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Abraham im Koran. Gemeinsamkeiten und/oder Unterschiede bezüglich Abraham im Judentum, Christentum und Islam

Titre: Abraham im Koran. Gemeinsamkeiten und/oder Unterschiede bezüglich Abraham im Judentum, Christentum und Islam

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2018 , 18 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Winfried Kumpitsch (Auteur)

Théologie - Sciences des religions comparatives
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Sowohl Judentum, Christentum als auch der Islam werden als die drei abrahamitischen Religionen bezeichnet. Dies hat den Ursprung darin, dass Abraham in all diesen drei Religionen eine mehr oder weniger grundlegende Bedeutung zur eigenen Identitätsstiftung hat. Darum gibt es Versuche von Abraham ausgehend einen interreligiösen Trialog zu führen.
Hierbei erhebt sich nun die Frage, ob, und wenn ja, inwiefern die Gestalt des Abrahams in den drei monotheistischen Religionen gleich verstanden und interpretiert wird, oder ob es sich dabei schlichtweg bloß um eine Figur gleichen Namens handelt.
In dieser Seminararbeit steht somit die Gestalt des Abrahams im Koran im Zentrum, da im Gegensatz zur christlichen Bibel, der Koran nicht die jüdische Torah übernommen, sondern Muhammad nur „Anleihen“ aus jüdisch-christlichen Schriften genommen hat. Daher soll zunächst auch ein Blick auf den Koran und seine Entstehung geworfen werden.
Im Anschluss an die Darlegung Abrahams im Koran, wird als letzter Punkt dann auch kurz auf die größten Unterschiede bzw. Gemeinsamkeiten eingegangen werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Koran – Koranexegese

2. Abraham/Ibrāhīm im Koran

2. 1. Abraham in den mekkanischen Suren

2. 2. Abraham in den medinensischen Suren

3. Gemeinsamkeiten und/oder Unterschiede bezüglich Abraham im Judentum, Christentum und Islam

3. 1. Abraham als Hanif

3. 2. Kampf mit den Götzen

3. 3. Engel bei Abraham

3. 4. Opferung des Sohnes

3. 5. Verhältnis Isaak - Ismael

Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit untersucht die Gestalt des Abrahams (Ibrāhīm) im Koran, um zu klären, inwieweit sein Verständnis zwischen den monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam übereinstimmt oder divergiert, wobei insbesondere die unterschiedliche Gewichtung in mekkanischen und medinensischen Suren sowie der Einfluss Muhammads im Mittelpunkt stehen.

  • Die Entstehung und Exegese des Korans als Grundlage für das Abrahambild.
  • Die differenzierte Darstellung Abrahams in mekkanischen und medinensischen Suren.
  • Die Rolle Abrahams als "Hanif" und seine Bedeutung für die islamische Identität.
  • Die Analyse zentraler Motive wie der Götzendienst, die Engelbesuche und die Opferung des Sohnes.
  • Die historische und theologische Bedeutung der Identifizierung des Sohnes als Isaak oder Ismael.

Auszug aus dem Buch

3. 3. Engel bei Abraham

Sowohl in Sure 11, als auch 15 und 51 wird die Verkündigung der Geburt eines Sohnes ausführlich geschildert, wobei nur in Sure 11 dieser mit Namen genannt wird.

Ein Unterschied zur biblischen Erzählung in Gen 18 liegt darin, dass zum einen in Sure 11 und 51 die Gesandten Gottes, das ihnen zur Speise gereichte Kalb nicht anrühren und dadurch Abraham erkennt, dass es sich um Engel handeln müsse und er wird dadurch in Furcht versetzt, wobei unklar bleiben muss, ob diese Furcht Angst vor den Speise verweigernden und somit potentiell feindlichen Fremden oder Mysterium tremendum et fascinosum einer Gottesbegegnung charakterisieren soll. Wie dem auch sei, das nicht anrühren der Speisen ist das erste Unterscheidungsmerkmal.

Des Weitern wird im Koran nicht festgehalten, wie viele bei Abraham einkehren. Die Genesiserzählung spricht hingegen von drei Männern. Diese Dreizahl verbunden mit der Singularanrede durch Abraham („Mein Herr ...“ Gen 18,3) führte im frühen Christentum dazu, dass von Origines bis Ambrosius die drei Besucher auf die Trinität hin gedeutet wurden. Im Zuge der innerchristlichen christologischen und trinitarischen Auseinandersetzungen wurdeü jedoch, vor allem seit Augustinus, dazu übergegangen, die drei Männer als Engel zu verstehen, die symbolisch auf den dreieinigen Gott verweisen.

Der nächste Unterschied liegt darin, dass in Sure 11:71 das Lachen der namentlich nicht genannten Frau, im Gegensatz zu Gen 18,12, wo sie mit Sarah bezeichnet wird, vor die Ankündigung der Geburt des Sohnes, aber direkt auf die Vernichtungsbotschaft von Lots Volk, folgt. Nach der Verkündigung folgt zwar, die Frage, wie sie denn als alte Frau noch ein Kind bekommen solle, doch ändert nichts daran, dass ihr Lachen völlig unverständlich bleibt. Möglicherweise wurde Sarahs Lachen von Muhammad als unschicklich empfunden, oder diese Abweichung kam wegen des Reimschemas zustande.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in das Thema der abrahamitischen Religionen und die Fragestellung zur Interpretation der Gestalt Abrahams.

1. Koran – Koranexegese: Überblick über die Entstehung des Korans, die Bedeutung der Sureneinteilung und Methoden der Koranauslegung.

2. Abraham/Ibrāhīm im Koran: Analyse der zentralen Position Abrahams und methodische Herausforderungen bei der koranischen Textanalyse.

2. 1. Abraham in den mekkanischen Suren: Untersuchung der früh-koranischen Darstellung Abrahams als bedeutendster Prophet und Freund Gottes.

2. 2. Abraham in den medinensischen Suren: Untersuchung der späten Suren, in denen Abraham als Vater der Gläubigen und Vorbild für die Gemeinde hervortritt.

3. Gemeinsamkeiten und/oder Unterschiede bezüglich Abraham im Judentum, Christentum und Islam: Vergleich der theologischen Ausprägungen des Abrahambildes zwischen den drei Religionen.

3. 1. Abraham als Hanif: Erörterung der Rolle Abrahams als Urmonotheist und die Instrumentalisierung dieses Konzepts durch Muhammad.

3. 2. Kampf mit den Götzen: Betrachtung des häufigsten Motivs der Auseinandersetzung Abrahams mit dem Götzendienst als Legitimation der Auswanderung.

3. 3. Engel bei Abraham: Darstellung der Unterschiede zwischen biblischer und koranischer Erzählweise bezüglich der Verkündigung der Geburt.

3. 4. Opferung des Sohnes: Analyse der koranischen Opfererzählung im Kontrast zum biblischen Bericht, insbesondere hinsichtlich des Glaubensentscheids.

3. 5. Verhältnis Isaak - Ismael: Untersuchung der Verschiebung in der Gewichtung beider Söhne und deren Bedeutung für das Verhältnis zum Judentum.

Resümee: Zusammenfassung der Ergebnisse hinsichtlich der Unterschiede im Abrahambild und der Möglichkeiten eines interreligiösen Trialogs.

Schlüsselwörter

Abraham, Ibrāhīm, Koran, Islam, Judentum, Christentum, Hanif, Offenbarung, Mekkanische Suren, Medinensische Suren, Götzendienst, Isaak, Ismael, Koranexegese, Interreligiöser Dialog.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Seminararbeit befasst sich mit der Gestalt des Abrahams, im Koran als Ibrāhīm bezeichnet, und untersucht dessen Darstellung und Bedeutung in den koranischen Suren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Entstehung des Korans, die Unterscheidung zwischen mekkanischen und medinensischen Suren sowie der interreligiöse Vergleich des Abrahambildes zwischen Judentum, Christentum und Islam.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit geht der Frage nach, ob Abraham in den drei monotheistischen Religionen identisch verstanden wird oder ob es sich lediglich um eine Figur gleichen Namens mit unterschiedlichen Interpretationen handelt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die historisch-kritische Methode der Koranexegese und vergleicht koranische Verse mit biblischen Erzählungen sowie religionsgeschichtlichen Kontexten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der koranischen Suren zu Abraham und einen thematischen Vergleich (Hanifentum, Götzendienst, Engelbesuch, Opferung des Sohnes, Verhältnis Isaak-Ismael).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Abraham, Ibrāhīm, Koran, Hanif, Monotheismus und der interreligiöse Vergleich.

Warum wird Abraham im Koran als "Hanif" bezeichnet?

Die Bezeichnung als Hanif dient der Charakterisierung Abrahams als Urmonotheisten, der Gott allein mit Vernunft erkannt hat, und dient Muhammad dazu, den Islam als älteste und reinste Religion zu legitimieren.

Welchen Einfluss hatte der Wechsel von Mekka nach Medina auf das Abrahambild?

Der Wechsel beeinflusste die Darstellung Abrahams, indem in Medina eine stärkere Abgrenzung zum Judentum stattfand, was unter anderem zur verstärkten Betonung von Ismael als Sohn Abrahams führte.

Wird in der Arbeit eindeutig geklärt, welchen Sohn Abraham opfern sollte?

Nein, der Koran nennt den Namen des Sohnes nicht explizit. Die Arbeit erläutert, dass sowohl Isaak als auch Ismael in der Tradition und Auslegung identifiziert werden, wobei sich eine spätere Vorliebe für Ismael im islamischen Kontext abzeichnet.

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Résumé des informations

Titre
Abraham im Koran. Gemeinsamkeiten und/oder Unterschiede bezüglich Abraham im Judentum, Christentum und Islam
Université
University of Graz  (Religionswissenschaft)
Note
1,0
Auteur
Winfried Kumpitsch (Auteur)
Année de publication
2018
Pages
18
N° de catalogue
V455129
ISBN (ebook)
9783668860599
ISBN (Livre)
9783668860605
Langue
allemand
mots-clé
Abraham Koran Hanif mekkanische Suren medinensische Suren Isaak Ismael
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Winfried Kumpitsch (Auteur), 2018, Abraham im Koran. Gemeinsamkeiten und/oder Unterschiede bezüglich Abraham im Judentum, Christentum und Islam, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/455129
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Extrait de  18  pages
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