Die vorliegende Arbeit widmet sich dem Werk Drachenreiter von Cornelia Funke hinsichtlich der Einsetzbarkeit im Deutschunterricht. Hinführend werden sowohl die Autorin, als auch das Werk kurz inhaltlich vorgestellt um anschließend unterrichtsrelevante Aspekte herauszustellen. Dabei steht besonders die Lesemotivationsförderung im Vordergrund, die vor allem aus der thematische Altersangemessenheit, Spannung und Originalität hinsichtlich der Sprache und der Figuren resultiert. Darauffolgend werden unterrichtliche Schwerpunktthemen vorgestellt, die Anknüpfungspunkte für zahlreiche Schreibanlässe bieten und den literarischen Gehalt und das Bildungspotenzial des Drachenreiter veranschaulichen. Die im Anschluss ausführlich dargestellte Doppelstunde soll das Einsatzpotenzial des Werkes weiterführend illustrieren und konkretisieren
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
2. Cornelia Funke
3. Drachenreiter
4. Unterrichtsideen
5. Unterrichtsvorhaben
5.1 Kurzdarstellung
5.2 Zielformulierung
5.3 Tabellarischer Unterrichtsverlaufsplan
5.4 Didaktische und sachliche Begründung
5.5 Methodische Begründung
6. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die Eignung des Romans "Drachenreiter" von Cornelia Funke für den Deutschunterricht, insbesondere im Hinblick auf die Lesemotivationsförderung. Das primäre Ziel ist es, unterrichtspraktische Ansätze aufzuzeigen, die das literarische Potential des Werkes nutzen und durch produktionsorientierte Aufgaben ein tieferes Textverständnis sowie die Ausbildung schreibdidaktischer Kompetenzen bei den Lernenden fördern.
- Analyse des Werkes "Drachenreiter" unter literaturdidaktischen Gesichtspunkten
- Förderung der Lesemotivation und Identifikationspotenziale für die Zielgruppe
- Entwicklung produktionsorientierter Unterrichtsvorhaben (z.B. Erstellung eines Lexikons der Fabelwesen)
- Reflexion über den Einsatz von Sachtexten und Sachtextbeschreibungen im Literaturunterricht
- Verbindung von Leseverstehen, kreativem Schreiben und visueller Gestaltung
Auszug aus dem Buch
Drachenreiter
Das Buch wurde 1997 veröffentlicht und stellte bis dato mit 448 Seiten ihr umfangreichste dar. Mit 430 000 verkauften Exemplaren bis zu diesem Zeitpunkt eines ihrer erfolgreichsten Werke (laut aktueller Funke-Pressemappe). Eine ganz andere Dimension der erfolgreichen Rezeption erlangte der Roman in den USA, wo er über ein Jahr auf der Kinderbuch-Bestsellerliste der New York Times stand und laut Angaben der Chicken House-Homepage dasjenige Buch war, welches sich seit Harry Potter am längsten auf Platz eins ebendieser Liste halten konnte.
Die Geschichte schildert die Suche des Drachen Lung, begleitet von dem Waisenjungen Ben und dem Koboldmädchen Schwefelfell, nach dem Saum des Himmels, einem versteckten Ort im Himalaya, der den letzten Drachen der Erde Zuflucht bieten soll. Auf ihrer Suche erhalten die drei Hilfe von Menschen (z. B. der Familie des Professors Barnabas Wiesengrund) und nichtmenschlichen Wesen (z. B. dem Homunkulus Fliegenbein und einer Seeschlange), während sie vom drachenjagenden Ungeheuer Nesselbrand verfolgt werden. Der Roman schließt mit einem Happyend, bei dem Nesselbrand besiegt wird, die Drachen im Saum des Himmels eine neue Heimat finden und Ben von den Wiesengrunds als Ziehsohn angenommen wird.
Wie viele Bücher von Cornelia Funke spielt auch der Drachenreiter an verschiedenen Schauplätzen der realen Welt, die jedoch um fantastische Elemente ergänzt ist. In der Geschichte ist die Erde neben Menschen und Tieren von verschiedenen klassischen Fabelwesen bevölkert, von deren Existenz der Großteil der Menschheit aber nichts weiß. Damit ist das Werk dem Genre der Phantastik zuzuschreiben.
Zusammenfassung der Kapitel
Einführung: Die Einleitung stellt das Werk "Drachenreiter" vor und skizziert das Ziel der Arbeit, die Einsetzbarkeit des Romans im Deutschunterricht zur Lesemotivationsförderung zu prüfen.
Cornelia Funke: Dieser Abschnitt bietet einen kurzen biografischen Abriss der Autorin und beleuchtet ihre Bedeutung für die moderne Kinder- und Jugendliteratur.
Drachenreiter: Hier wird der Inhalt des Romans zusammengefasst und die Einordnung in das Genre der Phantastik sowie die didaktische Eignung für die entsprechende Altersgruppe diskutiert.
Unterrichtsideen: Dieses Kapitel präsentiert verschiedene methodische Zugänge wie Charakterisierungen, die Erstellung von Landkarten und weitere kreative Möglichkeiten zur Unterrichtsgestaltung.
Unterrichtsvorhaben: Dieser Teil detailliert eine geplante Doppelstunde, in der die Lernenden ein Lexikon der Fabelwesen erstellen, inklusive Zielformulierungen, Verlaufsplan und Begründungen.
Fazit und Ausblick: Das Fazit bestätigt die Empfehlung des Romans für den Unterricht und reflektiert die persönliche Motivation der Autorin, die Freude am Lesen weiterzugeben.
Schlüsselwörter
Drachenreiter, Cornelia Funke, Literaturunterricht, Lesemotivation, Phantastik, Unterrichtsplanung, Fabelwesen, Schreibdidaktik, Lexikoneintrag, Lesekompetenz, Identifikationspotenzial, produktionsorientierter Unterricht, Kinderliteratur, Sachtextanalyse, Unterrichtsverlauf.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse des Romans "Drachenreiter" von Cornelia Funke und untersucht, wie dieses Werk effektiv im Deutschunterricht eingesetzt werden kann, um das Interesse am Lesen bei Kindern und Jugendlichen zu fördern.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zentrale Themen sind die Lesemotivationsförderung, das Identifikationspotenzial durch die Romanfiguren, die Behandlung von Sachtexten in Form von Lexikoneinträgen sowie die Verknüpfung von kreativen und analytischen Schreibaufgaben.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, das bildungspotenzial des Romans aufzuzeigen und konkrete, produktionsorientierte Unterrichtsvorschläge zu unterbreiten, die sowohl das Textverständnis als auch die schreibdidaktischen Kompetenzen der Lernenden stärken.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Unterrichtsplanung verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf didaktische Prinzipien der Literaturdidaktik und nutzt produktionsorientierte Verfahren, bei denen die Lernenden durch die Erstellung eines eigenen Buches der Fabelwesen aktiv in den Lernprozess einbezogen werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil umfasst eine Inhaltsanalyse des Romans, die Darstellung der Genrespezifika, die Erläuterung didaktischer Unterrichtsideen und die detaillierte Ausarbeitung einer Doppelstunde inklusive Begründungen der Lernziele und methodischen Schritte.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Besonders prägend sind die Begriffe Lesemotivation, "Drachenreiter", produktionsorientierter Unterricht, Fabelwesen und schreibdidaktische Kompetenzen.
Welche Bedeutung hat das "Buch der Fabelwesen" für das Unterrichtsvorhaben?
Das Buch dient als motivierendes Element, da es einen direkten Bezug zur Romanhandlung herstellt und den Schülern ermöglicht, durch die eigene Erstellung von Lexikoneinträgen ein physisches Produkt zu schaffen, das ihre Arbeit würdigt.
Warum wird der Perspektivwechsel im Roman als didaktisch wertvoll hervorgehoben?
Der häufige Perspektivwechsel gewährt den Lernenden einen tieferen Einblick in die Gefühlswelt der Figuren, was sowohl die Empathieentwicklung fördert als auch ein besseres Verständnis für die Vielschichtigkeit des Geschehens ermöglicht.
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- Anonym (Author), 2017, Cornelia Funkes "Drachenreiter" im Deutschunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/450291