Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Business economics - Offline Marketing and Online Marketing

Hidden Characteristics. Eine kritische Diskussion über die Rolle des Vertrauens im Green Marketing

Title: Hidden Characteristics. Eine kritische Diskussion über die Rolle des Vertrauens im Green Marketing

Bachelor Thesis , 2018 , 46 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Isabell Günl (Author)

Business economics - Offline Marketing and Online Marketing
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Ziel dieser Arbeit ist es, festzustellen, welche Rolle das Vertrauen in der Beziehung zwischen Nachfrager und Anbieter von nachhaltigen Produkten einnimmt. Auf Grundlage der Prinzipal-Agenten-Theorie (PAT) sollen die Unsicherheiten der Konsumenten über die nachhaltigen Produkte beschrieben werden und die Informationsasymmetrie modelliert werden. Anschließend erfolgt mittels einer kritischen Diskussion die Einordung des Vertrauens innerhalb der Informationsasymmetrie von nachhaltigen Produkten.

Vor dem Hintergrund des Informationsdefizits im Green Marketing stellt Vertrauen ein wichtiges Element innerhalb des Kaufprozesses von nachhaltigen Produkten dar. Das Konstrukt des Vertrauens charakterisiert allgemein die Bereitschaft der Kunden, sich auf das Handeln von Unternehmen ohne weitere Prüfung zu verlassen. Innerhalb der Literatur besteht jedoch kein einheitliches Konzept des Vertrauens.

Nach Arten des Vertrauens kann zwischen generalisiertem, spezifischen und Systemvertrauen unterschieden werden. Als generalisiertes Vertrauen ist die grundsätzliche Vertrauensbereitschaft in die Glaubwürdigkeit einer Person zu verstehen, wohingegen sich spezifisches Vertrauen auf eine konkrete Situation bezieht. Systemvertrauen oder institutionelles Vertrauen beschreibt das auf Erfahrung oder Reputation basierende Vertrauen in ein System beispielsweise in ein Unternehmen.

Entscheidende Aspekte für die Voraussetzung von Vertrauen stellen das Risiko und die Interdependenzen dar. Es wäre überflüssig, wenn Verhalten von Sicherheiten geprägt wäre, wodurch erst das Risiko sozialer Interaktionen die Grundlage für Vertrauen schafft. Vertrauen wird demnach als freiwillige Übertragung von Kontrolle angesehen und stellt einen Mechanismus dar, der Informationsdefizite überbrücken kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Vorgehensweise

2. Theoretische Grundlagen

2.1 Prinzipal-Agenten-Theorie im Kontext der Neuen Industrieökonomik

2.1.1 Grundstruktur einer Prinzipal-Agenten-Beziehung

2.1.2 Informationsasymmetrien und Informationsverteilungen

2.1.3 Hidden Characteristics

2.2 Green Marketing

2.2.1 Konzept des Green Marketing

2.2.2 Asymmetrische Informationsverteilung im Green Marketing

3. Hidden Characteristics im Kontext von Green Marketing

3.1 Hidden Characteristics und Umweltsiegel

3.2 Rolle des Vertrauens im Green Marketing

3.3 Implikationen

4. Limitationen und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Rolle des Vertrauens im Green Marketing vor dem Hintergrund der Informationsasymmetrie zwischen Konsumenten und Unternehmen, mit dem Ziel, die vertrauensbildende Wirkung von Marketinginstrumenten wie Umweltsiegeln und Markenimage zu analysieren.

  • Prinzipal-Agenten-Theorie und Informationsasymmetrie
  • Konzept und Strategien des Green Marketing
  • Wirkungsweise von Umweltsiegeln als Vertrauensanker
  • Markenimage und institutionelles Vertrauen als Strategien zur Risikominimierung
  • Herausforderungen durch Greenwashing und Informationsüberlastung

Auszug aus dem Buch

3.1 Hidden Characteristics und Umweltsiegel

Das steigende Interesse an Umweltsiegeln hat die International Organisation for Standardisation (ISO) 1993 veranlasst, Umweltkennzeichnungen in der ISO 14000 Serie zu kategorisieren (Sto/Strandbakken 2005, S. 32). Es werden drei Klassen von Umweltkennzeichnungen unterschieden. Umweltkennzeichnungen vom Typ I sind freiwillige, verschiedene Kriterien umfassende Umweltsiegel, welche durch dritte unabhängige Organisationen verteilt werden (Fruntes 2014, S. 269). Unternehmen erwerben damit die Lizenzen, entsprechende Umweltsiegel auf ihren Produkten zu tragen, sofern diese die Anforderungen der Organisationen in Hinblick auf umweltbezogene Kriterien erfüllen (Fruntes 2014, S. 269). Vergabe- und Überwachungsprozesse vom Typ I gelten dabei als strengste unter den Kennzeichnungen (Fruntes 2014, S. 269).

Umweltkennzeichnungen vom Typ II charakterisieren selbstdeklarierte Angaben von Herstellern, ohne Zertifizierung durch unabhängige Organisationen (Fruntes 2014, S. 269). Freiwillige Angaben, die sich auf den Lebensweg eines Produktes beziehen und konform mit vordefinierten Parametern der Normreihe ISO 14040 sind, gelten als Umweltkennzeichnungen vom Typ III (Sto/Strandbakken 2005, S. 32). Solche Produktangaben sind keine Label und beziehen sich beispielsweise auf Informationen aus Ökobilanzen, um Umwelteigenschaften transparent darzustellen und eine Vergleichsgrundlage in Produktkategorien zu bilden (Fruntes 2014, S. 269). Des Weiteren existieren Umweltkennzeichnungen, welche sich nicht in den von ISO definierten Kategorien integrieren lassen und meist staatlich veranlasste Umweltsiegel darstellen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den steigenden Stellenwert der Nachhaltigkeit im Konsumverhalten und identifiziert die Informationsunsicherheit der Verbraucher sowie die Notwendigkeit von Vertrauen als zentrale Herausforderung im Green Marketing.

2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die Prinzipal-Agenten-Theorie als ökonomischen Rahmen und definiert das Konzept des Green Marketing sowie die Problematik der asymmetrischen Informationsverteilung.

3. Hidden Characteristics im Kontext von Green Marketing: Hier erfolgt eine kritische Diskussion darüber, wie Umweltsiegel und Vertrauen dazu beitragen können, die Informationsasymmetrie zu überbrücken und Kaufbarrieren abzubauen.

4. Limitationen und Ausblick: Das abschließende Kapitel reflektiert die Grenzen der Arbeit und zeigt Potenzial für zukünftige Forschung auf.

Schlüsselwörter

Green Marketing, Vertrauen, Informationsasymmetrie, Prinzipal-Agenten-Theorie, Umweltsiegel, Greenwashing, Markenimage, Nachhaltigkeit, Konsumentenverhalten, Hidden Characteristics, Kaufentscheidung, Institutionelles Vertrauen, Risiko, Zertifizierung, Transparenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Herausforderungen beim Verkauf nachhaltiger Produkte und die zentrale Rolle des Vertrauens zwischen Nachfrager und Anbieter.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Anwendung der Prinzipal-Agenten-Theorie auf Green Marketing, die Wirkung verschiedener Umweltsiegel und die Bedeutung von Vertrauen für die Kaufentscheidung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, festzustellen, welche Rolle Vertrauen in der Beziehung zwischen Anbietern und Nachfragern nachhaltiger Produkte einnimmt und wie Informationsasymmetrien reduziert werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer kritischen Diskussion aktueller Literatur, Fachdokumentationen, Journals und Statistiken, um das Konzept des Vertrauens theoretisch und praktisch einzuordnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert Hidden Characteristics im Kontext nachhaltiger Produkte, diskutiert die Wirksamkeit von Umweltsiegeln und beleuchtet das Markenimage sowie institutionelles Vertrauen als Signale.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Green Marketing, Vertrauen, Informationsasymmetrie, Umweltsiegel und Greenwashing charakterisieren.

Warum spielt die Prinzipal-Agenten-Theorie eine Rolle?

Sie dient als Modell, um die Interessengegensätze und Informationsasymmetrien zwischen dem (nachfragenden) Prinzipal und dem (anbietenden) Agenten im Green Marketing zu verdeutlichen.

Welchen Einfluss hat Greenwashing auf das Vertrauen der Konsumenten?

Greenwashing führt zu Verwirrung und Misstrauen, schädigt das Markenimage und erschwert den Aufbau langfristiger Vertrauensbeziehungen, was die Entwicklung des Green Marketing hemmt.

Excerpt out of 46 pages  - scroll top

Details

Title
Hidden Characteristics. Eine kritische Diskussion über die Rolle des Vertrauens im Green Marketing
College
Dresden Technical University
Grade
2,0
Author
Isabell Günl (Author)
Publication Year
2018
Pages
46
Catalog Number
V456342
ISBN (eBook)
9783668881358
ISBN (Book)
9783668881365
Language
German
Tags
Marketing Hidden Characteristics Green Marketing Vertrauen Diskussion kritische Diskussion literaturrecherche Principal-Agenten-Theorie PAT Informationsasymmetrie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Isabell Günl (Author), 2018, Hidden Characteristics. Eine kritische Diskussion über die Rolle des Vertrauens im Green Marketing, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/456342
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  46  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint