Die Zeit des Wandels. Die Hellenisierung einheimischer Kulte im Seleukidenreich in der Zeit von Seleukos I. bis zu Seleukos III.

Eine Untersuchung zur kultischen Entwicklung in seleukidischen Neugründungen und bereits bestehenden Städten, anhand sakraler Bauten und numismatischer Zeugnisse


Bachelorarbeit, 2010
82 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Was ist Hellenismus bzw. Hellenisierung?
1.2 Ziele der Arbeit
1.3 geschichtlicher Abriss über die Zeit der frühen Seleukiden
1.3.1 Die Entstehung des Diadochenreiches unter Seleukos I.
1.3.2 Die Zeit von Antiochos I. bis Seleukos III.

2. Die einheimischen Religionen im Bereich des späteren Seleukidenreiches
2.1 Die Kleinasiatischen Religionen
2.1.1 Lykier
2.1.2 Karier
2.1.3 Lydier
2.1.4 Phrygier
2.2 Die aramäische Religion
2.3 Die mesopotamische Religion
2.4 Zoroastrismus

3. Die göttliche Verehrung der Seleukidenherrscher
3.1 Allgemeines
3.2 Seleukos I. Nikator
3.2.1 Stätten der kultischen Verehrung
3.2.2 numismatische Zeugnisse
3.3 Antiochos I. Soter
3.3.1 Stätten der kultischen Verehrung
3.3.2 numismatische Zeugnisse
3.4 Antiochos II. Teos - Seleukos II. Kallinikos - Seleukos III. Keraunos

4. Die kultische Entwicklung in den Städten
4.1 Stadtgründungspolitik der Seleukiden
4.2 Kleinasien
4.2.1 Sardes
4.2.1.1 Allgemeine Informationen
4.2.1.2 Der Tempel der Artemis
4.2.2 Magnesia am Mäander
4.2.2.1 Allgemeine Informationen
4.2.2.2 Der Tempel der Artemis Leukophyene
4.3 Syrien
4.3.1 Abriss zur Geschichte Syriens
4.3.2 Seleukeia Pieria
4.4 Mesopotamien
4.4.1 Uruk
4.4.1.1 Geschichtlicher Überblick
4.4.1.2 Anu-Zikkurrat
4.4.1.3 Irigal
4.4.1.4 Bīt Reš
4.4.2 Ikaros/Failaka
4.4.2.1 Tempel A
4.4.2.2 Tempel B
4.5 Baktrien - Ai Khanoum
4.5.1 ‚ Temple à niches indentes ‘ bzw. ‚ Temple à redans
4.5.2 Das Heroon des Kineas

5. Ergebnisse

6. Anhang
6.1 Quellenverzeichnis
6.2 Literaturverzeichnis
6.3 Abbildungsverzeichnis
6.4 Abbildungen

1. Einleitung

1.1 Was ist Hellenismus bzw. Hellenisierung?

Um eine Arbeit zu schreiben, die sich mit Hellenisierungsprozessen auseinandersetzt, ist es von Nöten sich vor Augen zu führen, was der Begriff des Hellenismus oder der Hellenisierung beinhaltet und beschreibt. Der allgemeine Epochenbegriff geht auf Johann Gustav Droysen zurück, der diesen erstmals verwendete. Er bezog sich dabei offensichtlich, laut Hans-Joachim Gehrke, auf Hegel, für den „das Voranschreiten in der Geschichte in einer spezifischen Dialektik [besteht], einem Widerspiel von Gegensätzen und Spannungen, die zu einer Synthese führen, in der die Gegensätze aufgehoben sind.“ Weiter heißt es bei Gehrke: „Eine solche Synthese stellte für Droysen der Hellenismus dar, in dem sich die gegensätzlichen Kulturen von Morgenland und Abendland, Orient und Okzident, verkörpert durch die griechische und altorientalische Tradition, miteinander verbanden.“1

Der Begriff des Hellenismus ist abgeleitet vom griechischen Wort ἑλληνίζειν, welches, nach Burkhard Meißner, soviel bedeutet wie Reden und Schrieben wie ein Grieche oder auch etwas zum Griechen machen. Das daraus folgende Substantiv ἑλληνίσμος diente als Epochenbegriff.2

Welche zeitliche Einordnung ist aber mit dieser Kulturepoche verbunden? Wenn man Droysen folgen will, so beginnt die Epoche des Hellenismus mit der Machtergreifung vom Alexander dem Großen 336 v. Chr. Er begründet diese Ansetzung damit, dass er schreibt: „Die zweihundertjährigen Kämpfe der Hellenen mit den Persern, das erste große Ringen des Abendlandes mit dem Morgenlande, von dem die Geschichte weiß, schließt Alexander mit der Vernichtung des Perserreiches, mit der Eroberung bis zur afrikanischen Wüste und über den Jaxartes, den Indus hinaus, mit der Verbreitung griechischer Herrschaft und Bildung über die Völker ausgelebter Kulturen, mit dem Anfang des Hellenismus.“3 Jedoch gehen heutzutage nicht alle Forscher mit dieser zeitlichen Ansetzung konform. Für viele ist der Epochenbeginn erst nach dem Tode Alexanders anzusetzen. Meißner zum Beispiel begründet diesen Fakt damit, dass seiner Meinung nach Philipp II. bereits mit einbezogen werden müsste, da dieser die Griechen einte um im Korinthischen Bund gegen das Achämenidenreich vorzugehen. Meiner Meinung nach wäre es korrekter die Epoche mit Alexander beginnen zulassen, da das, was den Hellenismus auszeichnet, nämlich die Monarchie, mit diesem seinen Anfang nahm. Somit gehe ich von einem Beginn im Jahre 336 v. Chr. aus, also dem Regierungsantritt von Alexander dem Großen. Im Gegensatz dazu steht das zeitliche Ende des Hellenismus, worin sich die Forschung einig ist. Es ist gekennzeichnet durch den Untergang des letzten Diadochenreiches, dem Ptolemäerreich, durch die Römer in der Schlacht von Actium 31 v. Chr. und dem darauf folgenden Selbstmord von Kleopatra 30 v. Chr.

1.2 Ziele der Arbeit

Was sollen nun aber die Ziele dieser Arbeit sein? Zum einen soll geklärt werden, ob es im Seleukidenreich überhaupt einen Prozess gab, der als ‚Hellenisierung von Kulten‘ bezeichnet werden kann. Wenn ja, vollzog sich dieser Prozess im gesamten seleukidischen Herrschaftsbereich oder war er regional beschränkt? Falls eine regionale Einschränkung vorliegen sollte, so muss zusätzlich die Frage nach dem Warum geklärt werden. Earun waren diese Prozesse regional beschränkt? Wann begannen sie?

Des Weiteren sollen Fragen zur Verehrung der Gottheiten beantwortet werden. Existierten die ‚neuen‘ Gottheiten, also die der Griechen, parallel zu den einheimischen, verdrängten sie diese vielleicht sogar oder konnten die sich gar nicht erst etablieren? Gab es im Seleukidenreich Synkretismen, wie z.B. im Reich der Ptolemäer Sarapis? Eine der Hauptfragen wird jedoch sein, inwiefern der Hellenismus bzw. die Hellenisierung Einfluss auf die Sakralarchitektur hatte. Wurden die neuen Tempel und auch die Wiederaufgebauten im jeweils einheimischen Stil errichtet oder orientierte man sich eher an griechischen Tempelformen? Gab es eventuell auch Mischformen der verschiedenen Stile? Wurden alten Göttern neue Tempel im griechischen Stil errichtet oder verblieb man bei den alten Strukturen?

Ein letzter Fragenbereich bezieht sich auf die Frage nach dem Herrscherkult. Gab es diesen überhaupt bereits zur Zeit der frühen Seleukiden? Wenn ja welche Bedeutung hatte er? Ist er für uns archäologisch fassbar in Form von Altären, Münzen, etc. oder ist er lediglich durch schriftliche Quellen bezeugt? Was erfahren wir, basierend auf diesem Überlieferunszustand, über die Intenzität des Herrscherkultes? Was sagen uns die numismatischen Zeugnisse der einzelnen Herrscher?

Diese Fragen sollen nun folglich, anhand von einigen Städten, die exemplarisch für ihre jeweiligen Gebiete stehen sollen, geklärt werden. Die eher geringe Anzahl der ausgewählten Städte ist zum einen damit begründet, dass es kaum Unterschiede darin gibt, wie sich die Städte im jeweiligen Bereich entwickelten und zum anderen, dass es auf Grund mangelnder archäologischer Zeugnisse nicht möglich ist, mehr Städte in die Betrachtung mit einzubeziehen.

1.3 geschichtlicher Abriss über die Zeit der frühen Seleukiden

Nun möchte ich einführend einen kurzen Überblick über die geschichtliche Entwicklung des Reiches unter den frühen Seleukiden geben. Zunächst soll aber kurz darauf eingegangen werden, warum ich gerade diese Zeitspanne gewählt habe. Die Frage ist im Prinzip schnell beantwortet, da die Zeit des Wandels dargestellt werden soll und um diese Zeit zu beleuchten ist es von Nöten nicht zu weit in die Geschichte der Seleukiden vorzudringen. Des Weiteren markiert der Regierungsantritt von Antiochos III. einen wichtigen Wendepunkt in der Geschichte der Seleukiden, da dieser das Reich zu alter Stärke führen wollte und es zu seiner Zeit erstmals zum Kontakt mit dem römischen Reich kam.

Als Hauptquelle für die zeitliche Betrachtung der Ereignisse dient uns vor allem die Syriaca des Appian von Alexandria (95 n. Chr. - 165 n. Chr.). Diese ist eingliedert in seiner römischen Geschichte, der Ῥωμαϊκά, und beschreibt den Syrischen Krieg zwischen Antiochos III. und dem römischen Reich aus den Jahren 192 v. Chr. - 188 v. Chr. Als eine Art Appendix beschreibt er, darauf folgend, die Zeit, beginnend beim Tod von Alexander dem Großen, bis zu Antiochos III. und dient somit als eines der wichtigsten Zeugnisse für das Seleukidenreich über diese Zeit.4

1.3.1 Die Entstehung des Diadochenreiches unter Seleukos I.

Am Beginn der Geschichte des Seleukidenreiches steht Seleukos I. Nikator, welcher wohl zwischen 358 v. Chr. und 354 v. Chr. im makedonischen Pella bzw. in Europos, geboren wurde.5 Zwar war er nach Alexanders Tod nicht in der vordersten Reihe, im Bezug auf die Gebietsverteilung, aber er war einer der kampferprobtesten Generäle, mit wohl enormer Stärke, wie bereits Appian in seiner Syriaca 57, 294 erwähnt.6 Nach Alexanders Tod 323 v. Chr. wurde Perdikkas, als Vormund von Alexanders´ Sohn Alexander IV. und seines Halbbruders, dem geistesschwachen Philipp III., mehr oder weniger dessen Nachfolger. Auf Grund der guten Beziehungen zu Perdikkas wurde Seleukos das Oberkommando über die Hetairenreiter übertragen.7 Nachdem nun Perdikkas versuchte von Ptolemaios Gehorsam einzufordern, da dieser sich vom Reich losgelöst hatte, wurde er zu einer Invasion Ägyptens gezwungen, weil sich Ptolemaios verweigerte. Auf Grund der daraus resultierenden großer Verluste und großer Unbeliebtheit unter seinen Truppen, wurde Perdikkas von Seleukos und anderen Generälen umgebracht8, was zur Folge hatte, dass nun die Ausdifferenzierung des Alexanderreiches begann.9 Auf der nun folgenden Konferenz von Triparadeisos in Syrien, im Jahre 321 v. Chr., kam es zu weiteren Abmachungen über die Verteilung der Satrapien. Antigonos wurde Oberbefehlshaber über den gesamten asiatischen Raum, Ptolemaios wurde zugestanden, dass er sein Reich nach Osten hin weiter ausdehnen darf und Seleukos wurde erstmals die Befehlsgewalt über sein eigenes Territorium übertragen, durch den Erhalt der Satrapie Babylon (Abb. 1).10

Als nun Antigonos von Seleukos forderte Rechenschaft über seine Führung abzulegen, befürchtete dieser, dass Antigonos ihn, wie bereits andere Generäle, umbringen will um seine eigene Macht zu sichern. Aus diesem Grunde flüchtete Seleukos nach Ägypten zu Ptolemaios und verbündete sich mit diesem und Lysimachos, dem Satrapen von Thrakien, gegen Antigonos. Im Frühjahr 312 v. Chr. ging Ptolemaios gegen Antigonos in Syrien vor.11 Dabei gelang Seleukos, als Führer der ägyptischen Truppen, bei Gaza ein entscheidender Sieg gegen Demetrios Poliorketes, dem Sohn des Antigonos.12

Auf die Bitte des Seleukos stellte Ptolemaios diesem ein Kontingent an Truppen mit welchem er Babylon zurückerobern wollte.13 Dieser Sturm auf Babylon bezeichnet den eigentlichen Beginn des Seleukidenreiches, was auch dadurch zum Ausdruck kommt, dass Seleukos die ‚Ära der Seleukiden‘ im Oktober des Jahres 312 v. Chr. beginnen lässt.14 In den folgenden Jahren folgten noch mehrere Auseinandersetzungen mit Antigonos, jedoch hauptsächlich mit Erfolgen auf der Seite des Seleukos, was gleichzeitig zu einer Vergrößerung seines Reiches führte.15

Das Jahr 306 v. Chr. wurde dann sozusagen zum Jahr der Könige. Antigonos hielt es für angemessen sich nach seinem Sieg, in einer Seeschlacht, gegen Ptolemaios sich zum König zu ernennen. Dieser Königstitel war gleichzeitig verbunden mit der Herrschaft über das gesamte Alexanderreich. Dies ließen sich jedoch die übrigen Diadochen nicht bieten, was zur Folge hatte, dass im selben Jahre ebenfalls Lysimachos, Seleukos und Ptolemaios den Königstitel annahmen.16

Im Jahre 301 v. Chr. kam es, in der Schlacht von Ipsos, zum entscheidenden Kamof zwischen Antigonos Monophtalmos und dem Bündnis aus Seleukos, Ptolemaios und Lysimachos. Den größten Anteil am Sieg gegen Antigonos hatte Seleukos auf Grund seiner 500 Kriegselephanten.17 Als Folge dieser Schlacht erhielt Lysimachos Kleinasien bis zum Tauros- Gebirge, Seleukos erhielt die übrigen kleinasiatischen Gebiete und Syrien, wobei der südliche Teile, Koilesyrien, von Ptolemaios beansprucht wurde (Abb.1). Als Demetrios im Jahr 294 v. Chr. Herrscher über Makedonien wurde, kam es zu mehreren Streitigkeiten mit Lysimachos und Seleukos um Kleinasien, bis Demetrios 283 v. Chr. in Gefangenschaft bei Seleukos geriet. Dieser schaffte es im Frühjahr 281 v. Chr. in der ‚Schlacht von Kurupedion‘, sich auch der kleinasiatischen Gebiete des Lysimachos zu ermächtigen, der wie auch Antigonos schon 301 v. Chr. bei Ipsos fiel.18

Jedoch konnte sich Seleukos nicht lang an seiner neu gewonnenen Herrschaft erfreuen. Als er den Hellespont überschritt um auch die makedonischen Gebiete noch zu erobern wurde er in einem Hinterhalt von Ptolemaios Keraunos 281/0 v. Chr. vor den Toren der Stadt Lysimacheia ermordet.19 Seleucus war zu diesem Zeitpunkt zwischen 73 und 77 Jahren alt.20

1.3.2 Die Zeit von Antiochos I. bis Seleukos III.

Als Nachfolger des Seleukos folgte auf den Thron des Seleukidenreiches sein Sohn Antiochos I. Soter, welcher bereits um 293 v. Chr. Mitregent seines Vaters wurde und die oberen Satrapien, d.h. diejenigen die östlich des Euphrat lagen, verwaltete.21 Nach dem Tod des Vaters 281 v. Chr. folgte für Antiochos eine unruhige Zeit. Er konnte nicht die Ansprüche gegenüber Ptolemaios Keraunos auf Thrakien und Makedonien durchsetzen und verlor zudem noch wenige Gebiete in Kleinasien. Antiochos war zu dieser Zeit vor allem mit der Niederschlagung von Aufständen im oberen Syrien beschäftigt, bevor er sich wieder den kleinasiatischen Gebieten widmen konnte. Seinen Beinamen Soter erlangte Antiochos im Kampf gegen den keltischen Stamm der Galater 277 v. Chr. in der sog. ‚Elephantenschlacht‘, als diese in den kleinasiatischen Raum eingedrungen waren.22 Danach wendete er sich den östlichen Satrapien zu, um in diesem Bereich seine Herrschaft zu stabilisieren. Im Jahr 274/3 v. Chr. brach er wieder auf und stellte sich dem ägyptischen Heer entgegen um seine Ansprüche auf Koilesyrien und Phönikien geltend zu machen. Jedoch kam ihm Ptolemaios zuvor und eroberte mit seiner gesamten Flotte weite Teile des oberen Syrien23, sodass Antiochos die damalige Hauptstadt Seleukeia Pieria aufgeben musste und Antiochia am Orontes zur neuen Hauptstadt machte. Dieser ‚erste syrische Krieg‘ dauerte noch bis ins Jahr 270/69 v. Chr. und war mit großen Verlusten auf seleukidischer Seite verbunden. In den letzten Jahren seiner Regierung kam es zum Streit mit Pergamon, welches sich bereits unter Philetairos von den Seleukiden losgesagt hatte. Unter Eumenes I. gelang es dann Pergamon zwischen 263 v. Chr. und 261 v. Chr. sich endgültig von den Seleukiden loszureißen. Kurze Zeit später, ebenfalls im Jahre 261 v. Chr., fand Antiochos I., im Alter von 64 Jahren, den Tod in einer Feldschlacht gegen die von neuem erstarkten Kelten.24

Sein Nachfolger wurde Antiochos II. Theos, der, wie schon Antiochos I., Mitregent seines war. Dies geschah vermutlich frühestens 266 v. Chr., wie aus keilschriftlichen Tafeln hervorgeht. Seine Herrschaft war hauptsächlich geprägt durch den Kampf gegen Ägypten im ‚zweiten syrischen Krieg‘. Dieser dauerte von etwa 260 v. Chr. bis 253 v. Chr. und endete abermals mit einer Niederlage auf seleukidischer Seite. Diesmal beschränkten sich die Auseinandersetzungen jedoch nicht nur auf den seleukidischen Bereich, sondern reichten auch bis zur ionischen Küste, welche von Ptolemaios II. Philadelphos überfallen wurde. Antiochos II. schaffte es zwar einige kleinasiatische Städte zu befreien, aber schenkte diesen wiederum die Freiheit, damit er neue Verbündete gegen Ptolemaios hatte. Diese Großzügigkeit brachte ihm seinen Beiamen Theos ein.25 Nach dieser ‚Befriedigung‘ des Westens wandte sich Antiochos den vernachlässigten Gebieten im Osten zu, von denen sich bereits mehrere losgelöst hatten. Den größten Gebietsverlust erlitt er aber mit dem Wegfall Baktriens, welches sich um 250 v. Chr., unter dem dortigen Statthalter Diodotos, selbstständig machte. Auf Grund von Thronfolgestreitigkeiten zwischen seiner ersten Frau Laodike, mit ihrem Sohn Seleukos, und seiner zweiten Frau Berenike, die er heiratete um den Frieden mit Ägypten zu sichern, und ihrem Sohn Antiochos, wurde Antiochos II. 246 v. Chr. von Laodike vergiftet, um ihrem Sohn Seleukos die Herrschaft zu sichern.26

So kam es dann auch, dass Seleukos II. Kallinikos 246/5 v. Chr. den Thron von seinem Vater übernommen hatte. Jedoch kam es bereits sehr zeitig zu Streitigkeiten mit seinem jüngeren Bruder Antiochos Hierax, der von Ptolemaios III., als dieser sich aus Kleinasien zurückzog, Kilikien zur Verwaltung erhalten hat. Daraufhin eilte Seleukos II., im Zuge des ‚dritten syrischen Krieges‘, welcher von 246 v. Chr. bis 241 v. Chr. währte, nach Syrien um die belagerten Gebiete zurückzuerobern, welche bis an den Euphrat heran reichten.27 So erfolgreich diese Unternehmungen auch waren, so deutlich war auch seine Niederlage beim Versuch das südliche Syrien zurückzugewinnen.28 Er war sogar so verzweifelt, dass er seinen Bruder in Kleinasien um Hilfe bat, welcher ihm Unterstützung schickte, wodurch wiederum ein Friedensvertrag von 10 Jahren mit Ptolemaios ausgehandelt werden konnte (Abb.2).29 Jedoch war die Machtlüsternheit des Antiochos Hierax nicht zu unterschätzen. Er strebte, ermutigt durch seine Mutter, nach dem gesamten Reich und zettelte so, mit seinem Heer galatischer Söldner einen Bruderkrieg an.30 Daraufhin zog Seleukos gegen seinen Bruder ins Feld und konnte Lydien zurückzuerobern. Jedoch nahmen seine erfolgreichen Feldzüge jäh ein Ende, als er weder Ephesos noch Sardes einnehmen konnte.31 Bei Ankyra kam es dann zu einer vorläufigen Entscheidungsschlacht. Seleukos wurde von Mithradates II., welches der Schwager des Antiochos war, und den galatischen Söldner seines Bruders vernichtend geschlagen.32 Seleukos selbst entkam unerkannt nach Kilikien. Wann jedoch der Bruderkrieg endgültig sein Ende fand ist nicht überliefert. Durch die Kunde der Niederlage bei Ankyra strebte Arsakes33 nach Parthien und Hyrkanien und bewog so diese Gebiete zur Abspaltung von den Seleukiden. Zwar eilte Seleukos schnell gen Osten, musste aber auf Grund einer Niederlage und neuen Unruhen in Kleinasien schnell wieder in Richtung Westen abreisen, wodurch Arsakes endgültig die Gebiete erobert hatte und so die Dynastie der Arsakiden begründen konnte.34 Abermals störte Antiochos Hierax den Frieden 228 v. Chr. Diesmal jedoch konnte er erfolgreich von Seleukos geschlagen werden und floh nach Thrakien. Kurze Zeit später, im Jahr 226 v. Chr., noch bevor Seleukos II. gegen Thrakien vorgehen konnte, starb dieser infolge eines Sturzes vom Pferd.35

Sein Nachfolger wurde sein Sohn Seleukos III. Keraunos, der sofort nach seiner Thronbesteigung gegen Kleinasien rüstete, doch in Phrygien der Verschwörung des Galaters Apaturios zum Opfer fiel und bereits 223 v. Chr. starb.36

2. Die einheimischen Religionen im Bereich des späteren Seleukidenreiches

Auf Grund der enormen Größe des seleukidischen Reiches gab es demzufolge auch eine Vielzahl an verschiedenen Religionen. Nun folgend sollen die Religionen Kleinasiens, d.h. der Lykier, der Carier, der Lyder und der Phrygier, sowie die Religion Syrien und Mesopotamiens, sowie der Zoroastrismus kurz vorgestellt werden.

2.1 Die Kleinasiatischen Religionen

2.1.1 Lykier

Das Gebiet der Lykier lag in der Antike im südwestlichen Bereich Kleinasiens (Abb.3), in welchem sie als ‚Nachfolger‘ der Luwier37 auftraten. Die Hellenisierung in diesem Bereich begann jedoch nicht erst unter Alexander dem Großen oder gar unter den Seleukiden, sondern hatte ihren Anfang bereits im 6. Jh. v. Chr. Durch diese Art der ‚Vorarbeit‘ wurde das lokale ethnische Element nach und nach assimiliert.38 Die Namen der Götter, die in Inschriften aus dieser Region vorkommen, sind sowohl in Griechisch, als auch in Lykisch verfasst.

Eine Besonderheit war, dass es in diesem Gebiet kein festes Pantheon an Göttern gab. So zeigen lykische Reliefs, mit Götterdarstellungen, zwischen drei und zwölf Göttern. Die wohl Wichtigsten sollen nun kurz erläutert werden.

Als Hauptgott kann der Sturmgott Trqqas/Trggiz angesehen werden, welcher wohl mit dem luwischen Sturmgott Tarḫunt gleichgesetzt werden kann. Im westlichen Lykien wurde vor allem Leto, die Mutter von Artemis und Apollo, verehrt. So wurde ihr z.B. in Xanthus ein Letoon erbaut, welches aus zwei Tempeln bestand. Mit Leto kamen auch Artemis und Apollo mit nach Lykien. Ihre Tempel konnten z.B. im Bereich des Letoons gefunden werden. Apollo wurde hierbei mit dem einheimischen Gott Natr(i). Artemis, die ebenfalls mit einer einheimischen Gottheit identifiziert wurde, wird mit dem Kult um Pedrite/Pedrita in Verbindung gebracht.39

2.1.2 Karier

Karien war in der Antike ein Gebiet, das ebenfalls im südwestlichen Teil Kleinasiens situiert war (Abb.3). Ähnlich wie in Lykien begann auch hier die Hellenisierung der Kulte bereits im 5. Jh. v. Chr. Nach und nach ließen sich in diesem Gebiet neben den Kariern auch Dorier und Ionier nieder, wodurch ein Geflecht verschiedenster ethnischer Gruppen entstand.40

Wie bereits bei den Lykiern waren auch bei den Kariern weiterhin luwische Elemente im religiösen Leben enthalten. So z.B. das sog. Arma-Element, welches den Kult für den luwischen Mondgott belegt. Der bedeutendste Gott war jedoch Zeus mit dem Epitheton Karios. Sein Haupttempel stand in Mylasa, welches zeitweise die Hauptstadt der Karier war. Eine andere Sturmgottheit war Zeus Osogoa, wobei höchstwahrscheinlich das Epitheton Osogoa den Namen des alten luwischen Gottes bezeichnet. Aber auch weitere griechische Gottheiten erfreuten sich großer Beliebtheit, da sie mit bereits existierenden Göttern identifiziert werden konnten. Dies waren z.B. Apollo, Artemis, Aphrodite oder auch Athena. So befindet sich auch das größte Artemis-Heiligtum, das Artemision von Ephesos, auf ehemals karischen Gebiet.41

2.1.3 Lydier

Lydien erstreckte sich nördlich des Mäanders an der Westküste Kleinasiens (Abb. 3). Die Lydier gehörten sozusagen neben den Hethitern und Luwiern, zu den kleinasiatischen ‚Ureinwohnern‘, wodurch ihre Sprache auch eng mit diesen verwandt ist. Die wichtigsten Gottheiten in diesem Gebiet sind uns durch lydische Aufzeichnungen erhalten. Eine dieser Gottheiten ist Cybele, welche ehemals als Kubaba die Hauptgottheit von Karkemiš war. In klassischen Quellen ist Cybele zumeist versehen mit Epitheta wie ‚Mutter der Götter‘ oder auch ‚Mutter der Berge‘.42

Eine weitere wichtige Gottheit ist abermals Artemis. Sie wurde sogar zur wichtigsten Gottheit von Sardes und löste damit Cybele als Hauptgottheit ab. Neben diesen beiden war auch der Kult um Zeus Lydios weit verbreitet. Der lydische Name für diesen Gott war Lev oder Lef und war als Regengott mit dem Berg Tmolus verbunden, welcher als seine Geburtsstätte galt. So konnte hier auch ein Heiligtum von ihm nachgewiesen werden, von welchem sich jedoch nur spärliche Überreste erhalten haben.

Ein anderer Gott luwischen Ursprungs ist der Gott Arma, welcher in lydischen Texten Erwähnung findet. Zwar gibt es keine Belege dafür, dass er im lydischen Bereich verehrt wurde, jedoch kam in hellenistischer und römischer Zeit der Mondgott Mȇn an seiner statt zu Ehren, nachdem dieser die Attribute des Arma übernommen hatte.43

2.1.4 Phrygier

Im Gegensatz zu den anderen bereits erwähnten Volksgruppen waren die Phrygier Einwanderer aus dem Balkangebiet, die sich im 1. Jt. v. Chr. in Zentralkleinasien niedergelassen hatten (Abb. 3). Ihre Haupstadt Gordium wurde wohl im 8. Jh. v. Chr. gegründet.44

Die Hauptgottheit in dieser Region war Kybele, welche die Phrygier von den Luwiern übernommen hatten.45 Auch verehrten die Phrygier Zeus als einen Sturmgott, der im Laufe der Zeit mehrere verschiedene Epitheta durchlief. So war Zeus Sabazios populär, aber auch Zeus Bagaios, welcher in hellenistischer mit Attis identifiziert und neben Zeus verehrt wurde.46 Hinzu tritt Zeus noch in zwei weiteren Formen auf. Dies wäre zum einen Zeus Bronton und zum anderen Zeus Bennios. Laut Schwertheim, implizieren diese beiden Epitheta, das hinter diesen Zeus-Formen ehemals phrygische Gottheiten stecken. So soll wohl Bronton ein phrygischer Wettergott und Bennios der Gott der Fruchtbarkeit und der Ernte gewesen sein.47

Ein letzter wichtiger Gott war, der bereits erwähnte, Mȇn, welcher wohl eine ursprünglich rein phrygische Gottheit war. War er auch anfangs nur Mondgott, so wurde er später auch alsHeiler und allgemeiner Beschützer verehrt. In der Nähe von Antiocheia Pisidia existierte ein Tempel des Mȇn-Askaenos, welcher wohl aber erst am Ende des 3. Jh. v. Chr. erbaut wurde (Abb. 4).48

2.2 Die aramäische Religion

Ähnlich wie auch in den Landschaften Kleinasiens setzte sich die aramäische Religion aus den verschiedenen kulturellen Vorstellungen der einzelnen Völker zusammen, die im 1. Jt. v. Chr. von den Aramäern geeint wurden. Das Verbreitungsgebiet beschränkt sich dabei nicht nur auf Syrien, sondern beinhaltet auch Teile Obermesopotamiens und Südanatoliens (Abb. 5), was zur Folge hatte, dass auch Götter aus dem kleinasiatischen und mesopotamischen Pantheon in das aramäische übertragen wurden.49 Der Beginn dieser Religion lässt sich auf die Zeit zwischen 950 v. Chr. und 730 v. Chr. festlegen, wobei sie bis weit in die christliche Zeit hinein praktiziert wurde.50

Obwohl die kulturellen und religiösen Gegebenheiten von den Aramäern in den jeweiligen Gebieten übernommen wurden, blieb das Pantheon eher klein und überschaubar und war somit den Menschen leichter zugänglich.51 Wenn auch, in einer in Ebla gefundenen Götterliste, von rund 100 Göttern die Rede ist, so können diese nicht alle als Götter identifiziert werden. Aufgrund einer Personennamenanalyse kommt man so auf noch rund 26 verschiedene Gottheiten, sowie rund 20 abstrakte Begriffe oder vergöttlichte Titel.52 Ähnlich verhält es sich bei einer Götterliste aus Ugarit. Diese nennt sogar 271 Götternamen und Epitheta, wobei hier die Zahl bedeutender Götter gar auf 16 reduziert werden kann.53

Auch wenn die einzelnen lokalen Pantheen verschiedene Ausprägungen hatten, was die Zusammensetzung anbelangt, so stand doch in allen der Wettergott Hadad an der Spitze (Abb. 6). Vor allem in Obermesopotamien und Syrien kam ihm als Wettergott eine entscheidende Rolle zu, da in diesen Gebieten der Regenfeldanbau vorherrschte. Aber er war nicht nur für Regen verantwortlich, sondern auch für Vegetation und Fruchtbarkeit bei Mensch und Tier. Hinzu kam, dass er durch seine enge Bindung an das Herrscherhaus die Rolle eines Kriegsgottes eingenommen hatte. In der Ikonographie ist Hadad als bärtiger Mann mit einer Hörnerkrone auf seinem Haupt dargestellt. In seiner rechten Hand ist ein Donnerkeil bzw. eine Keule zu sehen und in seiner Linken trägt er ein Blitzbündel.54

Jedoch wurde Hadad zumeist nicht allein verehrt, sondern zusammen mit mehreren anderen Gottheiten, wie Kubaba, Ištar, Astarte, Anat und später Atargatis. Im Falle der Atargatis zum Beispiel thront diese dabei auf Löwen, während Hadad an ihrer Seite auf Stieren thront. Allgemein gesehen hat aber unter den Göttinnen Kubaba eine Vorrangstellung. Sie ist, wie bereits erwähnt, die Muttergöttin und wohl schon seit jeher im nordsyrischen Raum angesiedelt.55 Weitere wichtige Gottheiten sind der Mondgott Sȋn, der Sonnengott Šamaš, sowie Götter wie El, Ba`al, Rakibel, Dagan, Reschep und Bethel.56

In hellenistischer Zeit treten dann, auf Grund vieler Städtegründungen, neue Götter in den Vordergrund. Dies war vor allem Zeus als Schöpfer- und Allgott. Mit jenem Zeus wurden dann die einheimischen höchsten Götter wie Ba´al/Bel und Hadad gleichgesetzt und identifiziert. In der normalen Bevölkerung kam aber Atargatis bzw. Astarte eine entscheidende Rolle zu. In dieser Zeit erscheint sie nicht mehr nur mit den Aspekten Fruchtbarkeit und Erotik, Mütterlichkeit und kriegerischem Charakter, sondern sie tritt auch als Glücks- und Schicksalsgöttin auf. Ebenfalls mit großer Beliebtheit versehen sind Dionysos und Herakles, die im gesamten hellenistisch-römischen Kulturraum Weltgeltung erlangten. Man sah sie als leidende, sterbende und wieder auferstehende Gottes- und Menschensöhne, die Befreier von Angst, Leid, Elend, Unwissenheit und Tod.57

2.3 Die mesopotamische Religion

Wie so oft wurde auch die kulturelle Entwicklung Mesopotamiens durch die Synthese verschiedener Völkerschaften beeinflusst. Das Verbreitungsgebiet, dieser Religion, erstreckte sich, im Prinzip, über das gesamte Bereich des fruchtbaren Halbmondes. Als Zentrum muss jedoch Mesopotamien an sich angesehen werden (Abb. 7).

Auf Grund der zahlreichen keilschriftlichen Belege für die mesopotamische Religion sind wir sehr gut über diese informiert. In die Gruppe der religiösen Texte im engeren Sinn sind vor allem Götterhymnen, Gebete, Gebetsbeschwörungen, Festbeschreibungen und Ritualanweisungen zu nennen. Eine weitere Gruppe, die eher als Literatur mit religiösem Inhalt gewertet werden muss, umfasst Gattungen wie Mythen, Epen, Weisheitsliteratur, Götterlisten und Kompendien von Omina.58

Eine Besonderheit im mesopotamischen Glauben ist, dass die Menschen sich die Götter hauptsächlich Anthropomorph gedacht haben. Hinzu kommt, dass sich die Menschen vorstellten, dass ihre Götter in der Form zusammenleben, wie es auch den irdischen Formen entspricht. So kam es, dass jeder große Stadtgott eine riesige Anzahl an Entourage hatte, welche natürlich auch göttlich sein musste, wodurch eine Götteranzahl von mehreren tausend zu Stande kommen würde.59 Jedoch dürfte die Zahl der Götter, so Hutter, die das Leben der Babylonier und Assyrer prägten, 20 nicht weit überschritten haben.60

Nun folgend seien die wichtigsten Gottheiten kurz genannt. Zuerst wäre die kosmische Vierheit zu erwähnen, zu der Anu, Enlil, Ea und eine Muttergöttin gehört. Anu, welcher v.a. in Uruk verehrt wurde, steht dabei als personifizierter Himmel an der Spitze der Vierheit. Der zweite Hauptgott ist Enlil, der im Gegensatz zu Anu nicht die göttliche Autorität hat, sondern die göttliche Macht besitzt. Als Gott des Luftraumes ist sein Wesen zum einen hilfreich für die Menschheit, aber im gleichen Atemzug auch zerstörerisch. So gilt er im Atramḫasis- Mythos als Bringer der Sintflut. Ea als dritter Hauptgott ist der Gott des Süßwasserozeans, des Apsu, sowie auch der Weisheit und der Schöpfung.61

Eine weitere Gruppe an Göttern, die von höchster Wichtigkeit war, ist die astrale Trias, welche aus Sȋn, Šamaš und Ištar bestand. Dieser Trias kommt besondere Bedeutung zu, da sie auch im arabischen und syrischen Raum verehrt wurde. Sȋn in seiner Rolle als Mondgott ist v.a. für die Nomaden von Bedeutung, da er den Weg für die Wanderung zeigt, sowie die Dauer der Trächtigkeit der Tiere. Als Sohn von ihm tritt der Sonnengott Šamaš auf. Da er auf seiner täglichen Reise durch die Unterwelt alle Bereiche des Kosmos sieht ist er der gerechte Richter, welchem der Herrscher in seiner Gerechtigkeit nacheifern sollte. Als dritte Gottheit dieser Trias tritt Ištar auf. Sie tritt als Venusgöttin und als kämpferische Kriegsgöttin in Erscheinung, die sich gegen ihre männlichen Konkurrenten behaupten kann.62

Eine Sonderstellung nimmt der Gott Marduk ein. Tritt er in früherer Zeit eher als Gott zweiter oder dritter Klasse in Erscheinung, dessen Domäne die Beschwörungskunst ist, so erscheint er ab altbabylonischer Zeit, als Stadtgott von Babylon, als einer der wichtigsten Götter. Ab dieser Zeit ist er der Herr (b ē lu) schlechthin, in welchem sich auch Aspekte anderer Götter vereinen; er wird zum Kämpfer wie Enlil und zum gerechten Richter wie Šamaš. Hinzu kommt, dass ihm als Schöpfergott kein Bereich des Kosmos versperrt bleibt.63

2.4 Zoroastrismus

Die zoroastrische Religion ist hauptsächlich in Zentralasien verbreitet und wurde von Zarathustra begründet. Sie ist uns zum Teil in den sog. Gathas überliefert, die von Zarathustra selbst stammen sollen.64 Inhaltlich gesehen, so Hutter, ist aber der gesamte altavestische Textcorpus als Kern des zoroastrischen Rituals anzusehen, da sowohl in den Gathas, als auch im Yasna Haptanhaiti die Lehre Zarathustras geordnet dargelegt wird. Diese Texte dienen mehr liturgischen Zwecken als zur Verherrlichung Ahura Mazdas‘.65

Aber woher stammt nun Zarathustra ursprünglich und wann begründete er diesen Glauben? Als seine Heimat wird das Land Airyanam Vaejah genannte. Nach dem heutigen Forschungsstand wird dieses nördlich von Choresmien (Abb. 8) lokalisiert, d.h. im heutigen Usbekistan in der Nähe des Aralsees.66 Die zeitliche Eingliederung ist ebenfalls kompliziert.

Wenn linguistische, textinterne und archäologische Indizien zusammengefasst werden, so Hutter, dann kommt man auf eine maximale Obergrenze in der Mitte des 2. Jt. v. Chr. Eine Untergrenze wäre dann wohl um das Jahr 1100 v. Chr. zusehen, wobei eine Datierung in das 12. Jh. v. Chr., so Hutter, am wahrscheinlichsten wäre.67

Entscheidend für die Theologie Zarathustras war der Dualismus zwischen Gut und Böse. Er verwendet dafür zwei relativ ähnliche Begriffe. Zum einen ahura ‚Herr‘ und zum anderen da ē uua ‚Gott‘. Während dann also die Ahuras die Götter schlechthin sind, so sind, im Gegensatz dazu, die Daevas die Antigötter oder auch Dämonen.68

So steht also Ahura Mazda an der Spitze der Ahuras. Das Charakteristkum was ihn dabei v.a. auszeichnet, ist seine Weisheit (mazd ā), die mit der rechten Weltordnung (a š a) in Verbindung gebracht wird. Jedoch vollbringt er seine Taten nicht selbst sondern durch den ‚heilvollen Geist‘ (sp ɘ nta mainiiu), welchem der ‚unheilvolle Geist‘ (angra mainiiu) gegenübersteht. Dieser ist ein Chaosbringender Dämon und steht, treu dem Dualismus Zarathustras, an der Spitze des sog. ‚Anti-Pantheons‘.69

In der Zeit des frühen Hellenismus haben wir keine Kenntnisse darüber, dass neue Feuertempel errichtet wurden. Es ist jedoch davon auszugehen, dass der Kult in den bereits bestehenden Tempel, wie in Persepolis (Abb. 9), weiter praktiziert wurde.

3. Die göttliche Verehrung der Seleukidenherrscher

3.1 Allgemeines

Der Herrscherkult spielte, in der Zeit der frühen Seleukiden, das heißt in der Zeit bis Antiochos III., eher eine untergeordnete Rolle, da erst dieser einen dynastischen Staatskult initiierte. Während Alexander der Große sich für einen Gott hielt, distanzierten sich seine direkten Nachfolger eher von diesen Ansprüchen.70 Die Diadochen hatten nie eine solche göttliche Verehrung für sich beansprucht, sie wurden ihnen mehr oder weniger von den griechischen Städten aufgezwungen.71 Dies hatte Vorteile für beide Seiten. Dem Herrscher fiel es nun leichter seinen Legitimationsanspruch auf die Herrschaft zu rechtfertigen und den jeweiligen Städten kam eine Beteilung am königlichen Privilegiensystem zu Gute, was z.B. Landschenkungen zur Folge hatte.72 Zu einer eigentlichen Einführung des Herrscherkultes kam es aber erst unter Antiochos I., der seinen Vater Seleukos I. divinisieren ließ.73

Aber in welchen Formen äußerte sich die Vergöttlichung eines Herrschers in den v.a. kleinasiatischen Städten? Da sei zuerst das Opfer an sich genannt, welches das eigentliche Indiz für göttliche Ehren ist. Diese fanden in Form von Schlachtopfern (θυσίαι), den im Heroenkult üblichen Brandopfern (θυσίαι ἄγευστοι) oder auch in Form von Trankopfern (σπονδαί) statt.74 Eine Steigerung dieser Verehrung fand in Form von Tempeln, Altären oder Kultbildern statt. Unter den Tempeln gab es verschiedene Formen. So gab es für manche Herrscher ναόι, wie z.B. für Seleukos auf Lemnos, oder aber auch τέμενοι, wie z.B. für Antiochos I. im Gebiet des Ionischen Bundes. Leider sind von diesen heutzutage keine archäologisch nachweisbar und nur durch literarische Quellen überliefert.75

Im Gegensatz zu den Heiligtümern, die auf jeden Fall einen Altar beinhalteten, steht der Altar, der nicht zwangsweise in einem Heiligtum gestanden haben muss. Zumeist war ein solcher im Zentrum der Stadt, v.a. auf der Agora, wie z.B. in Ilion der Altar des Seleukos.76 An diese kultische Ehren war meistens auch die Beschäftigung wenigstens eines Priesters gebunden.77 Eine weitere übliche Maßnahme um die Göttlichkeit einer Person darzustellen, war zum einen das Feiern von Festen und Agonen und zum anderen die Benennung von Phylen, Monaten und Tagen nach der jeweiligen Person.

Nun folgend sollen die göttlichen Ehren vorgestellt werden, die den einzelnen Herrschern zu Teil wurden. Dabei soll zusätzlich auf die numismatischen Zeugnisse der einzelnen Herrscher eingegangen werden, da diese zeigen, mit welchen Göttern sie sich verbunden fühlten und wie sie sich selbst sahen.

3.2 Seleukos I. Nikator

3.2.1 Stätten der kultischen Verehrung

Für den Dynastiegründer Seleukos I. Nikator sei zuerst Ilion genannt. Hier wurde beschlossen auf dem Markt einen ihm geweihten Altar zu errichten.78 Hinzu kommen Veranstaltungen von jährlichen oder monatlichen Opfern an Seleukos mit einem gymnischen Agon der νέοι und der Epheben. Des Weiteren nennt Habicht ein penteterisches Fest mit einem musischen, gymnischen und hippischen Agon und Feiern im Monat Seleukos, sowie am Fest der Athena, welches das Hauptfest der Stadt war.79

In Erythrai, Kolophon und Magnesia am Mäander hingegen waren die göttlichen Ehren für Seleukos geringer. So sind für Erythrai lediglich Seleukeia, Feste zu Ehren des Seleukos, sowie Verehrung als Sohn von Apollo überliefert. In Kolophon und Magnesia waren die Ehren ähnlich gering. So ist lediglich der Name der Phyle Seleukis vorhanden, welcher impliziert, dass Seleukos auch hier göttliche Ehren erfahren haben muss.80

3.2.2 numismatische Zeugnisse

Numismatische Zeugnisse zeigen uns nicht an, wie ich bereits oben erwähnt habe, welche Kulte es für die einzelnen Herrscher gab, sondern sie zeigen uns wie sich der Herrscher selbst sah. Seleukos verfolgte mit seiner Politik in der Münzprägung das Ziel seine Herrschaft zu legitimieren, anhand verschiedener Darstellungen, die wiederum auch zeigen, welche Gottheiten für ihn von Bedeutung waren. In seiner ideologischen Politik nutze er, so Funck, dreierlei Quellen: 1. die Alexandertradition, 2. den populären Dionysoskult und 3. den Apollon-Kult als eigene Domäne der Seleukiden, da sich diese auf ihn als Gründungsvater beriefen.81

Die Weiterführung der alexandrinischen Tradition ist am deutlichsten an den frühesten Münzen zu erkennen. So ist auf den Tetradrachmen, der Jahre 306/5 v. Chr., auf der Vorderseite der Kopf des Herakles dargestellt, welcher der Urvater der Makedonen sein sollte, und auf der Rückseite ein sitzender Zeus, mit einem Adler in seiner ausgestreckten rechten Hand (Abb.10). Mit den Goldstatern verhält es sich ähnlich. Diese zeigen auf der Vorderseite Athena, als Kriegsgottheit und Patronin des Hellenismus, und auf der Rückseite ist die geflügelte Nike zu erkennen, als Zeichen für den Sieg (Abb.11).82 Somit ist hier klar zu erkennen, dass sich Seleukos als Nachfolger Alexanders ansieht, um seine Herrschaftsansprüche legitimieren zu können.

Die Dionysossymbolik verfolgte hingegen eine andere Zielstellung. Hierbei wurde Dionysos nicht selbst auf den Münzen abgebildet, sondern wurde direkt mit dem Herrscher, in diesem Falle Seleukos, identifiziert, wohl auf Grund seiner Vitalität, der Festlichkeit und der Prachtentfaltung, die der Kult des Weingottes ermöglichte.83 Seleukos stellte sich in diesem Zusammenhang mit einem Pantherfell, sowie Bullenhörnern und -ohren dar. Für ihn hatte diese Identifizierung mit Dionysos, neben der Volksnähe, noch einen weiteren symbolischen Zweck zu erfüllen. Er wollte allen zeigen, dass er wie bereits Alexander und auch Dionysos es geschafft hatten, den asiatischen Raum von der Mittelmeerküste bis zum Indus zu erobern, um somit seine wahre Stärke auszudrücken (Abb. 12).84

In späterer Zeit, als die Herrschaft des Seleukos klare Züge angenommen hatte, kam es, durch die Einführung des Apollo-Typus auf den Münzen, erstmals zu einem Bruch mit der alexandrinischen Tradition. Dieser stand in engster Verbindung zum Hause der Seleukiden und v.a. zu Seleukos I. Diesem wurde nämlich durch das Orakel von Didyma bescheinigt, dass er ursprünglich von Apollon abstammen würde.85 Auf den Münzen ist Apollon zu sehen, welcher, als seine Attribute, mit Bogen und Köcher ausgestattet ist. Wenn er in seiner Funktion als Orakelgottheit auftritt, dann er auf einem Dreifuß sitzend dargestellt.86

3.3 Antiochus I. Soter

3.3.1 Stätten der kultischen Verehrung

Wie auch schon bei Seleukos I. möchte ich bei Antiochus mit Ilion anfangen. Hier beschloss die Gemeinde, kurz nachdem Antiochus I. den Thron bestiegen hatte, zu seinen Ehren eine Reiterstatue im Tempel der ilischen Athena, der Hauptgöttin der Gemeinde, zu errichten. Die Aufschrift der Statue ehrte ihn, so Habicht, als frommen Menschen, aber auch als Wohltäter und Retter der Stadt.

[...]


1 Gehrke 2007, 355.

2 Meißner 2007, 2.

3 Droysen 1980, 4.

4 Weitere antike Autoren, die als Quellen dienen sind: Diodor mit seiner Βιβλιοθήκη Ἱστορική, Strabon mit seiner Γεωγραφικά, die Orationes des Libanius oder auch die Biographien des Polybius Demetrios und Alexandros.

5 App. Syr. 56; Eus. I 249.

6 App. Syr. 57, 294: „ καὶ ταῡρον ἄγριον ἐν ` Αλεξάνδρου θυσίᾳ ποτὲ ἐκθορόντα τῶν δεσμῶν ὑποστάντι μόνῳ καὶ ταῑς χερσὶ μόναις κατειργασμένῳ προστιθέασιν ἐς τοὺς ἀνδριάντας ἐπί τῷδε κέρατα “.

7 Diod. XVIII 3, 4.

8 Diod. 18, 36, 5.

9 Malitz 2007, 27.

10 Malitz 2007, 27.

11 Diod. 19, 80, 3.

12 Diod. 19, 83, 4; 19, 85,3.

13 Diod. 19, 90, 1; App. Syr. 54.

14 Malitz 2007, 30.

15 Appian schreibt in Syr. 55, dass Seleukos nach mehreren Kriegen Mesopotamien, Armenien, Persis, Parthien, Baktien, Arabien, Tapyrien, Sogdiana, Arachosien, Hyrkanien und alle übrigen Völker bis hin zum Indus beherrscht hatte.

16 Malitz 2007, 31; Nach makedonischer Tradition brauchte es, um einen König zu ernennen, eine Versammlung aus altgedienten Soldaten. Da jeder, der einzelnen Diadochenherrscher, übeer genügend von solchen verfügte, konnte sich jeder zum König ausrufen lassen.

17 Diese Kriegselephanten erhielt Seleukos vom indischen König Chandragupta im Austausch gegen die indischen Besitzungen des Seleukos, nachdem diese einen Friedens- und FVerschwägerungsvertrag geschlossen hatten. App. Syr. 55; Plut. Alex. 62.

18 App. Syr. 64, 341.

19 App. Syr. 62.

20 Eus. I 249 sagt er wäre im Alter von 75 Jahren verstorben; vgl. App. Syr. 63 wonach Seleukos im Alter von 73 verstorben sein; vgl. Iust. 17, 1 nach welchem Seleukos erst mit 77 Jahren gestorben sei.

21 Plut. Demetr. 38; App. Syr. 59-61.

22 App. Syr. 65, 343.

23 Paus. I, 7.

24 Euseb. 1, 249.

25 App. Syr. 65, 344-345.

26 Euseb. 1, 251; App. Syr. 65.

27 Euseb. 1, 251.

28 Dan. 11, 7 + 9: „[...] Und er wird gegen das Heer ziehen und in die Festung des Königs des Nordens eindringen, und mit aller Härte wird er gegen sie vorgehen. [...] Und dann wird dieser in das Reich des Königs des Südens kommen, aber er wird zurückkehren müssen in sein Land.“

29 Iust. 27, 2, 5-9; Pol. 5, 58, 10. In diesem Friedensvertrag war unter anderem beinhaltet, dass Ptolemaios auf das nördliche Syrien und die Territorien im Bereit des Euphrat verzichtet, aber im Gegenzug das südliche Syrien, sowie einige Küstenstädte in Kleinasien, wie z.B. Ephesos, weiterhin besetzt halten darf.

30 Iust. 27, 3-4.

31 Euseb. 1, 251.

32 Iust. 27, 2, 11+ 41, 4, 7.

33 Führer des Stammes der Parner, welches ein skythischer Nomadenstamm war.

34 Iust. 41, 4, 6-10.

35 Euseb. 1, 253.

36 Euseb. 1, 263/4; App. Syr. 66; Pol. 4, 48.

37 Niehr 2005, 14: „Ab der Mitte des 2. Jt. v. Chr. ist in Anatolien ein Land Luwiya belegt, das südwestlich an das Land der Hethiter grenzte. Im 12.711. Jh. v. Chr. treten in Südanatolien und Nordsyrien luwische Königreiche die Nachfolge des Hethiterreiches an.“

38 Popko 1995, 172.

39 Popko 1995, 173.

40 Popko 1995, 177.

41 Popko 1995, 178/9.

42 Popko 1995, 181.

43 Popko 1995, 184.

44 Popko 1995, 187.

45 Popko 1995, 188.

46 Popko 1995, 191.

47 Schwertheim 2005, 27.

48 Popko 1995, 192; Schwertheim 2005, 27.

49 Niehr 2005, 12.

50 Niehr 2005, 13.

51 Kreuzer 1996, 115.

52 Hutter 1996a, 120.

53 Hutter 1996a, 121.

54 Niehr 2005, 14.

55 Hutter 1996b, 117/8.

56 Niehr 2005, 14.

57 Haider 1996, 147.

58 Hutter 1996a, 28/9.

59 Hutter 1996a, 32/3.

60 Hutter 1996a, 39.

61 Hutter 1996a, 40/1.

62 Hutter 1996a, 43/4.

63 Hutter 1996a, 45/6.

64 Hutter 1996a, 185; Er sagt im weiteren, dass das avestische Wort g āθā eine ‚strophische Form‘ oder eine ‚Hymne mit einer bestimmten strophischen Form bezeichnet. Die zoroastrische Tradition spricht, so Hutter, dabei von den fünf Gathas Zarathustras, die gemeinsam mit den Yasna Haptanhaiti im Visprat als Objekt der Verehrung genannt werden.

65 Hutter 1996a, 186.

66 Hutter 1996a, 193/4.

67 Hutter 1996a, 197.

68 Hutter 1996a, 197/8.

69 Hutter 1996a, 207.

70 Nilsson 1961, 150.

71 Nilsson 1961, 153.

72 Funk 1991, 403.

73 Sartre 2006, 184.

74 Habicht 1956, 138.

75 Habicht 1956, 140.

76 Habicht 1956, 141.

77 Habicht 1956, 145.

78 Habicht 1956, 82; Habicht gibt die Inschrift des Altars wie folgt wieder: Βασιλέως Σε [ λεύκου Νικάτορος ].

79 Habicht 1956, 82.

80 Habicht 1956, 84-87.

81 Funck 1974, 1297.

82 Hadley 1974, 52; Houghton - Lorber 2002, 5.

83 Klauck 1996, 35.

84 Hadley 1974, 56.

85 Houghton - Lorber 2002, 8.

86 Hadley 1974, 58.

Ende der Leseprobe aus 82 Seiten

Details

Titel
Die Zeit des Wandels. Die Hellenisierung einheimischer Kulte im Seleukidenreich in der Zeit von Seleukos I. bis zu Seleukos III.
Untertitel
Eine Untersuchung zur kultischen Entwicklung in seleukidischen Neugründungen und bereits bestehenden Städten, anhand sakraler Bauten und numismatischer Zeugnisse
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Note
1,3
Autor
Jahr
2010
Seiten
82
Katalognummer
V451399
ISBN (eBook)
9783668845367
ISBN (Buch)
9783668845374
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Seleukiden, Seleukos, Alexander, Alexander der Große, Bachelorarbeit, Archäologie, Geschichte, Hellenismus, Seleukidenreich, Griechenland, Kleinasien, Türkei, Syrien, Mesopotamien, Iran, Irak, Numismatik, Keramik, Religion, Kulte, Antiochos, Diadochen, Zoroastrismus, Aramäer, Phrygier, Lykier, Kult, Lydier, Städte, Stadt, Polis, Sardes, Sardeis, Magnesia, Seleukeia, Uruk, Ikaros, Arabien, Baktrien, Indien, Heroon
Arbeit zitieren
Martin Richter (Autor), 2010, Die Zeit des Wandels. Die Hellenisierung einheimischer Kulte im Seleukidenreich in der Zeit von Seleukos I. bis zu Seleukos III., München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/451399

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