Diese Marketingstudie setzt sich mit den verschiedenen Konzepten des gemeinschaftlichen Teilens auseinander und gibt einen Einblick in das Gebiet der Sharing Economy. Dabei wird besonders auf die Prinzipien des Mobility Sharing und des Room Sharing eingegangen. Es wird ein kurzer Überblick über die Entwicklung skizziert, bevor die aktuelle Situation anhand einer Literaturrecherche dargestellt wird. Im Vordergrund stehen dabei die gewerblichen Anbieter, die nicht nur im theoretischen Teil der Arbeit erwähnt werden, aber auch in der Befragung eine wesentliche Rolle spielen. Des Weiteren werden die Chancen und Risiken der Sharing Economy aufgezeigt, ehe die Befragung unter den 75 Studierenden der Wirtschaftsuniversität Wien vorgestellt wird. Auf zukünftige Entwicklungen wird ebenso eingegangen. Abschließend werden die Erfolgsfaktoren der Sharing Economy für Unternehmen vorgestellt, um ein vollständiges Bild der Bewegung „Wirtschaft des Teilens“ zu erhalten.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Methodik
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Sharing Economy: relevante Begriffe
2.2 Entstehung der Sharing Economy
2.3 Technologische Entwicklungen im Hinblick auf Sharing
2.4 Status quo der Sharing Economy
3 Sharing Modelle
3.1 Sharing Modelle nach Beteiligten
3.1.1 P2P Sektor
3.1.2 B2C Sektor
3.1.3 B2B Sektor
3.1.4 G2C Sektor
3.2 Formen des Sharings
3.3 Branchen und Anbieter der Sharing Economy
3.3.1 Shared Mobility
3.3.2 Room Sharing
3.3.3 Equipment Sharing
3.3.4 Food Sharing
4 Nutzungsmotive für Sharing Konzepte
5 Chancen & Risiken der Sharing Economy
5.1 Chancen des Teilens
5.2 Risiken des Teilens
6 Vertrauen in die Sharing Economy
7 Ergebnisse der empirischen Untersuchung
7.1 Grundlagen der Untersuchung
7.2 Ergebnisse der Untersuchung
7.2.1 Attraktivität der Sharing Economy
7.2.2 Interesse an der Sharing Economy
7.2.3 Faktoren für das Teilen
7.2.4 Bekanntheit und Attraktivität der Sharing Modelle
7.2.5 Teilen von Gütern und Dienstleistungen
7.2.6 Erfahrungen in der Sharing Economy
7.2.7 Nutzung von Sharing Modellen
7.2.8 Empfundenes Risiko beim Teilen
7.2.9 Zukunft der Sharing Economy
7.2.10 Soziodemographie der Teilnehmer
8 Erfolgsfaktoren von Sharing Konzepten für Unternehmen
9 Schlussbetrachtung
9.1 Resümee
9.2 Ausblick
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht das Potenzial und die Akzeptanz der Sharing Economy bei Studierenden der Wirtschaftsuniversität Wien. Ziel ist es, die Beweggründe für die Teilnahme an solchen Konzepten zu identifizieren und Handlungsempfehlungen für Unternehmen abzuleiten, die Sharing-Dienste in dieser Zielgruppe anbieten wollen.
- Analyse der Akzeptanz der Sharing Economy bei WU-Studierenden.
- Untersuchung der Nutzungsmotive für verschiedene Sharing-Modelle (P2P, B2C, B2B).
- Identifikation von Chancen, Risiken und Erfolgsfaktoren für Sharing-Unternehmen.
- Erfassung des Status quo sowie der Erfahrungswerte hinsichtlich geteilter Güter und Dienstleistungen.
Auszug aus dem Buch
2.2 Entstehung der Sharing Economy
Die Entstehung der Sharing Economy war im Grunde eine Reaktion auf die Konsequenzen des Überkonsums des 20. Jahrhunderts. Dabei handelt es sich nicht um einen kurzfristigen Trend, sondern um eine mächtige kulturelle und ökonomische Kraft, die nicht nur die Gegenstände des Konsums beeinflussen wird, sondern auch die Art, wie diese konsumiert werden. (vgl. Böckmann 2013, S.2 in Sikorska/Grizelj 2015, S.505)
Der Kerngedanke der Sharing Economy, nämlich Güter, Wissen und Ressourcen gemeinsam und damit effizienter zu nutzen, ist nicht neu. Neu sind so Haucap (vgl. 2018, S.12) der Internetgebrauch und die modernen Kommunikations- und Netzwerktechnologien für die Umsetzung von Sharing Konzepten.
Die Entstehung der Sharing Economy in der heutigen Erscheinungsform wurde nämlich größtenteils durch die Technologie forciert. Die moderne Gesellschaft ist durch den Zugang zum Internet, der intensiven Nutzung von Smartphones sowie anderen Endgeräten und Gadgets stark vernetzt (vgl. Sikorska/Grizelj 2015, S.507).
Sharing-Angebote erlangen durch die gesellschaftlichen und kulturellen Veränderungen einen neuen Stellenwert. Im Zuge der Digitalisierung hat auch ein Umdenken mit Blick auf die Bedeutung von Besitz begonnen. Eigentum als Statussymbol verliert in Teilen der Gesellschaft oftmals an Bedeutung und ein Wertewandel setzt sich vor allem bei jungen Menschen durch. Ebenso ist auch ein wachsendes Bewusstsein für die ökologischen und sozialen Folgen des eigenen Handelns und der Bedeutungszuwachs ressourcenschonender Konsummuster in der Gesellschaft zu erkennen (vgl. Haucap 2018, S. 12)
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Stellt die Problemstellung, Zielsetzung sowie die methodische Vorgehensweise der Studie vor.
2 Theoretische Grundlagen: Definiert die Sharing Economy, erläutert deren Entstehung und beleuchtet technologische Treiber sowie den aktuellen Status quo.
3 Sharing Modelle: Klassifiziert die verschiedenen Modelle (P2P, B2C, B2B, G2C), Formen des Teilens sowie spezifische Branchen wie Mobility und Room Sharing.
4 Nutzungsmotive für Sharing Konzepte: Untersucht psychologische und ökonomische Motive, warum Individuen am Teilen interessiert sind oder sein könnten.
5 Chancen & Risiken der Sharing Economy: Analysiert die Vor- und Nachteile sowie wirtschaftspolitische Herausforderungen für Unternehmen und Konsumenten.
6 Vertrauen in die Sharing Economy: Erörtert die essenzielle Rolle von Vertrauen und Glaubwürdigkeit in einer vernetzten Austauschökonomie.
7 Ergebnisse der empirischen Untersuchung: Präsentiert die Daten der Umfrage unter WU-Studierenden zu Attraktivität, Nutzererfahrung und zukünftiger Relevanz.
8 Erfolgsfaktoren von Sharing Konzepten für Unternehmen: Leitet aus der Theorie und Empirie zentrale Erfolgsfaktoren für Firmen ab.
9 Schlussbetrachtung: Fasst die Erkenntnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung.
Schlüsselwörter
Sharing Economy, kollaborativer Konsum, P2P, B2C, Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Nutzerverhalten, Studierende, Vertrauen, Mobilität, Room Sharing, Konsumstrategie, Ressourceneffizienz, Empirische Untersuchung, Wirtschaft des Teilens
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der "Sharing Economy" – der sogenannten Wirtschaft des Teilens – und untersucht, wie dieses Konzept insbesondere von Studierenden wahrgenommen und genutzt wird.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die theoretische Einordnung von Sharing-Modellen (wie P2P oder B2C), die Rolle der Digitalisierung, die Nutzungsmotive von Verbrauchern sowie die Chancen und Risiken dieser neuen Wirtschaftsform.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die Studie zielt darauf ab, das Potenzial der Sharing Economy bei WU-Studierenden zu ergründen, deren Beweggründe für die Teilnahme zu verstehen und Empfehlungen für Unternehmen zu formulieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Neben einer fundierten Literaturrecherche wurde eine empirische Befragung unter 75 Studierenden der Wirtschaftsuniversität Wien durchgeführt, die sowohl geschlossene als auch offene Fragen umfasste.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil beleuchtet die Entstehung der Sharing Economy, klassifiziert verschiedene Geschäftsmodelle und Branchen, analysiert Nutzungsmotive und diskutiert kritisch die Chancen und Risiken.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Sharing Economy, kollaborativer Konsum, Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Vertrauen und Konsumverhalten charakterisieren.
Was ergab die Umfrage speziell zum Thema Vertrauen?
Die Umfrage bestätigte, dass Vertrauen einer der wichtigsten Faktoren für die Attraktivität und Teilnahmebereitschaft in der Sharing Economy ist, wobei Bewertungssysteme eine zentrale Rolle für die Plattformen spielen.
Welche Einstellung haben die befragten Studenten zu Carsharing-Anbietern?
Überraschenderweise zeigte die Umfrage, dass Anbieter wie Car2Go oder DriveNow unter den befragten Studierenden bisher keine sehr große Beliebtheit aufweisen, da ein signifikanter Teil der Befragten diese Dienste noch nie genutzt hat.
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- Andra Doran (Autor), 2018, Let’s share. Ein neues Zeitalter der Offenheit. Die Sharing Economy, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/457341