Ziel der Arbeit ist es, anhand einer Auswahl relevanter externer Rekrutierungskanäle, eine Bewertung hinsichtlich der Effizienz dieser Beschaffungswege vorzunehmen. Die Untersuchung betrachtet dabei branchen- und betriebsgrößenübergreifend, die von Unternehmen zur Ermittlung des Kosten-Nutzen-Verhältnisses von Beschaffungskanälen eingesetzten Controllinginstrumente und –kennzahlen, welche in der Praxis zur Erfolgskontrolle/- bewertung genutzt werden.
Zur Identifikation geeigneter, methodischer Instrumente der Effizienzmessung sollen durch subjektive Einschätzungen von Unternehmen und ausgewählter Experten Erkenntnisse über die derzeit genutzten Rekrutierungskanäle und –kennzahlen zur Personalbeschaffung gewonnen werden. Die unter dem Gesichtspunkt der Wirtschaftlichkeit erkannte Best Practice sowie mögliche Verbesserungspotenziale und Herausforderungen für das Controlling der Personalbeschaffung sollen abschließend dargestellt werden.
Folgende Fragestellungen sollen damit im Rahmen dieser Arbeit beantwortet werden: Welche Controllinginstrumente werden in Bezug auf die Effizienzbewertung ausgewählter Rekrutierungskanäle von den befragten Unternehmen genutzt und welche Kanäle sind danach am effizientesten? Wo liegen nach der subjektiven Einschätzung von Unternehmen und Experten Best Practice-Ansätze, Verbesserungspotenziale und zukünftige Handlungsfelder, um den externen Beschaffungsprozess über die betrachteten Rekrutierungskanäle kennzahlengestützt effizienter zu gestalten?
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Controlling: Einordnung und Begriffsdefinition
2.2 Personalcontrolling: Einordnung, Begriffsdefinition, Dimensionen, Ziele und Herausforderungen
2.3 Kennzahlen im Rahmen des Personalcontrollings
2.4 Personalbeschaffung
2.4.1 Personalbeschaffungswege
2.4.2 Vor- und Nachteile interner und externer Personalbeschaffung
3. Effizienz von Rekrutierungskanälen
3.1 Nutzung von Rekrutierungskanälen
3.2 Kennzahlen zur Effizienzbewertung von Rekrutierungskanälen
4. Empirische Erhebungen
4.1 Onlinegestützte Befragung
4.1.1 Zielsetzung und Durchführung
4.1.2 Online-Befragungsergebnisse, Ergebnisinterpretation und Hypothesenbildung
4.2 Experteninterviews
4.2.1 Zielsetzung und Durchführung
4.2.2 Befragungsergebnisse und Hypothesenprüfung
5. Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen
6. Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Master Thesis analysiert die Effizienz verschiedener externer Rekrutierungskanäle vor dem Hintergrund aktueller demografischer Herausforderungen und des "War for Talents". Das primäre Ziel ist es, Controlling-Instrumente und Kennzahlen zu identifizieren, die Unternehmen dabei unterstützen, den Personalgewinnungsprozess wirtschaftlich zu optimieren und Entscheidungsgrundlagen für den Kanaleinsatz zu schaffen.
- Zusammenhänge zwischen Personalcontrolling und externer Personalbeschaffung
- Analyse des Nutzungsverhaltens von Rekrutierungskanälen in Großunternehmen und Mittelstand
- Identifikation von Best-Practice-Ansätzen und Effizienzkennzahlen
- Untersuchung der Herausforderungen bei der Implementierung von Controlling-Tools
- Ableitung von Handlungsempfehlungen zur kennzahlengestützten Effizienzsteigerung
Auszug aus dem Buch
2.4.1 Personalbeschaffungswege
„Gegenstand der Personalbeschaffung ist die Auswahl von Beschaffungsalternativen. Diese setzen sich aus den Komponenten Beschaffungsmärkte, Beschaffungswege und –mittel, Beschaffungszeitpunkte und –orte zusammen. Die Verknüpfung von unterschiedlichen Ausprägungen dieser Komponenten führt zu bestimmten Personalbeschaffungsalternativen.“ Nach Jung stehen in der betrieblichen Praxis zwei unterschiedliche Beschaffungsmärkte zur Verfügung, über die Unternehmen ihre personellen Beschaffungsziele erreichen können. Danach kann Personalbedarf sowohl über die Nutzung interner als auch externer Rekrutierungskanäle bzw. Beschaffungswege gedeckt werden.
Die wesentlichen Unterscheidungsmerkmale zwischen den beiden Beschaffungsalternativen sowie mögliche Ausprägungsformen von Beschaffungskanälen sind in der nachfolgenden Grafik dargestellt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beschreibt die demografische Entwicklung und den resultierenden Fachkräftemangel als Ausgangspunkt für die Notwendigkeit eines effizienten Personalcontrollings.
2. Theoretische Grundlagen: Erläutert die Begriffe Controlling, Personalcontrolling und Personalbeschaffung sowie die Bedeutung von Kennzahlen für die Effizienzmessung.
3. Effizienz von Rekrutierungskanälen: Analysiert den Wandel der Rekrutierungskanäle und stellt aktuelle Ansätze zur Effizienzbewertung dar.
4. Empirische Erhebungen: Dokumentiert die methodische Durchführung und die Ergebnisse der onlinegestützten Befragung sowie der Experteninterviews zur Ist-Situation des Controllings.
5. Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen: Führt die empirischen Ergebnisse mit der Theorie zusammen und bietet konkrete Empfehlungen zur Prozessoptimierung.
6. Fazit: Fasst die Notwendigkeit einer evolutionstauglichen Gestaltung von Recruiting-Systemen zusammen.
Schlüsselwörter
Personalcontrolling, Rekrutierungskanäle, Personalbeschaffung, Effizienzmessung, Kennzahlen, War for Talents, Employer Branding, Recruiting Trends, Personalgewinnung, Online-Befragung, Experteninterviews, Prozessoptimierung, Kosten-Nutzen-Verhältnis.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Master Thesis im Kern?
Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen die Effizienz ihrer verschiedenen Rekrutierungskanäle durch gezieltes Personalcontrolling messen und optimieren können.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Schwerpunkte liegen auf der Schnittmenge von Personalcontrolling, externer Personalbeschaffung und der Nutzung digitaler sowie klassischer Rekrutierungsmedien.
Was ist das primäre Forschungsziel?
Es sollen geeignete methodische Instrumente und Kennzahlen identifiziert werden, um den externen Beschaffungsprozess unter Effizienzgesichtspunkten messbar und steuerbar zu machen.
Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?
Die Arbeit kombiniert eine Literaturanalyse zu theoretischen Grundlagen mit einer empirischen Teilerhebung mittels eines onlinegestützten Fragebogens und leitfadengestützten Experteninterviews.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert das aktuelle Nutzungsverhalten von Rekrutierungskanälen, vergleicht Ergebnisse aus der Unternehmenspraxis mit Controlling-Standards und diskutiert Herausforderungen der Datenbasis.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Personalcontrolling, Effizienzmessung, Rekrutierungskanäle, War for Talents und Prozessorientierung in der Personalarbeit.
Warum ist die Unterscheidung zwischen interner und externer Beschaffung wichtig?
Sie bestimmt die strategische Herangehensweise und die Wahl der Instrumente, da interne Ressourcen eine andere Kostenstruktur und Qualifikationsgrundlage haben als der externe Arbeitsmarkt.
Welche Rolle spielen Social Media Kanäle laut den Ergebnissen?
Sie gewinnen zwar an Bedeutung, werden jedoch in vielen Unternehmen noch als schwierig messbar eingestuft, was den Bedarf an neuen, integrierten Controlling-Ansätzen unterstreicht.
Welche technologischen Lösungen empfehlen die Experten?
Experten empfehlen den Einsatz von Applicant Tracking Systems (ATS) und die Bündelung von Daten in zentralen Auswertungstools, um eine bessere Zuordenbarkeit von Bewerbern zu Kanälen zu ermöglichen.
Was ist die zentrale Herausforderung bei der Kennzahlenerhebung?
Neben knappen Ressourcen wie Zeit und Budget ist die mangelnde Zurechenbarkeit von Bewerbern zu spezifischen Kanälen („blinde Flecken“) das größte Hindernis für ein exaktes Effizienzcontrolling.
- Citation du texte
- Dennis Richter (Auteur), 2014, Bewertung der Effizienz von Rekrutierungskanälen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/458974