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Symbolischer Interaktionismus aus kommunikationswissenschaftlicher Sicht

Title: Symbolischer Interaktionismus  
aus kommunikationswissenschaftlicher Sicht

Term Paper , 2018 , 12 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Ivanna Kalynychenko (Author)

Communications - Media and Politics, Politic Communications
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Eine fundamentale Frage ist, wie entsteht die Verständigung zwischen Menschen, wenn sie ganz unterschiedliche Positionen vertreten? Wie können Menschen eine Meinung gegenüber dem Anderen bilden? Und wie kann dann die Gesellschaft entstehen? Die Antwort liegt in der menschlichen Fähigkeit durch Symbole zu kommunizieren.

In der Theorie des symbolischen Interaktionismus, wie schon man aus dem Namen erkennen kann, geht es besonders um Bedeutungen der Objekte, die infolge der Interaktion zwischen Menschen entstehen. Die Gesellschaft wird in Bezug auf das Verhalten von Individuen betrachtet, die an dieser Interaktion teilnehmen. Der symbolische Interaktionismus konzentriert sich auf die Analyse der symbolischen Aspekte sozialer Interaktionen.

George Herbert Mead wird häufig als Begründer der Theorie des symbolischen Interaktionismus bezeichnet. Allerdings wurde der Begriff erst von Herbert Blumer entwickelt. Diese Arbeit bezieht sich auf diesen beiden Wissenschaftler, um die Hauptgedanken des symbolischen Interaktionismus darzustellen. Der Fokus wird dabei auf die Meads Ansätze gerichtet, deren Grundaussagen und Begriffe als die Grundlagen für diese Theorie gelten.

Das erste Kapitel wird auf die allgemeinen Ideen von Meads sozialbehavioristische Kommunikationstheorie eingegangen. Zuerst wird kurz die Biografie von George Herbert Mead erläutert. Danach werden drei wichtige Bergriffe signifikante Symbole, Rollenübernahme und Identität erklärt, die auch bei Blumer Anwendung finden. Im nächsten Kapitel beschäftige ich mich mit der Theorie des symbolischer Interaktionismus nach Blumer, die im Hinsicht auf die Meads Grundgedanken beschrieben und analysiert wird. Abschließend wird Kritik an beiden Vertreter geäußert und in einem Fazit zusammengefasst.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Sozialbehavioristische Kommunikationstheorie nach Mead

2.1 Signifikante Symbole

2.2 Rollenübernahme

2.3 Identität

3. Symbolischer Interaktionismus nach Herbert Blumer

4. Kritik

5. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen des Symbolischen Interaktionismus aus kommunikationswissenschaftlicher Perspektive, wobei insbesondere die Konzepte von George Herbert Mead und deren Weiterentwicklung durch Herbert Blumer im Fokus stehen, um die Entstehung von Bedeutung durch soziale Interaktion zu beleuchten.

  • Die sozialbehavioristische Kommunikationstheorie nach G. H. Mead
  • Zentrale Begriffe: Signifikante Symbole, Rollenübernahme und Identität
  • Der Symbolische Interaktionismus in der Lesart von Herbert Blumer
  • Kritische Reflexion der mikrosoziologischen Ausrichtung
  • Bedeutungskonstitution im interpretativen Prozess

Auszug aus dem Buch

2.1 Signifikante Symbole

Nach Mead haben signifikante Gesten und Symbole eine zentrale Rolle in der Kommunikation, weil sie die Basis für die Kooperation und Handlungskoordination sind. Deshalb ist es wichtig, den Unterschied zwischen Zeichen, Gesten und Symbole zu verstehen.

Das Zeichen ruft instinktive Reaktionen beim Organismus hervor z.B Zucken beim Donner. Menschen und Tiere zeigen ähnliche Reaktionen auf diese Zeichen (vgl. Adels 2010, S.18). Die Geste steht für ein Zeichen, das das Verhalten des Anderen in der gesellschaftlichen Handlung auslöst (vgl. Mead 1968, S.82f.). Der entscheidende Unterschied in der Kommunikation zwischen Menschen und Tieren besteht in diesem Verhalten des Anderen auf die Geste. Während Tiere automatisch bzw. instinktiv und unbewusst auf das Verhalten anderer Tiere reagieren, können Menschen ihre Handlungen kontrollieren, eine passende Reaktion aus unterschiedlichen möglichen Varianten auswählen und die Zeichen bewusst einsetzen. Daraus kann man schließen, dass die Gesten einen Sinn bzw. eine Bedeutung haben (vgl. Adels 2010, S.18f.). Die Bedeutung einer Geste entsteht aus der dreistelligen Relation: Relation zum Organismus A, Relation zum Organismus B und seine Reaktion, Relation zu der sozialen Gesamthandlung (vgl. Krallmann & Andreas, 2001, S. 214). Mead verdeutlicht es mit den folgenden Beispielen: einem Kampf zwischen zwei Hunden und einem Boxkampf.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die zentrale Fragestellung der Verständigung durch Symbole ein und umreißt den methodischen Aufbau der Untersuchung der Theorien von Mead und Blumer.

2. Sozialbehavioristische Kommunikationstheorie nach Mead: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen von Meads Theorie, insbesondere die Bedeutung von Symbolen, die Rollenübernahme und die Entwicklung der Identität aus sozialpsychologischer Sicht.

3. Symbolischer Interaktionismus nach Herbert Blumer: Der Autor beschreibt hier die Weiterentwicklung der Meadschen Ideen durch Blumer, wobei der Fokus auf dem interpretativen Prozess und den drei Prämissen des Symbolischen Interaktionismus liegt.

4. Kritik: Das Kapitel reflektiert die Schwachstellen des Ansatzes, insbesondere die Vernachlässigung von Machtstrukturen und psychologischen Faktoren zugunsten einer starken Fokussierung auf die Mikro-Ebene.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass der Symbolische Interaktionismus das Individuum als aktiven, handelnden Organismus begreift, weist jedoch erneut auf die Notwendigkeit hin, auch soziale Strukturen stärker zu berücksichtigen.

Schlüsselwörter

Symbolischer Interaktionismus, George Herbert Mead, Herbert Blumer, Signifikante Symbole, Rollenübernahme, Identität, Kommunikationstheorie, Sozialisation, Interpretativer Prozess, Mikro-Ebene, Soziales Handeln, Me, I, Soziale Interaktion, Identitätsentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Theorie des Symbolischen Interaktionismus und untersucht, wie zwischenmenschliche Verständigung durch Symbole und soziale Interaktionen entsteht.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Arbeit behandelt die Kommunikationstheorie von Mead, das Konzept der Identitätsbildung, die Theorie von Herbert Blumer sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der mikrosoziologischen Perspektive dieser Theorien.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Hauptgedanken des Symbolischen Interaktionismus darzustellen und zu verdeutlichen, wie Individuen durch Symbole und Rollenübernahme gesellschaftliches Handeln koordinieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung und Literaturanalyse, die auf den Standardwerken von Mead und Blumer basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Meadschen Theorie, die Spezifizierung von Blumers Ansatz sowie die kritische Reflexion beider theoretischer Perspektiven.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Symbolischer Interaktionismus, Signifikante Symbole, Rollenübernahme, Identität und Interaktionsprozess charakterisiert.

Wie unterscheidet sich Blumers Verständnis von Interaktion von dem Meads?

Während Mead Interaktion als Adaptation an Situationen sieht, betont Blumer den aktiven interpretativen Prozess, in dem Bedeutungen erst durch ständige Aushandlung zwischen den Akteuren entstehen.

Was bedeuten die Komponenten "Me" und "I" in der Theorie von Mead?

"Me" repräsentiert die soziale Seite der Persönlichkeit (normorientiertes Handeln), während "I" für das spontane, kreative und unberechenbare Element des individuellen Handelns steht.

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Details

Title
Symbolischer Interaktionismus aus kommunikationswissenschaftlicher Sicht
College
Free University of Berlin
Grade
1,0
Author
Ivanna Kalynychenko (Author)
Publication Year
2018
Pages
12
Catalog Number
V450138
ISBN (eBook)
9783668854079
Language
German
Tags
Symbolischer Interaktionismus Kommunikation Mead Blumer Sozialbehavioristische Kommunikationstheorie Signifikante Symbole
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ivanna Kalynychenko (Author), 2018, Symbolischer Interaktionismus aus kommunikationswissenschaftlicher Sicht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/450138
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