Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Arqueología

Die Entwicklung der antiken Stadt Sardes unter seleukidischer Herrschaft

Eine archäologische Untersuchung der Stadtwerdung von Sardes

Título: Die Entwicklung der antiken Stadt Sardes unter seleukidischer Herrschaft

Trabajo Escrito , 2012 , 39 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Martin Richter (Autor)

Arqueología
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

In der vorliegenden Arbeit soll untersucht werden, wie sich die antike Stadt Sardes in baulicher und struktureller Hinsicht verändert hat. Es soll demnach untersucht werden, inwiefern sich die Produktionsgebiete beziehungsweise Wohnstätten im Vergleich zu früheren Zeiten verschoben haben oder auch nicht, welche Veränderungen in der Sakralarchitektur zu betrachten sind oder auch welche Gebäude hinzugekommen sind.
In diesem Zusammenhang soll auch die polis-Werdung der Stadt näher untersucht werden.

Diese Betrachtungen werden zum Teil durch kurze Exkurse unterstützt bezüglich der sardischen Metallproduktion und den Marmorskulpturen aus hellenistischer Zeit. Des Weiteren muss natürlich auch die Keramik dieser Zeit betrachtet werden, da durch diese Rückschlüsse gezogen werden können, inwiefern die einheimisch sardische Tradition durch äußere Einflüsse geprägt wurde beziehungsweise diese angenommen hat. Als einen letzten Punkt möchte ich noch das religiöse Leben der Stadt genauer ins Auge fassen, wobei wir uns im Speziellen den Artemis-Tempel vor Augen führen und nur kurz auf eventuelle andere Kulte eingehen wollen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historischer Abriss zur Geschichte der Seleukiden in Sardes

3. Die architektonischen Zeugnisse

3.1 Die königliche Festung

3.2 Die Unterstadt und Nekropole

3.3 Der Artemistempel

4. Keramik

5. Die polis-Werdung von Sardes

6. Fazit

7. Anhang

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die städtebauliche, kulturelle und soziale Entwicklung von Sardes während der seleukidischen Herrschaftszeit. Das primäre Ziel ist es, die Transformation der Stadt durch architektonische Analysen, die Untersuchung keramischer Fundkontexte und die Bewertung der fortschreitenden Hellenisierung zu dokumentieren, um den Status von Sardes als Polis im hellenistischen Kontext zu bestimmen.

  • Strukturelle und bauliche Veränderungen des Stadtgebiets unter seleukidischer Herrschaft.
  • Analyse der Keramik als Indikator für kulturelle Kontinuität und äußere Einflüsse.
  • Untersuchung der Hellenisierung und polis-Werdung von Sardes.
  • Religiöses Leben und die Bedeutung von Tempel- und Altarbauten.
  • Diskussion über das Fortbestehen lydischer Traditionen in hellenistischer Zeit.

Auszug aus dem Buch

3.3 Der Artemistempel

Der Artemistempel liegt unterhalb des jäh abstürzenden Burgberges (Abb. 6) und hatte eventuell einen vorhellenistischen Vorgängerbau. Eventuell bestand aber auch nur bereits ein Artemisaltar, vor dem sich 402 v. Chr. Kyros der Jüngere, welcher zeitweise in Sardes residierte, mit Orontes versöhnte, wie wir durch Xenophon erfahren.47 Weitere Vorgängerbauten sind schwierig zu erfassen. Hanfmann sagt, ausgehend von seinen Grabungsergebnissen, dass der Bereich um den Tempel bereits in der Zeit zwischen dem 6. und dem ausgehenden 5. Jh. v. Chr. besiedelt war, auf Grund geringer Funde im Bereich des Gebäudes L (Abb. 16).48

Die architektonische Verwirklichung des Tempels datiert jedoch erst in hellenistische Zeit und dabei wohl in die Anfangsjahre der Seleukidenherrschaft. Butler hatte jedoch vermutet, dass der Tempel bereits in persischer Zeit entstand und auf einem lydischen Vorgängerbau aufbaute. Dies konnte aber durch die Kampagnen von Hanfmann wiederlegt werden, da dieser weder eine archaische Struktur vorfand, noch einen Tempel, der in persischer Zeit entstanden ist.49

Die Ausgräber fanden insgesamt drei Bauphasen vor: die erste datiert dabei wohl in die Zeit kurz nach 281 v. Chr., die zweite beginnt 222 v. Chr. und die dritte beginnt 17 n. Chr. und wurde ausgelöst durch das Erdbeben im gleichen Jahr. Der Baubeginn kann jedoch nicht mit 100%-iger Sicherheit festgemacht werden. Hanfmann führt an, dass der Tempel eventuell unter Alexander, Antigonos oder Lysimachos bereits geplant sein konnte. Er führt jedoch auch an, dass für den Bau eines solchen Tempels ein gewisses Maß an wirtschaftlicher und politischer Stabilität von Nöten ist. Dieses konnte wohl aber erst mit der Eroberung von Sardes durch Seleukos I. 281 v. Chr. erreicht werden. Dieses Datum ist auch aus dem Grunde wahrscheinlicher, da wohl erst zu diesem Zeitpunkt genügend fähige Arbeiter vorhanden waren, nachdem der Bau des Artemisions in Ephesus abgeschlossen war.50

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die geografische Lage von Sardes, die Forschungsgeschichte durch verschiedene Expeditionen und legt die zentralen Fragestellungen hinsichtlich der baulichen, sakralen und soziokulturellen Entwicklung der Stadt fest.

2. Historischer Abriss zur Geschichte der Seleukiden in Sardes: Es wird die historische Abfolge von der Bronzezeit bis zur römischen Übernahme skizziert, mit einem Fokus auf die seleukidische Periode, inklusive politischer Ereignisse wie der Herrschaft von Antiochos III. und der Rolle von Achaeus.

3. Die architektonischen Zeugnisse: Dieser Abschnitt analysiert die Akropolis, die städtische Infrastruktur (Unterstadt, Theater, Stadion) und den Artemistempel als zentrale architektonische Pfeiler der hellenistischen Stadtentwicklung.

4. Keramik: Es erfolgt eine detaillierte Typologie und Einordnung der gefundenen Keramik, wobei insbesondere der Übergang von lydischer Tradition zur hellenistischen Gebrauchskeramik und die Datierung über Fundkontexte beleuchtet werden.

5. Die polis-Werdung von Sardes: Dieses Kapitel erörtert die Frage, ab wann Sardes als Polis klassifiziert werden kann, basierend auf archäologischen Befunden und epigrafischen Hinweisen wie dem Vorhandensein von Gymnasion, Bouleuterion und Prytaneion.

6. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse zur städtischen Umgestaltung, dem Wandel religiöser Kulte und der Feststellung, dass trotz Hellenisierung lokale lydische Identitäten fortbestanden.

7. Anhang: Enthält das Quellen- und Literaturverzeichnis sowie das Abbildungsverzeichnis zur Dokumentation der wissenschaftlichen Basis der Arbeit.

Schlüsselwörter

Sardes, Seleukiden, Hellenismus, Polis-Werdung, Artemistempel, Architektur, Keramik, Archäologie, Akropolis, Antiochos III., Achaeus, Stadtplanung, Kultgeschichte, Lydische Tradition, Siedlungsentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die städtebauliche und kulturelle Entwicklung von Sardes unter seleukidischer Herrschaft und analysiert, wie sich die Stadt in dieser Zeit hellenisierte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der architektonischen Entwicklung, der Analyse keramischer Funde, der Erforschung des religiösen Lebens und der Bestimmung des Zeitpunkts der polis-Werdung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu bestimmen, wie sich Sardes strukturell und politisch wandelte und ob bzw. ab wann die Stadt die Kriterien einer klassischen Polis erfüllte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung basiert auf einer archäologischen Analyse der Bauzeugnisse, der Auswertung von Grabungsberichten sowie der Einordnung von Keramikfunden in zeitliche Kontexte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Akropolis, der Wohn- und Industriegebiete, des Artemistempels und verschiedener Keramiktypen, ergänzt durch die Untersuchung der Polis-Kriterien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Sardes, Seleukiden, Hellenismus, Polis-Werdung und archäologische Fundkontexte charakterisiert.

Wie bewertet der Autor die Bedeutung der Metallproduktion für das hellenistische Sardes?

Der Autor stellt fest, dass die Bedeutung der Metallproduktion im Vergleich zur lydischen Zeit abnahm, wahrscheinlich aufgrund erschöpfter Goldvorkommen.

Warum ist die Bestimmung des Zeitpunkts der polis-Werdung so schwierig?

Die Schwierigkeit ergibt sich aus dem Mangel an eindeutigen literarischen Quellen über das soziale Selbstverständnis der Bewohner und der Notwendigkeit, archäologische Bauten wie Prytaneion oder Bouleuterion zweifelsfrei zu datieren.

Final del extracto de 39 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Entwicklung der antiken Stadt Sardes unter seleukidischer Herrschaft
Subtítulo
Eine archäologische Untersuchung der Stadtwerdung von Sardes
Universidad
http://www.uni-jena.de/
Calificación
1,3
Autor
Martin Richter (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
39
No. de catálogo
V451398
ISBN (Ebook)
9783668862616
ISBN (Libro)
9783668862623
Idioma
Alemán
Etiqueta
Hellenismus Seleukos Alexander der Große Alexander Seleukiden Seleukidenreich Griechenland Mesopotamien Türkei Kleinasien Irak Iran Syrien Sardes Tempel Geschichte Artemis Festung Nekropole Grab Keramik Polis Archäologie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Martin Richter (Autor), 2012, Die Entwicklung der antiken Stadt Sardes unter seleukidischer Herrschaft, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/451398
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  39  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint