Diese Projektarbeit beschäftigt sich mit Arbeitgeberawards in Deutschland. Es wird der Frage nachgegangen, ob ein Zusammenhang zwischen verliehenen Arbeitgeberawards und der Entscheidung potentieller Arbeitnehmer besteht. Ziel ist es zu klären, ob sich Arbeitnehmer eher für einen Arbeitgeber entscheiden, der durch eine Institution eine Auszeichnung als besonders guter Arbeitgeber erhalten hat.
Die Unternehmen in Deutschland sehen sich vor der Herausforderung, wie sie die jungen Generationen für sich gewinnen können. Durch die starke und rapide Entwicklung unserer Gesellschaft wird es immer schwieriger, das Personalmarketing an die Bedürfnisse der Arbeitnehmer anzupassen. Die digitale Vernetzung der künftigen Arbeitnehmer steigt immer weiter an. Da der Kampf um Nachwuchskräfte größer denn je ist, haben Unternehmen heute schon keine andere Wahl und kommen an der Digitalisierung der Recruiting-Prozesse nicht mehr vorbei. Unternehmen gehen immer neue Wege, um die jungen Generationen zu erreichen.
Da der Arbeitsmarkt ein sehr komplexes Konstrukt ist und es kaum eine Möglichkeit gibt, vor einer Anstellung als Arbeitnehmer einen tatsächlichen Blick von dem präferierten Unternehmen zu erhalten, basieren die Meinungen über ein Unternehmen nicht auf Erfahrungswerte, sondern unter anderem auf dem Image, den Produkten und den Urteilen von Freunden, Familien und Professoren. Damit das Image für potentielle, aktuelle und ehemalige Arbeitnehmer verbessert wird, versuchen die Unternehmen immer wieder neue Anreize zu schaffen, das Employer Branding, also die Arbeitgebermarke zu stärken. Um die Übersicht behalten zu können, orientieren sich Arbeitssuchende immer öfter über den potentiellen Arbeitgeber in Bewertungsportalen im Internet. In den letzten Jahren haben diese Portale stark an Relevanz gewonnen. Die Bewertungsportale geben Mitarbeitern eine Plattform, auf der sie ihren aktuellen oder ehemaligen Arbeitgeber bewerten können. Durch die Zusammenfassung aller Bewertungen entsteht eine Rangfolge, die den besten Arbeitgeber ausweist. Jährlich werden durch diese Portale und andere Organisationen die besten Arbeitgeber gekürt. Die Sieger dürfen sich mit einer Auszeichnung als bester Arbeitgeber in diesem Jahr ausweisen und zum Beispiel ein Siegel auf der Karrierehomepage oder in Stellenanzeigen veröffentlichen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Konzeption der Arbeit
2 Grundlagen des Personalmarketings
2.1 Bedeutung und Ziele des Personalmarketings
2.2 Instrumente des Personalmarketings
2.3 Theorien des Personalmarketing
2.3.1 Internes Personalmarketing
2.3.2 Externes Personalmarketing
2.3.3 Strategisches Personalmarketing
2.3.4 Taktisches Personalmarketing
2.4 Herausforderungen und Grenzen des Personalmarketings
3 Grundlagen des Employer Branding
3.1 Definition und Abgrenzung
3.2 Ziele des Employer Branding
3.3 Einflussfaktoren auf eine Employer Brand
3.3.1 Endogene Faktoren
3.3.2 Exogene Faktoren
3.4 Ansprüche an die Employer Brand
3.5 Positionierung der Employer Brand
3.6 Theorien des Kommunikationsmanagements
3.6.1 Interne Employer Branding Kommunikation
3.6.2 Externe Employer Branding Kommunikation
3.7 Employer Branding Controlling
3.8 Arbeitgeberawards in Deutschland
3.8.1 Definition und Abgrenzung
3.8.2 Die Motivation hinter den Arbeitgeberawards
3.8.3 Überblick über die wichtigsten Arbeitgeberawards
3.8.4 Vor- und Nachteile von Arbeitgeberawards
4 Forschungsdurchführung und Resultate der Empirie
4.1 Grundlagen der empirischen Untersuchung
4.1.1 Fragestellung der Untersuchung und Hypothesenableitung
4.1.2 Beschreibung des Datenerhebungsinstruments
4.1.3 Grundkonzeption der empirischen Studie
4.1.4 Ziel der Untersuchung
4.1.5 Gewinnung und Beschreibung der Stichprobe
4.1.6 Methode der Datenauswertung
4.2 Ergebnisse der Empirischen Untersuchung
4.2.1 Deskriptive Ergebnisse
4.2.2 Ergebnisse zur Arbeitgeberattraktivität und Arbeitgeberawards
4.2.3 Überprüfung der Hypothese
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Arbeitgeberawards und der Entscheidung potenzieller Arbeitnehmer für einen Arbeitgeber, um zu klären, ob Auszeichnungen als "besonders guter Arbeitgeber" die Arbeitgeberattraktivität steigern.
- Grundlagen des Personalmarketings und Employer Brandings
- Bedeutung und Funktion von Arbeitgeberawards in Deutschland
- Empirische Analyse der Arbeitgeberattraktivität bei verschiedenen Generationen
- Einfluss von Auszeichnungen auf die Entscheidung potenzieller Bewerber
- Herausforderungen der Arbeitgebermarkenbildung im demografischen Wandel
Auszug aus dem Buch
3.8.1 Definition und Abgrenzung
Die Bezeichnung Award wurde aus dem Angelsächsischen übernommen und bedeutet im Deutschen so viel wie Preis oder Auszeichnung. Durch die Verleihung einer Auszeichnung soll der Wertschätzung und Ehrung Ausdruck verliehen werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Auszeichnung lediglich einer Person oder einer Gruppe, einer Organisation, einem Unternehmen oder gar einem Produkte gilt. Ziel ist es, jemanden oder etwas, aufgrund herausragender Leistung zu ehren. Die Auszeichnung kann auf einen einzelnen Themenbereich oder übergreifend ausgelegt sein. Es gibt Auszeichnungen für einzelne Forschungsergebnisse, aber auch für das Lebenswerk. Im Fall des Arbeitgeberawards bemisst sich die Auszeichnung auf die Leistung eines Arbeitgebers für seine Mitarbeiter und die wahrgenommene Attraktivität. Im Prozess der Findung des besten Arbeitgebers selbst, finden sich oft subjektive Auffassungen von aktuellen und ehemaligen Mitarbeitern, die durch die Bewertung auf Portalen erfolgt. Diese können sowohl positiv, als auch negativ sein. Sie müssen auch nicht der Wahrheit entsprechen, sondern können der Feder eines gekränkten oder ehemaligen Mitarbeiters oder gar der Konkurrenz entspringen. Hier stellt sich die Frage, wie repräsentativ Awards dann tatsächlich sind (vgl. Naundorf, 2016, S. 37).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Herausforderungen der Personalbeschaffung für junge Generationen ein und erläutert die Zielsetzung der Untersuchung hinsichtlich des Einflusses von Arbeitgeberawards.
2 Grundlagen des Personalmarketings: Dieses Kapitel definiert Personalmarketing, stellt die verschiedenen Instrumente und Theorien vor und diskutiert die Herausforderungen durch den demografischen Wandel.
3 Grundlagen des Employer Branding: Hier wird der Kern des Personalmarketings, das Employer Branding, erläutert, inklusive Zielsetzungen, Einflussfaktoren, Positionierungsstrategien und der Rolle von Arbeitgeberawards.
4 Forschungsdurchführung und Resultate der Empirie: Dieses Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen der empirischen Untersuchung, die Stichprobengewinnung und analysiert die gewonnenen Daten zur Arbeitgeberattraktivität.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert kritisch die Aussagekraft und Komplexität von Arbeitgeberawards und gibt Handlungsempfehlungen für Unternehmen.
Schlüsselwörter
Personalmarketing, Employer Branding, Arbeitgeberawards, Arbeitgeberattraktivität, Generation Y, Generation Z, Employer of Choice, Recruiting, Arbeitgebermarke, Personalbeschaffung, Mitarbeiterbindung, Employer Branding Controlling, Fachkräftemangel, demografischer Wandel, Unternehmenskultur
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Relevanz von Arbeitgeberawards im Kontext des Employer Brandings und untersucht, inwieweit diese Auszeichnungen das Image eines Unternehmens sowie die Entscheidung potenzieller Arbeitnehmer für einen Arbeitgeber beeinflussen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen sind das Personalmarketing, die strategische Markenbildung (Employer Branding), die Wahrnehmung von Arbeitgebern durch verschiedene Generationen und der Einfluss von Gütesiegeln auf die Arbeitgeberwahl.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Hauptziel ist es zu klären, ob ein signifikanter Zusammenhang zwischen verliehenen Arbeitgeberawards und der Entscheidung potenzieller Mitarbeiter für ein Unternehmen existiert.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor führt eine quantitative empirische Untersuchung mittels einer standardisierten Online-Befragung durch, um die Einstellungen der Teilnehmer zu Attraktivitätsmerkmalen und Arbeitgeberawards zu erheben.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen des Personalmarketings und Employer Brandings, eine detaillierte Erläuterung der verschiedenen Arbeitgeberawards in Deutschland sowie die Durchführung und Auswertung der empirischen Studie.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Schlagworte sind Personalmarketing, Employer Branding, Arbeitgeberawards, Generation Y, Generation Z und Arbeitgeberattraktivität.
Wie unterscheiden sich die Generationen in der Wahrnehmung von Arbeitgebern?
Die Studie zeigt, dass jüngere Generationen (Y und Z) stärker auf Auszeichnungen wie Arbeitgeberawards reagieren, während ältere Generationen eher klassische Attraktivitätsmerkmale wie Marktführerschaft oder bekannte Produkte favorisieren.
Sind Arbeitgeberawards laut der Studie uneingeschränkt empfehlenswert?
Der Autor weist auf die Problematik der Vergleichbarkeit und die teilweise Abhängigkeit von bezahlten Zertifizierungen hin, empfiehlt sie jedoch dennoch als Instrument zur Selbstreflexion und zur professionellen Standortbestimmung des Employer Brandings.
- Arbeit zitieren
- Manuel Kotzab (Autor:in), 2017, Bedeutung von Arbeitgeberawards und empirische Analyse der Auswirkungen im Kontext von Employer Branding, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/450167