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Östliche Mystik trifft westliche Wissenschaft. Eine dialektische Verbindung von Zen-Buddhismus und Psychoanalyse

Title: Östliche Mystik trifft westliche Wissenschaft. Eine dialektische Verbindung von Zen-Buddhismus und Psychoanalyse

Term Paper , 2018 , 20 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Rilana Maria Kühn (Author)

Psychology - Miscellaneous
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Den Zen-Buddhismus und die Psychoanalyse in Einklang bringen zu wollen, scheint auf den ersten Blick ein durchaus ambitioniertes, jedoch nicht sonderlich erfolgversprechendes Vorhaben zu sein. Bereits der oberflächliche Blick zeigt dem Interessierten geradezu einem entgegenspringende Differenzen auf; angefangen beim kulturellen Kontext, über die historische Entwicklung, bis hin zum geisteswissenschaftlichen Hintergrund, und nicht zuletzt vermittelt die nur spärlich verfügbare Literatur den Eindruck eines unvereinbaren Experiments.

Diese Arbeit befasst sich gleichwohl mit eben dieser dialektischen Zusammenführung beider Disziplinen – dialektisch im Sinne zweier unterschiedlicher Ansätze, deren Verbindung ‚etwas Neues’ entstehen lassen soll.

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Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 GRUNDLAGEN UND PRAKTIKEN DES ZEN

2.1 EINFÜHRUNG IN DEN ZEN-BUDDHISMUS

2.2 DER ZEN-BUDDHISMUS IM HEUTIGEN WESTEN

3 ZWEI WEGE MIT EINEM (HEILUNGS-)ZIEL?

4 FAZIT UND AUSBLICK

5 LITERATURVERZEICHNIS

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die dialektische Verbindung zwischen dem Zen-Buddhismus und der Psychoanalyse, um zu analysieren, ob beide Disziplinen trotz ihrer unterschiedlichen historischen und kulturellen Hintergründe gemeinsame Ansätze zur Heilung und Steigerung des menschlichen Wohlbefindens verfolgen. Die Forschungsfrage fokussiert sich dabei darauf, inwieweit sich diese Systeme ergänzen und ob ein gemeinsamer therapeutischer Nutzen in ihrer Verbindung liegt.

  • Historische Grundlagen und Praktiken des Zen-Buddhismus
  • Die Rezeption und Entwicklung des Zen-Buddhismus im modernen Westen
  • Vergleich der Zielsetzungen von Zen-Praktiken und psychoanalytischer Therapie
  • Analyse der Rolle von Autorität und Emanzipation in beiden Disziplinen
  • Potenziale einer dialektischen Integration zur Förderung der psychischen Gesundheit

Auszug aus dem Buch

2.1 Einführung in den Zen-Buddhismus

Die Geschichte des Zen wahrheits- und detailgetreu zu rekonstruieren, ist aufgrund zahlreicher unterschiedlicher – und mit der Zeit ausgeschmückter – Überlieferungen wohl nicht exakt möglich. Zudem erschweren überregionale Einflüsse sowie Strömungen zwischen China und Japan und darüber hinaus wirtschaftliche, politische und kulturelle Faktoren der Länder die korrekte Wiedergabe der Zen-Herkunft.

Betrachtet man die populärsten Überlieferungen der Tradition, wird die große Bedeutung der Zen-Meister bzw. der ‚Schlüsselfiguren’ im Kontext des Ursprungs und der Verbreitung des Zen ersichtlich. Der Anfang des Buddhismus – und damit auch des Zen-Buddhismus – findet sich bei dem ursprünglich aus Indien stammenden Bodhidharma in China, welcher als ‚Bodhi’ (Sanskrit, wörtl.: ‚der Erwachte’/‚der Erleuchtete’) den ‚Dharma’ (Sanskrit, wörtl.: ‚die Lehre’) verbreitete (Schmidt-Glintzer, 2005). Über seinen berühmten chinesischen Enkelschüler Hui-Neng ist bekannt – jedoch nicht belegt –, dass dieser auf den fünften Patriarchen folgte, nachdem er die Verse eines weiteren Schülers auf seine Weise umdichtete, so dass die folgenden Zeilen dabei entstanden und Hui-Nengs Meister schließlich ihn, statt des anderen Schülers, zum Nachfolger erwählte:

Erleuchtung hat gar keinen Baum,

Noch gibt es einen Ständer mit einem klaren Spiegel.

Die Buddhanatur ist immer rein und klar.

Wo könnte sich da ein Staubkorn ansetzen?

(Zitiert nach Schmidt-Glintzer, 2005. S. 101)

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die Ambitionen und Beweggründe, den Zen-Buddhismus und die Psychoanalyse in einen dialektischen Dialog zu bringen, und stellt die Forschungsfrage der Arbeit vor.

2 GRUNDLAGEN UND PRAKTIKEN DES ZEN: Dieses Kapitel vermittelt einen Überblick über die historischen Ursprünge, die zentralen Praktiken wie Zazen und Kōan sowie die Einordnung des Zen im heutigen Westen.

3 ZWEI WEGE MIT EINEM (HEILUNGS-)ZIEL?: Hier werden die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen dem Zen-Weg und der psychoanalytischen Praxis, insbesondere hinsichtlich der Bewusstwerdung und der seelischen Arbeit mit Schmerz, kritisch verglichen.

4 FAZIT UND AUSBLICK: Das Fazit resümiert die Möglichkeiten einer sinnvollen Fusion der beiden Disziplinen und stellt eine Prognose für deren zukünftiges Zusammenwirken in der therapeutischen Praxis.

5 LITERATURVERZEICHNIS: Dieses Kapitel listet alle verwendeten Quellen und weiterführende Literatur auf, die für die Erstellung dieser Arbeit herangezogen wurden.

Schlüsselwörter

Zen-Buddhismus, Psychoanalyse, Erleuchtung, Satori, Unbewusstes, Achtsamkeit, Dialektik, Heilung, Meditation, Zazen, Kōan, Buddhanatur, Erich Fromm, Therapie, Selbsterkenntnis

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht eine theoretische und praktische Verbindung zwischen östlicher Mystik, repräsentiert durch den Zen-Buddhismus, und westlicher Wissenschaft, repräsentiert durch die Psychoanalyse.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den zentralen Themen gehören die historischen Grundlagen des Zen, die Entwicklung der Praxis im Westen, die psychoanalytische Theorie des Unbewussten sowie der Vergleich therapeutischer Ziele beider Systeme.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist es herauszuarbeiten, ob eine dialektische Verbindung zwischen Zen und Psychoanalyse möglich ist und wie sich beide Systeme gegenseitig bereichern können, um menschliches Leid zu mindern.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um eine geisteswissenschaftliche Arbeit, die primär auf einer Literaturanalyse sowie der komparativen Gegenüberstellung bekannter Konzepte beider Disziplinen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Einführung in Zen-Praktiken, eine Diskussion über die Rezeption im Westen sowie einen detaillierten Vergleich von Zielsetzungen, Autoritätsverhältnissen und therapeutischen Ansätzen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Zen, Psychoanalyse, Erleuchtung, Achtsamkeit, das Unbewusste, therapeutische Heilung und die dialektische Synthese.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des Zen-Meisters im Vergleich zum Analytiker?

Beide werden als unterstützende Instanzen gesehen, die nicht das Ziel für den Lernenden erreichen können, sondern den Prozess der Emanzipation und der Hilfe zur Selbsthilfe fördern.

Inwieweit kann die Psychoanalyse den Zen-Weg bereichern?

Die Autorin argumentiert, dass die analytische Klärung helfen kann, Illusionen oder selbstinduzierte Trancezustände zu vermeiden, die einer authentischen Erleuchtung im Wege stehen könnten.

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Details

Title
Östliche Mystik trifft westliche Wissenschaft. Eine dialektische Verbindung von Zen-Buddhismus und Psychoanalyse
College
International Psychoanalytic University
Grade
1,7
Author
Rilana Maria Kühn (Author)
Publication Year
2018
Pages
20
Catalog Number
V452989
ISBN (eBook)
9783668857155
ISBN (Book)
9783668857162
Language
German
Tags
Zen Buddhismus Psychoanalyse Mystik Wissenschaft Dialektik Zen-Buddhismus Psychologie Religion östlich westlich Kultur Nirwana Heilung Verbindung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Rilana Maria Kühn (Author), 2018, Östliche Mystik trifft westliche Wissenschaft. Eine dialektische Verbindung von Zen-Buddhismus und Psychoanalyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/452989
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