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Zu den lexikalischen Entlehnungen des Ungarischen im Tschechischen

Titre: Zu den lexikalischen Entlehnungen des Ungarischen im Tschechischen

Thèse de Bachelor , 2018 , 61 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Ariko Henčlová (Auteur)

Russe / Slavistique
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Diese Bachelorarbeit handelt von dem Sprachkontakt zwischen Tschechen und Ungaren bzw. Böhmen und Mähren und Ungaren und dessen Einfluss auf das Tschechische und damit in Verbindung den mährischen Dialekt.

Ungarisch wird zu der uralischen Sprachfamilie und dessen Untergruppe der finnougrischen Sprachen gezählt, wozu außerdem auch Finnisch, Estnisch, Samisch und einige uralische Kleinsprachen, die hauptsächlich in Zentralrussland in der Uralgegend gesprochen werden, zählen.

Im Gegensatz dazu gehört Tschechisch zum slavischen Zweig der indogermanischen Sprachfamilie und ist somit in keiner Weise mit Ungarisch verwandt. Die Frage ist zunächst also, was diese zwei Sprachen direkt miteinander zu tun haben, und wie es dazu kam, dass sich die Völker in linguistischer und kultureller Hinsicht gegenseitig beeinflussten.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

1.1. RELEVANZ DER THEMATIK

1.2. ZENTRALE FRAGESTELLUNG

1.3. FORSCHUNGSSTAND

2. THEORIETEIL

2.1. SPRACHKONTAKT

2.1.1. Definition von Sprachkontakt

2.1.2. Funktionen von Sprachkontakten innerhalb der betroffenen Sprachen

2.2. LEXIKALISCHE ENTLEHNUNGSVORGÄNGE

2.3. GESCHICHTE TSCHECHIENS UND IHR EINFLUSS AUF DAS TSCHECHISCHE

2.4. GESCHICHTE UNGARNS UND IHR EINFLUSS AUF DAS TSCHECHISCHE

2.5. VERLORENGEGANGENE UNGARISCHE ENTLEHNUNGEN IM TSCHECHISCHEN

2.6. ZUSAMMENFASSUNG

3. UNTERSUCHUNGSTEIL

3.1. LEXIKALISCHE ENTLEHNUNGEN AUS DEM UNGARISCHEN IM HEUTIGEN TSCHECHISCHEN

3.1.1. Phonetische und morphologische Entlehnungsvorgänge und Beispiele

3.1.2. Zum Bedeutungswechsel einzelner Entlehnungen im Lauf der Geschichte

3.2. ZUSAMMENFASSUNG

4. SCHLUSS: FAZIT UND AUSBLICK

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht den historischen Sprachkontakt zwischen dem Tschechischen und dem Ungarischen. Das primäre Ziel ist es, lexikalische Entlehnungen aus dem Ungarischen im Tschechischen zu identifizieren, deren Entstehungskontext zu beleuchten sowie deren Vorkommen und Klassifizierung zu analysieren.

  • Analyse von Kontaktlinguistik und Entlehnungsprozessen
  • Historische Einordnung des Sprachkontakts zwischen Böhmen/Mähren und Ungarn
  • Dokumentation ungarischer Lehnwörter im Tschechischen
  • Untersuchung phonetischer und morphologischer Integrationsmechanismen
  • Kategorisierung und Bedeutungsentwicklung der Entlehnungen

Auszug aus dem Buch

Die Entstehung von Sprachkontakten – wie und warum

Im vorigen Kapitel wurden Definitionen von Sprachkontakt aus zwei Publikationen aufgeführt und ausführlich erklärt. Die Tatsache, dass Sprachkontakte entstehen und über verschieden lange Zeiträume hinweg und in verschiedenen Epochen existieren, wirft die Frage auf, wie sie genau entstehen und warum sie überhaupt entstehen bzw. existieren. Dieses Unterkapitel soll Antworten auf diese Fragen geben.

Es gibt verschiedene Arten des Sprachkontaktes. Wie schon von Newerkla erklärt, spielen verschiedene innersprachliche und außersprachliche Faktoren eine entscheidende Rolle. Alles hängt auch davon ab, in welchem Maße und in welcher Zeitepoche all diese Faktoren vorhanden sind und wie sie zusammenspielen. Ist der Sprachkontakt beispielsweise stark durch politische Ereignisse und wichtige militärische Einsätze bedingt, wird die Entlehnung von einzelnen Wörtern aus dem militärischen oder politischen Bereich des Wortschatzes der Gebersprache L2 begünstigt. Kommen Händler und Kunden miteinander in Kontakt, ist der Alltagswortschatz und/oder die Kaufmanns- und Handelslexik besonders stark beeinflusst. Im Falle des Kontaktes zwischen Reisenden, die die Gebersprache L2 sprechen, und beispielsweise Bauern, deren Sprache die Zielsprache L1 ist, hat dieser Umstand Einfluss auf den Alltagswortschatz, wie etwa die gastronomische Lexik und die Lexik der Landwirtschaft und häufig auch auf die regionalen Dialekte in einem Gebiet. Im Falle des tschechisch-ungarischen Sprachkontaktes ist diese Art des Sprachkontaktes womöglich die häufigste gewesen, da sich beispielsweise bei Machek (1968) vergleichsweise viele Hungarismen in mährischen, walachischen, hanakischen usw. Dialekten widerfinden, sehr viel häufiger als im Böhmischen; mit dem allmählichen Schwund von Dialekten durch die Verbreitung der tschechischen Standardsprache sind diese dialektalen Hungarismen jedoch ebenfalls z. T. verschwunden bzw. veraltet, was sich bei Rejzek (2015) beobachten lässt, denn dort sind viele der Wörter, die bei Machek (1968) verzeichnet sind, nicht mehr wiederzufinden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Dieses Kapitel führt in die Thematik des Sprachkontakts zwischen Tschechen und Ungaren ein, definiert die Relevanz der Arbeit und erläutert den aktuellen Forschungsstand.

2. THEORIETEIL: Hier werden theoretische Grundlagen des Sprachkontakts, Entlehnungsmechanismen sowie die gemeinsame politische und historische Entwicklung von Tschechien und Ungarn detailliert erörtert.

3. UNTERSUCHUNGSTEIL: Dieser Teil präsentiert ein Verzeichnis von Lexemen mit ungarischem Ursprung im Tschechischen und analysiert deren phonetische, morphologische und semantische Integration.

4. SCHLUSS: FAZIT UND AUSBLICK: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf den Bedarf an weiterer linguistischer Forschung in diesem Bereich.

Schlüsselwörter

Sprachkontakt, Tschechisch, Ungarisch, Kontaktlinguistik, Entlehnung, Hungarismen, Etymologie, Sprachgeschichte, Mähren, Dialektologie, Lexikologie, Kulturkontakt, Sprachwandel, Integration, Mitteldeutschland.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem diachronischen Sprachkontakt zwischen dem Tschechischen und dem Ungarischen sowie den daraus resultierenden lexikalischen Entlehnungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die historische Beeinflussung der tschechischen Sprache durch das Ungarische, die Rolle des mährischen Dialekts und die Prozesse der linguistischen Integration von Fremdwörtern.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, welche ungarischen Entlehnungen es im Tschechischen gibt, wie häufig diese vorkommen, wie sie entstanden sind und nach welchem Muster sie sich klassifizieren lassen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine detaillierte etymologische und diachronische Analyse von Lexemen unter Verwendung etablierter Wörterbücher und fachwissenschaftlicher Literatur der Kontaktlinguistik.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Rahmen zur Kontaktlinguistik und Geschichte sowie einen umfangreichen Untersuchungsteil, der eine alphabetische Liste und Analyse spezifischer Entlehnungen enthält.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Sprachkontakt, Hungarismen, Etymologie, Sprachgeschichte und Kontaktlinguistik charakterisiert.

Warum sind viele der untersuchten Wörter heute veraltet?

Viele der Hungarismen waren vorwiegend in regionalen Dialekten verankert, die mit der Ausbreitung der tschechischen Standardsprache und gesellschaftlichen Veränderungen an Bedeutung verloren haben.

Welche Rolle spielte das Slovakische bei der Entlehnung?

Das Slovakische diente oft als wichtige Vermittlungssprache, da geographische Nähe und historische politische Verbindungen den Transfer ungarischer Begriffe in das Tschechische begünstigten.

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Résumé des informations

Titre
Zu den lexikalischen Entlehnungen des Ungarischen im Tschechischen
Université
University of Heidelberg  (Slavisches Institut)
Note
1,3
Auteur
Ariko Henčlová (Auteur)
Année de publication
2018
Pages
61
N° de catalogue
V450752
ISBN (ebook)
9783668843134
ISBN (Livre)
9783668843141
Langue
allemand
mots-clé
Tschechisch Ungarisch Linguistik Lexikologie Entlehnungen Sprachkontakt Kontaktlinguistik Slavistik Mitteleuropa Diachrone Sprachwissenschaft Finnougristik Sprachgeschichte
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Ariko Henčlová (Auteur), 2018, Zu den lexikalischen Entlehnungen des Ungarischen im Tschechischen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/450752
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Extrait de  61  pages
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