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Die "Wiener Genesis". Zum vermeintlich "absoluten Tiefstand der Formkunst"

Título: Die "Wiener Genesis". Zum vermeintlich "absoluten Tiefstand der Formkunst"

Trabajo , 2014 , 26 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Jane Hübinger (Autor)

Filología alemana - Lingüística
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Anliegen der vorliegenden Arbeit ist es, zur Abfassung, Lokalisierung und Datierung der Wiener Genesis sowie zu den Überlieferungsträgern und deren Verhältnis untereinander einen Überblick zu gewähren. Auf der Tatsache beruhend, dass die Wiener Hs. den „ältesten und im wesentlichen ursprünglichen Text“ bietet, wird der Fokus vornehmlich auf diese gelegt, was Inhalt und Entstehungshintergründe sowie deren Bedeutung im zeitlichen Kontext anbelangt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zur Überlieferung der Genesisdichtung

3. Inhalt und Gestaltung der Handschriften

4. Zum Verhältnis der Handschriften zueinander

5. Zur Lokalisierung, Datierung und Abfassung der Handschriften

5.1 Zur Entstehung der Überlieferungsträger

5.2 Zum Autor der ‚WG‘

5.3 Zur Bewandtnis der Abfassung der ‚WG‘

5.4 Zum Inhalt der ‚WG‘

6. Zur Gattung der Genesisdichtung

7. Die WG – zum vermeintlich „absoluten Tiefstand der Formkunst“

7.1 Zu den Reimen der ‚WG‘

8. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, einen umfassenden Überblick über die Abfassung, Lokalisierung und Datierung der ‚Wiener Genesis‘ sowie die zugehörigen Überlieferungsträger und deren gegenseitiges Verhältnis zu geben. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf der Wiener Handschrift als dem ältesten Textzeugnis, wobei auch Fragen der Autorschaft und der Gattungszuordnung im Kontext mittelalterlicher Bibelepik kritisch beleuchtet werden.

  • Überlieferungsgeschichte und kodikologische Analyse der Handschriften
  • Fragen der Autorschaft und der intendierten Zielgruppe
  • Gattungsbestimmung im Kontext frühmittelhochdeutscher Bibeldichtung
  • Kritische Auseinandersetzung mit dem Urteil über den „Tiefstand der Formkunst“

Auszug aus dem Buch

Die Wiener Genesis – Zum vermeintlich ‚absoluten Tiefstand der Formkunst‘

In der Rubrik Primitive Reimkunst in ULRICH PRETZELS Frühgeschichte des deutschen Reims figuriert die WG gleich an erster Stelle, die „ungefähr die unbekümmertste Reimtechnik, die man in irgendeinem deutschen Reimgedichte finden kann“, zeige.

Die Diskussionsgrundlage des vorstehenden Kapitels bildet offenbar allen voran jene recht große Freiheit in Vers- und Reimgestaltung, da sie das Zuordnen in eine Gattung erschwert und überdies ist es ihr ‚geschuldet‘, dass die WG unter den umfangreicheren fmhd. Literaturdenkmälern „nach ziemlich allgemeiner Ansicht den absoluten Tiefstand der Formkunst“ ausmache: SCHRÖDER hält fest, dass W. WACKERNAGEL „gerade auch im Hinblick auf [die Formkunst der WG] von ‚Reimprosa‘ gesprochen habe und verweist zudem auf den am Verscharakter nicht zweifelnden F. VOGT, der mit Nachdruck betonte, „daß wir in diesen versen keine nach der regel Otfrids oder gar der mittelhochdeutschen blüteperiode gebauten suchen dürfen“.

Darüber hinaus konstatierte VOGT, dass man den Grad in der Reimfreiheit weder in vorangegangenen noch in darauffolgenden Jahrhunderten irgendwo vorfände und hielt fest, dass die Freiheiten des Metrums beinahe noch größer seien. Dies veranlasste auch ANDREAS HEUSLER dazu, die WG zu den „metrischen Wildlingen“ zu zählen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung gibt einen Überblick über die Überlieferungssituation der frühmittelhochdeutschen Literatur und führt in die Thematik der 'Wiener Genesis' sowie die Ziele der vorliegenden Arbeit ein.

2. Zur Überlieferung der Genesisdichtung: Dieses Kapitel beschreibt die drei Haupthandschriften, in denen die Genesisdichtung überliefert ist: die Wiener, die Vorauer und die Millstätter Handschrift.

3. Inhalt und Gestaltung der Handschriften: Hier werden die materiellen Beschaffenheiten, die Initialen und die Illustrierung der drei zentralen Sammelhandschriften analysiert.

4. Zum Verhältnis der Handschriften zueinander: Das Kapitel untersucht die strukturellen Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Handschriften und geht auf die verschiedenen wissenschaftlichen Stemmata ein.

5. Zur Lokalisierung, Datierung und Abfassung der Handschriften: Dieser Abschnitt widmet sich der zeitlichen und räumlichen Einordnung der Texte, diskutiert die Autorschaft, die Zweckbestimmung der Abfassung und den inhaltlichen Rahmen des Werkes.

6. Zur Gattung der Genesisdichtung: Die Diskussion um die gattungstheoretische Einordnung der Genesisdichtung, insbesondere die Frage nach dem 'Bibelepos', steht hier im Mittelpunkt.

7. Die WG – zum vermeintlich „absoluten Tiefstand der Formkunst“: Dieses Kapitel setzt sich kritisch mit der traditionellen wissenschaftlichen Einschätzung der formalen Qualität der 'Wiener Genesis' auseinander.

8. Resümee: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Einordnung der 'Wiener Genesis' in die Epoche des frühen Mittelhochdeutschen und reflektiert über die Notwendigkeit, historische Texte nicht mit modernen Maßstäben zu bewerten.

Schlüsselwörter

Wiener Genesis, frühmittelhochdeutsche Literatur, Bibelepik, Sammelhandschriften, Überlieferungsgeschichte, Formkunst, Reimtechnik, Kodikologie, Mediävistik, Gattungsbestimmung, Autorschaft, Altes Testament, Bibeldichtung, Metrik, 12. Jahrhundert.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der 'Wiener Genesis', einem bedeutenden Werk der frühmittelhochdeutschen Bibeldichtung, und untersucht deren Überlieferung, Entstehung sowie die literaturwissenschaftliche Einordnung.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die kodikologische Analyse der Überlieferungsträger, die Datierung und Lokalisierung, Fragen der Autorschaft sowie die gattungstheoretische Diskussion über die Qualität des Werkes.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand zur 'Wiener Genesis' zu geben und kritisch zu hinterfragen, ob die traditionelle Charakterisierung als „Tiefstand der Formkunst“ gerechtfertigt ist.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Autorin nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse, bei der sie auf bestehende kritische Ausgaben, fachwissenschaftliche Forschungsliteratur und handschriftenkundliche (kodikologische) Beschreibungen zurückgreift.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Überlieferung, die Analyse der Handschriften (Wiener, Vorauer, Millstätter), die Erörterung von Entstehungs- und Autorfragen sowie die Auseinandersetzung mit der Gattung und den formalen Aspekten der Dichtung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie 'Wiener Genesis', 'frühmittelhochdeutsche Literatur', 'Bibelepik', 'Überlieferungsgeschichte' und 'Formkunst' beschreiben.

Warum wird die 'Wiener Genesis' historisch oft als „Tiefstand der Formkunst“ bezeichnet?

Diese Zuschreibung resultiert aus einer älteren Forschungstradition, die sich am klassischen Epos orientierte und die 'Wiener Genesis' aufgrund ihrer metrischen Freiheit, ihrer Reimtechnik und der Abweichungen vom idealisierten höfischen Sprachstil als „metrischen Wildling“ oder „Reimprosa“ abwertete.

Welche Rolle spielt die Unterscheidung zwischen dem geistlichen Autor und dem weltlichen Publikum?

Die Forschung geht davon aus, dass der Autor ein Geistlicher war, der sich mit seinen Dichtungen jedoch an ein weltliches, oft adeliges Publikum wandte, um seelsorgerische Inhalte in einer für die Zeit verständlichen und anschaulichen Form zu vermitteln.

Final del extracto de 26 páginas  - subir

Detalles

Título
Die "Wiener Genesis". Zum vermeintlich "absoluten Tiefstand der Formkunst"
Universidad
University of Leipzig  (Institut für Germanistik)
Curso
Frühmittelhochdeutsche Schöpfungsberichte
Calificación
1,0
Autor
Jane Hübinger (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
26
No. de catálogo
V450746
ISBN (Ebook)
9783668842632
ISBN (Libro)
9783668842649
Idioma
Alemán
Etiqueta
Mediävistik Genesis frühmittelhochdeutsche Schöpfungsberichte Genesisdichtung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Jane Hübinger (Autor), 2014, Die "Wiener Genesis". Zum vermeintlich "absoluten Tiefstand der Formkunst", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/450746
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