Die Zunahme an Komplexität innerhalb von Organisationen führt in der heutigen Zeit zu einem Defizit an Führungsmöglichkeiten. Bedingt wird diese Problematik durch die fortschreitende Digitalisierung, sowie eine Unfähigkeit der Anpassung an sich immer schneller verändernde Prozesse. Kommunikation, die als Bindeglied innerhalb von Organisationen fungiert, erhält durch die Digitalisierung ein neues Gewandt. Demnach ist die Entstehung von Komplexität durch schnelle Veränderungen, Rückkopplungsprozesse und Selbstorganisation gekennzeichnet, welche durch die Organisation der Führung zumeist nicht aufzulösen ist. Kommunikation unterliegt damit einem immer schnelleren Wandel, der nur schwer zu kontrollieren sowie organisieren ist. Entsprechend werden gänzlich neue Anforderungen an Führungskräfte gestellt. Um die Herausforderungen des digitalen Wandels für Führung greifbar zu machen, wurden in der vorliegenden Seminararbeit Führungskräfte befragt, die den Wandel hin zu einer digitalen Kommunikation und die damit einhergehenden Chancen und Probleme in Bezug auf das Thema Führung beurteilen sollten.
Ergebnisse dieser Untersuchung sind, dass digitale Kommunikation Führung tendenziell vereinfacht, es dabei jedoch nur unzureichend schafft den persönlichen Kontakt zu substituieren. Positive Aspekte sind Effizienzsteigerungen, da Kommunikation nicht nur von jedem Ort aus möglich, sondern auch zeitlich unbeschränkt ist. Negative Aspekte ergeben sich hingegen aus Komplexitätserhöhungen bedingt durch neuen Technologien, bei der die Führungskraft einen Spagat zwischen digitalem Wandel und persönlichen Bedürfnissen der Mitarbeiter meistern und die wesentlichen Führungsinhalte zunehmend über neue digitale Kommunikationsmedien umsetzten muss.
Inhaltsverzeichnis
- Kapitel 1: Einleitung
- Kapitel 2: Theoretische Betrachtungsebene
- 2.1 Digitalisierung
- 2.2 Führung
- 2.3 Kommunikation
- Kapitel 3: Untersuchung
- 3.1 Methodik
- 3.2 Ergebnisse
- 3.3 Diskussion
- Kapitel 4: Synergetische Schlussbetrachtung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Seminararbeit befasst sich mit der Herausforderung der Führung im Wandel der Digitalisierung. Sie analysiert, wie die Kommunikation von Führungsinhalten in dezentral organisierten Unternehmen durch digitale Medien substituiert werden kann. Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Führungsfunktionen von Wertschätzung, Motivation, Vertrauen und Vorbildfunktion und befragt Führungskräfte aus der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsbranche nach ihren Erfahrungen mit digitaler Kommunikation.
- Die Herausforderungen der digitalen Transformation für die Führung
- Die Bedeutung der Kommunikation in der digitalen Arbeitswelt
- Die Möglichkeiten und Grenzen digitaler Medien für die Vermittlung von Führungsinhalten
- Die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Beziehung zwischen Führungskräften und Mitarbeitern
- Die Notwendigkeit, neue Führungsstrategien und Kommunikationskonzepte zu entwickeln
Zusammenfassung der Kapitel
- Kapitel 1: Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der Seminararbeit ein und definiert die forschungsleitende Fragestellung. Sie beleuchtet die gesellschaftliche Bedeutung der digitalen Transformation und die damit verbundenen Herausforderungen für Unternehmen und Führungskräfte.
- Kapitel 2: Theoretische Betrachtungsebene: Dieses Kapitel liefert den theoretischen Hintergrund der Seminararbeit. Es beleuchtet die Konzepte von Digitalisierung, Führung und Kommunikation im Kontext der forschungsleitenden Fragestellung. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Media-Richness-Theorie, die die Effektivität verschiedener Kommunikationsmedien in Abhängigkeit von der Komplexität der Situation erläutert.
- Kapitel 3: Untersuchung: Das Kapitel beschreibt die empirische Untersuchung, die durchgeführt wurde, um die forschungsleitende Fragestellung zu beantworten. Es werden die Methodik, die Ergebnisse und die Diskussion der Untersuchung dargestellt. Die Ergebnisse der Interviews mit Führungskräften aus der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsbranche werden anhand von Kategorien analysiert, die die Vermittlung von Wertschätzung, Motivation, Vertrauen und Vorbildfunktion über digitale Kommunikation betrachten.
Schlüsselwörter
Die Seminararbeit behandelt die zentralen Themenfelder der digitalen Transformation, Führung, Kommunikation, Wertschätzung, Motivation, Vertrauen, Vorbildfunktion, Media-Richness-Theorie, dezentrale Organisationsstrukturen und Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsbranche.
Häufig gestellte Fragen
Wie verändert die Digitalisierung die Anforderungen an Führungskräfte?
Führungskräfte müssen heute den Spagat zwischen technologischem Wandel und den persönlichen Bedürfnissen der Mitarbeiter meistern, oft über räumliche Distanz hinweg.
Was sind die Vorteile digitaler Kommunikation in der Führung?
Zu den Vorteilen zählen Effizienzsteigerungen, da Kommunikation orts- und zeitunabhängig möglich ist und Prozesse beschleunigt werden können.
Kann digitale Kommunikation den persönlichen Kontakt ersetzen?
Die Untersuchung zeigt, dass digitale Medien den persönlichen Kontakt zwar ergänzen und Führung vereinfachen können, ihn aber nur unzureichend vollständig substituieren.
Was besagt die Media-Richness-Theorie?
Diese Theorie erläutert, dass die Effektivität eines Kommunikationsmediums davon abhängt, wie komplex die zu vermittelnde Information ist (z.B. Videochat für Emotionen vs. E-Mail für Daten).
Welche Führungsaspekte leiden besonders unter rein digitaler Kommunikation?
Aspekte wie die Vermittlung von Wertschätzung, der Aufbau von tiefem Vertrauen und die Vorbildfunktion sind digital schwerer umsetzbar als im direkten Kontakt.
- Citar trabajo
- Can Kaplan (Autor), 2018, Kommunikation der Führung im Wandel der Digitalisierung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/455571