Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Russe / Slavistique

Stavrogin und sein Selbstmord als mögliches Epizentrum des Romans

Titre: Stavrogin und sein Selbstmord als mögliches Epizentrum des Romans

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2018 , 21 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Renata Babitseva (Auteur)

Russe / Slavistique
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Thema „Stavrogin und sein Selbstmord als mögliches Epizentrum des Romans „Besy“. Der Roman „Besy“ ist ein Roman voller Gedanken und philosophischer Analyse. Im Roman gibt es kein vollständiges Ende, wie der Leser am Ende eines konventionellen Romans erwarten würde. „Besy“ ist für das russische Volk eine Art von Voraussage der russischen Zukunft. Die Figur von Stavrogin spielt im Roman eine besonders wichtige Rolle. Stavrogin ist eine Person, in deren das ganze russische Volk der Zeit gespiegelt wird. Ähnlich wie die Gedanken der westlichen Intelligenz zusammen mit der ungebildeten bäuerlichen Bevölkerung einen revolutionären Einfluss auf das Russische Reich gegeben haben, treffen sich auch im Roman verschiedene Philosophien, die miteinander zwar unverbunden sind, aber den in der Hausarbeit beschriebenen Selbstmord zusammen definieren.

Die Ziele der Hausarbeit sind Stavrogins Innenwelt zu erleuchten und die Gründe für seinen Selbstmord zu finden.
Erstens, werden die philosophischen und psychologischen Begriffe erklärt und die literarische Analyse des Werkes mit entsprechenden Schlussfolgerungen vorgegeben. Zweitens, werden die historischen Aspekte der Zeit vorgestellt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Stavrogin und der Nihilismus

1.1. Erste Erwähnung des Nihilismus in der russischen Literatur

1.2. Der Nihilismus von Dostoevskij

2. Die Selbstmordproblematik

2.1. Der Selbstmord in der russischen Kultur

2.2. Philosophischen Positionen zum Thema Selbstmord im Roman „Besy“

3. Stavrogins Nihilismus als Ursache für den Selbstmord

Fazit

Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht Nikolaj Stavrogin als zentrale Figur im Roman „Besy“ von Fjodor Dostojewski und analysiert, inwiefern sein Nihilismus als ursächliches Epizentrum für seinen Selbstmord und als Spiegelung gesellschaftlicher Krisenerscheinungen zu verstehen ist.

  • Die philosophische Definition des Nihilismus in der russischen Literatur des 19. Jahrhunderts.
  • Die soziokulturelle und religiöse Dimension der Selbstmordproblematik in Russland.
  • Die Analyse von Stavrogins komplexer Persönlichkeit im Kontext verschiedener westlicher und russischer Philosophien.
  • Die Verknüpfung von nihilistischer Weltanschauung mit individueller moralischer Destruktion.
  • Die Übertragung der Romananalyse auf zeitgenössische gesellschaftliche Ängste und digitale Subkulturen.

Auszug aus dem Buch

3. Stavrogins Nihilismus als Ursache für den Selbstmord

Nikolaj Stavrogin ist ein Nihilist, der eine geringschätzige Beziehung sowohl zur Behauptung, als auch zur Verneinung zeigt. Er hat kein Interesse an der Welt, und er wird in allen Werten solcher Maße enttäuscht sein: Er findet kein Ziel, das seine Verfolgung verdient. In den vorläufigen Skizzen zum Roman beschreibt Dostojewski Stavrogin als einen Fürsten der Finsternis, der einen dämonischen Charakter hat: „Knjaz’- mračnyj, strastnyj, demoničeskij i besporjadočnyj harakter, bezo vsjakoj mery, s vyšim voprosom, došedšij do `byt’ ili ne byt’?” (Rozenbljum 1981: 196). Im Brief zu Darja Pavlovna, kurz vor seinem Beschluß den Selbstmord zu begehen, schreibt Stavrogin, dass er sich eigentlich umbringen soll, aber er hat Angst davon, weil er damit eine gewisse Großherzigkeit zeigen könnte.

„Ich weiß, daß ich mich töten muß, mich wie ein gemeines Insekt von der Erde fegen; aber ich fürchte mich vor dem Selbstmord, weil ich mich fürchte, großherzig zu scheinen. Ich weiß, daß das eine weitere Täuschung wird die letzte Täuschung in einer unendlichen Folge von Täuschungen. Was nutzt es, sich selbst zu täuschen, nur, um den Großherzigen zu spielen? Entrüstung und Scham kenne ich nicht; folglich auch keine Verzweiflung.“ (Dostojevskij 2006: 929)

Im Unterschied zu anderen Vertretern des Nihilismus (z.B. Bazarov), wessen Spott immer gegen andere gerichtet ist, verachtet Stavrogin sich selbst genauso wie die anderen. Durch sein verlorenes Interesse für die Welt erscheint er als der außenstehende Beobachter der eigenen Taten, die sowohl zum Guten, als auch zum Bösen führen könnten. Die Abwesenheit einer Alternative verwandelt sich für ihn in Gleichgültigkeit, die kein Verbot und keine Autorität akzeptiert.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, Stavrogins Nihilismus und die Gründe für seinen Suizid als ideologisches Zentrum von Dostojewskis „Besy“ zu ergründen.

1. Stavrogin und der Nihilismus: Dieses Kapitel vergleicht die historische Entwicklung des Nihilismusbegriffs bei Turgenew mit Dostojewskis spezifischer Deutung als moralischer Leere.

2. Die Selbstmordproblematik: Hier werden die kulturellen, religiösen und philosophischen Diskurse um den Selbstmord in Russland analysiert und die verschiedenen Denkschulen im Roman gegenübergestellt.

3. Stavrogins Nihilismus als Ursache für den Selbstmord: Der Hauptteil untersucht Stavrogins Innenwelt, seine Entfremdung und seinen Selbsthass als direkte Konsequenzen seiner nihilistischen Lebenshaltung.

Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und ordnet Stavrogins Suizid als Symbol für die tiefere Krisenstimmung der „fin de siècle“-Epoche ein.

Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen und Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Fjodor Dostojewski, Besy, Nihilismus, Stavrogin, Selbstmord, russische Literatur, Philosophie, Moral, fin de siècle, Existentielle Krise, Wertverlust, Dämonie, Identität, Selbsthass, Ideologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit untersucht die Figur des Nikolaj Stavrogin in Dostojewskis Roman „Besy“ und analysiert den Nihilismus als treibende Kraft hinter seinem Selbstmord.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Untersuchung?

Zentral sind die Begriffsgeschichte des Nihilismus, die russische Tradition im Umgang mit Suizid sowie die philosophische Verfassung der Romanfiguren.

Was ist die zentrale Forschungsfrage der Autorin?

Die Arbeit fragt danach, ob Stavrogins Nihilismus als „ideologisches Epizentrum“ des Romans fungiert und die notwendige Konsequenz für seine Selbstvernichtung darstellt.

Welche methodische Vorgehensweise wird in der Arbeit verfolgt?

Es erfolgt eine literaturwissenschaftliche Analyse des Primärtextes unter Einbeziehung philosophischer Konzepte (u.a. Kant, Schopenhauer, Nietzsche) und historischer Hintergründe.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet Stavrogins psychologische Dissoziation, seine Auseinandersetzung mit moralischen Werten und seine Versuche, durch destruktive Akte eine Form von Identität oder Bestrafung zu finden.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Nihilismus, Stavrogin, Suizid, Identitätskrise, Moral, Gottglaube und der Einfluss der „fin de siècle“-Stimmung.

Welche Bedeutung kommt der Figur Tichon im Kontext von Stavrogins Schuldgefühlen zu?

Tichon dient als Spiegel, durch dessen Reaktion auf Stavrogins Beichte deutlich wird, dass der Nihilist zwar sein Verbrechen erkennt, aber unfähig zu echter Buße bleibt.

Inwiefern zieht die Autorin Parallelen zwischen dem 19. Jahrhundert und der heutigen Internetkultur?

Die Autorin sieht Ähnlichkeiten zwischen dem Nihilismus bei Dostojewski und modernen Internet-Subkulturen wie „Black Pill“-Anhängern, die ebenfalls eine lebensverneinende, destruktive Weltsicht propagieren.

Fin de l'extrait de 21 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Stavrogin und sein Selbstmord als mögliches Epizentrum des Romans
Université
University of Bamberg
Note
1,3
Auteur
Renata Babitseva (Auteur)
Année de publication
2018
Pages
21
N° de catalogue
V456499
ISBN (ebook)
9783668871472
ISBN (Livre)
9783668871489
Langue
allemand
mots-clé
Nihilismus Dostoevskij Literatur Die Däminen Böse Geister Selbstmord
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Renata Babitseva (Auteur), 2018, Stavrogin und sein Selbstmord als mögliches Epizentrum des Romans, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/456499
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  21  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint