Die vorliegende Bachelorarbeit widmet sich dem Thema „Mentales Training – Sportpsychologische Intervention am Beispiel einer Jugendmannschaft im Nachwuchsfußball.“ In ihr soll die Frage beantwortet werden, ob sich die Leistungsfähigkeit junger Nachwuchsspieler durch bewusstes und gezieltes mentales Training mittels sportpsychologischer Intervention steigern lässt. Um auf diese Ausgangsfrage eine aussagekräftige Antwort zu bekommen, wurde ein spezielles Trainingsprojekt entwickelt, welches sich über insgesamt viereinhalb Wochen streckt.
Zur Messung der Leistungssteigerung absolvierte die U17 des SV Bergisch Gladbach 09 zu Beginn und zum Abschluss des Projektes jeweils eine Trainingseinheit mit zwei verschiedenen Torschussübungen. Die Spieler hatten die Aufgabe, aufgestellte Ziele in den unteren und oberen Ecken des Tores zu treffen. In den viereinhalb Wochen zwischen diesen beiden Trainingseinheiten lernte die Mannschaft die Progressive Muskelrelaxation (PMR) als sportpsychologische Intervention kennen. Diese Art des mentalen Trainings sollte zur Aktivationsregulation beitragen und die individuelle Leistungsfähigkeit der einzelnen Spieler verbessern.
Am Ende des Trainingsprojektes wurden die erzielten Ergebnisse der Spieler aus den Trainingseinheiten mit den Torschussübungen ausgewertet und analysiert. Daraus folgte die Erkenntnis, dass sich die kurze Zeit der Intervention als positiv wirksam für die zu untersuchende Gruppe herausgestellt hat. In nahezu allen Auswertungen hat sich eine Leistungssteigerung der Nachwuchsspieler ergeben. Außerdem sicherte sich die U17 des SV Bergisch Gladbach 09 während des Zeitraums des Projektes, auch durch den Einsatz von mentalem Training mittels sportpsychologischer Intervention, in einem langen Saisonendspurt den Klassenerhalt in ihrer Spielklasse.
Inhaltsübersicht
1 Einleitung
2 Gegenstand der Arbeit
3 Definition "Mentales Training"
4 Sportpsychologische Interventionen
4.1 Die Selbstgesprächsregulation
4.2 Die Kompetenzerwartung
4.2.1 Das Prognosetraining
4.2.2 Training der Nichtwiederholbarkeit
4.2.3 Prognosetraining und Einmaligkeitstraining mit Zeitverzögerung
4.3 Die Aufmerksamkeitsregulation
4.4 Die Aktivationsregulation
4.4.1 Relaxationstechniken
4.4.2 Mobilisationstechniken
4.5 Die Vorstellungsregulation
4.5.1 Mentales Training
5 Sportpsychologie im Nachwuchsfußball
6 Das Trainingsprojekt - Angewandtes Verfahren
6.1 Pre-Test
6.2 PMR als Interventionsmaßnahme
6.3 Post-Test
7 Die U17 des SV Bergisch Gladbach 09
8 Auswertung und Analyse der Ergebnisse
8.1 Ergebnisvergleich der beiden Übungen
8.2 Ergebnisse der einzelnen Spieler
8.3 Ergebnisvergleich nach Positionen
8.4 Sonstige Erkenntnisse
9 Fazit
10 Ausblick
11 Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, ob die Leistungsfähigkeit von jungen Nachwuchsfußballern durch gezielte sportpsychologische Interventionen, speziell durch mentales Training, messbar gesteigert werden kann. Dabei wird ein praktisches Trainingsprojekt mit der U17 des SV Bergisch Gladbach 09 durchgeführt.
- Definition und Grundlagen des mentalen Trainings im Fußball
- Analyse verschiedener sportpsychologischer Interventionsmethoden
- Einsatz der Progressiven Muskelrelaxation (PMR) als Trainingsmaßnahme
- Durchführung eines Pre-Tests und Post-Tests zur Leistungsdiagnostik
- Auswertung der Trefferquoten bei Torschussübungen unter Druck- und Spielsituationen
Auszug aus dem Buch
6.2 PMR als Interventionsmaßnahme
Nach dem absolvierten Pre-Test folgen viereinhalb Wochen der sportpsychologischen Intervention. Als Maßnahme wird die Progressive Muskelrelaxation angewendet, was verschiedene Gründe hat. Jugendliche im Alter von 16 und 17 Jahren sind während ihres Alltags vielen äußeren Einflüssen ausgesetzt, die das Erregungsniveau der jungen Fußballer in die Höhe treiben. Solche Einflüsse sind unter anderem die körperlich, kognitiv, emotional und sozial besonders intensiven Veränderungen in der mittleren bis späten Phase des Heranwachsens oder die Identitätssuche einhergehend mit der Entwicklung eines Selbstbildes.
Gemäß dem in Kapitel 5.4 beschriebenen Yerkes-Dodson-Gesetz muss demnach mit der Aktivationsregulation der angemessene Aktivationsgrad für eine bestmögliche Leistung gefunden werden. Mithilfe der Progressiven Muskelrelaxation sollen die jungen Nachwuchsspieler mit Betreten des Sportplatzes ihre Alltagssorgen in den Hintergrund stellen und sich auf den Fußball sowie die anstehenden Aufgaben während der Trainingseinheiten konzentrieren. Die Aktivationsregulation hat hier zusätzlich noch den Nebeneffekt, dass der Zusammenhalt und Teamgeist innerhalb der Mannschaft gestärkt werden kann.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung mentaler Fertigkeiten im Leistungssport und den wachsenden Einsatz von Mentaltrainern im Fußball.
2 Gegenstand der Arbeit: Dieses Kapitel definiert die Zielsetzung der Bachelorarbeit und erläutert das methodische Vorgehen bei der Untersuchung.
3 Definition "Mentales Training": Hier werden verschiedene wissenschaftliche Definitionen des mentalen Trainings präsentiert, um ein einheitliches Verständnis für die Arbeit zu schaffen.
4 Sportpsychologische Interventionen: Das Kapitel bietet eine Übersicht über verschiedene Techniken wie Selbstgesprächsregulation, Kompetenzerwartung und Aufmerksamkeitsregulation.
5 Sportpsychologie im Nachwuchsfußball: Die Besonderheiten bei der Arbeit mit jugendlichen Spielern werden thematisiert und der Bedarf an altersgerechter Talentförderung hervorgehoben.
6 Das Trainingsprojekt - Angewandtes Verfahren: Dieses Kapitel detailliert den Versuchsaufbau, einschließlich des Pre-Tests, der Intervention durch PMR und des Post-Tests.
7 Die U17 des SV Bergisch Gladbach 09: Die Testgruppe wird vorgestellt, wobei die Bedeutung ihrer aktuellen sportlichen Situation für die Studie erläutert wird.
8 Auswertung und Analyse der Ergebnisse: Die Ergebnisse der Torschussübungen werden detailliert ausgewertet, wobei sowohl individuelle Leistungen als auch positionsbezogene Unterschiede betrachtet werden.
9 Fazit: Das Fazit beantwortet die zentrale Forschungsfrage positiv und bewertet den Gesamterfolg des Trainingsprojektes.
10 Ausblick: Der Ausblick erörtert die künftige Notwendigkeit, sportpsychologische Aspekte verstärkt in die Ausbildung junger Fußballtalente zu integrieren.
11 Literaturverzeichnis: Hier werden alle in der Arbeit verwendeten Quellen und wissenschaftlichen Publikationen aufgelistet.
Schlüsselwörter
Mentales Training, Sportpsychologie, Progressive Muskelrelaxation, Nachwuchsfußball, Leistungssteigerung, Aktivationsregulation, Kompetenzerwartung, Torschuss, Leistungsdiagnostik, U17, Sportpsychologische Intervention, Konzentration, Yerkes-Dodson-Gesetz, Selbstgesprächsregulation, Vorstellungsregulation
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den Einfluss von mentalem Training und sportpsychologischen Interventionen auf die Leistungsfähigkeit junger Fußballer am Beispiel einer U17-Mannschaft.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die zentralen Themen umfassen die Definition mentalen Trainings, diverse Regulationsformen wie Selbstgespräche und Aufmerksamkeitssteuerung sowie deren praktische Anwendung im Nachwuchsbereich.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob sich die Zielgenauigkeit und Leistungsfähigkeit von Nachwuchsspielern durch ein gezieltes mentales Trainingsprogramm signifikant verbessern lässt.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wurde eine empirische Untersuchung in Form eines viereinhalbwöchigen Trainingsprojektes durchgeführt, das mittels Pre-Test und Post-Test (Torschussübungen) die Ergebnisse vergleicht.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der theoretischen Fundierung der psychologischen Techniken, der Beschreibung des Trainingsprojektes sowie der detaillierten Auswertung der erzielten sportlichen Ergebnisse.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Zu den prägenden Begriffen zählen Mentales Training, Progressive Muskelrelaxation, Leistungssteigerung, Nachwuchsfußball und Sportpsychologische Intervention.
Warum wurde die Progressive Muskelrelaxation für das Projekt gewählt?
Die PMR wurde gewählt, da sie besonders geeignet ist, um jugendlichen Spielern zu helfen, ihre psychische Belastung zu reduzieren und den Fokus auf das Training zu lenken.
Inwieweit beeinflusste der Klassenerhalt der Mannschaft die Ergebnisse?
Der Klassenerhalt der U17 im Saisonendspurt wird als Indikator gewertet, dass die sportpsychologische Intervention einen positiven Beitrag zum Gesamterfolg des Teams geleistet haben könnte.
- Citar trabajo
- Daniel Höfelmanns (Autor), 2017, Mentales Training. Sportpsychologische Intervention am Beispiel einer Jugendmannschaft im Nachwuchsfußball, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/456241