Das kennen wir doch von uns selbst und anderen. Das Thema war hochinteressant und wichtig, die Präsentation aber leider ein Debakel. Der Einstieg gespickt mit Übersprungshandlungen, die Rhetorik voller Weichmacher und Sprachmüll, unnütze Wortgefechte mit Teilnehmern, Unaufmerksamkeiten und Nebengespräche und zum Schluss eine Notlandung. Die Liste der Zutaten für den Misserfolg ist lang.
Was macht den Erfolg einer Präsentation aus? Eine gute, teilnehmerzentrierte Struktur und ein gewinnender persönlicher Auftritt. Auf diese Erfolgsfaktoren wird in den nachfolgenden Abschnitten in Form praxisnaher Anleitungen eingegangen.
Dieser Leitfaden vermittelt praxiserprobte Anleitungen für die Vorbereitung und Durchführung einer Präsentation. Er befasst sich mit dem konstruktiven Umgang mit Störungen und schwierigen Situation, die während einer Präsentation auftreten können und gibt Anleitungen für angeschnallte Starts und Landungen.
Inhaltsübersicht
1. Der Handlungsbedarf
2. Die Vorbereitung der Präsentation
2.1 Was soll erreicht werden? – Ziel der Präsentation
2.2 Wer soll angesprochen werden? – Zielgruppe für die Präsentation
2.3 Was soll vermittelt werden? – Inhalt der Präsentation
2.4 Wie, mit welchen Mitteln soll präsentiert werden? – Medien für die Präsentation
2.5 Wie kann der Stoff unterhaltsam angereichert werden? – Infotainment
3. Die Einladung zur Präsentation
4. Die Durchführung der Präsentation
5. Stilelemente
5.1 Blickkontakt
5.2 Körpersprache
5.3 Rhetorik
5.4 Umgang mit Störungen und schwierigen Situationen
5.5 Umgang mit Lampenfieber und Blackout
6. Zusammenfassung und Evaluation
Zielsetzung & Themen
Das Ziel dieses Leitfadens ist die Vermittlung von praxisnahen Erfolgsfaktoren für überzeugende Präsentationen, um Misserfolge zu vermeiden und die Wirkung beim Publikum nachhaltig zu steigern.
- Akribische Vorbereitung als Schlüssel zum Erfolg
- Strukturierung und zielgruppengerechte Inhaltsaufbereitung
- Einsatz eines interessestiftenden Medienmixes
- Professionelle Rhetorik und Körpersprache
- Methoden zum Umgang mit Störungen, Lampenfieber und Blackouts
Auszug aus dem Buch
5.1 Blickkontakt
„Als Blickkontakt bezeichnet man den wechselseitigen Blick zweier Personen in die Augen, wenn dieser von beiden wahrnehmbar ist. Es handelt sich um ein dynamisches Sehereignis. Blickkontakte sind ein wichtiges Ausdrucksmittel der Körpersprache und ein zentraler Bestandteil der nonverbalen Kommunikation.“ (URL: https://de.wikipediorg/wiki/Blickkontakt, letzter Zugriff 27.11.2018)
Die Aufnahme und die Aufrechterhaltung des Blickkontakts mit den Teilnehmern ist eine essentielle Voraussetzung für die Herstellung einer kommunikationsfördernden Beziehung.
Josef W. Seifert gibt dazu folgende Empfehlungen:
„Bevor Sie zu sprechen beginnen, nehmen Sie für einige Sekunden Blickkontakt zu Ihren Teilnehmern auf. Dadurch fühlen sich diese bereits angesprochen.“
„Richten Sie Ihren Blickkontakt dann zunächst an eine Ihnen vertraute Person – das gibt zusätzliche Sicherheit. Beziehen Sie dann nach und nach den gesamten Teilnehmerkreis ein.“ (Vgl. Josef W. Seifert, Visualisieren, Präsentieren, Moderieren, 20. Aufl., GABAL Verlag GmbH, Offenbach / 2003)
Aus dem Blickkontakt darf kein Starren werden. Übermäßiger Blickkontakt kann bei dem Gegenüber unangenehme Empfindungen auslösen.
Ein guter Blickkontakt signalisiert auch die Bereitschaft zum Zuhören.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Der Handlungsbedarf: Analysiert typische Fehler bei Präsentationen und benennt Struktur sowie Auftreten als zentrale Erfolgsfaktoren.
2. Die Vorbereitung der Präsentation: Beschreibt den Prozess der Vorbereitung von der Zieldefinition und Zielgruppenanalyse über die Inhaltsgestaltung bis hin zur Medienwahl und dem Infotainment.
3. Die Einladung zur Präsentation: Definiert die notwendigen Bestandteile und den Ablauf einer korrekten Einladung zur Präsentation.
4. Die Durchführung der Präsentation: Liefert einen Leitfaden für den Ablauf einer Präsentation, unterteilt in Eröffnung, Hauptteil und Abschluss.
5. Stilelemente: Behandelt die für den Auftritt entscheidenden nonverbalen und verbalen Faktoren wie Blickkontakt, Körpersprache, Rhetorik sowie den Umgang mit schwierigen Situationen und Lampenfieber.
6. Zusammenfassung und Evaluation: Bietet eine Struktur zur Selbst- oder Fremdbewertung der Präsentationsqualität anhand der behandelten Erfolgsfaktoren.
Schlüsselwörter
Präsentation, Vorbereitung, Zielgruppe, Infotainment, Medienmix, Blickkontakt, Körpersprache, Rhetorik, Störungsmanagement, Lampenfieber, Blackout, Evaluation, Struktur, Auftreten, Kommunikation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Leitfaden grundsätzlich?
Der Leitfaden dient als Anleitung für die erfolgreiche Durchführung von überzeugenden Präsentationen, indem er typische Fehler aufzeigt und praxisnahe Lösungen für Struktur und Auftreten bietet.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Felder umfassen die Vorbereitungsphase, die Mediennutzung, die Rhetorik, die Körpersprache sowie den Umgang mit schwierigen Situationen während einer Präsentation.
Welches primäre Ziel verfolgt das Dokument?
Das Ziel ist die Vermittlung von Techniken, mit denen Vortragende ihre Sicherheit gewinnen und die Akzeptanz sowie Aufmerksamkeit beim Publikum durch eine professionelle Struktur erhöhen können.
Welche wissenschaftliche Methode liegt dem Text zugrunde?
Es handelt sich um einen praxisorientierten Leitfaden, der auf Beobachtungen, der Auswertung von Fachliteratur und bewährten Management-Methoden basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Vorbereitung, die Einladung, die Durchführung und die Anwendung von Stilelementen zur Optimierung des persönlichen Auftritts.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Präsentation, Vorbereitung, Medienmix, Rhetorik, Körpersprache und Störungsmanagement.
Warum ist der "angeschnallte Start" laut Autor so wichtig?
Der Autor vergleicht den Start einer Präsentation mit der kritischen Phase eines Fluges; ein strukturierter Einstieg gibt dem Vortragenden Sicherheit und holt das Publikum wirkungsvoll ab.
Wie soll der Vortragende mit Störungen umgehen?
Die Behandlung von Störungen soll zeitnah, sozialverträglich und unter Wahrung der eigenen Verhaltenssouveränität erfolgen, ohne den Vortragenden zu bloßstellen.
- Citation du texte
- Manfred Maurer (Auteur), 2018, Erfolgreich präsentieren. Ein Leitfaden für überzeugende Präsentationen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/452773