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Musik für das Auge. Analyse der visuellen Umsetzung populärer Musik in Musikvideos

Título: Musik für das Auge. Analyse der visuellen Umsetzung populärer Musik in Musikvideos

Trabajo Escrito , 2017 , 42 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Nina Langer (Autor)

Musicología - Otras
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Die Musikgeschichte ist reich an Versuchen dem Hörerlebnis durch die Kombination von Ton und Bild synästhetische Erfahrungen anzufügen: Indem Musik „sichtbar“, „fühlbar“ oder „greifbar“ wird, erweitert sich der Horizont für den Rezipienten zu einem ganzheitlichen Musikerlebnis. Mit dem Aufkommen des Musikfernsehens, markiert durch den Sendestart von MTV 1981, entwickelte sich das Musikvideo als beliebte visuelle Darstellungsform populärer Musik.

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich daher mit der Untersuchung der Verknüpfung von Ton und Bild in Musikvideos.

Identifiziert werden Visualisierungstechniken und -praktiken des musikalischen Geschehens, die über die gehörte Musik hinaus klangliche und rhythmische Strukturen offenbaren und somit das auditive Erleben beeinflussen. Der erste Teil der Forschungsarbeit umfasst terminologische und theoretische Grundlagen zu Visualisierungen populärer Musik. Aufbauend auf der Einordnung „Populärer Musik“, werden Musikvideos als Darstellungsform beurteilt. Den Schwerpunkt bilden verschiedene Visualisierungsformen, die vor dem Hintergrund audiovisueller Konzepte diskutiert werden. Im zweiten Teil sollen die theoretischen Überlegungen anhand qualitativer Musikvideoanalysen empirisch überprüft werden. Untersucht und miteinander verglichen werden die beiden von dem Regisseur Michel Gondry produzierten Videoclips „Around the World“ (1997) von Daft Punk und „The Hardest Button to Button“ (2003) von The White Stripes. Im Anschluss an die Zusammenfassung der Analyseergebnisse erfolgt ein Ausblick über das Potenzial des Musikvideos im Zeitalter von Multimedia. Abschließend werden potenzielle Forschungsansätze für weitere Untersuchungen aufgezeigt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Grundlagen zu Visualisierungen populärer Musik in Musikvideos

1.1 Populäre Musik

1.2 Musikvideos als Darstellungsform populärer Musik

2. Musikvideoanalyse

2.1 Untersuchungsmaterial und Forschungsmethode

2.2 Daft Punk – Around the World (1997)

2.3 The White Stripes – The Hardest Button to Button (2003)

2.4 Vergleich der Musikvideos

3. Fazit und Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die audiovisuelle Verknüpfung von Ton und Bild in Musikvideos am Beispiel von zwei Werken des Regisseurs Michel Gondry. Das primäre Ziel besteht darin, Visualisierungstechniken und -praktiken zu identifizieren, die über die gehörte Musik hinaus klangliche sowie rhythmische Strukturen offenbaren und die auditive Wahrnehmung beeinflussen.

  • Theoretische Grundlagen zur Visualisierung populärer Musik
  • Qualitative Analyse von Musikvideos als eigenständige ästhetische Objekte
  • Untersuchung der musikalischen Struktur und deren bildliche Umsetzung
  • Vergleich der Visualisierungsstrategien bei Daft Punk und The White Stripes
  • Bedeutung der Kameraführung und Montage für die audiovisuelle Synthese

Auszug aus dem Buch

2.4 Vergleich der Musikvideos

Die vorangegangenen Ausführungen machen deutlich, dass im Ton-Text-Bild-Gefüge das Augenmerk der Visualisierung eindeutig auf der musikalischen Ebene liegt. Bezüge zur Textebene finden sich lediglich in assoziativer Form bei der bildlichen Darstellung der Hookline, dem auffälligsten und einprägsamsten Teil des Musikstückes, der meist Teil des Refrains oder wie in den vorliegenden Stücken zugleich der Titel des Liedes ist (Vernallis 2004, S. 145). Dies entspricht den Überlegungen von Gabrielli (2010, S. 91–92) zur Paraphrasierung des Liedtextes durch das Bild.

Die Besonderheit der beiden Musikvideos liegt in der Umsetzung, der von Gabrielli (2010, S. 96) definierten vierten Funktion eines Bildes gegenüber der Musik, der visuellen Imitation musikalischer Parameter. Analog zu der Filmmusiktechnik „mickeymousing“ (Peeters 2004), wird im umgekehrten Fall die Musik punktgenau von Bildern begleitet. Die Klang- und Bildereignisse sind dabei in höchster Form des „synchronic continuum“ aufeinander abgestimmt, indem das gesamte Video von „synchronization points“ durchzogen ist (Chion 2012, S. 55; Gabrielli 2010, S. 97). Konstruiert wird ein Effekt der „Synchresis“, ein von Chion (1994, S. 63) eingeführtes Kunstwort aus der Kombination „Synchronizität“ und „Synthese“.

Zwischen dem Auditiven und Visuellen findet ein Verschmelzungsprozess statt, was zur Vorstellung eines wesenhaften Zusammenhangs zwischen den Ebenen führt (Vernallis 2004, S. 180). Insbesondere in „The Hardest Button to Button“ wird auf eine exakte Visualisierung des klanglichen Geschehens geachtet, indem bspw. ein Schlag auf das Crash-Becken genau einmal repräsentiert wird. Im Gegensatz zu „Around the World“ wird für den Rezipienten durch die jeweilige Abbildung des Instrumentes sofort ersichtlich, inwiefern sich die musikalische Struktur ändert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Grundlagen zu Visualisierungen populärer Musik in Musikvideos: Dieses Kapitel erläutert den theoretischen Rahmen und definiert populäre Musik sowie die Rolle des Musikvideos als zentrales, audiovisuelles Medium.

2. Musikvideoanalyse: Hier erfolgt die empirische Untersuchung der Musikvideos von Michel Gondry, wobei methodische Kriterien definiert und die audiovisuelle Gestaltung detailliert analysiert werden.

3. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und reflektiert die zukünftige Bedeutung innovativer Visualisierungspraktiken für das Musikvideo.

Schlüsselwörter

Musikvideo, Michel Gondry, Visualisierung, audiovisuelle Synthese, Rhythmus, Klangfarbe, Daft Punk, The White Stripes, Synästhesie, Musikvideoanalyse, Synchronisation, Gestaltungsmittel, populäre Musik, Medientheorie, Stop-Motion-Technik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der visuellen Umsetzung von populärer Musik in Musikvideos, wobei der Fokus auf dem Zusammenspiel von Ton und Bild liegt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die audiovisuelle Wahrnehmung, die Struktur von Musikvideos als künstlerische Darstellungsform sowie die Anwendung verschiedener Visualisierungsstrategien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, herauszuarbeiten, wie musikalische Parameter wie Rhythmus und Klangfarbe durch visuelle Mittel explizit gemacht werden und wie dadurch eine audiovisuelle Einheit entsteht.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine qualitative, hermeneutisch-interpretative Methode, bei der die Musikvideos deskriptiv als „Texte“ analysiert werden.

Was bildet den inhaltlichen Hauptteil der Analyse?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die detaillierte Analyse der Musikvideos „Around the World“ von Daft Punk und „The Hardest Button to Button“ von The White Stripes unter der Regie von Michel Gondry.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Musikvideoanalyse, audiovisuelle Synthese, Synchronisation, visuelle Imitation musikalischer Parameter und Michel Gondry.

Warum wurde Michel Gondry als Regisseur für diese Untersuchung gewählt?

Gondry wurde gewählt, weil seine Arbeiten für eine besonders starke, ästhetisch-künstlerische Bildsprache bekannt sind, bei der Musik im direkten Sinn sichtbar gemacht wird.

Was ist der Unterschied in der Visualisierung zwischen den beiden analysierten Videos?

Während „Around the World“ stark mit Figurengruppen arbeitet, die musikalische Einheiten darstellen, setzt „The Hardest Button to Button“ auf die mathematische Multiplikation von Instrumenten und Verstärkern zur Visualisierung der musikalischen Vielschichtigkeit.

Final del extracto de 42 páginas  - subir

Detalles

Título
Musik für das Auge. Analyse der visuellen Umsetzung populärer Musik in Musikvideos
Universidad
University of Siegen
Curso
Medienästhetik. Musik sehen: Theorie und Praxis der Visualisierungen populärer Musik
Calificación
1,0
Autor
Nina Langer (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
42
No. de catálogo
V455371
ISBN (Ebook)
9783668895102
ISBN (Libro)
9783668895119
Idioma
Alemán
Etiqueta
Populäre Musik Pop-Musik Musikvideos Visualisierung Daft Punk Around the World The White Stripes The Hardest Button to Button Musikvideoanalyse hermeneutisch-interpretative Methode Michel Gondry
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Nina Langer (Autor), 2017, Musik für das Auge. Analyse der visuellen Umsetzung populärer Musik in Musikvideos, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/455371
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