapital im weiteren und engeren Sinne

3. Ausgestaltung von Nachrangdarlehen

4. Risiken

5. Auswirkungen von Basel III

6. Vereinbarkeit mit den Anforderungen von Solvency II

7. Zwischenergebnis

IV. Zwischenfazit

E. Zusammenfassung in Thesen

Zielsetzung und Themen

Die Masterarbeit untersucht, ob Senior Loans im aktuellen Niedrigzinsumfeld eine geeignete Anlagealternative für institutionelle Investoren, insbesondere Versicherungsunternehmen, darstellen. Dabei wird analysiert, wie sich die neuen regulatorischen Anforderungen durch Basel III und Solvency II auf das Investitionsverhalten auswirken und ob alternative Instrumente wie Kreditfonds oder Nachrangdarlehen ähnliche Chancen bieten.

  • Regulatorisches Umfeld: Basel III für Banken und Solvency II für Versicherer.
  • Senior Loans: Rechtliche Rahmenbedingungen, Marktdynamik und Anlagebegründung.
  • Anlagealternativen: Analyse von Kreditfonds, High Yield-Anleihen und Nachrangdarlehen.
  • Vereinbarkeit: Regulatorische Eignung und Risikomanagement der genannten Assetklassen.
  • Zusammenfassung: Thesenartige Darstellung der Ergebnisse für die institutionelle Asset Allocation.

Auszug aus dem Buch

I. Hintergrund

Senior Secured Loans sind syndizierte Kredite, d.h. eine oder mehrere große Banken, die Konsortialführer oder auch Arrangeure, begeben besicherte Kredite an große, höher verschuldete Unternehmen mit ausgefeilten Geschäftsmodellen und klaren Strategien. Im Anschluss werden diese Kredite an Investoren verkauft. Senior Loans sind zweckgebunden und werden zur Finanzierung von großen Projekten oder Akquisitionen verwendet. Die Höhe der einzelnen Kredite liegt zwischen 50 Millionen Euro bis über 10 Milliarden Euro. Zielgruppe sind vor allem Unternehmen mit Ratings im Non-Investment-Grade, sprich mit einem Rating von BB+ oder geringer.

Die Kredite werden häufig im Zusammenhang mit der Übernahme des Schuldners durch eine Private-Equity-Gesellschaft aufgenommen. Meist stellt das Private-Equity-Unternehmen in etwa die Hälfte des Kapitals und der Schuldner den verbleibenden Teil. Senior Loans werden mit dem Unternehmenswert des Schuldners besichert und genießen eine erstranginge Positionierung in dessen Kapitalstruktur.

Zusammenfassung der Kapitel

Basel III: Das Kapitel erläutert die neuen regulatorischen Vorgaben für Banken zur Stärkung des Eigenkapitals und zur Verbesserung der Liquidität als Reaktion auf die Finanzkrise.

Grundlegende Reform des Versicherungsaufsichtsrechts in Europa durch Solvency II: Hier werden die drei Säulen von Solvency II detailliert dargestellt, insbesondere die risikobasierten quantitativen Kapitalanforderungen und die qualitativen Governance-Vorgaben für Versicherer.

Wechselseitige Auswirkungen von Basel III und Solvency II: Dieses Kapitel analysiert die indirekten Effekte der Bankenregulierung auf den Versicherungssektor und die damit verbundenen Herausforderungen für die Kapitalanlage.

Senior Loans: Es werden der Hintergrund, die Zugangswege und der rechtliche Rahmen von Senior Loans im Kontext des neuen Kapitalanlagegesetzbuchs (KAGB) untersucht.

Die Loan-Märkte: Das Kapitel bietet einen Überblick über Primär- und Sekundärmärkte für Loans sowie Besonderheiten des US-amerikanischen Marktes.

Anlagebegründung: Diese Sektion begründet die Attraktivität von Senior Loans durch Diversifikation, Zinsrisikominderung und hohe Erlösquoten.

Risiken: Hier werden die wesentlichen Risiken, wie Kreditrisiken, Liquiditätsrisiken und Kupon-Risiken im Kontext steigender Zinsen, diskutiert.

Anlagealternativen zu Senior Loans: Abschließend werden Kreditfonds, High Yield-Anleihen und Nachrangdarlehen auf ihre regulatorische Eignung und ihr Rendite-Risiko-Profil geprüft.

Schlüsselwörter

Senior Loans, Basel III, Solvency II, Versicherungsunternehmen, Bankenregulierung, Kapitalanlage, KAGB, Spezial-AIF, Kreditfonds, Mezzanine-Kapital, Nachrangdarlehen, Anlagerisiko, Portfoliodiversifikation, Eigenkapital, Niedrigzinsumfeld.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das Hauptanliegen der Masterarbeit?

Die Arbeit analysiert, ob Senior Loans als Anlagealternative im aktuellen Niedrigzinsumfeld dienen können und wie sie mit den regulatorischen Anforderungen von Basel III und Solvency II harmonieren.

Welche Akteure sind primär von den neuen Regulierungen betroffen?

Primär sind Banken durch Basel III und Versicherungsunternehmen sowie Pensionskassen durch Solvency II betroffen.

Was ist das primäre Ziel der Solvency II-Regulierung?

Ziel ist eine risikobasierte und ökonomische Aufsicht über Versicherer, um deren Zahlungsfähigkeit durch adäquate Eigenkapitalpuffer und Governance-Systeme langfristig sicherzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer juristischen und ökonomischen Analyse des regulatorischen Umfelds und der spezifischen Anlageklasse der Senior Loans unter Berücksichtigung aktueller Rechtsquellen und Fachliteratur.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des regulatorischen Umfelds (Basel III/Solvency II), die Analyse von Senior Loans als Assetklasse sowie die Untersuchung potenzieller Anlagealternativen wie Kreditfonds oder Mezzanine-Kapital.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Schlagworte sind Senior Loans, Basel III, Solvency II, Versicherungsregulierung, Anlagealternative und KAGB.

Warum sind Senior Loans besonders für Versicherer attraktiv?

Sie bieten aufgrund variabler Zinsstrukturen Schutz vor Zinsänderungsrisiken, eine erstrangige Besicherung und historisch attraktive risikobereinigte Renditen.

Stellen Nachrangdarlehen eine gute Alternative zu Senior Loans dar?

Nein, aufgrund des höheren Risikoprofils und der fehlenden Besicherung werden sie in der Arbeit nicht als empfehlenswerte Alternative zu Senior Loans eingestuft.

Final del extracto de 124 páginas  - subir

Detalles

Título
Senior Loans als Anlagealternative im Niedrigzinsumfeld und Antwort auf regulatorische Herausforderungen?
Universidad
University of Augsburg
Calificación
1,3
Autor
Daniela Pfau (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
124
No. de catálogo
V448782
ISBN (Ebook)
9783668832572
ISBN (Libro)
9783668832589
Idioma
Alemán
Etiqueta
senior loans anlagealternative niedrigzinsumfeld antwort herausforderungen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Daniela Pfau (Autor), 2015, Senior Loans als Anlagealternative im Niedrigzinsumfeld und Antwort auf regulatorische Herausforderungen?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/448782
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