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Das Akteursmodell des Homo Politicus

Ist Downs Modifikationsversuch hinreichend, um Wahlbeteiligungen zu erklären und das Wahlparadoxon zu überwinden?

Title: Das Akteursmodell des Homo Politicus

Term Paper , 2018 , 17 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Jonas Julino (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
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Der Fokus dieser Arbeit liegt auf den Annahmen des Wählerverhaltens und einem von Downs vorgenommen Modifikationsversuch, welcher seiner Theorie zur Verbesserung verhelfen soll. Daraus ergibt sich die Leitfrage, ob eben dieser Modifikationsversuch nach Downs hinreichend ist, Wahlbeteiligungen zu erklären und das Wahlparadoxon zu überwinden.

Im ersten Teil wird die Theorie um das Akteursmodell des Homo Politicus nach Downs vorgestellt. Hierbei werden die Interessen des Wählers, die Rationalität im Modell, und die für den Wähler zu erwartenden Restriktionen aufgeführt. Zudem wird im Sinne Poppers überprüft, ob sich aus den Annahmen Schlussfolgerungen logisch ableiten lassen, die empirisch bestätigt werden können und auf Grund dessen empirisch wahr sind. Hierbei wird sich zeigen, dass diese Annahmen nicht mit realen Daten übereinstimmen und das schon erwähnte Wahlparadoxon entsteht. Weiter fordert Popper bei einer Unstimmigkeit zwischen Annahmen und Empirie eine Modifikation. Deshalb wird im Anschluss an die Theorieprüfung Downs Modifikationsversuch vorgestellt und in einem weiteren Teil wiederrum auf seine Gültigkeit untersucht. In einem abschließenden Fazit wird dann die Bedeutung Downs’schen Theorie für die Wissenschaft dargestellt.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Akteursmodell des „Homo Politicus“ nach Anthony Downs

2.1 Interessen des Wählers

2.2 Rationalität

2.3 Restriktionen

3. Das Wahlparadoxon

4. Theorieprüfung nach Popper

5. Modifikationsversuch nach Downs

6. Analyse des Modifikationsversuchs

7. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Anwendbarkeit des Rational-Choice-Ansatzes von Anthony Downs auf das Wahlverhalten. Im Zentrum steht die Leitfrage, ob der von Downs unternommene Modifikationsversuch seines Modells ausreicht, um das Wahlparadoxon zu überwinden und die empirische Wahlbeteiligung zu erklären.

  • Grundlagen des Akteursmodells des Homo Politicus
  • Die theoretische Herleitung des Wahlparadoxons
  • Falsifizierbarkeit und Theorieprüfung nach Karl Popper
  • Kritische Analyse des Modifikationsansatzes durch das Konzept kollektiven Handelns

Auszug aus dem Buch

2. Das Akteursmodell des „Homo Politicus“ nach Anthony Downs

Anthony Downs Modell des „Homo Politicus“ beruht auf dem ökonomischen Akteursmodell des Homo Oeconomicus (Downs 1968: 7) und entspringt dem Rational-Choice Ansatz. Dieser versucht Verhalten realer Subjekte in realen Situationen zu erklären (Zintl 1997: 36). Hierbei handelt es sich um einen methodologischen individualistischen Ansatz, bei dem ein gesellschaftlicher Gegenstand anhand des Verhaltens eines Individuums erklärt wird. Soziale Phänomene werden unter Betrachtung institutioneller Rahmendbedingungen auf die Handlungen der Individuen zurückgeführt (Arzheimer/ Schmitt 2014: 332). Mit Hilfe des Rational-Choice Ansatzes wird das Wählerverhalten, respektive die Wahlbeteiligung anhand einer Analyse von Interessen und der Situation des Wählers erklärt (ebd.: 333). Somit bietet der Homo Politicus eine nützliche Beschreibung des individuellen Akteurs im Hinblick auf Handlungsgrund und Entscheidungsregeln.

Anthony Downs definiert einige Annahmen. Zum einen geht er davon aus, dass es sich um eine demokratische Gesellschaft handelt, in der die Regierung in regelmäßigen Wahlperioden bestellt wird (Downs 1968: 11). Des Weiteren verhalten sich Parteien, Politiker und Wähler wie rationale Akteure auf dem Markt. Politische Macht wird dabei in Form von Wählerstimmen gegen politische Ziele getauscht (Arzheim/Schmitt 2014: 340). Der Wähler verfolgt demnach mit seiner Teilnahme an der Wahl auf rationale Art und Weise individuelle Interessen, wobei er gewissen Restriktionen unterlegen ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik des Rückgangs der Wahlbeteiligung ein und stellt das Wahlparadoxon sowie die Forschungsfrage der Arbeit vor.

2. Das Akteursmodell des „Homo Politicus“ nach Anthony Downs: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des Rational-Choice-Ansatzes, die Interessen des Wählers, das Konzept der Rationalität und die Restriktionen, denen der Wähler unterliegt.

3. Das Wahlparadoxon: Hier wird dargelegt, warum ein rein rational handelnder Mensch basierend auf den Modellanahmen eigentlich nicht zur Wahl gehen dürfte.

4. Theorieprüfung nach Popper: Mithilfe der Falsifikationsmethode nach Karl Popper wird das Modell auf seine empirische Haltbarkeit hin geprüft.

5. Modifikationsversuch nach Downs: Das Kapitel beschreibt, wie Downs durch die Einführung eines sozialen Verantwortungsbewusstseins versucht, sein Modell zu retten.

6. Analyse des Modifikationsversuchs: Eine kritische Auseinandersetzung mit Downs' Modifikation unter Rückgriff auf die Theorie des kollektiven Handelns von Mancur Olson.

7. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst zusammen, dass der Modifikationsversuch zwar das Modell nicht rettet, aber für die sozialwissenschaftliche Debatte dennoch wertvoll ist.

Schlüsselwörter

Wahlbeteiligung, Rational-Choice, Anthony Downs, Wahlparadoxon, Homo Politicus, Kollektivgut, Falsifikation, Karl Popper, Mancur Olson, Parteiendifferential, soziale Verantwortung, Nutzenmaximierung, Individualismus, politische Theorie, Entscheidungstheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie rationales Wählerverhalten theoretisch erklärt werden kann und warum die Theorie von Anthony Downs auf Schwierigkeiten stößt, die reale Wahlbeteiligung zu begründen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themenfelder sind die Ökonomische Theorie der Demokratie, das Konzept des Rational Choice, die Theorie kollektiven Handelns sowie die wissenschaftstheoretische Falsifikation nach Popper.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es zu untersuchen, ob der von Anthony Downs vorgeschlagene Modifikationsversuch ausreicht, um das Wahlparadoxon zu überwinden und die empirische Wahlbeteiligung logisch zu erklären.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Theorieprüfung nach Karl Popper, um die Konsistenz der Downs'schen Annahmen mit der empirischen Realität zu vergleichen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert das Akteursmodell, leitet das Wahlparadoxon her, prüft die Theorie auf Falsifizierbarkeit und kritisiert den Modifikationsversuch mittels olsonscher Kollektivgut-Logik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wahlbeteiligung, Rational-Choice, Wahlparadoxon, Homo Politicus und Kollektivgut sind die zentralen Begriffe der Untersuchung.

Warum hält Downs den Wähler für rational?

Downs postuliert Rationalität, da er den Wähler als ökonomischen Akteur betrachtet, der seine knappen Mittel einsetzt, um sein Nutzeneinkommen bei Wahlen zu maximieren.

Warum gilt das Modell nach der Theorieprüfung als falsifiziert?

Das Modell ist falsifiziert, da aus der theoretischen Annahme des rationalen Nutzens die Konsequenz folgen müsste, dass niemand wählt, was der empirischen Realität (z. B. der US-Wahl 2016) widerspricht.

Welchen neuen Faktor führt Downs ein, um das Paradoxon zu lösen?

Downs führt den Wert der Stimmabgabe an sich bzw. ein soziales Verantwortungsbewusstsein ein, um den Nutzen der Wahlteilnahme künstlich positiv zu halten.

Warum reicht dieser Modifikationsversuch laut der Arbeit nicht aus?

Da die Demokratie selbst ein Kollektivgut ist, bleibt das Trittbrettfahrerproblem bestehen; auch mit dem zusätzlichen sozialen Verantwortungsbewusstsein besteht für den Einzelnen rational gesehen kein Anreiz zur Wahl zu gehen.

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Details

Title
Das Akteursmodell des Homo Politicus
Subtitle
Ist Downs Modifikationsversuch hinreichend, um Wahlbeteiligungen zu erklären und das Wahlparadoxon zu überwinden?
College
Johannes Gutenberg University Mainz
Grade
2,0
Author
Jonas Julino (Author)
Publication Year
2018
Pages
17
Catalog Number
V457181
ISBN (eBook)
9783668871618
ISBN (Book)
9783668871625
Language
German
Tags
Rational Choice Homo Politicus Wahlbeteiligung Wahlparadoxon Akteursmodell Anthony Downs
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jonas Julino (Author), 2018, Das Akteursmodell des Homo Politicus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/457181
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