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Das Konzept der Metapher im Wandel. Zum historischen Verhältnis von Wirklichkeit und Sprache

Title: Das Konzept der Metapher im Wandel. Zum historischen Verhältnis von Wirklichkeit und Sprache

Term Paper , 2018 , 21 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Silvana Borchardt (Author)

Philosophy - Theoretical (Realisation, Science, Logic, Language)
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Nachfolgende Arbeit befasst sich mit dem Konzept der Metapher und den verschiedenen Herangehensweisen und Interpretationsansätzen dieses Phänomens von der Antike bis in die heutige Zeit.

Man spart Zeit, surft im Internet, versteht nur Bahnhof und ist seines eigenes Glückes Schmied. Ob als weise Sprichwörter oder gängige Phrasen und Alltagsidiome, ob in den Medien oder als Lebensweisheit von der Großmutter mit auf den Weg gegeben, Metaphern sind aus dem alltäglichen Sprachgebrauch und somit aus dem Alltag kaum noch wegzudenken.

Schon seit der Mensch gelernt hatte, zu sprechen, bedient er sich der sprachlichen Ausdrucksform, die wir heute unter dem Begriff der Metapher kennen, wenngleich er diese nicht in dem Bewusstsein verwendete, eine bildliche Sprache zum Ausdruck zu gebrauchen, eine "Metapher” eben. Dazu bedurfte es zunächst einiger philosophischer Denker, die sich näher mit dem Wesen der Sprache und der Wirklichkeit und den Verhältnissen von Sprache und Sprecher auseinandersetzten.

Folglich haben sich im Laufe der Zeit bis heute auf interdisziplinärer Ebene verschiedene Theorien und Definitionen rund um den Begriff der Metapher etabliert, von denen die wichtigsten in dieser Arbeit erläutert werden.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Metapher und ihre Bedeutung

2.1. Die traditionelle Metapherntheorie (Substitutionstheorie) nach Aristoteles

2.2. Weitere Entwicklungen in der Metaphernforschung

2.3. Die Interaktionstheorie

2.4. Zusammenfassung

3. Das Leben in Metaphern

3.1. Das Konzept der Metapher nach Lakoff und Johnson

3.1.1. Metaphorische Konzepte

3.1.2. Orientierungsmetaphern

3.1.3. Ontologische Metaphern

3.1.4. Personifikation und Metonymie

3.1.5. Zusammenfassung

4. Exkurs: Metapher Internet

4.1. Zur Metaphorik flüssiger Medien

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Entwicklung und Veränderung der Metapherntheorien von der Antike bis in die Gegenwart nachzuzeichnen und aufzuzeigen, wie Metaphern als grundlegende Konzepte unser Denken und Handeln beeinflussen. Dabei wird insbesondere der Übergang von der rein rhetorischen Betrachtung hin zur kognitiven Einbettung in den Alltag untersucht, unter besonderer Berücksichtigung der digitalen Kommunikation.

  • Theoretische Grundlagen der Substitutionstheorie nach Aristoteles.
  • Entwicklung und Kernaspekte der Interaktionstheorie (Richards & Black).
  • Kognitive Metapherntheorie nach Lakoff und Johnson.
  • Klassifizierung metaphorischer Konzepte (Orientierungs-, ontologische Metaphern).
  • Metaphorische Struktur des Internets und nautische Bildsprache.

Auszug aus dem Buch

3.1.1. Metaphorische Konzepte

Wir haben bereits gesehen, dass Metaphern nicht nur in unser Alltagssprache allgegenwärtig sind, sondern sie folglich auch unser gesamtes Denken, Handeln, Fühlen und somit unsere Wirklichkeit durchdringen. Das passiert jedoch keinesfalls automatisch, sondern vielmehr nach einem gewissen Konzept, einem Leitfaden sozusagen. Eine wesentliche Neuerung gegenüber älterer Metapherntheorien besteht in der Grundannahme, dass Metaphern sich bündeln lassen und eben nicht ohne Zusammenhang auftreten.

Lakoff und Johnson veranschaulichen ihre Theorie anhand des Konzepts der Argumentation. So zeigen sie anhand zahlreicher Ausdrücke, dass sich die Metapher ‘Argumentieren ist Krieg’ in endlosen Varianten in unserer Alltagssprache widerspiegelt und die Ausdrücke sich in ein Konzept bündeln lassen, welches einem gleichen Bild folgt. Wir ‘schmettern Argumente ab’, ‘machen Argumente nieder’ oder ‘schießen los’, wenn wir an der Reihe sind. Assoziationen mit dem Krieg finden sich beim Argumentieren nicht nur in der Sprache wieder, vielmehr handeln wir auch danach. Wir sehen unseren Gesprächspartner als ‘Gegner’, gegen den wir ‘gewinnen’ oder ‘verlieren’ können. Wir ‘greifen die gegnerische Position an’ und ‘verteidigen’ unsere eigene. Wir ‘greifen Schwachpunkte an’ oder ‘treffen mit einer Kritik ins Schwarze’ und ‘beziehen Position’. Insgesamt ist unser Handeln also stark nach der Metapher ausgerichtet, die Argumentieren als Krieg beschreibt. Ein interessanter Punkt ist hier der kulturelle Aspekt, der jene Metapher geprägt hat. Würde Argumentieren als Tanz in der Metapher beschrieben, würde unser Handeln wohl andere Formen annehmen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung verortet das Thema in der Linguistik, erläutert die Relevanz der Metapher im Alltag und definiert den Fokus auf die theoretische Entwicklung bis zur kognitiven Linguistik.

2. Die Metapher und ihre Bedeutung: Dieses Kapitel gibt einen historischen Überblick, beginnend bei Aristoteles' Substitutionstheorie über verschiedene Forschungsentwicklungen bis hin zur Interaktionstheorie.

3. Das Leben in Metaphern: Hier wird das kognitive Konzept nach Lakoff und Johnson detailliert analysiert, inklusive der Einordnung verschiedener Metaphern-Typen und deren Bedeutung für das menschliche Denken.

4. Exkurs: Metapher Internet: Das Kapitel wendet die theoretischen Erkenntnisse auf das digitale Medium an und untersucht, wie nautische Metaphern das Verständnis des Internets prägen.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Metapher ein allgegenwärtiges Instrument unseres Konzeptsystems ist, das weit über rein rhetorische Zwecke hinausgeht.

Schlüsselwörter

Metapher, Substitutionstheorie, Interaktionstheorie, Lakoff, Johnson, Kognitive Linguistik, Metaphorische Konzepte, Orientierungsmetaphern, Ontologische Metaphern, Internet, Metaphorik, Sprachbilder, Konzeptualisierung, Aristoteles, Datenmeer.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das grundlegende Thema dieser Arbeit?

Die Arbeit behandelt die Entwicklung der Metapherntheorien von der antiken Substitutionstheorie bis hin zur modernen kognitiven Metapherntheorie.

Welche zentralen Themenfelder werden beleuchtet?

Zu den Schwerpunkten zählen die Rhetorik, die Interaktionstheorie, die kognitive Linguistik sowie die Anwendung metaphorischer Konzepte auf moderne Phänomene wie das Internet.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein Verständnis dafür zu vermitteln, wie Metaphern als grundlegende Konzepte unsere Wahrnehmung und unser Handeln im Alltag steuern.

Welche theoretischen Ansätze stehen im Mittelpunkt?

Die Arbeit vergleicht die klassische Theorie nach Aristoteles, die Interaktionstheorie von Richards und Black sowie das wegweisende Werk von Lakoff und Johnson.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Entwicklung der Metaphorologie und die detaillierte Analyse der kognitiven Konzepte sowie deren Anwendung auf digitale Medien.

Welche Rolle spielt das Internet in dieser Arbeit?

Das Internet dient als Fallbeispiel, um zu zeigen, wie durch nautische Metaphern abstrakte digitale Prozesse für den Nutzer greifbar und verständlich gemacht werden.

Wie unterscheidet sich die Interaktionstheorie von der Substitutionstheorie?

Während die Substitutionstheorie von einem einfachen Worttausch ausgeht, betrachtet die Interaktionstheorie die Bedeutung als Produkt eines komplexen Wechselspiels von Assoziationen zwischen primären und sekundären Gegenständen.

Was sind laut Lakoff und Johnson ontologische Metaphern?

Es handelt sich um Metaphern, die es uns ermöglichen, abstrakte Phänomene (wie Gefühle oder Ideen) basierend auf unseren Erfahrungen mit physischen Objekten als Entitäten zu kategorisieren und zu quantifizieren.

Können Metaphern in der Kommunikation irreführend sein?

Ja, da die Bedeutung stark von kulturellen Hintergründen und individuellen Assoziationen abhängt, was die Übersetzung und das einheitliche Verständnis erschweren kann.

Welche Bedeutung hat das Beispiel "Zeit ist Geld"?

Es illustriert, wie komplexe Konzepte durch eine kognitive Tiefenstruktur metaphorisch strukturiert werden, um eine wertvolle Ressource als begrenzte Entität begreifbar zu machen.

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Details

Title
Das Konzept der Metapher im Wandel. Zum historischen Verhältnis von Wirklichkeit und Sprache
College
University of Potsdam
Grade
1,7
Author
Silvana Borchardt (Author)
Publication Year
2018
Pages
21
Catalog Number
V453497
ISBN (eBook)
9783668869134
ISBN (Book)
9783668869141
Language
German
Tags
konzept metapher wandel verhältnis wirklichkeit sprache
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Silvana Borchardt (Author), 2018, Das Konzept der Metapher im Wandel. Zum historischen Verhältnis von Wirklichkeit und Sprache, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/453497
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