Dieses Buch ist eine Sammlung von circa 150 zeitgemäßen Yoga–Lehrbriefen aus heiltherapeutischer Sicht, daneben finden sich viele einfache Meditationsübungen.
Dieses Buch beinhaltet keine designten Hochglanzbilder, keine hochtrabenden fremdsprachlichen Yogabegriffe und keine oder kaum Anleitungen für die exakte Ausführung von Asanas (Yogastellungen), Atemübungen und anderen Yogapaktiken. Letzteres lernt man auf der Yogamatte. Das Bestreben war es, genau das niederzuschreiben, was ich immer gern in einem Yogabuch gelesen hätte. Denn wir sind Europäer, die sich zwar gerne mit fernöstlicher Weisheit auseinandersetzen, von Kindheit an aber an analytische Kritik gewöhnt sind. Das hier vertretene Yoga bietet weder Ambiente, ist kein Wellnessprogramm noch Leistungssport. Weder auf der Yogamatte noch im Leben. Der Spagat zwischen fernöstlicher Tradition, Moderne und eigener Kultur kann unser Leben jedoch enorm bereichern.
Der Autor ist Heilpraktiker, Yogalehrer, Renshi (Godan), Permakulturgärtner sowie geisteswissenschaftlich examiniert. Er unterrichtet und praktiziert seit Anfang bzw. Mitte der 1990er Jahre verschiedene Kampfkünste, Yoga, Nachhaltigkeit, spirituelle Wege sowie Wege der Heilung.
Inhaltsverzeichnis
Wir alle sind Indoeuropäer 13
Viele Lehren, eine Familie 15
Die 8 Pfade 16
Die 7 Hindernisse 17
Die Grundfesten des Lebens 18
Lebenswerte Wertesysteme 21
Spiritualität 22
Meditation: Gegenseitige Abhängigkeiten 23
Der Laut OM 24
Meditation – OM rezitieren 26
Yoga im Alltag 26
Kleshas und Unkraut 28
Kleshas und die Bhagavad Gita 29
Vertrauen in eine höhere Kraft 31
Meditation – Getrennt-sein überwinden (Ausdehnungsmeditation) 32
Präsenz 33
Der Bodyscan 34
Meditation - Bodyscan 35
Deine Bestimmung 36
Meditation: Deine Bestimmung 37
Vom Glück 37
Meditation - Vorstellen und zurückholen 41
Genügsamkeit 42
Nörgeln 44
Meditation – nörgeln 45
Santosha - ein Niyama 46
Zufriedenheit 47
Die Endlichkeit und der Tiger 48
Angst und Gewalt 51
Meditation – der letzte Streit 53
Ärger 56
Meditation: Erden – in der Mitte bleiben 57
Askese 57
Meditation - Lebensziel 58
Verzichten auf Runtermachen 59
Lebensenergie – Leben ohne durchzuhängen 60
Der Lebensweg 63
Die kleinen Zeichen des Lebens 63
Meditation 65
Meditation – einfach meditieren 67
Das Lächeln bewahren 68
Meditation – inneres Lächeln 69
Lächeln und Haltung bewahren 70
Lachyoga 71
Meditation – ein Witz 71
Meditation – Nahrung für die Dämonen 73
Das Labyrinth 75
Labyrinth - Meditation: 75
Die Kraft der Haare 77
Die Kula - Weltsicht 81
Meditation – kommen und gehen 82
Krisen bewältigen 83
Meditation - Atemzählen 85
Stress und Unruhe überwinden 86
Meditation - Entspannung 88
Manipulationen und Konditionierungen 88
Gleichheit 91
Identität 94
Meditation - Einheit 94
Den Stock empfangen 95
Meditation - Sich selbst ertragen 97
Sich mit seinem Kōan abmühen 98
Wahrhaftigkeit (Satya) 99
Asteya – Frei von Verlangen sein 101
Die Naturgesetze - Dura lex, sed lex 104
Meditation - Tunnelblick 106
Den Tunnelblick erkennen 108
Meditation – Tunnelblick Ziege 110
Objektmeditation - Konzentration der Sinne 111
Eine unlösbare Aufgabe 112
Reinigung von zwanghaftem Denken 114
Die Maya – Illusion 115
Das Gesetz der Anziehung 118
Meditation - Ziele verfolgen 119
Mudras - Handgesten 120
Meditation – Freude tanken 122
Herausforderungen 123
Der Schwarmtrieb - Die Weisheit der Vielen 124
Die Disziplinierung der Sinne 126
Meditation – einförmige Eindrücke 128
Rückbeugen 129
Nein sagen 132
Unfälle 133
Meditation - Unfall 134
Schönheit 134
Perfektion 135
Neue Vorsätze 137
Nicht nachtragen 138
Der erste Eindruck 139
Frühling 141
Sommer 142
ebensfreude 144
Yoga im Spätsommer und Herbst 144
Askese - Kochsalzfasten im Herbst 145
Adventsaskese – Mehlstärkefasten 147
Adventszeit 149
Askese - Adventsentbehrungen 150
Weihnachten 151
Meditation - Lichtmeditation 152
Stille Nacht 153
Geben und nehmen 154
Meditation – Hoch des Tages 155
Hast, Ungeduld und Zeitnot 156
Meditation - Zeitlosigkeit 158
Neuanfang 159
Arbeiten und Leben 160
Perfektion 161
Fehler machen 162
Sammel dich 163
Pause und Urlaub 164
Vertraue dem Fluss 165
Hör auf zu denken 166
Mut zu Farbe 168
Das Lebensgesetz der Polaritäten 169
Ganzheitliche Nahrung 170
Nächtliches Fasten 173
Vegetarische Ernährung 174
Yogische Ernährung 179
Detox und Übersäuerung 181
artgerechte Ernährung 185
Essen statt trinken 187
Wassermangel 193
Askese - Jodsalzfasten 195
40.000 B.C. 200
Zeitgemäße Ernährung 204
Getreide und Kuhmilch 207
Stoffwechselgerechte Ernährung 211
Eiweiß macht schön... krank 213
Der Verbrennungstyp 217
Wärmende Lebensweise 220
Sonnennahrung 224
Sonnenkraft 228
Gesundheit ist mehr als eine Substanz 230
Leben ohne Brot 235
Keine Angst vor natürlichem Grün 240
Lebens - Mittel 243
Genuss - Mittel 246
Karma vermeiden 249
Anhaften 251
Von Giftpfeilen 252
Meditation – Achtsamkeitsmantra 257
Vorbeugung ohne Medikamente 257
Von Giften 260
Die 7 Bewegungsrichtungen des Rückens 263
Die Schnellatmung 265
Atemübung - Bauchatmung 268
Pranayama – Atemübungen 268
Meditation - Verbinden 272
Unser Atem 273
Halt die Luft an 274
Pranayama - Aktivierungsatmen 277
Bikram oder Hot - Yoga 278
Unsere Augen 279
Unsere Füße 284
Knochen und Gelenke 289
Unser Herz 295
Unsere Zähne 299
Körper und Geist entgiften 301
Biorhythmus 303
Kundalini und Energiekörper 306
Meditation - Energiearbeit: Stirnchakra 311
Das Dritte Auge 312
Asanas – Yogastellungen 313
Über sich hinauswachsen 315
Sonne und Mond (-gruß) 317
Unser Beckenboden 319
Die fünf Tibeter 321
Unsere Stimme 323
Meditation – Mantrameditation 325
Umkehrstellungen 326
Der Schlaf – Yoga Nidra 327
Heilung mit der Natur 331
Meditation - Zeitreise 333
Sich selbst belügen 334
Kranke Seelen 337
Meditation - Eigenschaftsmeditation 339
Die eingeimpfte Mikrobophobie unserer Zeit 339
Ungeliebte Freunde – Thema Mikroben 344
Schmerzen als Lehrer 347
Den Geist lenken 350
Heil machen 351
Heil werden 357
Zielsetzung & Themen
Dieses E-Book bietet eine fundierte Sammlung von ca. 150 zeitgemäßen Lehrbriefen, die Yoga aus einer heil-therapeutischen Perspektive beleuchten, ergänzt durch praktische Anleitungen zu einfachen Meditationsübungen.
- Ganzheitliche Integration von Körper, Geist und Seele.
- Kritische Auseinandersetzung mit Lebensführung und Ernährung.
- Methoden zur Stressbewältigung und zur Stärkung der Eigenverantwortung.
- Bedeutung von Naturverbundenheit und natürlicher Lebensweise für die Gesundheit.
- Praktische Meditationstechniken für den Alltag.
Auszug aus dem Buch
Wir alle sind Indoeuropäer
Flüchtig betrachtet dachten wir schon immer, Yoga sei ein exotischer Import aus Indien. Doch Indien und Europa verbinden Wurzeln des gleichen Baumes.
Die meisten der 22 wichtigen, in Indien gesprochenen Sprachen gehören nämlich der indogermanischen Sprachfamilie an. So auch die deutsche Sprache und das Sanskrit, die Sprache der Mantras, nicht jedoch des indischen Alltags. Ähnlich, wie es sich im Westen mit der lateinischen Sprache verhält. Indogermanisch oder indoeuropäisch, wie es international in der Sprachwissenschaft heißt, ist der Sammelbegriff für einen großen gemeinsamen Sprachraum, mit enger sprachlicher Verwandtschaft und Herkunft, der der Vorzeit entstammt. Dieser Sprachraum mit gemeinsamen Wurzeln zieht sich, mit wenigen Ausnahmen, von Indien bis nach Westeuropa und erstreckt sich nach der Besiedlung Nordostasiens, Amerikas und Südafrikas durch die Europäer auch dorthin. Wo sich Sprache mit den Völkerwanderungen ausbreitete, breiteten sich auch kulturelle Wurzeln, Erfahrungen und Überlieferungen der Vorfahren aus.
Das Wort Yoga (aus dem Sanskrit) entstammt der Wortwurzel „yuj“. Diese verweist auf einen sehr alten indogermanischen Sprachstamm, den man heute noch in vielen indogermanischen Sprachen vorfindet. Auch diese gemeinsamen Sprachwurzeln lassen auf ursprünglich gemeinsame kulturelle Grundlagen, wie auch auf regen vorzeitlichen Austausch zwischen den Völkern dieses Gebietes schließen. So ist die Veda (auch vedische Schriften genannt) eines der wichtigsten Werke im Hinduismus. Sie bildet eine gigantische Sammlung des Wissens und gehört zu den ältesten schriftlichen Überlieferungen der Menschheit. Die schriftlich überlieferte Veda wird auf über 5000 Jahre geschätzt, manche behaupten sogar die mündlichen Überlieferungen seien über 50.000 Jahre alt.
Zusammenfassung der Kapitel
Wir alle sind Indoeuropäer: Die historische und sprachliche Verbindung zwischen indischer und europäischer Kultur bildet das Fundament für das Verständnis von Yoga im westlichen Kontext.
Viele Lehren, eine Familie: Ein Überblick über die Vielfalt der Yogarichtungen und die Bedeutung, den für die eigene Natur passenden Weg zu finden.
Die 8 Pfade: Vorstellung der acht traditionellen Aspekte des Yogaweges, von Verhaltensregeln bis hin zur asketischen Schulung.
Die 7 Hindernisse: Analyse typischer Hürden auf dem Yogaweg, wie Krankheit, Ungeduld und Antriebslosigkeit, und deren Überwindung durch Achtsamkeit.
Die Grundfesten des Lebens: Identifikation der wichtigsten Bausteine für eine stabile Lebensführung, darunter Geisteshaltung, Ernährung und Bewegung.
Lebenswerte Wertesysteme: Yoga als Lückenschluss zwischen isolierten moralischen Wertesystemen und der Erkenntnis der allumfassenden Verbundenheit.
Schlüsselwörter
Yoga, Spiritualität, Gesundheit, Heilung, Meditation, Lebensführung, Achtsamkeit, Ernährung, Selbsterkenntnis, Körperbewusstsein, Kleshas, Naturgesetze, Eigenverantwortung, Stressbewältigung, Gleichmut.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Buch grundsätzlich?
Das Buch ist eine Sammlung von Lehrbriefen, die Yoga als einen heil-therapeutischen und ganzheitlichen Lebensweg präsentieren, der sich an moderne Menschen richtet.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Zu den Schwerpunkten zählen die philosophische Einordnung von Yoga, Ernährung, Stressmanagement, der Umgang mit Emotionen und die Bedeutung der Selbstbestimmung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, dem Leser Werkzeuge an die Hand zu geben, um durch Yoga die eigene Gesundheit, Lebensqualität und innere Stabilität zu steigern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um einen essayistischen Ansatz, der traditionelle yogische Lehren mit Erkenntnissen aus moderner Wissenschaft, Biologie und Psychologie verknüpft.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert verschiedene Lebensbereiche wie Ernährung, den Umgang mit Schmerz, persönliche Krisenbewältigung und die Praxis der Meditation.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?
Yoga, Achtsamkeit, Selbsterkenntnis, Heilung und eine bewusste, naturnahe Lebensweise stehen im Mittelpunkt.
Inwiefern ist die "Übersäuerung" ein zentraler Aspekt der Arbeit?
Der Autor argumentiert, dass eine Übersäuerung des Körpers durch moderne Ernährung ein Hauptgrund für zahlreiche chronische Zivilisationskrankheiten ist und daher eine Entsäuerung entscheidend für die Heilung ist.
Was bedeutet das Konzept "Sich selbst ertragen" im Kontext der Meditation?
Es beschreibt das bewusste Innehalten ("Nichts tun"), um den unruhigen Geist zu beruhigen und die Identität hinter den Gedankenmustern zu finden.
Wie definiert der Autor das Verhältnis zwischen "Yoga" und "Sport"?
Yoga wird nicht als Sport oder Wellnessprogramm betrachtet, sondern als eine disziplinierte Form der Selbsterkenntnis, die weit über rein körperliche Betätigung hinausgeht.
- Citation du texte
- Steffen Hanniske (Auteur), 2019, Yoga. 100 Lehrbriefe aus heiltherapeutischer Sicht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/459877