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Datenschutzrechtliche Implikationen nachrichtendienstlicher Tätigkeiten

Titre: Datenschutzrechtliche Implikationen nachrichtendienstlicher Tätigkeiten

Élaboration , 2018 , 17 Pages , Note: keine Note erhalten

Autor:in: Julian Müller (Auteur)

Droit - Droit public / Droit constitutionnel / Droits fondamentaux
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die Ausarbeitung beleuchtet, inwiefern die Datenübermittlung von personenbezogenen Daten zwischen Nachrichtendiensten reguliert wird.

Der 11. September 2001 – ein historisches Datum, das eine der größten Krisen nach dem Ende des Kalten Krieges hervorgerufen hat. Als Folge des islamistischen Terroraktes rüsteten die Sicherheitsbehörden auf, insbesondere in den Vereinigten Staaten von Amerika, gleichwohl aber auch in faktisch allen abendländisch geprägten Ländern. Auch der Austausch von personenbezogenen Daten nahm weltweit zu.

Heute, im Jahr 2018 hat sich die Lage abermals verschärft. Mit dem Aufkommen des sogenannten islamischen Staates (IS) hat sich die sicherheitspolitische Lage in der gesamten Welt radikal geändert. Anders als Al-Qaida animiert und rekrutiert der IS insbesondere auch im Bereich der virtuellen Welt. Durch Instant-Messenger-Dienste wie WhatsApp, Viber, Skype und Telegram oder aber mithilfe von klassischen sozialen Netzwerke wie Facebook und Twitter verbinden sich weltweit Salafisten, Jihadisten und radikale Islamisten. Längst hat der IS das sogenannte „Cyber-Kalifat“ ausgerufen. Im Konkreten bedeutet dies, dass kein physisches Treffen mehr zwischen Anwerbern und potenziellen Interessenten stattfinden muss.

In der Vergangenheit haben deutsche Sicherheitsbehörden, hierbei insbesondere das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) festgestellt, dass Kontakte zu Islamisten sowie die Radikalisierungsverläufe im Allgemeinen hauptsächlich online stattfinden. Inzwischen können sich Sympathisanten und Aktivisten der islamistischen Szene immer weiter als Teil einer Gesamtbewegung begreifen, die offensichtlich annährend weltumfassend agiert. Diese Aktivitäten werden seit geraumer Zeit auch als der „globale Jihad“ bezeichnet. Die Weltdeutung der Islamisten fußt hier insbesondere auf ihre Eigenwahrnehmung als Opfer und um eine vermeintliche universale Gerechtigkeit wiederherzustellen, sollen weltweit Kämpfer über das Internet rekrutiert werden.

Aus dieser Erkenntnis folgt, dass die Bekämpfung dieses Problems nicht an nationalen Grenzen Halt machen kann. Vielmehr ist ein ganzheitlicher Ansatz zu verfolgen. Nationale Sicherheitsbehörden können nur in begrenzten Umfang Nachrichten über islamistische und jihadistische Strömungen beschaffen und auswerten. Von essenzieller Relevanz ist daher ein organisierter, planbarer Datenaustausch zwischen den einzelnen Nachrichtendiensten auf nationaler, aber insbesondere auch auf internationaler Ebene.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

1.1 Notwendigkeit für internationale nachrichtendienstliche Kooperationen

1.2 Das nachrichtendienstliche System

2. Rechtsgrundlagen für die internationale Datenübermittlung deutscher Nachrichtendienste

2.1 Bundesnachrichtendienst

2.2 Verfassungsschutzverbund

2.3 Bundesamt für den militärischen Abschirmdienst

2.4 Lex specialis: Artikel 10-Gesetz und Sicherheitsüberprüfungsgesetz

2.4.1 Artikel 10-Gesetz

2.4.2 Sicherheitsüberprüfungsgesetz

3. Ergebnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die datenschutzrechtlichen Rahmenbedingungen für die internationale Datenübermittlung deutscher Nachrichtendienste an Drittstaaten vor dem Hintergrund zunehmender globaler Sicherheitsbedrohungen wie dem islamistischen Terrorismus.

  • Notwendigkeit internationaler nachrichtendienstlicher Zusammenarbeit
  • Strukturen und Befugnisse deutscher Nachrichtendienste (BND, BfV, MAD)
  • Rechtliche Grundlagen der Datenübermittlung (BNDG, BVerfSchG, MADG)
  • Anwendung des G-10-Gesetzes und des Sicherheitsüberprüfungsgesetzes
  • Spannungsfeld zwischen nationalem Datenschutz und grenzübergreifender Sicherheitskooperation

Auszug aus dem Buch

1.1 Notwendigkeit für internationale nachrichtendienstliche Kooperationen

Der 11. September 2001 – ein historisches Datum, das eine der größten Krisen nach dem Ende des kalten Krieges hervorgerufen hat. Als Folge des islamistischen Terroraktes in New York City rüsteten die Sicherheitsbehörden auf, insbesondere in den Vereinigten Staaten von Amerika, gleichwohl aber auch in faktisch allen abendländisch geprägten Ländern. Auch der Austausch von personenbezogenen Daten nahm weltweit zu. Heute, im Jahr 2018 hat sich die Lage abermals verschärft.

Mit dem Aufkommen des sogenannten islamischen Staates (IS) hat sich die sicherheitspolitische Lage in der gesamten Welt radikal geändert. Anders als Al-Qaida animiert und rekrutiert der IS insbesondere auch im Bereich der virtuellen Welt. Durch Instant-Messenger-Dienste wie WhatsApp, Viber, Skype und Telegram oder aber mithilfe von klassischen sozialen Netzwerke wie Facebook und Twitter verbinden sich weltweit Salafisten, Jihadisten und radikale Islamisten. Längst hat der IS das sogenannte „Cyber-Kalifat“ ausgerufen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Das Kapitel beleuchtet die sicherheitspolitische Notwendigkeit internationaler Kooperationen zwischen Nachrichtendiensten aufgrund globaler Gefahren wie des islamistischen Terrorismus und definiert das deutsche nachrichtendienstliche System.

2. Rechtsgrundlagen für die internationale Datenübermittlung deutscher Nachrichtendienste: Hier werden die spezifischen gesetzlichen Bestimmungen (BNDG, BVerfSchG, MADG) sowie die spezialgesetzlichen Regelungen durch das G-10-Gesetz und das Sicherheitsüberprüfungsgesetz analysiert.

3. Ergebnis: Das abschließende Kapitel bewertet das deutsche Datenschutzniveau bei der internationalen Datenübermittlung und diskutiert die Problematik der tatsächlichen Kontrolle dieser Datennutzung im Ausland.

Schlüsselwörter

Datenschutz, Nachrichtendienste, BND, Verfassungsschutz, MAD, Datenaustausch, Drittstaaten, Terrorismusbekämpfung, G-10-Gesetz, Sicherheitsüberprüfungsgesetz, internationale Kooperation, Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit, Personenbezogene Daten, Nachrichtendienstliche Tätigkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den datenschutzrechtlichen Herausforderungen und rechtlichen Rahmenbedingungen bei der Übermittlung personenbezogener Daten durch deutsche Nachrichtendienste an ausländische Stellen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der gesetzlichen Befugnisse der Nachrichtendienste, den Kontrollmechanismen und der Einhaltung rechtsstaatlicher Prinzipien bei der internationalen Zusammenarbeit.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die rechtliche Zulässigkeit und die praktischen Hürden der Datenübermittlung in Drittstaaten aufzuzeigen und kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine juristische Analyse der einschlägigen Gesetze (wie BNDG, G-10-Gesetz, SÜG) und ergänzt diese durch sicherheitspolitische Zusammenhänge.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Darstellung der verschiedenen Dienste (BND, BfV, MAD) und deren spezifische gesetzliche Grundlagen für den Datenaustausch.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen Nachrichtendienste, Datenaustausch, Drittstaaten, Rechtsstaatlichkeit, G-10-Gesetz und Datenschutz.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen BND, BfV und MAD eine Rolle?

Die Dienste unterliegen unterschiedlichen gesetzlichen Regelungen und Befugnissen, was sich maßgeblich auf die Möglichkeiten und die rechtlichen Anforderungen bei der internationalen Datenweitergabe auswirkt.

Welche Rolle spielt das G-10-Gesetz in diesem Kontext?

Das G-10-Gesetz fungiert als spezialgesetzliche Grundlage, die unter bestimmten strengen Voraussetzungen die Übermittlung von durch Fernmeldeüberwachung gewonnenen Daten an ausländische Partner gestattet.

Wie ist die Kontrolle der Datenübermittlung sichergestellt?

Die Kontrolle erfolgt unter anderem durch das Parlamentarische Kontrollgremium (PKGr) und die G10-Kommission, wobei die operative Geheimhaltung der Dienste die tatsächliche Überprüfung erschwert.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor zur Praxis der Datenweitergabe?

Der Autor kommt zu dem Ergebnis, dass trotz hoher gesetzlicher Anforderungen eine effektive Kontrolle über die tatsächliche Verwendung der übermittelten Daten im Ausland in der Praxis kaum befriedigend möglich ist.

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Résumé des informations

Titre
Datenschutzrechtliche Implikationen nachrichtendienstlicher Tätigkeiten
Université
University of Kassel  (Institut für Wirtschaftsrecht)
Cours
Europäisches Datenschutzrecht
Note
keine Note erhalten
Auteur
Julian Müller (Auteur)
Année de publication
2018
Pages
17
N° de catalogue
V457802
ISBN (ebook)
9783668895584
ISBN (Livre)
9783668895591
Langue
allemand
mots-clé
Wirtschaftsrecht Datenschutz Datenschutzrecht Sicherheitsrecht bnd Verfassungsschutz BfV MAD Polizei Justiz Europarecht BVerfSchG BNDG G10 Datenübermittlung Drittstaat EU-Recht Eu Nachrichtendienst Geheimdienst Datenaustausch Öffentliche Sicherheit Öffentliches Recht
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GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Julian Müller (Auteur), 2018, Datenschutzrechtliche Implikationen nachrichtendienstlicher Tätigkeiten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/457802
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Extrait de  17  pages
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