Soziale Medien wie Facebook, Instagram und WhatsApp sind in unserer Gesellschaft mittlerweile fest verankert. Sie ermöglichen es nicht nur, am Leben Anderer teilzunehmen und in Kontakt zu bleiben, sondern auch das eigene Leben zu teilen. Besonders für Paare in einer Fernbeziehung können sie ein wichtiges Kommunikationsmittel sein.
Doch die Wirkung von Social Media fällt nicht immer positiv aus. Saskia Ax stellt in ihrer Publikation das Phänomen der Digitalen Eifersucht vor. Welche Auswirkungen hat die Vielzahl an öffentlichen Informationen auf den Partner und damit die Beziehung?
Ax zeigt, dass aus der Nutzung von Social Media auch Eifersucht erwachsen kann. Je häufiger ein Partner Beiträge einer fremden Person likt oder kommentiert, desto wahrscheinlicher wird der andere Part eifersüchtig. Saskia Ax untersucht, welches Verhalten in den Sozialen Medien Einfluss auf die Paarbeziehung haben kann.
Aus dem Inhalt
- Selfie;
- Posting;
- Kommunikation;
- Misstrauen;
- Partnerschaft
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Definition Social Media
2.2 Definition Eifersucht
2.3 Eifersucht
2.4 Formen von Eifersucht
2.4.1 Argwöhnische Eifersucht
2.4.2 Reaktive Eifersucht
2.5 Behandlungsbedürftige Eifersucht
2.5.1 Eifersucht als Symptom einer psychischen Erkrankung
2.5.2 Psychopathologisch spezifisches Syndrom oder Eifersuchtswahn
2.6 Eifersuchtsmotive
2.7 Eifersuchtsreaktionen
2.7.1 Empfindungen
2.7.2 Kognitionen
2.7.3 Verhalten
2.8 Geschlechtsspezifische Unterscheidung der Eifersucht
2.9 Social Media
2.9.1 Kommunikation
2.9.2 Selbstdarstellung
2.10 Digitale Eifersucht
2.11 Zwischenfazit
2.12 Hypothesen
3 Methode
3.1 Forschungsdesign
3.1.1 Erster Schritt der Datenerhebung – Qualitatives Interview
3.1.2 Quantitative Datenerhebung – Online Befragung
3.2 Stichprobenbeschreibung
3.3 Auswertungsmethoden
4 Ergebnisse
4.1 Einfluss UV1: Selfies
4.2 Einfluss UV 2: Streit aufgrund eines Kommentars
4.3 Einfluss UV3: Häufigkeit von „gefällt mir“-Markierungen
4.4 Einfluss UV 4: Beschäftigung mit dem Smartphone
4.5 Vergleich zwischen den Geschlechtern in Bezug auf Eifersucht
4.6 Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse
5 Diskussion
5.1 Diskursive Auseinandersetzung mit den Ergebnissen
5.2 Methodische Diskussion
6 Fazit
7 Literaturverzeichnis
7.1 Internetquellen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, inwiefern die Nutzung von Social Media Einfluss auf das Entstehen von Eifersucht in romantischen Paarbeziehungen nimmt und welche spezifischen Faktoren dabei eine Rolle spielen.
- Einfluss von geposteten Selfies auf die Eifersucht
- Wirkung von Kommentaren fremder Personen unter Partner-Bildern
- Zusammenhang zwischen „gefällt mir“-Markierungen und Eifersucht
- Auswirkung der Smartphone-Nutzung in der Partnerschaft
- Geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Eifersuchtsreaktion
Auszug aus dem Buch
2.9 Social Media
Der Fluss von Informationen und die Kommunikation haben sich durch das Internet fundamental verändert. Alles ist schneller, globaler, wirtschaftlicher und unkontrollierbarer geworden (Haider, 2012). Die User sind aktive Akteure, die mitbestimmen, welche Inhalte veröffentlicht werden. Außerdem können sie Sachverhalte kommentieren, löschen oder weitere Informationen hinzufügen (Schilliger, 2010). Diese aktive Partizipation wird Web 2.0 genannt und grenzt sich gerade durch diese aktive Teilnahme vom Web 1.0 ab, bei dem die Nutzer hauptsächlich bereits bestehende Inhalte konsumierten (Schilliger, 2010).
Anhand von Abbildung 1 werden die Unterschiede zwischen Web 1.0 und Web 2.0 deutlich. Eine Dimension betrachtet den Grad der aktiven Mitgestaltung, während eine zweite Dimension den Kommunikationsaspekt beinhaltet. Individuelle Kommunikation bedeutet in diesem Zusammenhang etwa E-Mails schreiben. Es handelt sich also um Nachrichten, die nur für eine oder mehrere ausgewählte Personen bestimmt sind. Blog- und Pinnwandeinträge sind dahingegen für alle Interessierten zugänglich, deshalb wird hier von einer öffentlichen Kommunikation gesprochen.
Aufgrund der Entwicklung und Verbreitung des Internets konnten Menschen die entstehenden Räume für Social Media einnehmen (Haider, 2012). Der Austausch zwischen den Nutzern umfasst eine Vielzahl an Angeboten, die unter anderem das veröffentlichen von Bildern aber auch einen direkten Kommunikationsaustausch mit anderen Mitgliedern umfassen (Weinberg, 2010). Durch das markieren von Bildern, zum Beispiel mit „gefällt mir“, kann der User Beiträge bewerten und durch Kommentare seine Meinung dazu äußern. Social Media sind also Community Websites, auf denen Informationen, Erkenntnisse und Sichtweisen ausgetauscht werden können (Weinberg, 2010).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Vorstellung des Themas und der Forschungsfrage bezüglich des Einflusses von Social Media auf die Eifersucht in Beziehungen.
2 Theoretische Grundlagen: Definition der zentralen Begriffe und Erläuterung der psychologischen Hintergründe von Eifersucht sowie deren digitale Manifestation.
3 Methode: Darstellung des Forschungsdesigns, das ein qualitatives Interview als Vorstudie und eine quantitative Online-Befragung zur Hypothesenprüfung umfasst.
4 Ergebnisse: Präsentation der statistischen Auswertungen bezüglich der Hypothesen zu Selfies, Kommentaren, Likes und Smartphone-Nutzung.
5 Diskussion: Interpretation der erhobenen Daten im Kontext der aufgestellten Hypothesen sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der gewählten Methodik.
6 Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf.
Schlüsselwörter
Digitale Eifersucht, Social Media, Partnerschaft, Selbstdarstellung, Online-Kommunikation, Eifersuchtsmotive, Beziehungszufriedenheit, Cyber-Cheating, Beziehungsfaktoren, Soziodemografische Daten, Quantitative Datenerhebung, exploratives Interview, Selbstwert, Internetnutzung, Medienpsychologie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit?
Die Arbeit analysiert den Einfluss von Social-Media-Plattformen wie Facebook und Instagram auf die Entstehung und Verstärkung von Eifersucht innerhalb romantischer Beziehungen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die Rolle der Selbstdarstellung durch Selfies, die Auswirkung öffentlicher Kommunikation und Kommentare sowie die Bedeutung von Smartphone-Interaktionen für das Vertrauen in einer Partnerschaft.
Was ist das primäre Ziel der Studie?
Ziel ist es zu untersuchen, ob Social Media eine negative Auswirkung auf die Eifersucht in Liebesbeziehungen hat und welche Faktoren – wie z. B. die Häufigkeit von Selfies – dabei eine signifikante Rolle spielen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt einen methodischen Mix: Ein exploratives, halb-standardisiertes Interview als Vorstudie dient als Basis für einen darauf aufbauenden, strukturierten Online-Fragebogen zur quantitativen Hypothesenprüfung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im theoretischen Teil werden Begriffe wie Eifersucht, Social Media und digitale Eifersucht definiert. Der empirische Teil umfasst die Stichprobenbeschreibung sowie die statistische Auswertung der Daten mittels Rangkorrelationen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Digitale Eifersucht, Social Media, Partnerschaft, Selbstdarstellung, Online-Kommunikation, Beziehungszufriedenheit und Cyber-Cheating sind zentrale Begriffe.
Gab es einen Unterschied zwischen den Geschlechtern bei der Eifersucht?
Nein, die Untersuchung konnte keinen statistisch signifikanten Unterschied zwischen Männern und Frauen bezüglich der Eifersucht feststellen, was im Widerspruch zu manchen bisherigen Forschungsbefunden steht.
Was bedeutet „Kontrolleifersucht“ in der Studie?
Hierbei handelt es sich um eine Form der Eifersucht, die sich in spezifischen Kontrollmechanismen des Partners innerhalb digitaler Netzwerke äußert, beispielsweise durch das Überprüfen von Likes oder Kommentaren.
- Citation du texte
- Saskia Ax (Auteur), 2019, Digitale Eifersucht. Der Einfluss von Social Media auf die Eifersucht in einer Paarbeziehung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/455117