Bei dieser Arbeit handelt es sich um die Zusammenfassung einer Masterarbeit über die Frage, wie gerade jungen Flüchtlingen die gesellschaftliche Teilhabe in Deutschland ermöglicht werde kann.
Partizipation wird dabei als langwieriger Prozess verstanden, der Gefahr läuft, in einen nie enden wollenden Kreislauf von negativen Erfahrungen, fehlendem Zugang zu sozialen Ressourcen und damit wieder hin zu fehlender Integration einzutreten.
Ziel dieser Arbeit ist es nun, den Forschungsstand über diese Thematik zu erweitern, neue Wege der Partizipationsarbeit aufzuzeigen und eventuelle auftretenden Hindernisse zu dokumentieren.
Als besonders interessanter Weg wird hierbei das Konzept des sozialen Kompetenztrainings näher erläutert, welches letztlich eine verhaltenstherapeutisch Intervention darstellt und das Ziel einer maximal positiven Erfahrung im Austausch mit anderen Personen verfolgt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definition Partizipation
3. Das soziale Kompetenztraining
4. Das Projekt
4.1 Das Konzept
5. Die Untersuchungsmethodik
5.1 Der standardisierte Fragebogen
5.2 Die teilnehmende standardisierte Beobachtung
5.3 Die teilnehmende offene Beobachtung
5.4 Das Leitfadeninterview
6. Die Ergebnisse
7. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Hindernisse der Partizipation junger Flüchtlinge in Chemnitz und analysiert dabei die Wirksamkeit eines sozialen Kompetenztrainings als Instrument der Integration und Teilhabe.
- Grundlagen und Definitionen der Partizipation
- Einsatz von sozialen Kompetenztrainings
- Projektarbeit und konzeptionelle Ansätze (FIT FOR LIFE)
- Methodische Triangulation in der pädagogischen Forschung
- Evaluation von Integrationserfolgen und Hürden
Auszug aus dem Buch
3. Das soziale Kompetenztraining
Soziale Kompetenz: „die Verfügbarkeit und Anwendung von kognitiven, emotionalen und motorischen Verhaltensweisen, die in bestimmten sozialen Situationen zu einem langfristig günstigen Verhältnis von positiven und negativen Konsequenzen für den Handelnden führen“ (Pfingsten, 2002, S.5)
Soziales Kompetenztraining: eine verhaltenstherapeutische Intervention. Ziel: maximal positive und minimal negative Erfahrungen im Austausch mit anderen Personen zu sammeln und das Einüben von sozial kompetentem Verhalten.
Es gibt zahlreiche Variationen und Formen von Trainings mit unterschiedlichen Konzepten, unterschiedlichen Bedürfnissen und Störungen. Klienten sind zum Beispiel Suchtkranke, Paare, Familien. Im Fall dieser Arbeit: straffällig gewordene Jugendlichen unter 18 Jahren.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die rechtlichen Grundlagen von Integration und die Notwendigkeit, Partizipation als langfristigen Prozess der gesellschaftlichen Teilhabe für jeden Einzelnen zu verstehen.
2. Definition Partizipation: Dieses Kapitel definiert Partizipation als ein über rein politische Beteiligung hinausgehendes Konzept, das soziale Teilhabe und Mitbestimmung unabhängig von kultureller Herkunft betont.
3. Das soziale Kompetenztraining: Es wird der theoretische Rahmen für verhaltenstherapeutische Trainings beschrieben, die darauf abzielen, durch positive soziale Interaktionen die Kompetenzen der Teilnehmer gezielt zu fördern.
4. Das Projekt: Dieses Kapitel stellt die praktische Arbeit des Vereins AGIUA e.V. vor, insbesondere das Konzept „FIT FOR LIFE“ zur Förderung der sozialen Kompetenz.
5. Die Untersuchungsmethodik: Hier wird der wissenschaftliche Ansatz der Methodentriangulation erläutert, der durch Fragebögen, Beobachtungen und Interviews eine fundierte Datengrundlage schafft.
6. Die Ergebnisse: Die Ergebnisse zeigen auf, wie Partizipationserfahrungen die Integration fördern und welche spezifischen Herausforderungen, wie etwa Diskriminierungserfahrungen, dabei auftreten.
7. Fazit und Ausblick: Das Fazit unterstreicht die Bedeutung der Stärkung von Handlungsressourcen bei jungen Flüchtlingen und fordert den weiteren Ausbau partizipativer Angebote in der Gesellschaft.
Schlüsselwörter
Partizipation, junge Flüchtlinge, soziales Kompetenztraining, Integration, Gesellschaftliche Teilhabe, Methodentriangulation, FIT FOR LIFE, AGIUA e.V., Sozialverhalten, Leitfadeninterview, Inklusion, pädagogische Praxis, Handlungsfähigkeit, Diskriminierung, Chemnitz
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit thematisiert die Partizipationsmöglichkeiten und -hindernisse für junge Flüchtlinge in Chemnitz und evaluiert ein soziales Kompetenztraining als Integrationsmaßnahme.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Kerngebiete umfassen Partizipationstheorie, soziales Kompetenztraining, die konkrete Projektarbeit mit jungen Geflüchteten sowie wissenschaftliche Methoden der Evaluationsforschung.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist die Erweiterung des Forschungsstandes zur Partizipationsarbeit, die Dokumentation von Hindernissen und das Aufzeigen effektiver Wege zur Förderung sozialer Kompetenz bei Jugendlichen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Autorin nutzt eine Methodentriangulation, bestehend aus standardisierten Fragebögen, teilnehmenden standardisierten sowie offenen Beobachtungen und Leitfadeninterviews.
Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Definition von Partizipation, das Konzept des sozialen Kompetenztrainings nach dem Modell „FIT FOR LIFE“ sowie die detaillierte Darstellung und Auswertung der empirischen Erhebung.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?
Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Partizipation, soziale Kompetenz, Integration und Methodentriangulation beschreiben.
Wie unterscheidet sich die "teilnehmende offene Beobachtung" von der "standardisierten Beobachtung" in dieser Untersuchung?
Während die standardisierte Beobachtung auf Protokolle und objektive Einschätzungen setzt, ermöglicht die offene Beobachtung die qualitative Erfassung vielfältiger Feldnotizen, die anschließend inhaltsanalytisch ausgewertet wurden.
Welche Bedeutung kommt dem Modell „FIT FOR LIFE“ im Rahmen des Projekts zu?
Das Konzept dient als Basis für das Training und umfasst Module wie Motivation, Biographiearbeit, Teamfähigkeit und Freizeitgestaltung, um die soziale Kompetenz der Teilnehmer zielgerichtet zu optimieren.
- Quote paper
- Adeline Halbing (Author), 2017, Wege und Hindernisse der Partizipation junger Flüchtlinge in Chemnitz. Methodik und Wirksamkeit eines sozialen Kompetenztrainings, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/450447