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Das Erfassen von Gratifikationen. Ein Vergleich zweier Studien.

Title: Das Erfassen von Gratifikationen. Ein Vergleich zweier Studien.

Seminar Paper , 2000 , 18 Pages , Grade: 1-

Autor:in: Alexandra Sirtl (Author)

Communications - Theories, Models, Terms and Definitions
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Einleitung

Studien zum Thema „Uses and Gratifications“ gibt es viele, und noch mehr kommerzielle Untersuchungen beinhalten zumindest einige Fragen zu den Motiven der Rezipienten. Vor allem neuere Studien übernehmen jedoch meistens nur Typologien und Items aus früheren Arbeiten, ohne deren Gültigkeit in Frage zu stellen oder zu überprüfen. Deshalb erscheint ein Vergleich zweier Studien, deren Typologien häufig übernommen werden, sinnvoll. Die Typologien von McQuail, Blumler und Brown(1) zur Fernsehnutzung von Erwachsenen und von Greenberg(2) zur Fernsehnutzung von Kindern und Jugendlichen werden in vielen Überblicksdarstellungen
als Beispiel genannt(3). Auch die Gratifikationsdimensionen und die
Items dieser Studien werden immer wieder übernommen(4), so dass diese beiden Arbeiten gut für einen Vergleich geeignet sind.
[...]
______
1 Denis McQuail/J.G. Blumler/J.R. Brown: The Television Audience. A Revised Perspective, in: McQuail, Denis (Hrsg.): Sociology of Mass Communications, Middlesex 1972, S.135-165
2 Bradley S. Greenberg: Gratifications of Television Viewing and their Correlates for British Children, in: Blumler, J.G./Elihu Katz (Hrsg.): The Uses of Mass Communications. Current Perspectives on Gratifications Research, Beverly Hills 1974, S.71-92
3 Vgl. z.B. Michael Schenk: Medienwirkungsforschung, Tübingen 1987, S.392 ff.; Roland Burkart: Kommunikationswissenschaft.
Grundlagen und Problemfelder. Umrisse einer interdisziplinären Sozialwissenschaft, Wien u.a. 21995, S.219 ff.; Bernd Büchner: Der Kampf um die Zuschauer. Neue Modelle zur Fernsehprogrammwahl,
München 1989, S.23 f.
4 Vgl. z.B. Alan M. Rubin: Television uses and gratifications. The interaction of viewing patterns and motivations, in: Journal of Broadcasting, Jg. 27 (1983), S.37-51, hier S.40, Fußnote 16

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 . Einleitung

2 . Der Uses and Gratifications-Approach

3 . Das Erfassen von Gratifikationen

3.1 Methoden und Ansätze

3.2 Probleme

4 . Typologien

4.1 McQuail, Denis/J.G. Blumler/J.R. Brown: The Television Audience. A Revised Perspective (1972)

4.1.1 Ziele und Annahmen

4.1.2 Methoden

4.1.3 Ergebnisse

4.2 Greenberg, Bradley S.: Gratifications of Television Viewing and their Correlates for British Children (1974)

4.2.1 Ziele

4.2.2 Methoden

4.2.3 Ergebnisse

5 . Vergleich und Schluss

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, einen fundierten Vergleich zwischen zwei maßgeblichen Studien des Uses and Gratifications-Approach zu ziehen, deren Typologien in der Forschung häufig übernommen werden. Durch die kritische Gegenüberstellung der Ansätze von McQuail, Blumler und Brown (1972) sowie Greenberg (1974) soll deren methodische Validität hinterfragt und die Eignung ihrer Kategorisierungen für die aktuelle Mediennutzungsforschung bewertet werden.

  • Grundlagen und theoretische Einordnung des Uses and Gratifications-Approach
  • Methoden und Herausforderungen bei der Erfassung von Gratifikationen
  • Vergleichende Analyse der Typologien von McQuail et al. und Greenberg
  • Kritische Diskussion der Erhebungsmethoden und Validitätsproblematiken
  • Synthese der Erkenntnisse zur Anwendbarkeit von Gratifikationstypologien

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Ziele und Annahmen

Zu Beginn ihrer Arbeit erläutern McQuail, Blumler und Brown die bisherigen Ansätze, Mediennutzung hauptsächlich mit Eskapismus zu erklären. Das Ziel ihrer Arbeit ist jedoch nicht, diese Ansätze zu verwerfen, sondern die scheinbar kritiklose Anerkennung dieses Konzepts als allumfassende Erklärung für Mediennutzung in Frage zu stellen. Schließlich wollen sie eine erweiterte Typologie erstellen, die das Konzept „Eskapismus“ in einen Kontext mit anderen, genauso wichtigen und erklärungskräftigen, Gratifikationen stellt.27 Die empirische Basis für diese Typologie stammt aus einer Untersuchung, die 1969 am „Centre for Television Research” an der Universität von Leeds durchgeführt wurde, mit dem Ziel, die Motivationen des Publikums für die Rezeption bestimmter Programmtypen, und deren Zusammenhang mit anderen Variablen, wie z.B. soziales Milieu, zu erforschen.28 Dieser Untersuchung gingen einige Annahmen voraus, vor allem, dass Fernsehen zielgerichtet ist, dass die gesuchten Gratifikationen den Rezipienten bewusst sind, und dass ein Rezipient mehrere Gründe für die Nutzung ein und desselben Medieninhalts haben kann, die alle berücksichtigt werden müssen. Außerdem betrachteten die Forscher Mediennutzung als interaktiven Prozess, in dem der Medieninhalt mit individuellen Bedürfnissen, Erwartungen und Werten und mit dem sozialen Kontext, in dem die Nutzung stattfindet, verbunden wird.29

Zusammenfassung der Kapitel

1 . Einleitung: Die Einleitung motiviert den Vergleich zweier einflussreicher Studien, da in der Forschung häufig Typologien übernommen werden, ohne deren wissenschaftliche Validität ausreichend zu prüfen.

2 . Der Uses and Gratifications-Approach: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung des Ansatzes nach, von frühen Studien über Gratifikationen bis hin zur Theoriebildung in den 1970er Jahren.

3 . Das Erfassen von Gratifikationen: Es werden verschiedene methodische Ansätze wie Gruppendiskussionen, Inhaltsanalysen und Befragungen vorgestellt, die zur Bestimmung von Bedürfnissen und Motiven bei der Mediennutzung dienen.

4 . Typologien: Das zentrale Kapitel analysiert die verschiedenen Dimensionen der Gratifikationsmodelle anhand der konkreten Studien von McQuail et al. sowie Greenberg.

5 . Vergleich und Schluss: Hier werden die Ergebnisse der beiden Hauptstudien gegenübergestellt, ihre methodischen Unterschiede kritisch diskutiert und die Übertragbarkeit der Typologien bewertet.

Schlüsselwörter

Uses and Gratifications, Mediennutzung, Gratifikationsforschung, Rezipienten, Fernsehnutzung, Typologien, Motivationsforschung, Eskapismus, Medienwirkungsforschung, Befragungsmethode, Clusteranalyse, Faktorenanalyse, Medieninhalte, Medienkonsum, Bedürfnisbefriedigung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Uses and Gratifications-Approach und vergleicht zwei der wichtigsten wissenschaftlichen Studien auf diesem Gebiet, um deren Typologien und methodisches Vorgehen zu untersuchen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die theoretische Fundierung der Gratifikationsforschung, die Methoden zur Erfassung von Nutzerbedürfnissen sowie die kritische Analyse von Gratifikationstypologien für das Fernsehen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu prüfen, inwieweit die häufig zitierten Typologien von McQuail et al. und Greenberg fundiert sind und welche Gemeinsamkeiten oder Unterschiede sich aus einem direkten Vergleich ergeben.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden behandelt?

Behandelt werden quantitative Befragungsmethoden, Gruppendiskussionen zur Item-Entwicklung sowie statistische Verfahren wie die Cluster- und Faktorenanalyse zur Kategorisierung von Gratifikationen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden der theoretische Hintergrund des Ansatzes, die spezifischen Erhebungsmethoden der untersuchten Studien sowie deren Ergebnisse und die resultierenden Typologien detailliert gegenübergestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Uses and Gratifications, Rezipientenforschung, Gratifikationsdimensionen, Eskapismus, Medieninhalte und Validität der Item-Konstruktion.

Warum wird der Vergleich zwischen McQuail et al. und Greenberg gezogen?

Diese beiden Studien sind laut der Autorin besonders relevant, da ihre Typologien und Items in vielen späteren Überblickswerken und Untersuchungen als Standard übernommen wurden, ohne sie ausreichend zu hinterfragen.

Welches zentrale Problem identifiziert die Autorin bei der Erfassung von Gratifikationen?

Ein zentrales Problem ist die soziale Erwünschtheit bei Befragungen sowie die Schwierigkeit, dass den Rezipienten ihre eigenen Motive und Bedürfnisse teilweise gar nicht bewusst sind, was die Validität der Interviews beeinflusst.

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Details

Title
Das Erfassen von Gratifikationen. Ein Vergleich zweier Studien.
College
LMU Munich  (Institut für Kommunikationswissenschaft)
Course
Proseminar 1 bei Dr. Philomen Schönhagen
Grade
1-
Author
Alexandra Sirtl (Author)
Publication Year
2000
Pages
18
Catalog Number
V450
ISBN (eBook)
9783638103237
Language
German
Tags
Erfassen Gratifikationen Vergleich Studien Proseminar Philomen Schönhagen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexandra Sirtl (Author), 2000, Das Erfassen von Gratifikationen. Ein Vergleich zweier Studien., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/450
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