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Die Wiederbelebung des Dschihad-Gedankens. Die muslimische Reaktion auf die Kreuzritter

Título: Die Wiederbelebung des Dschihad-Gedankens. Die muslimische Reaktion auf die Kreuzritter

Trabajo , 2009 , 20 Páginas , Calificación: 2

Autor:in: Sam Bayat (Autor)

Historia de Europa - Edad Media, Edad Moderna
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Der Ursprung des Dschihad stammt aus dem Koran, wird jedoch von den Islamisten anders definiert und auch instrumentalisiert. Der Inhalt dieser Arbeit konzentriert sich jedoch zum einen auf den ursprünglichen Dschihad, der unter anderem auch seine Wurzeln in der Hadith findet. Zum anderen legt diese Arbeit auch ihren Fokus auf den Dschihad, der während der Kreuzzüge wiederbelebt wurde. Ersterer kennt eine völlig andere Interpretation als die aktuell in den Medien und im Volksmund verbreitete.

In der folgenden Arbeit wird diese Entwicklung des auf der einen Seite ursprünglichen Dschihad, der im Koran begründet und verankert ist, und auf der anderen Seite des heutigen meist falsch interpretierten Dschihad, der als „Heiliger Krieg“ verstanden wird, dargelegt. Dazu werden einige ausgewählte Beispiele vorgestellt, die deutlich machen, inwiefern der Dschihad im Laufe der Jahrhunderte zu politischen Zwecken einiger Machthaber eingesetzt wurde. Dieses Phänomen der Instrumentalisierung des Dschihad zu politischen und militärischen Zwecken wird anhand zweier Herrscher verdeutlicht. Zuvor ist es jedoch notwendig, den Begriff des „Dschihad“ klar zu definieren und herauszufiltern, welche Bedeutungen dieser Begriff impliziert. Desweiteren wird untersucht, welche Wichtigkeit dem Dschihad im Koran überhaupt zukommt. Welche Interpretation lässt der im Koran manifestierte Dschihad zu? Nach Klärung dieser Punkte wird der historische Kontext näher erläutert, wobei auch auf die zuvor erwähnten Herrscher und ihre Politik eingegangen wird. Es handelt sich bei diesen um den Atabeg Zengi, und seinen Sohn Nuraddin. Zusammenfassend werden dann Motive und Strategien der einzelnen Akteure noch einmal beleuchtet und in Bezug zueinander/kontrastiv dargestellt werden.

Leitgedanke dieser Arbeit ist die Vergänglichkeit der Zeit. Es soll vor Augen geführt werden, dass zum Beispiel ein im Koran manifestierter Glaubensgrundsatz in der Vergangenheit anders wahrgenommen wurde, als dies heute der Fall ist, und dass eben diese Veränderungen und Bedeutungsverlagerungen verantwortlich sind sowohl für unser heutiges Verständnis als auch für die Historie. Es wird deutlich gemacht werden, wie der Dschihad aus machtpolitischen Interessen instrumentalisiert und propagiert wurde. Es wird natürlich auch die ursprüngliche Bedeutung des Dschihad erarbeitet werden, die sich deutlich von dem in der westlichen Gesellschaft weitverbreiteten Bild abgrenzt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffserklärung

2.1 Die Definition des Wortes Dschihad

2.2 Der Dschihad im Koran

3. Historischer Hintergrund

3.1 Zengi und sein Einfluss auf die islamische Welt

3.2 Zengi und die Wiederbelebung des Dschihad

3.3 Nuraddin und sein Triumph über Damaskus

3.4 Nuraddins Propagierung des Dschihad

4. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, die historische Entwicklung und Instrumentalisierung des Dschihad-Begriffs während der Kreuzzüge im 12. Jahrhundert zu analysieren und ihn von heutigen, meist falsch interpretierten Darstellungen als "Heiliger Krieg" abzugrenzen. Dabei wird untersucht, wie die muslimischen Herrscher Zengi und Nuraddin den Begriff politisch nutzten, um ihre Machtansprüche zu legitimieren und den Widerstand gegen die Kreuzritter zu organisieren.

  • Ursprüngliche Bedeutung des Dschihad im Koran und der Hadith
  • Unterscheidung zwischen dem koranischen Konzept und der späteren Instrumentalisierung
  • Die Rolle von Zengi bei der Eroberung Edessas und der Wiederbelebung des Dschihad
  • Nuraddins politische Strategien und seine Propagierung des Dschihad
  • Vergleich der historischen Motivationen mit heutigen extremistischen Narrativen

Auszug aus dem Buch

3.1 Zengi und sein Einfluss auf die islamische Welt

Die Muslime erzielten gegenüber den Kreuzfahrerstaaten in Syrien einen enormen Erfolg, indem Mossul und Aleppo unter der Herrschaft des Türken Imadaddin Zengi vereinigt wurden. Der Mangel an Führungspersönlichkeiten unter den Franken begünstigte die Situation Zengis erheblich, da er in der Lage war, die Streitkräfte der Muslims gegen die Franken zu vereinigen. Durch seine anfänglichen Bemühungen im Irak (1132-1135) war Zengi nicht befähigt sein Augenmerk auf den Westen zu richten. Überhaupt wurden in dieser Zeit Zengis Interessen in Syrien von dem Damaszener Feldhauptmann Sawar vertreten. Nach Beendigung der Unternehmungen im Irak und einer Ansammlung neu erhaltener Ehrentitel von Moqtafi und Mas’ud konzentrierte sich Zengi zunehmend auf den Westen. Zu Beginn zeigte Zengi Interesse an der Eroberung Damaskus’; jedoch gab er den Bitten einer Gesandtschaft des Kalifen Mustarschild statt, die die Unabhängigkeit Damaskus’ unberührt wissen wollten. Eine ihm durch die Damaszener zugefügte Niederlage schien in dem Moment sehr wahrscheinlich, so dass Zengi sich nicht nur als Freund der Damaszener inszenieren konnte, indem er den Bitten des Kalifen stattgab, sondern er umging so auch, eine schändliche Niederlage beigebracht zu bekommen. Im Zuge eines Friedensschlusses mit Mahmud stattete Zengi den Damaszenern einen Staatsbesuch ab.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Diskrepanz zwischen der ursprünglichen koranischen Bedeutung des Dschihad und dessen moderner Instrumentalisierung durch extremistische Gruppen.

2. Begriffserklärung: Es wird dargelegt, dass Dschihad im arabischen Ursprung "Anstrengung" bedeutet und nicht mit "Heiliger Krieg" gleichzusetzen ist.

2.1 Die Definition des Wortes Dschihad: Dieses Kapitel erläutert die sprachliche Herleitung und die fachwissenschaftliche Einordnung des Begriffs.

2.2 Der Dschihad im Koran: Hier werden Koranverse analysiert, um den spirituellen Charakter des Dschihad als Streben im Sinne Gottes zu verdeutlichen.

3. Historischer Hintergrund: Dieses Kapitel führt in die politische Situation zur Zeit der Kreuzzüge zwischen 1135 und 1174 ein.

3.1 Zengi und sein Einfluss auf die islamische Welt: Untersuchung der Machtkonsolidierung unter Zengi und dessen strategischem Vorgehen gegenüber Franken und anderen muslimischen Herrschern.

3.2 Zengi und die Wiederbelebung des Dschihad: Analyse von Zengis Nutzung des Dschihad zur Legitimierung seiner expansiven Politik nach dem Fall von Edessa.

3.3 Nuraddin und sein Triumph über Damaskus: Darstellung der Machtübernahme Nuraddins und der veränderten politischen Landschaft in Syrien.

3.4 Nuraddins Propagierung des Dschihad: Untersuchung von Nuraddins gezielter Dschihad-Propaganda als Reaktion auf den Zweiten Kreuzzug und zur Sicherung seiner Herrschaft.

4. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Erkenntnis, dass der Dschihad bereits im 12. Jahrhundert politisch instrumentalisiert wurde, jedoch im Kontext existentieller Bedrohung stattfand.

Schlüsselwörter

Dschihad, Koran, Kreuzzüge, Zengi, Nuraddin, Islam, Heiliger Krieg, Instrumentalisierung, Politik, Machtlegitimation, Edessa, Damaskus, Franken, Glaubensgrundsatz, historische Entwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht die historische Instrumentalisierung des Dschihad-Begriffs durch muslimische Herrscher im 12. Jahrhundert während der Kreuzzüge und kontrastiert dies mit der heutigen, oft verzerrten Wahrnehmung.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind die koranischen Grundlagen des Begriffs, die politische Strategie von Zengi und Nuraddin in Syrien sowie die Entwicklung des Widerstands gegen die Kreuzritter.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt danach, wie sich das Verständnis des Dschihad historisch verändert hat und inwiefern Herrscher wie Zengi und Nuraddin den Begriff zur Legitimierung ihrer machtpolitischen Ziele einsetzten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung zeitgenössischer Quellen, der Koranexegese und moderner geschichtswissenschaftlicher Literatur basiert.

Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Definition des Dschihad, der historischen Entwicklung unter den Herrschern Zengi und Nuraddin sowie der konkreten Nutzung der Dschihad-Propaganda zur Vereinigung syrischer Gebiete gegen die Kreuzritter.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Dschihad, Instrumentalisierung, Zengi, Nuraddin, Kreuzzüge, Machtlegitimation und islamische Geschichte.

Warum wird der Fall von Edessa als Wendepunkt bezeichnet?

Der Fall von Edessa durch Zengi wird als Wendepunkt betrachtet, da es der erste große Erfolg der Muslime gegen die Kreuzfahrerstaaten war und Zengi den nötigen Status für eine weitere Dschihad-Propaganda verschaffte.

Wie unterscheidet sich Nuraddins Vorgehen von dem seines Vaters Zengi?

Während beide den Dschihad zur Machtlegitimation nutzten, erweiterte Nuraddin die Propaganda durch eine noch stärkere religiöse Rhetorik, um die politische Führung über Damaskus und Ägypten zu rechtfertigen.

Final del extracto de 20 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Wiederbelebung des Dschihad-Gedankens. Die muslimische Reaktion auf die Kreuzritter
Universidad
Johannes Gutenberg University Mainz
Calificación
2
Autor
Sam Bayat (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
20
No. de catálogo
V458975
ISBN (Ebook)
9783668878419
ISBN (Libro)
9783668878426
Idioma
Alemán
Etiqueta
kreuzritter Jihad Dschihad Saladin
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sam Bayat (Autor), 2009, Die Wiederbelebung des Dschihad-Gedankens. Die muslimische Reaktion auf die Kreuzritter, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/458975
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