Diese Arbeit beschäftigt sich daher mit den Chancen und Grenzen der mündlichen Fehlerkorrektur im Fremdsprachenunterricht. Dabei wird zunächst erläutert, welche Rolle der Korrigierende und der Korrigierte in diesem Zusammenhang spielen und welche Besonderheiten bei dieser Art der Fehlerkorrektur zu berücksichtigen sind. Im zweiten Kapitel werden dann die verschiedenen Fehlerarten dargelegt, die von den Fremdsprachenlehrern während des Unterrichts unterschieden werden müssen und möglicherweise individuelle Methoden der Korrektur erforderlich machen. Auf diese unterschiedlichen Korrekturarten wird ebenfalls Bezug genommen. Anschließend werden in dieser Arbeit sowohl die Möglichkeiten erörtert, die diese Form der Fehlerberichtigung eröffnet, als auch die Grenzen, die bei der Anwendung dieser ersichtlich werden. Zum Abschluss wird ein Ausblick gegeben, der zeigen soll, inwieweit die gängigen Formen der mündlichen Fehlerkorrektur im Fremdsprachenunterricht praktikabel sind.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die mündliche Fehlerkorrektur
2.1 Der Korrigierte
2.1.1 Das Sprachniveau des Lernenden
2.1.2 Der Zusammenhang von mündlicher Fehlerkorrektur und den Lernzielen
2.2 Der Korrigierende
3. Unterschiedliche Fehlerarten und Korrekturtypen
3.1 Fehlerarten im Fremdsprachenunterricht Deutsch
3.2 Aufforderung zur Selbstkorrektur
3.3 Korrektur durch den Lehrenden
4. Möglichkeiten der mündlichen Fehlerkorrektur
4.1 Korrekturverhalten des Lehrenden
4.2 Unterrichtsphasen und mündliche Fehlerkorrektur
4.3 Grenzen und Kritikpunkte
5. Fazit und Ausblick
6. Bibliographien
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit analysiert die komplexen Bedingungen, Chancen und Grenzen der mündlichen Fehlerkorrektur im Fremdsprachenunterricht (DaF), mit dem Ziel, das Verständnis für effektive Interaktionsmuster und den Einfluss des Korrekturverhaltens auf den Lernprozess zu schärfen und die Reflexionsfähigkeit von Lehrenden zu fördern.
- Rollenverständnis von Korrigierenden und Korrigierten
- Einfluss des Sprachniveaus und individueller Lernerpersönlichkeiten
- Methoden der Fehlerkorrektur (direkt vs. indirekt, Selbstkorrektur)
- Abhängigkeit der Korrektur von spezifischen Unterrichtsphasen
- Affektive Dimensionen und psychologische Wirkung auf das Lernklima
Auszug aus dem Buch
3.1 Fehlerarten im Fremdsprachenunterricht Deutsch
In diesem Kapitel werden die Korrekturen für verschiedene Fehlerarten aufgezeigt werden. Zuerst wird sich dieses Kapitel den Korrekturen Aussprachefehlern widmen, danach denen der morphosyntaktischen Fehler und anschließend wird eine Auseinandersetzung mit der Korrektur von lexikosemantischen Fehlern und Fehlern beim Gebrauch idiomatischer Wendungen folgen. Abschließend werden die Korrekturen inhaltlicher und pragmatischer Fehler betrachtet.
Zunächst soll die Korrektur von Aussprachefehlern erläutert werden. Diese Art von Fehlern ist besonders schwierig zu korrigieren, da der Lernende oftmals selbst seinen eigenen Fehler in der Phonetik, Pausensetzung oder Intonation nicht bemerkt. Da sich die Muttersprache des Fremdsprachenlernenden wie ein Filter auf sein Gehör legt, er infolgedessen die Laute der Zielsprache mit denen der Muttersprache abgleicht und sie daher wie diese realisiert. Das Erkennen falscher Intonation ist dem Lerner somit sehr schwer möglich.
Der Lerner selbst kann seine Fehler, die er während der Sprachproduktion gemacht hat, meist nicht selbst verbessern und er ist daher darauf angewiesen, dass der Lehrende die Äußerungen korrekt wiederholt, um sie zu erkennen und zu verarbeiten. Eine solche Korrektur ist zeitintensiv, wird sie effektiv eingesetzt. Der Lernende muss die korrigierte Äußerung meist mehrfach wiederholen, um eine Verbesserung zu erzielen. Das hat zur Folge, dass diese Art von Korrekturen auch als Übung verstanden werden kann.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der mündlichen Fehlerkorrektur ein und definiert die zentrale Forschungsfrage nach den Möglichkeiten, Grenzen und der optimalen Art und Weise der Korrektur.
2. Die mündliche Fehlerkorrektur: Dieses Kapitel erläutert grundlegende Korrekturbegriffe und untersucht die Rollen von Korrigierendem und Korrigiertem, beeinflusst durch Sprachniveau und individuelle Lernziele.
3. Unterschiedliche Fehlerarten und Korrekturtypen: Hier werden diverse Fehlerkategorien (Aussprache, Grammatik, Pragmatik) sowie Strategien wie Selbstkorrektur und Lehrerkorrektur systematisch dargestellt.
4. Möglichkeiten der mündlichen Fehlerkorrektur: Dieses Kapitel betrachtet das Korrekturverhalten in verschiedenen Unterrichtsphasen und analysiert kritisch die Grenzen und Limitationen der Korrekturpraxis.
5. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Komplexität der Fehlerkorrektur zusammen und plädiert für einen reflektierten, lernergerechten Umgang durch die Lehrperson.
6. Bibliographien: Dieses Kapitel enthält eine Übersicht der verwendeten Fachliteratur und Internetquellen.
Schlüsselwörter
Mündliche Fehlerkorrektur, DaF-Unterricht, Fremdsprachenerwerb, Korrekturverhalten, Lehrerrolle, Lernerpersönlichkeit, Selbstkorrektur, Fremdkorrektur, affektive Dimension, Sprachniveau, Unterrichtsphasen, Kommunikationssituation, Fehlerarten, Sprachproduktion, Feedbackforschung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die verschiedenen Aspekte, Methoden und Herausforderungen der mündlichen Fehlerkorrektur im Kontext des Deutsch als Fremdsprache-Unterrichts.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentrale Themen sind die Rollen von Lehrer und Schüler, die psychologische Wirkung von Korrekturen, die verschiedenen Arten der Korrektur sowie deren Anpassung an unterschiedliche Unterrichtsphasen und Lernniveaus.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Komplexität der mündlichen Fehlerkorrektur aufzuzeigen und Strategien zu beleuchten, wie Lehrkräfte lernergerecht und effizient auf Fehler reagieren können.
Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung fachwissenschaftlicher Literatur und nutzt Ansätze aus der Feedbackforschung sowie bekannte Modelle wie das Flussdiagramm von Koutiva und Storch.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Korrekturtypen, die differenzierte Betrachtung verschiedener Fehlerarten und die Untersuchung des Einflusses von Unterrichtsphasen und Lernerpersönlichkeiten auf das Korrekturverhalten.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind Fehlerkorrektur, Sprachniveau, affektive Dimension, Fremdkorrektur, Selbstkorrektur und kommunikative Sprachproduktion.
Warum ist die "affektive Dimension" bei der Korrektur wichtig?
Die affektive Dimension beschreibt die psychologische Wirkung auf den Lerner; da Korrekturen als blockierend oder demotivierend empfunden werden können, spielt das Fingerspitzengefühl des Lehrers eine entscheidende Rolle für den Lernerfolg.
Wie unterscheiden sich direkte und indirekte Korrekturen?
Bei der direkten Korrektur greift der Lehrer explizit in den Redefluss ein und nennt die korrekte Form, während die indirekte Korrektur durch Wiederholung der korrekten Äußerung im natürlichen Kommunikationsfluss erfolgt, ohne den Redefluss stark zu stören.
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- Anonym (Author), 2017, Aspekte mündlicher Fehlerkorrektur im Fremdsprachenunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/458071