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Die Meteora-Klöster

Von der Einsiedelei zur Touristenattraktion. Ein vertretbarer Wandel?

Title: Die Meteora-Klöster

Seminar Paper , 2010 , 28 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Thomas Steinel (Author)

History - Miscellaneous
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In vielen Reiseführern und Werken über Griechenland wird über die Klöster berichtet, sodass eine glaubwürdige Informationsquelle gesichert ist. Die Klöster besitzen eine lange und denkenswürdige Vergangenheit, die im 9. Jh. n. Chr. begann als erste griechische Mönche sich in den Höhlen der Meteora-Felsen niederließen, die sich im Süden Griechenlands befinden. Im Lauf der Zeit schlossen sie sich zusammen und gründeten, von Privatleuten finanzierte, Klöster. So entstanden insgesamt 24 Klöster im Umkreis von ca. 10 km, von denen jedoch nur noch 6 erhalten sind, die aber z.T. selbst heute noch von Nonnen und Mönchen bewohnt werden. Straßen und Treppen machen die einst unzugänglichen Gebäudekomplexe nun zu einer überfüllten Touristenattraktion.

Meine Arbeit werde ich in fünf Themenkomplexe gliedern, die meiner Meinung nach für das Verständnis und die Erarbeitung der Problemstellung relevant sind. Als Voraussetzung für die Entstehung der Klöster die „Geographische Lage“ (Kapitel 2) und den „Geschichtlichen Hintergrund“ (Kapitel 3), um die nötigen Vorinformationen zu vermitteln. Mit Kapitel 4 „Das Klosterleben“ will ich Informationen zu Religion und Glaube der Mönche geben, der sich auch in der künstlerischen Ausstattung der Klöster ausdrückt. Durch Kapitel 5 „UNESCO - Weltkulturerbe“ werde ich einen ersten Bogen zur heutigen Zeit schlagen und zur Problemstellung meiner Arbeit in Kapitel 6 „Die Klöster im Wandel“ überleiten, das den Abschluss meiner Seminararbeit bildet.
Um die Frage, ob der Wandel vertretbar ist, objektiv beurteilen zu können, ist es wichtig, eine breite Informationsbasis zu besitzen, die alle relevanten Punkte beinhaltet. Daher habe ich meine Ausarbeitung auf angrenzende Themen erweitert, die ich jedoch aufgrund der Menge an Informationen nur teilweise anschneiden konnte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

2. Geographische Lage

3. Geschichtlicher Hintergrund

3.1 Entstehung der Klöster

3.2 Verbindung einzelner Klöster zur Mönchsrepublik Athos

4. Klosterleben

4.1 Das griechisch-orthodoxe Mönchtum

4.2 Freskomalerei

4.3 Ikonostasen

5. UNESCO - Welterbe

6. Die Klöster im Wandel

6.1 Aktueller Bezug

6.2 Bedeutung damals - Bedeutung heute. Von der Einsiedelei zur Touristenattraktion

7. Schlusswort

8. Quellenangabe

8.1 Literaturverzeichnis

8.2 Quellenverzeichnis

8.2.1 Bildverzeichnis

8.2.2 Internetquellen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht den Wandel der Meteora-Klöster von ihren Ursprüngen als spirituelle Einsiedlerorte hin zu einer bedeutenden Touristenattraktion und bewertet, ob dieser Prozess mit dem Erhalt der klösterlichen Traditionen und Spiritualität vereinbar ist.

  • Geographische und historische Entstehungsbedingungen der Meteora-Klöster
  • Religiöse Grundlagen und das Leben im griechisch-orthodoxen Mönchtum
  • Kulturelle Bedeutung von Freskomalerei und Ikonostasen in den Klöstern
  • Einfluss des UNESCO-Welterbestatus und des Massentourismus auf die Klostergemeinschaften

Auszug aus dem Buch

6.2 Bedeutung damals - Bedeutung heute. Von der Einsiedelei zur Touristenattraktion

Die späteren Klosterbewohner waren anfangs gläubige Einsiedler, die sich von der Bevölkerung im Tal bewusst abgrenzten, um mit sich und Gott allein zu sein. Die mehr und mehr werdenden Einzelgänger schlossen sich mit der Zeit zu einer Gemeinde zusammen, um besser leben zu können, indem sie die weiten landwirtschaftlichen Flächen, die sie zur Verfügung hatten, bewirtschafteten (bereits in der Antike war die Ebene von Thessalien als hervorragend landwirtschaftlich nutzbar bekannt, z.B. für die Pferdezucht des einheimischen Adels oder für die Anpflanzung von Getreide, das Griechenland bis dato hauptsächlich aus dieser Gegend bezieht52), und um sich mit Gleichgesinnten austauschen zu können. Aufgrund der ursprünglichen Absicht der Gläubigen verwundert es nicht, dass die Anlagen in den Anfängen des spirituellen Klosterlebens darauf ausgerichtet waren, Abgeschiedenheit, Ruhe und Einsamkeit zu wahren.

Dies belegen eindeutig die ursprünglichen Wege, die zu den abgelegenen Anlagen führten, da sie meist nur über Strickleitern, Kletterpfade oder Seilzüge zu erreichen waren. Dies hatte jedoch noch weitere Gründe; zum einem lebten, wie oben bereits erwähnt, nur sehr wenige Menschen in den Klöstern, wodurch die Wege nur selten benutzt wurden und keiner hohen Auslastung ausgesetzt waren, zum anderen wollten sich die Mönche durch solch kleine Pfade von der Außenwelt abtrennen und eine gewisse Distanz schaffen, die sie, wie sie glaubten, näher an Gott heranbrachte. Der letzte, jedoch ausschlaggebende Grund für das Zurückziehen der Christen in die abgelegenen Felsen war die Bedrohung durch Angreifer, die politische Instabilität des Reichs und deren Nachbarn wie z.B. der Streit zwischen dem serbischen König und dem byzantinischen Kaiser im 14. Jh., aber auch der drohende Einfluss anderer Religionen. Mit der Zeit sammelten sich - ebenso wie in der Republik Athos - Kunstschätze und bedeutende Werke erfolgreicher Künstler in den Klöstern an, die vor ausländischen Mächten wie z.B. den Türken geschützt werden mussten.

Zusammenfassung der Kapitel

2. Geographische Lage: Beschreibt die topographische Einordnung der Meteora-Klöster in der Region Thessalien und deren klimatische sowie geologische Charakteristika.

3. Geschichtlicher Hintergrund: Erläutert die geologische Entstehung der Felsformationen und die historische Entwicklung der Klöster sowie deren Verbindung zur Mönchsrepublik Athos.

4. Klosterleben: Beleuchtet die theologischen Grundlagen des orthodoxen Mönchtums sowie die künstlerische Ausgestaltung der Klöster durch Fresken und Ikonostasen.

5. UNESCO - Welterbe: Analysiert die Rolle der UNESCO beim Schutz der Klöster und die Auswirkungen der Ernennung zum Welterbe auf den Tourismus.

6. Die Klöster im Wandel: Untersucht den heutigen Einfluss des Tourismus und der modernen Gesellschaft auf das ursprüngliche Leben der Mönche und das Spannungsfeld zwischen Einnahmequelle und Spiritualität.

7. Schlusswort: Reflektiert die gewonnenen Erkenntnisse und bewertet kritisch die zukünftige Entwicklung der Meteora-Klöster unter dem Druck des Massentourismus.

8. Quellenangabe: Listet die verwendeten Literaturquellen sowie das Bild- und Internetverzeichnis auf.

Schlüsselwörter

Meteora-Klöster, Griechenland, Thessalien, Griechisch-orthodoxes Mönchtum, UNESCO-Welterbe, Tourismus, Spiritualität, Geschichte, Freskomalerei, Ikonostasen, Athos, Kulturdenkmal, Koinobitentum, Klöster, Wandmalerei.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die historische Entwicklung und den gegenwärtigen Zustand der Meteora-Klöster in Griechenland, insbesondere im Hinblick auf den Wandel von einem abgelegenen Ort der Einkehr zur touristischen Attraktion.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Zentrale Themen sind die geographischen und historischen Hintergründe, die religiösen Praktiken des orthodoxen Mönchtums, die künstlerische Ausstattung sowie die Auswirkungen des modernen Tourismus auf die Klöster.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, ob der Wandel der Meteora-Klöster von der Einsiedelei zur Touristenattraktion unter Berücksichtigung der spirituellen Traditionen ein vertretbarer Prozess ist.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Der Autor stützt sich auf eine fundierte Literaturrecherche (Fachbücher, Lexika) sowie eine kritische Auswertung zahlreicher Internetquellen und Reiseberichte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Geographie, Historie, das klösterliche Leben (Religion, Kunst), den Welterbestatus der UNESCO und die kritische Auseinandersetzung mit der Kommerzialisierung durch den Tourismus.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit beschreiben?

Wichtige Begriffe sind Meteora-Klöster, griechisch-orthodoxes Mönchtum, UNESCO-Welterbe, Tourismus, Spiritualität, Freskomalerei und kultureller Wandel.

Welche Bedeutung haben die Meteora-Klöster im Kontext der UNESCO?

Die Klöster wurden 1988 in die Welterbeliste aufgenommen und gehören zu den wenigen Stätten, die sowohl als Kultur- als auch als Naturdenkmal anerkannt sind.

Wie unterscheidet sich die Situation der Mönche heute von der in der Vergangenheit?

Früher lebten die Mönche in strenger Abgeschiedenheit zur Kontemplation; heute sehen sie sich durch den Tourismus mit einem hohen Maß an Verweltlichung und der Notwendigkeit zur Organisation des Massenandrangs konfrontiert.

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Details

Title
Die Meteora-Klöster
Subtitle
Von der Einsiedelei zur Touristenattraktion. Ein vertretbarer Wandel?
Grade
1,3
Author
Thomas Steinel (Author)
Publication Year
2010
Pages
28
Catalog Number
V457424
ISBN (eBook)
9783668874343
ISBN (Book)
9783668874350
Language
German
Tags
Griechenland Meteora
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Steinel (Author), 2010, Die Meteora-Klöster, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/457424
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