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Sucht im Alter. Alkoholsucht, Benzodiazepinabhängigkeit, Missbrauch von illegalen Substanzen

Title: Sucht im Alter. Alkoholsucht, Benzodiazepinabhängigkeit, Missbrauch von illegalen Substanzen

Pre-University Paper , 2017 , 69 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Ildiko Bauer (Author)

Nursing Science - Miscellaneous
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Suchterkrankungen sind in unserer Zeit sehr aktuell. Abhängigkeit betrifft alle sozialen Schichten, Geschlechter, aber auch alle Altersgruppen. Durch den demographischen Wandel hat sich unsere Gesellschaftsstruktur sehr verändert, was sich in der angestiegenen Lebenserwartung der Bevölkerung widerspiegelt. Der Konsum von diversen legalen und illegalen Drogen betrifft nicht nur die jüngeren Generationen. Immer mehr alte Menschen sind von Abhängigkeit betroffen und stellen das Versorgungssystem vor unerwartete Herausforderungen. Alkoholismus und Substanzmissbrauch bedeuten erhebliche Konsequenzen für die Gesundheit des alten Menschen. Studien konnten beweisen, dass nicht selten die Sucht iatrogen verursacht wird. In der Suchtthematik handelt es sich um Personen, die ein Leben lang Drogen konsumierten und alt geworden sind, und auch um Menschen, die ihr Suchtverhalten erst im Alter entwickelten. Bei der letzteren Gruppe handelt es sich meistens um Alkoholabusus und Benzodiazepin-Missbrauch und eher weniger um illegale Drogen. Diese Arbeit basiert auf Literaturstudien. Anhand der gewonnenen Erkenntnisse wird in diesem Paper dargestellt, wie Sucht bei alten Menschen entsteht und welche Perspektiven sie für den letzten Lebensabschnitt haben. Erklärt werden auch die Pflegeprobleme dieser Gruppe, denn es stellt sich die Frage, ob spezielle Pflegeheime hierfür gebraucht werden, welche Konzepte sich bereits in der Pflege etabliert haben und inwieweit das Pflegepersonal für diese anspruchsvolle Aufgabe entsprechend geschult ist.

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Inhaltsverzeichnis

Sucht im Alter

1 Einleitung

2 Definition der Sucht

2.1 Arten der Sucht

2.2 Die Entstehung der Sucht

2.3 Endstation Abhängigkeit im Alter

3 Alkoholsucht im Alter

3.1 Gesundheitliche und soziale Folgen des Alkoholkonsums

3.2 Pflege des alkoholkranken alten Menschen

3.3 Besonderheiten und Schwierigkeiten bei der Pflege alkoholkranker Senioren

4 Benzodiazepinabhängigkeit im Alter

4.1 Allgemeine Grundlagen

4.2 Besonderheiten der Abhängigkeitsentstehung bei Senioren

4.3 Gesundheitliche und soziale Konsequenzen bei Medikamentenmissbrauch

4.4 Pflegerisches Handeln bei Medikamentenabhängigkeit in der Altenhilfe

5 Missbrauch von illegale Substanzen bei älteren Menschen

5.1 Ausgangslage

5.2 Pflege von Konsumenten illegaler Substanzen in der stationären Altenhilfe

5.3 Besonderheiten und Herausforderungen für die Pflege von Konsumenten illegaler Drogen im Setting Altenhilfe

5.4 Perspektiven der Suchtbehandlung von alten Menschen

6 Ältere Drogenabhängige in Deutschland. Eine Studie

6.1 Beschreibung

6.2 Ergebnisse der demographischen Erhebung

6.3 Auswertung der qualitativen Leitfadeninterviews

6.4 Ergebnisse der Expertenbefragung

6.5 Resümee

7 Ethische Leitfaden für die Pflege von Suchtkranken Menschen

8 Zusammenfassung

9 Diskussion

Zielsetzung & Themen

Die Fachbereichsarbeit untersucht die wachsende Problematik von Suchterkrankungen bei älteren Menschen, analysiert die Hintergründe der Entstehung von Abhängigkeiten im Alter und evaluiert die Anforderungen sowie Herausforderungen an das Pflegepersonal in stationären Einrichtungen, um eine bedürfnisorientierte und professionelle Pflege sicherzustellen.

  • Prävalenz und Auslöser von Sucht im Alter (Alkohol, Medikamente, illegale Drogen)
  • Differenzierung zwischen "Early Onset" und "Late Onset" Suchtentwicklung
  • Anforderungen an Diagnostik und Pflegeplanung im Alter
  • Ethische Leitlinien und Handlungsstrategien für die professionelle Pflege
  • Anpassung von Betreuungskonzepten an die altersspezifischen Bedürfnisse

Auszug aus dem Buch

2.2 Die Entstehung der Sucht

Dem aktuellen Forschungstand zufolge existieren diverse Modelle bzw. Theoriekonzepte die Entstehungswege der Suchterkrankung zu erklären bzw. zu beschreiben versuchen. Jedem Ansatz liegt ein anderes Phänomen zu Grunde, wie z.B. das Individuum, biologische bzw. biochemische Prozesse, oder Diskrepanzen zw. den Einzelnen und der Gesellschaft. Das neurowissenschaftliche Modell legt die Annahme zu Grunde, dass die Abhängigkeit der Psyche untergeordnet entsteht (vgl., Wolter, 2011, S.55-56). Verantwortlich sind dafür die Neurotransmitter, vor allem das Dopamin. Dieser Botenstoff als Teil eines dopaminergen Systems wirkt steuernd auf das menschliche Verhalten, da die Erhöhung der Aufnahme von Dopamin stimulierend bzw. suchterregend wirken kann. Weitere Neurotransmitter sind u.a. Noradrenalin, Serotonin, Acetylcholin, und GABA. Man sollte sich vor Auge führen, dass die Wirkung diverser Substanzen auf die Transmitter unterschiedlich ist, was sich in unterschiedlichen menschlichen Verhalten auch wiederspiegelt. Alkohol wirkt aktivierend auf Noradrenalin und hat ein sogar stark aktivierenden Einfluss auf das Dopamin, wo hingegen Benzodiazepin und Cannabis einen inhibierenden Einfluss haben (vgl., Kutschke,2012, S. 54-57 Schneider,2015, S.8-16).

Das biologische Modell begründet Suchtverhalten zum einen mit genetischen Ursachen. Kutschke (2012) weist darauf hin, dass Studien diese Annahme der genetischen Abhängigkeit hinsichtlich mehrerer Substanzen bestätigen konnten. Zweitens erklärt dieses Modell Abhängigkeitsentstehung anhand biologischer Prozesse, die im Gehirn Veränderungen hervorrufen. Diese Veränderungen sind Schutzmechanismen des Gehirns, „mit der dieses versucht, sich den akuten Wirkungen der schädlichen Substanzen entgegenzustellen“ (Kutschke, 2012, S. 57).

Zusammenfassung der Kapitel

Sucht im Alter: Einführung in die Thematik der Suchterkrankungen als zunehmend relevantes Problem im Kontext der steigenden Lebenserwartung.

1 Einleitung: Analyse des demographischen Wandels und der Zunahme von Suchtproblematiken in der Generation 60+.

2 Definition der Sucht: Erörterung begrifflicher Schwierigkeiten und Darstellung wissenschaftlicher Erklärungsmodelle zur Entstehung von Abhängigkeit.

3 Alkoholsucht im Alter: Fokus auf die gesundheitlichen und sozialen Folgen des Alkoholkonsums sowie die pflegerischen Herausforderungen.

4 Benzodiazepinabhängigkeit im Alter: Untersuchung der weit verbreiteten Medikamentenabhängigkeit und spezifischer pflegerischer Handlungsbedarfe.

5 Missbrauch von illegale Substanzen bei älteren Menschen: Betrachtung der speziellen Situation alternder Drogenabhängiger und notwendiger Versorgungsanpassungen.

6 Ältere Drogenabhängige in Deutschland. Eine Studie: Darstellung einer Forschungsarbeit zu Versorgungssituation und Bedürfnissen von drogenabhängigen Senioren.

7 Ethische Leitfaden für die Pflege von Suchtkranken Menschen: Reflexion ethischer Prinzipien und Konfliktfelder in der Betreuung suchtkranker Menschen.

8 Zusammenfassung: Zentrale Erkenntnisse über die Notwendigkeit individueller Pflegekonzepte und kontinuierlicher Beobachtung.

9 Diskussion: Kritische Auseinandersetzung mit der aktuellen Versorgungssituation und Forderung nach besserer Ausbildung.

Schlüsselwörter

Sucht, Alter, Abhängigkeit, Benzodiazepin-Missbrauch, Alkoholismus im Alter, illegale Drogen, Altenpflege, Pflegekonzepte, Suchtmedizin, Gerontologie, Suchtprävention, Pflegewissenschaft, Lebensqualität, Schadensbegrenzung, Multimorbidität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Fachbereichsarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Thematik der Suchterkrankungen bei alten Menschen, wobei insbesondere Alkohol, Medikamente (Benzodiazepine) und illegale Substanzen im Fokus der Betrachtung stehen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder umfassen die Entstehungsmodelle von Sucht im Alter, die gesundheitlichen Folgen, diagnostische Instrumente sowie die spezifischen Anforderungen an die pflegerische Betreuung in stationären Settings.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Ziel ist es, die Problematik der Sucht im Alter darzustellen und Lösungsansätze für eine professionelle, bedürfnisgerechte Pflege zu formulieren, die den spezifischen Herausforderungen dieser Altersgruppe gerecht wird.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf umfassenden Literaturstudien sowie der Analyse vorhandener Studien und Fachberichte zum Thema Sucht im Alter und der Pflegepraxis.

Welche Inhalte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in spezifische Suchtformen, deren Auswirkungen auf den Pflegealltag, ethische Aspekte der Betreuung sowie eine ergänzende Darstellung der Forschungsergebnisse bezüglich drogenabhängiger Senioren.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Sucht, Alter, Benzodiazepin-Missbrauch, Alkoholismus im Alter, Altenpflege, Suchtprävention und Pflegequalität.

Warum stellt die Sucht im Alter eine besondere Herausforderung für das Pflegepersonal dar?

Aufgrund von Multimorbidität und alterstypischen Veränderungen ist die Identifikation einer Sucht oft schwierig, da Symptome leicht mit anderen Erkrankungen verwechselt werden können.

Was ist die "Low Dose Dependency" bei Benzodiazepinen?

Es handelt sich um ein Phänomen, bei dem Patienten über lange Zeit Medikamente in therapeutischen Dosen einnehmen, keine Dosissteigerung vornehmen, aber dennoch Entzugserscheinungen beim Absetzen entwickeln.

Welche Rolle spielt die Biographiearbeit in der Pflege suchtkranker Senioren?

Sie ist entscheidend, um den Hintergrund der Suchtentwicklung zu verstehen, den Betroffenen individuell abzuholen und eine vertrauensvolle Pflegebeziehung aufzubauen.

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Details

Title
Sucht im Alter. Alkoholsucht, Benzodiazepinabhängigkeit, Missbrauch von illegalen Substanzen
Grade
1,0
Author
Ildiko Bauer (Author)
Publication Year
2017
Pages
69
Catalog Number
V451741
ISBN (eBook)
9783668848467
ISBN (Book)
9783668848474
Language
German
Tags
Sucht Altenpflege Gerontopsychiatrie Benzodiazepin-Missbrauch Alkoholismus im Alter illegale Drogen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ildiko Bauer (Author), 2017, Sucht im Alter. Alkoholsucht, Benzodiazepinabhängigkeit, Missbrauch von illegalen Substanzen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/451741
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