Praxiseinsatz ambulante Pflege mit NANDA Pflegediagnosen anhand eines Fallbeispiels


Akademische Arbeit, 2015
21 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2. Erster Eindruck
2.1 Stammdaten von Fr. L.
2.2 Anlass für die ambulante Versorgung
2.3 Medizinische Diagnosen und Medikamente
2.4. Assessmentleitfaden für Erwachsene nach Gordon 2013
2.4.1 Wahrnehmung und Umgang mit der eigenen Gesundheit
2.4.2 Ernährung und Stoffwechsel
2.4.3 Ausscheidung
2.4.4 Aktivität und Bewegung
2.4.5 Schlaf und Ruhe
2.4.6 Kognition und Perzeption
2.4.7 Selbstwahrnehmung und Selbstbild
2.4.8 Rollen und Beziehungen
2.4.9 Sexualität und Reproduktion
2.4.10 Bewältigungsverhalten und Stresstoleranz
2.4.11 Werte und Überzeugungen
2.5 Assessmentinstrumente, kriteriengeleitete Erhebungsbögen, Screening

3 Abgeleitete Pflegediagnosen

4 Priorisierte Pflegediagnosen

5 Planung der Ziele und Maßnahmen

6 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

In der folgenden Arbeit handelt es sich um eine Falldarstellung einer Klientin aus der ambulanten Pflege. Zu Beginn werden die Stammdaten, Medikamente und medizinischen Diagnosen der Klientin aufgelistet. Anschließend folgt der Grund für die Unterstützung des ambulanten Pflegedienstes. Weitere Informationen werden dann anhand des Gordon Assessment 2003 geschildert und die Auswertung der Assessmentinstrumente analysiert. Zuletzt werden Pflegediagnosen gestellt, sowie entsprechende Ziele und Maßnahmen festgelegt.

2. Erster Eindruck

Frau L. öffnet nach einmaligem Klingeln ihre Haustür und begrüßt die Studenten mit mäßigem Händedruck. Sie erzählt, dass sie die Studenten bereits erwartet habe und bittet sie in ihre Wohnung einzutreten. Frau L. hält mit den Studenten Augenkontakt und trägt eine Brille mit Milchglas am linken Auge. Sie ist der Jahreszeit entsprechend gekleidet und ihre Haare machen einen sauberen und gepflegten Eindruck.

2.1 Stammdaten von Fr. L.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Hilfsmittel:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.2 Anlass für die ambulante Versorgung

Fr. L. nimmt laut eigener Aussage seit ca. 2 Jahren ambulante Hilfe in Anspruch. Seit dieser Zeit kommt der ambulante Pflegedienst und leistet Hilfe beim An/Ausziehen von den Kompressionsstrümpfen. Seit kurzem erhält Frau L. 2x wöchentlich Unterstützung beim Duschen, da ihr die Pflegestufe 2 zugesprochen wurde.

2.3 Medizinische Diagnosen und Medikamente

Medizinische Diagnosen entsprechend der ärztlichen Dokumentation:

-Diabetes mellitus Typ 2
-Z. n. Synkope 2004
-Kreislaufregulationsstörungen
-Hypertonie
-Vorhofflimmern
-Klappeninsuffizienz
-chr. Niereninsuffizienz Stadium 3
-Altersdepression
-Belastungsdyspnoe
-Belastungsangina pectoris
-Differentialdiagnose KHK
-Degeneratives BWS Syndrom
-Miktionsstörungen
-Spondylarthrose
-Zust. nach Vaginalplastik 1993
-Osteochondrose
-Hüfte re zementiert TEP 2010
-Hüfte links TEP 2013
-TEP 2007 Knie re

Medikamente entsprechend der ärztlichen Dokumentation:

-Metformin 1000mg Tabl. 1 0 0 1

Indikation: Diabetes mellitus Typ 2, vermindert Darmresorption und Zuckerneubildung in der Leber

NW: Magen- Darm Beschwerden, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, wird nach dem Essen eingenommen

KI: Lactatazidose WW: mit Alkohohl, Betablockern, Antikoagulantien

Vgl. (Jelinek 2013, 231-233)

-Xelevia 25mg Tbl. 0 0 1 0

Wirkstoff: Sitagliptin aus der Reihe Gliptine (Inkretinverstärker)

Indikation: Stimmuliert Insulinbildung bei erhöhtem Blutzucker KI: Lactatazidose

Vgl. (Jelinek 2013, 231-233)

-Simvastatin 20mg Tabl. 0 0 1 0

Indikation: senkt Cholesterin und Triglyzeride, Einnahme abends

NW: Magen- Darm Beschwerden, Hautreaktionen, Schädigungen Leber, Muskeln

KI: Leber, Nieren und Muskelschäden WW: Warfarin, Ciclosporin

Vgl. (Jelinek 2013, 234-235)

-Euthyroxin 75 mg Tabl. 1 0 0 0

Indikation: bei Hypothyreose, wirkungsgleich wie Schilddrüsenhormon L-Thyroxin (T4), wird morgens nüchtern (30 min vor Essen) eingenommen, Beim Frühstück keine Milchprodukte NW: bei zu hoher Dosis Tachykardie, Zittern, Schlaflosigkeit

Vgl. (Jelinek 2013, 150)

-ASS 100mg Tabl. 0 1 0 0

Indikation: Acetylsalicylsäure ist ein Thrombozytenaggregationshemmer (hemmt die Zusammenballung von Thrombozyten). Wird meist zur Prophylaxe von Insulten oder Myokardinfarkten eingesetzt. NW: Magenbeschwerden und Magenblutungen sowie Ulcera. KI: bei Magen-Darm Ulzera, asthmatisch/allergischen Reaktionen.

Vgl. (Jelinek 2013, 188-196)

-Bisoprolol 5mg Tabl. 0 1 0 0

Wirkmechanismus: Betablocker (Reninausscheidung sinkt, Herzzeitvolumen wird verringert) Indikation: arterielle Hypertonie NW: Schwindel, Schwäche, Synkope, Sehstörungen, Müdigkeit

KI: Alkohol, Asthmaanfälle, CAVE: Es kann zu Hypoglykamien kommen, regelmäßig BZ messen. Einnahme: unzerkaut, unabhängig von Mahlzeiten

Vgl. (Jelinek 2013, 180-182)

-Ramipril 5 mg Tabl. 0,5 0 0 0

Wirkmechanismus: ACE- Hemmer, hemmen das ACE, sodass weniger Angiotensin 2 und Aldosterin gebildet wird. NW: Schwindel, Kopfschmerzen, Geschmacks-störungen, Angioödem (Hals- und Schleimhautschwellung), trockener Reizhusten (lässt normalerweise nach einigen Wochen nach), Hyperkaliämie, Sturzgefahr ist erhöht Einnahme: unabhängig von den Mahlzeiten

Vgl. (Jelinek 2013, 180-182)

-Pantoprazol 20mg Kbs. 1 0 0 0

Protonenpumpenhemmer: hemmen die Bildung von Wasserstoffprotonen und unterdrücken somit die Magensäureproduktion, für Magenschutz Einnahme: 30-60 min vor dem Essen nüchtern.

Vgl. (Jelinek 2013, 211-212)

-Magnesium Dragee 0 0 0 1

Gegen Muskelkrämpfe NW: kann zu Durchfall führen.

-Ibuprofen 400mg Tbl. 0,5 0 0,5 0

CAVE: Einnahme nie gleichzeitig mit ASS 100. Hebt dessen Wirkung auf. ASS immer eine Stunde vorher nehmen. NW: siehe Diclofenac

Vgl. (Jelinek 2013, 82-84)

-Nitrofurantoin 100mg Kbs. 1 0 0

noch nicht aufgeführt im Medikamentenplan. Die Klientin zeigte dem Erhebenden die Medikamentenverpackung.

Antibiotika zur Behandlung von Harnwegsinfekten. NW: Müdigkeit, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Erbrechen

Bedarfsmedikation:

-Nitrolingual Spray bei Bedarf alle 10 min

Wirkmechanismus: Nitrate (Nitroglycerin) erweitern Venen und Arterien und senken somit den RR und die Vor- sowie Nachlast des Herzens. Einnahme: bei Angina pectoris Anfällen oder hypertensiven Krisen das Ventil vorher zum Test betätigen bis ein Hub herauskommt. Dann Atem anhalten und im Abstand von 30 Sekunden unter die Zuge sprühen. Nach 10 Minuten sollte Besserung eintreten. Bei häufiger Anwendung ca. 12 h Nitratpause machen, da der Körper sich an das Medikament gewöhnt und es dann nicht mehr wirkt. NW: Nitratkopfschmerz, CAVE: Kollaps, Synkope

-Berudual Spray 1 x tgl. bei Luftnot

Fenoterol: kurz wirksame ß Sympathomimetika bei Atemnot

Vgl. (Jelinek 2013, 273)

-Novaminsulfon Tropfen bis zu 4 x 35 Tropfen tgl. bei Schmerzen

Metamizol: Phenazone: gute Verträglichkeit, gegen Koliken, Fieber, Schmerzen, Entzündungen CAVE: Schock, Agranulozytose

Vgl. (Jelinek 2013, 83-85)

-Tramabeta 200mg Tabl. bis 2x 1 bei Schmerzen

Schwaches Opioid: Tramadol NW: Verstopfung, Übelkeit, Erbrechen CAVE: Atemdepression

Vgl. (Jelinek 2013, 78)

-Diclofenac 75 mg Kbs. bei Schmerzen bis 2 x 1 tgl.

NSAR: Hemmung der Prostaglandinsynthese Indikation: Rheumatische- und Knochenschmerzen NW: Magenbeschwerden, Sodbrennen, Gefahr Ulcus und Magenblutung.

Vgl. (Jelinek 2013, 83-85)

2.4. Assessmentleitfaden für Erwachsene nach Gordon 2013

2.4.1 Wahrnehmung und Umgang mit der eigenen Gesundheit

Selbsteinschätzung:

Fr. L. beschreibt ihren eigenen Gesundheitszustand durch die Aussage: „Sie müsse zufrieden sein, in dieser Situation. Anderen Leuten ginge es schlechter.“

Sie erzählt, dass sie ihre Schmerztabletten- Bedarfsmedikation nicht einnimmt. Sie versuche ohne zusätzliche Medikation auszukommen und behandle ihre Schmerzen mit Franzbrandwein-Einreibungen (siehe Kognition und Perzeption -> Hier besteht weiterer Erhebungsbedarf). Ihre Dauer-Medikation nimmt sie nach ärztlicher Verordnung und stellt diese selbstständig. Frau L. erzählt, dass sie im Kindesalter auf eine Glasscherbe gefallen sei und sich dabei den Mittelfinger an der linken Hand verletzt habe. Die Sehne wurde damals durchtrennt. Frau L. gibt an, vor ca. 2,5 Monaten zuletzt gestürzt zu sein (Hier muss noch nach den Auswirkungen des Sturzes und der Sturzursache gefragt werden).

Fremdeinschätzung:

Die Menge der Medikamente morgens, mittags, abends und nachts wurde vom Erhebenden kontrolliert und stimmt überein.

[...]

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
Praxiseinsatz ambulante Pflege mit NANDA Pflegediagnosen anhand eines Fallbeispiels
Hochschule
Frankfurt University of Applied Sciences, ehem. Fachhochschule Frankfurt am Main  (Fachbereich Pflege und Soziale Arbeit)
Veranstaltung
Praxiseinsatz ambulante Pflege
Note
1,7
Autor
Jahr
2015
Seiten
21
Katalognummer
V459361
ISBN (eBook)
9783668911017
ISBN (Buch)
9783668911024
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Assessments, Assessmentinstrumente, M. Gordon, Assessmentleitfaden, Medizinische Diagnosen, Pflegediagnosen, NANDA, Medikamente, ambulante Versorgung, Ambulante Pflege, Praxiseinsatz, Screening, Ziele, Maßnahmen, Hausarbeit, NANDA Diagnostik, Multimorbidität, Diagnostik, Pflege
Arbeit zitieren
Bachelor of Science Benjamin Schmidt (Autor), 2015, Praxiseinsatz ambulante Pflege mit NANDA Pflegediagnosen anhand eines Fallbeispiels, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/459361

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