Die Situation der stark umkämpften Märkte erfordert von den Unternehmen eine hohe Flexibilität und ein schnelle Reaktion auf die Änderungen der Umwelt. Sicherung der Wettbewerbsvorteile stellt eine Herausforderung dar. Das Problem der eigenen Leistungssteigerung macht die Suche nach rationellen Vorgehensweisen und besseren Lösungen außerhalb des eigenen Unternehmens erforderlich.
Der gewünschte Unternehmenserfolg kann durch Einsatz solcher Controlling-Instrumente wie externes Benchmarking erreicht werden. Der Vorteil dieses Werkzeug liegt im branchchenübergreifenden Vergleich mit den Besten und dem Setzen von Maßstäben für das eigene Unternehmen. Die Vorgehensweise des Benchmarking integriert dabei vorhandene Managementmethoden und bringt durch eine konsequente, ganzheitliche und kontinuierliche Anwendung das angestrebte Resultat. Der Schwerpunkt der Benchmarking-Untersuchungen ist die gezielte Identifikation der besten Praktiken, mit denen überdurchschnittliche Wettbewerbsvorteile zu erreichen sind.
Das Ziel dieser Arbeit ist es, die Besonderheiten des externen Benchmarking als aktuelles Controlling-Instrument darzustellen.
Das erste Kapitel ist den theoretischen Grundlagen des strategischen Controlling, sowie seinen Aufgaben und Instrumenten gewidmet. Im zweiten Kapitel wird der Begriff des Benchmarking definiert. Weiterhin wird auf den Zweck und strategische Ziele eines Benchmarking-Projektes eingegangen, anschließend werden verschiedene Arten des Benchmarking erläutert. Gegenstand des Kapitels drei ist die Beschreibung des Ablaufs des externen Benchmarking, wobei folgende Phasen genauer betrachtet werden: Analyse und Auswahl der Benchmarking-Objekte und -Partner, Informationsbeschaffung und Umsetzung der Ergebnisse einschließlich der Kontrolle.
Inhaltsverzeichnis
1. Strategisches Controlling
1.1 Wesen und Zweck des strategischen Controlling
1.2 Aufgaben und Instrumente des strategischen Controlling
2. Benchmarking als ein Controlling-Instrument
2.1 Begriff und Definition des Benchmarking
2.2 Historische Entwicklung
2.3 Zweck eines Benchmarking-Projektes
2.4 Arten des Benchmarking
3. Ausgestaltung des externen Benchmarking
3.1 Auswahl und Analyse der Benchmarking-Objekte
3.2 Bestimmung der Benchmarking-Partner
3.2.1 Potentielle Benchmarking-Partner
3.2.2 Generierung der Liste von potentiellen Benchmarking-Partnern
3.2.3 Selektion der Benchmarking-Partner
3.2.4 Gewährleistung der Bereitschaft zum Benchmarking
3.3 Erhebung der Benchmarking-Informationen
3.4 Identifikation und Schließung der Leistungslücken
3.4.1 Datenaufbereitung
3.4.2 Abweichungsanalyse
3.4.3 Adaptierungsanalyse
3.5 Umsetzung der Ergebnisse
3.6 Kontrolle des Fortschritts
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Besonderheiten des externen Benchmarking als Instrument des strategischen Controllings zu erläutern und den Prozess seiner Anwendung detailliert darzustellen, um Unternehmen bei der Identifikation von Erfolgspotenzialen und der Sicherung von Wettbewerbsvorteilen zu unterstützen.
- Grundlagen und Aufgaben des strategischen Controllings
- Definition, Entwicklung und Zielsetzung von Benchmarking-Projekten
- Methodische Gestaltung der externen Benchmarking-Phasen
- Kriterien für die Auswahl von Benchmarking-Objekten und -Partnern
- Instrumente zur Informationsbeschaffung und Ergebnissicherung
Auszug aus dem Buch
3.1 Auswahl und Analyse der Benchmarking-Objekte
Identifizierung und Festlegung des Benchmarking-Objektes ist häufig einer der schwierigsten Schritte des gesamten Benchmarking-Prozesses. Das Ziel bei der Auswahl der Benchmarking-Objekte ist das Erkennen derjenigen Bereiche in der Organisation, die mit Benchmarking untersucht werden sollten. Dazu müssen solche Faktoren wie Kundenbedürfnisse, Ablaufprozesse und vor allem die eigentlichen Betriebsinhalte des Geschäfts analysiert sowie verstanden werden. Die Bestimmung dessen, was mit der Methode des Benchmarking untersucht werden soll, ist größtenteils eine Angelegenheit des Kennens der Anforderungen an das eigene Geschäft.
Grundsätzlich kann man Benchmarking auf Produkte, Umsatzzahlen, Fertigungslinien, Kundenservice, Qualitätssysteme, Arbeitsroutinen, d.h. auf „Real-Objekte“ anwenden. Tatsächlich gibt es für Benchmarking keine Einschränkungen. Neben den unzähligen Benchmarking-Objekten innerhalb eines Unternehmens könnten auch die so genannten „soft issues“ - die externen Beziehungen zu Kunden, Lieferanten, Behörden, Forschungseinrichtungen, Verbänden, zur Politik, zu den Medien u. a. - Gegenstand eines Benchmarking-Projektes sein.
Bei so einer großen Anzahl potenzieller Benchmarking-Objekte ist jedoch der mit Benchmarking verbundene Aufwand, sowie marktbestimmte Prioritäten und unterschiedlicher Potenzial der möglichen Objekte zu berücksichtigen. Diese Tatsachen machen eine Selektion bei der Bestimmung der zu untersuchenden Gegenstände zwingend notwendig. Die Identifizierung geeigneter Benchmarking-Objekte im Unternehmen stellt ein Entscheidungsproblem dar: „Der Benchmarking-Hebel ist an der richtigen Stelle anzusetzen, damit die Benchmarking-Anstrengungen lohnen.“ Prioritäten sollten auf der Grundlage einiger wichtigen Kriterien und Fragestellungen definiert werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Strategisches Controlling: Dieses Kapitel erläutert den funktionalen Beitrag des Controllings zur Unternehmenssteuerung und definiert die strategischen Ziele sowie Aufgabenfelder wie Planung und Kontrolle.
2. Benchmarking als ein Controlling-Instrument: Es werden der Begriff und die historische Entstehung des Benchmarkings analysiert, dessen Zweck für Unternehmen herausgearbeitet und die verschiedenen Arten der Anwendung voneinander abgegrenzt.
3. Ausgestaltung des externen Benchmarking: Das Kapitel beschreibt den strukturierten Prozess des externen Benchmarkings von der Objektauswahl und Partnersuche über die Informationsbeschaffung bis hin zur Implementierung und Erfolgskontrolle.
Schlüsselwörter
Externes Benchmarking, Strategisches Controlling, Wettbewerbsvorteile, Best Practices, Prozessoptimierung, Benchmarking-Partner, Leistungslücken, Abweichungsanalyse, Unternehmensstrategie, Informationsbeschaffung, Zielsetzung, Wettbewerbsfähigkeit, Qualitätsmanagement, Unternehmensanalyse
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das externe Benchmarking als ein zentrales Instrument des strategischen Controllings, um die Leistungsfähigkeit von Unternehmen durch den Vergleich mit Best-Practice-Beispielen zu steigern.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Fokus stehen die theoretischen Grundlagen des strategischen Controllings, die methodische Einordnung von Benchmarking-Prozessen sowie die praktische Umsetzung von der Objektauswahl bis zur Ergebniskontrolle.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?
Das Ziel der Arbeit ist es, die spezifischen Besonderheiten des externen Benchmarkings herauszuarbeiten und einen strukturierten Ablauf für dessen Anwendung im unternehmerischen Kontext aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse, die verschiedene Managementtheorien und Benchmarking-Modelle von Fachautoren zusammenführt und in einen logischen Prozessrahmen überführt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in drei Abschnitte: die theoretischen Grundlagen, die Definition und Arten des Benchmarkings sowie eine detaillierte Phasenbeschreibung des externen Benchmarkings.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Externes Benchmarking, Strategisches Controlling, Best Practices, Leistungslücken, Prozessoptimierung und Wettbewerbsfähigkeit.
Warum ist die Auswahl der Benchmarking-Partner so kritisch?
Die Qualität der Vergleichspartner ist maßgeblich für den Projekterfolg, da nur durch den Vergleich mit echten Best-Practice-Unternehmen ein signifikanter Lernprozess und eine echte Leistungssteigerung initiiert werden können.
Welche Rolle spielen „Real-Objekte“ beim Benchmarking?
„Real-Objekte“ wie Produkte, Fertigungslinien oder Arbeitsroutinen bilden die Grundlage für messbare Vergleiche, wobei heute vermehrt auch „soft issues“ wie externe Beziehungen in die Analyse einbezogen werden.
- Quote paper
- Karina Boldyreva (Author), 2004, Externes Benchmarking als Instrument des strategischen Controlling, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/45467