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Paulinus von Nola und das Apsismosaik der Basilica Nova

Titre: Paulinus von Nola und das Apsismosaik der Basilica Nova

Dossier / Travail , 2015 , 14 Pages , Note: 2,3

Autor:in: Kevin Grossart (Auteur)

Archéologie
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Die Spätantike ist eine Zeit des Wandels und Überganges. Obschon Rom die politische Krise des 3. Jhs. überstanden hatte, waren zu Beginn des vierten und fünften Jahrhunderts Umbruchsprozesse im Gange, die das Reich noch stärker spalten konnten, als dies selbst bei den Unruhen unter den Soldatenkaisern zuvor der Fall gewesen war. Der Siegeszug des Christentums, das 381 nach Christus unter Kaiser Theodosius I de facto zur römischen Staatsreligion wurde und selbst doch erst kürzlich den Status einer Religio Licita besessen hatte, ist dabei eine dieser maßgeblichen Entwicklungen der Spätantike.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1.1 Einleitung

1.2 Quellenlage

1.3 Forschungsstand

2.1 Paulinus von Nola und der Bau der Basilica Nova

2.2 Der Apsis-Titulus

3. Die Rekonstruktion des Apsismosaiks der Basilica Nova

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Apsismosaik der Basilica Nova in Nola, das unter dem Einfluss des Bischofs Paulinus von Nola entstand. Ziel ist es, durch eine Analyse der erhaltenen schriftlichen Quellen – insbesondere des Titulus aus dem Brief an Sulpicius Severus – sowie unter Einbeziehung archäologischer Vergleichsbeispiele eine fundierte Rekonstruktion dieses frühchristlichen Kunstwerks vorzunehmen.

  • Transformation der spätantiken Gesellschaft im Spiegel des Christentums
  • Die Rolle des Paulinus von Nola als Stifter und Dichter
  • Analyse und Interpretation des Apsis-Titulus
  • Rekonstruktion der ikonographischen Bildelemente
  • Vergleich mit frühchristlichen Bildkonventionen in Ravenna und Rom

Auszug aus dem Buch

2.2 Der Apsis-Titulus

Obschon Paulinus zwar grundsätzlich bestrebt war, die Tätigkeiten seines weltlichen Lebens hinter sich zu lassen, verfolgte er die Dichtkunst auch noch während seiner asketischen Lebensphase. Er vermochte es, Inspiration und Zweck seiner Poesie christlich umzudeuten; nicht die Musen und Apollon, sondern Christus sollte ihn nun zu schönen Worten in trefflichen Metren bringen. Zudem war die dichterische Tätigkeit des späteren Paulinus ganz im Dienste des Glaubens zu verorten, da er Gott in dieser Form loben wollte. In diesem Kontext entsteht seine Titulus-Dichtung, die ausführlich in den Briefen an Sulpicius Severus thematisiert wird. Paulinus schreibt dem Freunde nämlich, welche Tituli er für die Verwendung in seinen Kirchenbauten ersonnen hat. Diese sprechen den Betrachter direkt oder indirekt an, um einerseits zu erklären und Interpretationshinweise zu liefern und andererseits von der Herrlichkeit Gottes zu berichten. Ein solcher Titulus ist auch für das Mosaik der Apsis der Basilica Nova gedichtet worden und dieser, in Epistula 32 überlieferte, Titulus lautet in Gänze: „In vollem Geheimnis strahlt die Dreifaltigkeit: Christus steht als Lamm, die Stimme des Vaters ertönt laut vom Himmel, und in Gestalt einer Taube strömt der Heilige Geist herab. Das Kreuz umgibt ein Kranz mit leuchtendem Kreise, ihn wiederum umkränzen die Apostel, die durch eine Schar Tauben dargestellt werden. Die erhabene Einheit der Dreifaltigkeit (trinitatis) vereinigt sich in Christus, der wiederum durch eine Dreiheit (trinitate) ausgezeichnet ist: Als Gott offenbart ihn die Stimme des Vaters und der Geist; als heilige Opfergabe bezeugen ihn Kreuz und Lamm; Herrschaft und Triumph zeigen Purpur und Palme an. Selbst der Fels der Kirche, steht er auf einem Fels, aus dem vier rauschende Quellen entspringen: die Evangelisten, die lebendigen Ströme Christi.“

Zusammenfassung der Kapitel

1.1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den gesellschaftlichen und religiösen Wandel in der Spätantike und führt in die Lebensgeschichte sowie das Bauprogramm des Paulinus von Nola ein.

1.2 Quellenlage: Dieses Kapitel erörtert die spärliche physische Überlieferung des Apsismosaiks und betont die Bedeutung der zeitgenössischen schriftlichen Beschreibung durch Paulinus.

1.3 Forschungsstand: Hier werden die bisherigen Rekonstruktionsversuche seit dem 16. Jahrhundert sowie aktuelle wissenschaftliche Beiträge zur Basilica Nova kritisch zusammengefasst.

2.1 Paulinus von Nola und der Bau der Basilica Nova: Das Kapitel zeichnet den Lebensweg des Paulinus vom römischen Beamten zum asketischen Bischof nach und beschreibt die Entstehung der Basilica Nova als Pilgerheiligtum.

2.2 Der Apsis-Titulus: Analyse des von Paulinus verfassten Gedichts über das Mosaik, das die theologische Symbolik des Bildprogramms (Dreifaltigkeit, Kreuz, Evangelisten) erschließt.

3. Die Rekonstruktion des Apsismosaiks der Basilica Nova: Unter Einbeziehung frühchristlicher Vergleichsdenkmäler wird der Versuch unternommen, das verlorene Bildprogramm systematisch zu rekonstruieren.

4. Fazit: Zusammenfassung der Ergebnisse, die die Bedeutung des Mosaiks als monumentales Zeugnis spätantiker religiöser Kommunikation und Identität hervorhebt.

Schlüsselwörter

Spätantike, Paulinus von Nola, Basilica Nova, Apsismosaik, Christentum, Trinität, Ikonographie, Rekonstruktion, Titulus-Dichtung, Heiliger Felix, frühchristliche Kunst, Pilgerheiligtum, Symbolik, Mosaik, Transformation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Apsismosaik der Basilica Nova in Nola und der Frage, wie dieses verlorene frühchristliche Kunstwerk anhand schriftlicher Überlieferungen und archäologischer Vergleiche rekonstruiert werden kann.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Zentrale Themen sind die spätantike Transformationsphase, die Rolle des Christentums als prägende Kraft in dieser Zeit sowie die spezifische Bau- und Dichtungspolitik des Bischofs Paulinus von Nola.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist eine fundierte Rekonstruktion des ikonographischen Programms des Mosaiks, um das theologische und ästhetische Verständnis der Zeit greifbar zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Der Autor kombiniert eine philologische Analyse des Titulus-Textes mit kunsthistorischen Vergleichen zu zeitgenössischen Mosaiken, etwa in Ravenna oder Rom.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden der historische Kontext, die Person Paulinus, die inhaltliche Analyse seines Mosaikgedichts und die methodische Herleitung der bildlichen Rekonstruktion detailliert dargestellt.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Wichtige Begriffe sind insbesondere die Trinitätssymbolik, die frühe Christliche Ikonographie und die Funktion von Bauprogrammen als Medium religiöser Botschaften.

Welche Rolle spielt die "Vox Patris" im Mosaikkonzept?

Die "Vox Patris" (Stimme des Vaters) wird im Mosaik durch eine vom Himmel herabkommende Hand dargestellt, ein Standardmotiv der damaligen frühchristlichen Bildkonvention.

Warum wird das Mosaik von S. Apollinare in Classe als Vergleich herangezogen?

Es dient als eines der fruchtbarsten Vergleichsbeispiele, da es gut erhalten ist und viele der von Paulinus beschriebenen Elemente, wie das Gemmenkreuz oder die Symbolik des Lammes, in Tradition einer gemeinsamen Bildsprache aufgreift.

Wie bewertet der Autor Paulinus' "Titulus-Dichtung"?

Der Autor sieht in der Dichtung ein einzigartiges Instrument des Bischofs, der nicht nur Bilder in Auftrag gab, sondern diese durch seine Texte interpretativ absicherte und so den heutigen Forschern den Zugang zur Bedeutung der Kunstwerke erst ermöglicht.

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Résumé des informations

Titre
Paulinus von Nola und das Apsismosaik der Basilica Nova
Université
University of Münster
Note
2,3
Auteur
Kevin Grossart (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
14
N° de catalogue
V458991
ISBN (ebook)
9783668910072
Langue
allemand
mots-clé
paulinus nola apsismosaik basilica nova
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Kevin Grossart (Auteur), 2015, Paulinus von Nola und das Apsismosaik der Basilica Nova, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/458991
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Extrait de  14  pages
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