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Ökonomischer Hintergrund zu dem Völkermord an den Armeniern

Titre: Ökonomischer Hintergrund zu dem Völkermord an den Armeniern

Dossier / Travail , 2018 , 25 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Levon Ambarzumjan (Auteur)

Histoire - Asie
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Die Relevanz rund um die Thematik „Völkermord an den Armeniern“ nahm durch die internationale und politische Anerkennung des Verbrechens in den letzten Jahrzenten verstärkt zu. In der Diskussion bleiben die wirtschaftlichen Aspekte dieses Verbrechens in der Regel im Hintergrund. Folglich ist die Frage zu erörtern, wie die soziale und wirtschaftliche Ausgangslage der Armenier im Osmanischen Reich war und wie es während des Ersten Weltkrieges zu einem Genozid von über 1,5 Millionen Armeniern kommen konnte.

Zu Anfang wird das Leben der Armenier im Osmanischen Reich erläutert. Hierbei wird zunächst der Bevölkerungsanteil sowie die typischen Siedlungsgebiete der Armenier im Vielvölkerreich veranschaulicht. Im weiteren Verlauf wird die sozio-ökomische Situation aber auch die klassischen Wirtschaftsgebiete der Volksgruppe dargestellt.

Im nächsten Schritt wird auf das armenische Streben nach Gleichberechtigung eingegangen, welches sich Ende des 19. Jahrhunderts von sozio-ökomischen zu politischen Forderungen entwickelte. Anschließend wird ausgearbeitet, wie die staatliche Führung eine systematische Enteignung, Vertreibung und letztendlich Mord organisieren konnten. An dieser Stelle betrachten wir die Ausgangslage vor dem Völkermord und analysieren die ökonomischen Absichten dieses Verbrechens. Ferner wird auf die Teilnahme der muslimischen Bevölkerung an der Vertreibung und dem Raub an der christlichen Minderheit des Osmanischen Reiches eingegangen.

Zuletzt beschreibe ich den Umgang des Nachfolgestaates Türkei nach dem Machtverlust der Jungtürken und gehe dazu auch auf erste internationale Versuche zur Ahndung des Verbrechens ein. Im Folgenden wird die kritikfreie Haltung der Türkei mit der eigenen Geschichte aufgezeigt und die türkische Reaktion auf die internationale Anerkennung des Verbrechens von 1915 beschrieben.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Armenier im Osmanischen Reich

2.1. Bevölkerungsanteil und Siedlungsgebiete

2.2. Ökonomische Situation und Wirtschaftsgebiete

3. Das Streben nach Gleichberechtigung

3.1. Niedergang des Reiches und Aufstieg der Armenier

3.2. Ökonomische und politische Forderungen der Armenier

4. Völkermord

4.1. Das Deportationsgesetz

4.2. Konfiszierung von Eigentum

4.3. Teilnahme der muslimischen Bevölkerung

5. Aufarbeitung der Verbrechen

5.1. Machtverlust der Jungtürken und der Umgang des Nachfolgestaates

5.2. Internationale Forderungen und die Positionierung der Türkei

6. Schlussfolgerungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die sozio-ökonomische Ausgangslage der Armenier im Osmanischen Reich und untersucht, inwieweit wirtschaftliche Interessen und Raubgedanken neben ideologischen Motiven als treibende Kräfte des Völkermords fungierten.

  • Soziale und wirtschaftliche Lebensbedingungen der Armenier im Osmanischen Reich
  • Entwicklung des Strebens nach politischer und wirtschaftlicher Gleichberechtigung
  • Systematische Enteignung und Vertreibung im Kontext des Ersten Weltkriegs
  • Rolle der muslimischen Bevölkerung und wirtschaftliche Folgen für die Türkei
  • Aufarbeitung des Genozids im Nachfolgestaat und heutige politische Positionierung

Auszug aus dem Buch

4.2. Konfiszierung von Eigentum

Mit dem Beginn der Deportationen, fanden zum selben Zeitraum staatlich organisierte Enteignungen von Armeniern und anderen christlichen Minderheiten statt. Am 16. Mai 1915 erlässt die jüngtürkische Regierung ein Edikt zur Enteignung von Eigentum und Vermögen. Das Gesetz sah die Gründung von Komitees vor, die Listen und Berichte über armenisches Vermögen ausarbeiten sollten und Güter oder Waren im Namen der Deportierten „sicher“ verwahren sollten. Vergängliche Güter sollten unter türkische Flüchtlinge aus dem Balkan verteilt werden. Grund und Boden, welches muslimische Neuansiedler nicht annahmen, sollte öffentlich versteigert werden. Eine weitere Anordnung zum 22. Juni 1915 verlangt die Konfiszierung armenischer Schulen und deren Vergabe an muslimische Muhadschier (Osmanisches Archiv des Mininsterpräsidialamts).

Schon am 13. September 1915 wird das nächste Gesetz verabschiedet, genannt „Temporäres Gesetz der Zwangsenteignung und Konfiszierung“. Armeniern gehörendes Eigentum, einschließlich Ländereien, Viehbestand und Häuser sollen von den Behörden entschädigunslos konfisziert werden. In anderen Worten beschreibt das Gesetz eine Legalisierung von Raub.

Henry M. Morgenthau, US-Botschafter im Osmanischen Reich, hält in sein Memorieren fest, dass während des Streitgespräches mit dem Minister des Inneren Talat Bey, bei der er gegen die Vernichtungspolitik der Armenier protestierte, er um Folgendes gebeten wird: Talat Bey bittet im Anschluss des Gespräches um eine vollständige Liste armenischer Versicherungsnehmer der New York Life Insurance Company und das Equitable Life und merkte an, da ja alle praktisch tot seien und keine Erben haben, stehe das Geld ausschließlich dem türkischen Staat zu.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage bezüglich der sozialen und ökonomischen Situation der Armenier und der Hintergründe des Genozids.

2. Armenier im Osmanischen Reich: Beschreibung des Lebens, des Bevölkerungsanteils und der wirtschaftlichen Rolle der armenischen Minderheit.

3. Das Streben nach Gleichberechtigung: Untersuchung der politischen Organisation der Armenier und der Reaktionen durch das Osmanische Reich.

4. Völkermord: Analyse der staatlich organisierten Deportationen, Enteignungen und der Beteiligung der muslimischen Bevölkerung.

5. Aufarbeitung der Verbrechen: Dokumentation der juristischen Prozesse nach dem Krieg sowie der Haltung des heutigen türkischen Staates.

6. Schlussfolgerungen: Fazit über die Rolle wirtschaftlicher Motive beim Genozid und die Notwendigkeit einer historischen Aufarbeitung.

Schlüsselwörter

Völkermord, Armenier, Osmanisches Reich, Jungtürken, Deportation, Enteignung, Wirtschaftsgeschichte, Genozid, Hamidian-Massaker, Talat Bey, Konfiszierung, Minderheitenrechte, Aufarbeitung, Türkei, Nationalisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den wirtschaftlichen Hintergrund des Völkermords an den Armeniern im Osmanischen Reich und beleuchtet den Raubgedanken als zentrales Motiv.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Themen umfassen die sozio-ökonomische Lage der Armenier vor 1915, die politische Entwicklung, die systematische Enteignung und die Aufarbeitung der Ereignisse nach dem Ersten Weltkrieg.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, wie soziale und wirtschaftliche Faktoren sowie die Enteignung der Minderheit den Genozid förderten und wie diese Ereignisse in der heutigen Türkei bewertet werden.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf Literaturrecherche und der Auswertung zeitgenössischer Dokumente und Berichte basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Lebensbedingungen der Armenier, das Streben nach Gleichberechtigung, die Details der Deportationsgesetze und Konfiszierungen sowie die Reaktionen nach dem Krieg.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Völkermord, wirtschaftlicher Raub, systematische Enteignung, Jungtürken und historische Aufarbeitung.

Welche Rolle spielte das "Temporäre Gesetz der Zwangsenteignung" für den Genozid?

Dieses Gesetz diente laut der Arbeit dazu, den staatlich organisierten Raub am Eigentum der deportierten und ermordeten Armenier rechtlich zu legitimieren.

Wie positioniert sich der heutige türkische Staat zu diesen Ereignissen?

Die Arbeit beschreibt, dass die offizielle Geschichtsschreibung den Völkermord leugnet und eine Anerkennung der Ereignisse als Bedrohung für das Narrativ der Staatsgründung betrachtet.

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Résumé des informations

Titre
Ökonomischer Hintergrund zu dem Völkermord an den Armeniern
Université
University of Applied Sciences - bbw
Note
1,7
Auteur
Levon Ambarzumjan (Auteur)
Année de publication
2018
Pages
25
N° de catalogue
V454497
ISBN (ebook)
9783668877955
ISBN (Livre)
9783668877962
Langue
allemand
mots-clé
Genozid Osmanisches Reich Armenier Armenien Ökonimischer Hintergrund Völkermord
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Levon Ambarzumjan (Auteur), 2018, Ökonomischer Hintergrund zu dem Völkermord an den Armeniern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/454497
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Extrait de  25  pages
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