Diese Diplomarbeit befasst sich mit der Thematik, wie strategisches Management einen langfristigen Unternehmenserfolg generieren kann. In einer schnelllebigen Umwelt müssen sich Unternehmen ständig verändern, um im Wettbewerb bestehen zu können. Neben motivierten und leistungsstarken Mitarbeitern muss laufend an neuen Innovationen und verbesserten Produkten gearbeitet werden, um eine hohe Kundenzufriedenheit erreichen zu können.
In dieser Arbeit wird ein theoretischer Ablauf des strategischen Prozesses unter Anwendung eines idealtypischen Prozessmodells dargestellt. Dabei wird die Relevanz der einzelnen Prozessschritte deutlich gemacht und wichtige Faktoren, die wesentlichen Einfluss auf den Erfolg einer Strategie haben, erarbeitet.
Strategisches Management ist ein Begriff der Betriebswirtschaftslehre, der seit 1970 immer mehr an Bedeutung gewinnt. Strategisches Management hat einen entscheidenden Einfluss auf die strategische Ausrichtung und somit die Entwicklung
eines Unternehmens. Das Ziel ist es, eine vorteilhafte Position im Wettbewerb zu erlangen und zu erhalten, was in weiterer Folge einen langfristigen Unternehmenserfolg ermöglicht. Dabei muss stets eine Bewertung der Umwelt und der intern vorhandenen Kompetenzen stattfinden, um die Strategie an die Gegebenheiten anpassen zu können. Strategisches Management dient mit seinen Entscheidungen nicht dazu, einen bestimmten Vorgang in einem Unternehmen zu veranlassen, sondern zielt darauf ab, Erfolgspotentiale für die Zukunft zu generieren.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Ausgangssituation und Relevanz der Thematik
1.2 Aktueller Forschungsstand
1.3 Forschungsfrage und Zielsetzung
1.4 Kapitelübersicht
2 Definition von strategischem Management
2.1 Definition des Begriffs Strategie
2.1.1 Fünf P’s der Strategie von Mintzberg
2.2 Sieben Elemente (Handlungsfelder)
2.2.1 Strategie
2.2.2 Positionierung
2.2.3 Marketing und Vertrieb
2.2.4 Unternehmenskultur
2.2.5 Struktur
2.2.6 Markt und Umwelt
2.2.7 Unternehmen (Kernkompetenzen)
3 Ziele des strategischen Managements
3.1 Ausgangspunkt
3.2 Hierarchie bei Zielvorstellungen
3.3 Strategische Ziele
3.4 Zielinhalte eines Unternehmens
3.4.1 Shareholder-Ansatz
3.4.2 Stakeholder-Ansatz
3.4.3 Risiken des Stakeholder-Managements
3.4.4 Kombination von Stakeholder- und Shareholder-Ansatz
4 Strategieprozess des strategischen Managements im Überblick
4.1 Idealtypischer Strategieprozess
4.1.1 Kritik an den einfachen Phasenmodellen hinsichtlich der Entstehungsmöglichkeiten von Strategien
4.2 Situationsadäquate Strategieprozesse
5 Strategische Analyse
5.1 Markt- und Umweltanalyse
5.1.1 Umweltspezifika
5.1.2 Untersuchung der globalen Umwelt
5.1.3 Branchenanalyse
5.1.3.1 Branchendefinition
5.1.3.2 Branchenstrukturanalyse von Porter
5.1.4 Stakeholderanalyse
5.2 Unternehmensanalyse
5.2.1 Aufgaben der Unternehmensanalyse
5.2.2 Stärken- und Schwächenanalyse
5.2.2.1 Wertkettenanalyse nach Porter
5.2.3 Wettbewerbsanalyse
5.2.4 Performance Measurement
5.3 Strategische Frühaufklärung
5.4 Zusammenführen der Analysen
5.4.1 SWOT-Analyse
5.4.1 Portfolio-Analyse
6 Strategieformulierung als Kernbereich des strategischen Managements
6.1 Strategische Optionen nach den organisatorischen Ebenen
6.1.1 Unternehmensstrategien
6.1.1.1 Wachstumsstrategien
6.1.1.2 Stabilisierungsstrategien
6.1.1.3 Desinvestitionsstrategien
6.1.2 Geschäftsbereichsstrategien
6.1.2.1 Strategie der Kostenführerschaft
6.1.2.2 Strategie der Differenzierung
6.1.2.3 Nischenstrategie
6.1.3 Funktionalstrategien
6.1.3.1 Forschungs- und Entwicklungsstrategie
6.1.3.2 Beschaffungsstrategie
6.1.3.3 Produktionsstrategie
6.1.3.4 Marketing- und Vertriebsstrategie
6.1.3.5 Personalstrategie
6.2 Strategische Entscheidung nach Betrachtung der strategischen Optionen
6.2.1 Bewertung und Auswahl von Strategien
6.2.1.1 Beurteilung anlässlich quantitativer Kriterien
6.2.1.2 Beurteilung anlässlich qualitativer Kriterien
6.2.1.3 Strategische Stimmigkeit
6.2.1.4 Risiko der strategischen Bewertung
6.2.1.5 Beurteilung der Strategiebewertung
6.2.2 Verfahren zur Wahl einer strategischen Option
6.2.3 Eigenschaften der Entscheider
6.2.4 Einfluss von Stakeholdern
6.2.5 Besonderheiten eines Unternehmens
7 Strategieimplementierung in das Unternehmen
7.1 Grundlagen für eine Strategieimplementierung
7.2 Organisatorische Gegebenheiten
7.2.1 Gestaltung von Strukturen
7.2.2 Relevanz von Systemen im Implementierungsprozess
7.2.2.1 Information und Kommunikation
7.2.2.2 Planungs- und Kontrollsysteme
7.3 Operationalisierung der Strategie
7.3.1 Konkretisierung und Präzisierung
7.3.2 Vorgangs- und Maßnahmenplanung
7.3.3 Ressourcenzuweisung und Budgetierung
7.3.4 Koordination und Monitoring
8 Strategieevaluierung
8.1 Prinzipien und Ziele der strategischen Evaluierung
8.2 Strategische Kontrolle
8.2.1 Prämissenkontrolle
8.2.2 Konsistenzkontrolle
8.2.3 Durchführungskontrolle
8.3 Informationen für die Unternehmenssteuerung
8.4 Ergebnisse und Empfehlungen der Strategieevaluierung
8.4.1 Empfehlung für die Erstellung einer strategischen Evaluierung
9 Zusammenfassung und Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit der zentralen Fragestellung, wie strategisches Management zur Generierung eines langfristigen Unternehmenserfolgs in einem dynamischen Marktumfeld beitragen kann. Das Ziel der Arbeit ist es, einen theoretischen Ablauf des strategischen Prozesses mittels eines idealtypischen Prozessmodells darzustellen und die kritischen Erfolgsfaktoren für die Strategieentwicklung, -formulierung, -implementierung und -evaluierung zu identifizieren.
- Grundlagen und Definitionen des strategischen Managements
- Struktur und Ziele strategischer Planungsprozesse
- Analyseinstrumente zur Untersuchung von Markt, Umwelt und Unternehmen
- Strategieoptionen auf verschiedenen organisatorischen Ebenen
- Implementierung und Evaluierung von Strategien
Auszug aus dem Buch
1.1 Ausgangssituation und Relevanz der Thematik
Angesichts der zunehmenden Globalisierung und Digitalisierung und des damit einhergehenden steigenden Wettbewerbsdrucks hat das strategische Management für die Dynamik von Unternehmen eine hohe Relevanz erreicht. Auf die Frage nach dem ‚richtigen‘ Management lassen sich in der Literatur – vor allem der 90er-Jahre – verschiedene Ansätze finden. Zwischen zahlreichen Anstrengungen liegt die Herausforderung darin, den Spagat zwischen der Modernisierung der Märkte und den Wertvorstellungen und somit dem Gewinn der Loyalität und des Vertrauens der Mitarbeiter zu schaffen.
„[…] Wir wollen den Wert unseres Unternehmens nachhaltig steigern. Deshalb verstehen wir Wertschöpfung in einem umfassenden Sinn: Wirtschaftliche, ökologische und soziale Verantwortung bilden eine Einheit.“ Dies ist ein Auszug aus dem Nachhaltigkeitsbericht des Jahres 2013 des Giganten Daimler AG. Der deutsche Automobilhersteller, Google, Coca-Cola und Amazon sind nur ein paar beispielhafte Unternehmen, die eines gemeinsam haben: Sie alle haben sich langfristig einen rentablen Platz in den internationalen Märkten der jeweiligen Branche geschaffen. Um zu diesen Giganten der global agierenden Unternehmen zu gehören, müssen sie Wettbewerbsvorteile generieren, für ihren langfristigen Zuwachs sorgen, hochmotivierte und leistungsstarke Mitarbeiter führen, laufend an neuen Innovationen arbeiten und den Kunden hervorragende Produkte anbieten. Diese genannten Werte und Vorstellungen sind in ein theoretisches Zielsystem eingebettet, das darauf ausgerichtet ist, den Unternehmenswert zu steigern. Die Realisierung erfolgt durch den strategischen Prozess, der von der Zielsetzung über die Strategieanalyse, -formulierung, -implementierung bis hin zur Strategieevaluierung verläuft.
Kapitelübersicht & Zusammenfassung
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik des strategischen Managements ein, erläutert die Ausgangslage in einem globalisierten Marktumfeld und definiert die Forschungsfrage sowie das Ziel der Arbeit.
2 Definition von strategischem Management: Es werden die Grundbegriffe erläutert, die fünf P's der Strategie nach Mintzberg vorgestellt und die sieben zentralen Handlungsfelder eines Unternehmens beschrieben.
3 Ziele des strategischen Managements: Dieses Kapitel behandelt die Zielhierarchie sowie verschiedene Zielinhalte und diskutiert den Shareholder- sowie Stakeholder-Ansatz inklusive deren Risiken.
4 Strategieprozess des strategischen Managements im Überblick: Hier erfolgt ein Überblick über das idealtypische Strategieprozessmodell und eine kritische Auseinandersetzung mit der Entstehung von Strategien.
5 Strategische Analyse: Dieses Kapitel erläutert die Markt-, Umwelt- und Unternehmensanalyse inklusive konkreter Methoden wie der PESTEL-Analyse und der Branchenstrukturanalyse nach Porter.
6 Strategieformulierung als Kernbereich des strategischen Managements: Es werden strategische Optionen auf verschiedenen Ebenen, inklusive Wachstums-, Stabilisierungs- und Desinvestitionsstrategien, detailliert dargelegt.
7 Strategieimplementierung in das Unternehmen: Dieser Abschnitt befasst sich mit den organisatorischen Voraussetzungen, der Operationalisierung der Strategie sowie der Bedeutung von Planung und Koordination.
8 Strategieevaluierung: Das Kapitel erläutert Prinzipien und Ziele der Evaluierung sowie die strategische Kontrolle und gibt Empfehlungen zur Erstellung eines Bewertungssystems.
9 Zusammenfassung und Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse und betont die Notwendigkeit von Abstimmung und langfristiger Perspektive im strategischen Prozess.
Schlüsselwörter
Strategisches Management, Unternehmenserfolg, Wettbewerbsvorteil, Strategieprozess, Strategische Analyse, PESTEL-Analyse, Branchenanalyse, SWOT-Analyse, Strategieformulierung, Strategieimplementierung, Strategieevaluierung, Stakeholder-Management, Unternehmenskultur, Wertkette, Kernkompetenzen
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Diplomarbeit untersucht die Rolle des strategischen Managements als entscheidenden Erfolgsfaktor für Unternehmen in einer komplexen und schnelllebigen Welt.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Arbeit behandelt den gesamten strategischen Prozess, angefangen bei der Analyse über die Formulierung und Implementierung bis hin zur Evaluierung von Strategien.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die Kernfrage lautet, wie strategisches Management einen langfristigen Unternehmenserfolg generieren kann und welche Faktoren dabei von entscheidender Bedeutung sind.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung unter Anwendung idealtypischer Prozessmodelle sowie die Analyse verschiedener Managementkonzepte und -instrumente aus der einschlägigen Fachliteratur.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Phasen des Strategieprozesses: Strategische Analyse, Formulierung von Optionen, Implementierung in die Unternehmensorganisation und die kontinuierliche Evaluierung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Strategischer Prozess, Wettbewerbsvorteil, SWOT-Analyse, Stakeholder-Ansatz, Wertkette, Unternehmenskultur und Strategieimplementierung.
Warum ist die Strategieevaluierung so wichtig für den Erfolg?
Sie fungiert nicht nur als Kontrollinstanz für den Zielerreichungsgrad, sondern dient als Lernprozess, um Abweichungen frühzeitig zu erkennen und Anpassungen an geänderte Rahmenbedingungen vorzunehmen.
Welche Rolle spielt die Unternehmenskultur bei der Implementierung?
Die Kultur eines Unternehmens beeinflusst die Aufnahmebereitschaft für Veränderungen maßgeblich; eine inkonsistente Kultur kann die erfolgreiche Realisierung einer neuen Strategie erschweren.
Inwiefern beeinflusst die VUKA-Umwelt das strategische Management?
Aufgrund von Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Ambiguität müssen Strategien flexibler gestaltet werden, um auf unvorhersehbare Entwicklungen reagieren zu können.
Was ist das Ziel der "Fünf P's" nach Mintzberg?
Dieses Konzept dient dazu, den komplexen Strategiebegriff durch fünf verschiedene Interpretationsmöglichkeiten (Plan, Pattern, Position, Perspective, Ploy) differenzierter zu erfassen.
- Citation du texte
- Tobias Winter (Auteur), 2018, Strategisches Management als Erfolgsfaktor eines Unternehmens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/454909